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	<title>Preußnitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T15:40:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preu%C3%9Fnitz&amp;diff=674112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Assenmacher: /* Hufen und Landwirtschaft */ wl auf Seedoche</title>
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		<updated>2026-03-29T09:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hufen und Landwirtschaft: &lt;/span&gt; wl auf Seedoche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Preussnitz church1.JPG|mini|hochkant=1.35|Dorfkirche Preußnitz ]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preußnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im Gemeindeteil [[Kuhlowitz]] der Kreisstadt [[Bad Belzig]] im [[Brandenburg]]er Landkreis [[Landkreis Potsdam-Mittelmark|Potsdam-Mittelmark]]. Gemeinsam mit Kuhlowitz zählt Preußnitz auf einer Fläche von 13 Quadratkilometern rund 270 Einwohner (September 2005). Ab dem 1. Juli 1950 gehörte Preußnitz zur Gemeinde Kuhlowitz, diese wurde am 31. Dezember 2002 nach Bad Belzig eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz8 Brandenburgische Staedtebahn.JPG|mini|Stillgelegte [[Brandenburgische Städtebahn]], im Hintergrund Ausläufer der [[Rummel (Geomorphologie)|Rummel]] „Steile Kieten“]]&lt;br /&gt;
=== Lage und Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
Preußnitz liegt im Belziger Vorfläming rund fünfhundert Meter südlich von Kuhlowitz und drei Kilometer südöstlich von Bad Belzig. Am Dorf führt die [[Bundesstraße 102]] vorbei, die zwischen Bad Belzig und [[Brandenburg an der Havel]] Bestandteil der [[Deutsche Alleenstraße|Deutschen Alleenstraße]] ist. Unmittelbar am Nordende des Dorfes beginnt ein neuer Abschnitt der Bundesstraße, der Bad Belzig östlich umgeht und kurz vor [[Schwanebeck (Bad Belzig)|Schwanebeck]] wieder an den alten Streckenverlauf Richtung [[Lütte (Bad Belzig)|Lütte]] anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur Bundesstraße verläuft bei Preußnitz die seit 2003 stillgelegte eingleisige Trasse der [[Brandenburgische Städtebahn|Brandenburgischen Städtebahn]], die allerdings nicht in Preußnitz hielt. Neben Belzig unterhielt die Städtebahn einen Bahnhof im südöstlichen Nachbardorf Dahnsdorf, das rund vier Kilometer entfernt liegt und wie die Nachbardörfer [[Mörz (Planetal)|Mörz]] im Osten und [[Kranepuhl (Planetal)|Kranepuhl]] im Süden zur Gemeinde [[Planetal]] gehört. Am Ortszugang zur Bundesstraße bestimmt der Kirchplatz mit dem Friedhof und einer alten [[Linden (Botanik)|Linde]] das Bild des Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ort der Schleifsteine ===&lt;br /&gt;
Zwar ging Preußnitz wie der gesamte Belziger Raum nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zum [[Königreich Sachsen|sächsischen]] [[Kurkreis]] nach dem [[Wiener Kongress]] 1815 an [[Preußen]] über, dennoch hat der Name &amp;#039;&amp;#039;Preußnitz&amp;#039;&amp;#039; keinen Bezug zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;Preußen&amp;#039;&amp;#039;. Den erstmals 1285 als &amp;#039;&amp;#039;Bruzniz&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnten Namen leitet [[Reinhard E. Fischer]] vom [[Polabische Sprache|polabischen]] &amp;#039;&amp;#039;Brus-nic&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Ort, wo es glatte, abgeschliffene Steine gibt&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Brus&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Wetzstein&amp;#039;&amp;#039;) ab. Diese Ortserwähnung im Jahr 1285 erfolgte indirekt, indem eine Belziger Urkunde einen &amp;#039;&amp;#039;Reyneco de Bruzniz&amp;#039;&amp;#039; aufführt. Die erste überlieferte direkte Ortsnennung mit &amp;#039;&amp;#039;villa Brutzenitz&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem Jahr 1361. Aus dem Jahr 1455 findet sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Brusnicz&amp;#039;&amp;#039;, aus 1540 &amp;#039;&amp;#039;Breutznitz&amp;#039;&amp;#039; und bereits 1550 ist der Ort als &amp;#039;&amp;#039;Preusnitz&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Laut Fischer geht &amp;#039;&amp;#039;das anlautende p in der amtlichen Namensform&amp;#039;&amp;#039; auf sächsische Kanzleien zurück und wird [[Deutsche Mundarten|mundartlich]] auch heute noch &amp;#039;&amp;#039;mit anlautendem b gesprochen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard E. Fischer, Jürgen Neuendorf, ... , S. 31f, Zitat S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hufen und Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz3.JPG|mini|Bauernhaus]]&lt;br /&gt;
Die Bestandsaufnahmen der kirchlichen [[Visitation]]en im Zuge der [[Reformation]] verzeichnen für das Jahr 1565 18 und 1591 21 [[Hufe|Dorfhufen]], jeweils zuzüglich 15 ½ Hufen aus der [[Wüstung|wüst gewordenen]] Mehlsdorfer [[Feldmark]] und vier Hufen aus dem wüsten [[Seedoche]]. In den Jahren 1550, 1591 und 1821 besaß der Pfarrer eine Hufe, während die Kirche im 16. Jahrhundert über zwei und 1822 über vier [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Wiese verfügte. Bis 1550/1552 lag die Gerichtsbarkeit bei der [[Vogt]]ei Belzig und bis 1872 beim Amt Belzig-Rabenstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engeser&amp;quot;&amp;gt;Theo Engeser und Konstanze Stehr, Ev. Dorfkirche Preußnitz [http://userpage.fu-berlin.de/~engeser/potsdam-mittelmark/preussnitz/preussnitz.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die heutige Zeit bestimmen [[Ackerbau]] und [[Viehzucht|Viehhaltung]] die Dorfwirtschaft, nennenswerten Umfang hat auch die [[Forstwirtschaft]]. Während in den Belziger Dörfern am Rand der [[Belziger Landschaftswiesen]] und im [[Fläming|Hohen Fläming]] der [[Tourismus]] die traditionelle [[landwirtschaft]]liche Ausrichtung zunehmend ergänzt, spielt der Fremdenverkehr in Preußnitz noch eine sehr geringe Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellgebiet des Baitzer Bachs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz Quellbach.JPG|mini|Einer der Quellbäche des Baitzer Bachs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz Trafohaus Nisthilfe.JPG|mini|Ehemaliges Trafohaus, genutzt als Nisthilfe für Mauerbrüter, Fledermäuse, …]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz2.JPG|mini|Kirchplatz mit Linde]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussnitz1.JPG|mini|Bauernhaus in Preußnitz]]&lt;br /&gt;
Der Ort gehört zum [[Naturpark Hoher Fläming]] und befindet sich in einer flachwelligen Hügellandschaft mit [[Acker|Feldern]] und kleineren Waldabschnitten. Die Wiesen und Viehweiden Richtung Kuhlowitz sind zum Teil morastig sumpfig, denn auf der Preußnitzer [[Gemarkung]] liegt das Quellgebiet des [[Baitz#Baitzer Bach|Baitzer Baches]], der noch im Mittelalter eine versumpfte Niederung darstellte. Ein kleiner vermoorter und unzugänglicher See am Westrand des Lappenberges zeugt noch heute von dieser Zeit. Die Quellarme des Baches entspringen nördlich und südöstlich des 86 Meter hohen Lappenberges und vereinigen sich bei Kuhlowitz zum abschnittsweise naturbelassenen Baitzer Bach, der über Lüsse und [[Baitz]] bei den [[Belziger Landschaftswiesen]] in das [[Baruther Urstromtal]] fließt und nach rund 16 Kilometern in den Belziger/Fredersdorfer Bach mündet, der sein Wasser wiederum über die [[Plane (Fluss)|Plane]] und [[Havel]] der [[Elbe]] zuführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rummel und Nisthilfe ===&lt;br /&gt;
Westlich der Bahnlinie Richtung Bad Belzig liegt eine sogenannte [[Rummel (Geomorphologie)|Rummel]], eines der flämingtypischen [[periglazial]]en [[Trockental|Trockentäler]]. Die Rummel &amp;#039;&amp;#039;Steile Kieten&amp;#039;&amp;#039; läuft kurz vor Preußnitz aus und ist auf einem gut ausgeschilderten Fußweg schnell zu erreichen. Der Weg führt durch einen Teil des eingekerbten Tals und dann weiter durch eine kornreiche Hügellandschaft zum Belziger Bahnhof und zur [[Burg Eisenhardt]]. Der [[brandenburg]]ische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kiete&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kute, Küte&amp;#039;&amp;#039;) bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Erdvertiefung, Grube&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard E. Fischer]], Jürgen Neuendorf, Joachim Reso, &amp;#039;&amp;#039;Rund um Belzig. Orts- und Flurnamen, Findlinge und Bäume, Bäche und Teiche.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Förderkreis Museum Burg Eisenhardt Belzig e. V., &amp;#039;&amp;#039;Buch 4 zur Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Keine Angabe zu Verlag, Jahrgang und ISBN. Das Vorwort ist von 1997. Zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kiete&amp;#039;&amp;#039; S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Straße nach Kuhlowitz fällt in Preußnitz ein markantes Trafohaus mit einem roten mittleren Dachkranz und [[Satteldach]] in den Blick. Da die alten Transformatorenhäuschen aus der Zeit um 1900 nach und nach durch moderne Anlagen ersetzt werden, erhält der Naturparkverein Fläming e. V. in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und den Energieunternehmen die historischen Backsteintürme als [[Nisthilfe]]n für seltene und gefährdete Gebäudebrüter. Nischen- und [[Höhlenbrüter]] wie [[Schleiereule]] (&amp;#039;&amp;#039;Tyto alba&amp;#039;&amp;#039;) (1997 noch rund 300 bis 600 Exemplare in Brandenburg), [[Steinkauz]] (&amp;#039;&amp;#039;Athene noctua&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Turmfalke]] (&amp;#039;&amp;#039;Falco tinnunculus&amp;#039;&amp;#039;) sowie verschiedene [[Fledermäuse|Fledermausarten]] nutzen die Türme neben Scheunen, Dachstühlen und Kirchtürmen gerne zur Aufzucht ihrer Jungen. Für die Fledermäuse brachten die Naturschützer unter dem Dach ergänzende und speziell angepasste hölzerne [[Nistkasten|Nist-]] und Ruhekästen an, die beispielsweise das [[Großes Mausohr|Große Mausohr]] (&amp;#039;&amp;#039;Myotis myotis&amp;#039;&amp;#039;) gerne als Wochenstube annimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feldsteinkirche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dorfkirche Preußnitz}}&lt;br /&gt;
Das landwirtschaftlich geprägte Dorf verfügt über eine turmlose mittelalterliche [[Feldsteinkirche]] mit eingezogenem [[Chor (Architektur)|Chor]] und [[Apsis]] aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die insbesondere im Chorbereich eine bemerkenswert makellose Quaderung der Feldsteine aufweist. Wegen mangelnder finanzieller Mittel konnte die Gemeinde den baufälligen [[Kirchturm]] nicht erneuern und ersetzte ihn nach seiner Abtragung (1962) durch einen freistehenden, überdachten Glockenständer neben der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reinhard E. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgisches Namenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen des Kreises Belzig.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Weimar 1970, {{DNB|456174303}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Bad Belzig|Preußnitz}}&lt;br /&gt;
* [https://rrbb.info/suedwestliche-route/dorfkirche-preussnitz/ Routen der Romanik in Berlin und Brandenburg - Dorfkirche Preußnitz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Bad Belzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/7/54.43/N |EW=12/37/52.55/E |type=city |pop=270 |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=113126553X|VIAF=765149416743289730003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Preussnitz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Belzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Potsdam-Mittelmark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1285]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Assenmacher</name></author>
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