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	<title>Preisuntergrenze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T23:39:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preisuntergrenze&amp;diff=533348&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina am 15. Oktober 2024 um 17:37 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-15T17:37:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preisuntergrenze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Betriebswirtschaftslehre]] der in der [[Kostenträgerrechnung]] [[Kalkulation|kalkulierte]] [[Mindestpreis]] für ein [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] oder eine [[Dienstleistung]], der einem [[Unternehmen]] die kurz- oder langfristige Existenz sichert. &lt;br /&gt;
Die Preisuntergrenze ist ein &amp;#039;&amp;#039;Indifferenzpreis&amp;#039;&amp;#039;, weil sie jenen [[Verkaufspreis]] markiert, bei dem es für den Anbieter gleichgültig ist, ob er eine Gütereinheit verkauft oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wöhe]]/[[Ulrich Döring]], &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 434; ISBN 9783800646876&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Wettbewerbsintensität|intensivem]] [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] ([[Preiswettbewerb]] etwa im [[Polypol]] oder [[Oligopol]]) können Situationen auftreten, die eine Preissenkung auf die Preisuntergrenze rechtfertigen. Beispielsweise in einer [[Rezession]], die durch Absatzeinbußen gekennzeichnet ist, kann die [[Unternehmensleitung]] gezwungen sein, die Verkaufspreise zu senken, um den Absatzrückgang auszugleichen oder zu minimieren. Dann muss bekannt sein, in welchem Ausmaß die Preissenkung vorgenommen werden kann, ohne [[Jahresfehlbetrag|Verluste]] zu erleiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisuntergrenze gibt den Verkaufspreis an, den ein Unternehmen für sein Produkt oder seine Dienstleistung verlangen muss, um kurz- oder langfristig bestehen zu können. Sie ist Bestandteil der [[Preispolitik]] eines Unternehmens, das im Wettbewerb mit Konkurrenten den [[Marktpreis]] als Instrument einsetzt, um die [[Nachfrage]] nach seinen Produkten oder Dienstleistungen durch Preissenkungen zu erhöhen oder durch Preissteigerungen zu senken. Der Preisspielraum reicht von einer Preisuntergrenze, bei der kein [[Gewinn]] mehr möglich ist, bis zu einer Preisobergrenze, bei der keine Nachfrage mehr besteht; dazwischen liegen die Preise von [[Substitutionsgut|Substitutionsprodukten]] der Konkurrenz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=RuCdrtIP7bwC&amp;amp;pg=PA140&amp;amp;dq=Preispolitik+Preisuntergrenze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjPtaX5yIjqAhXDxIsKHcB8Ar0Q6AEIQTAD#v=onepage&amp;amp;q=Preispolitik%20Preisuntergrenze&amp;amp;f=false Hermann Diller/Andreas Herrmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Preispolitik: Strategie - Planung - Organisation - Umsetzung&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 140]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Preissenkungen muss dem Unternehmen bekannt sein, zu welchem Preis die [[Gesamtkosten]] oder ein Teil davon gerade noch gedeckt werden können. Beim Erreichen der Preisuntergrenze wird das Unternehmen zum [[Grenzanbieter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die Frage, wie lange ein Unternehmen die Preisuntergrenze durchstehen kann, unterscheidet man zwischen kurzfristiger und langfristiger Preisuntergrenze:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xDCvBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA442&amp;amp;dq=Preisuntergrenze+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiL46Xv-4HqAhVo_CoKHWvEA-AQ6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Preisuntergrenze%20lexikon&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 442]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei der [[Kurzfristige Preisuntergrenze|kurzfristigen Preisuntergrenze]] (&amp;#039;&amp;#039;absolute Preisuntergrenze&amp;#039;&amp;#039;) besteht eine [[Kostendeckung]] lediglich für die [[variable Stückkosten|variablen]] [[Stückkosten]], während in Höhe der [[Fixkosten]] ein Verlust entsteht. Die korrespondierende Produktionsmenge ({{enS|output}}) ist das [[Betriebsminimum]]. Im einfachsten Fall liegt die kurzfristige Preisuntergrenze in Höhe der [[Grenzkosten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Raffée, &amp;#039;&amp;#039;Preisuntergrenzencontrolling&amp;#039;&amp;#039;, in: Christof Schulte (Hrsg.), Lexikon des Controlling, 1996, S. 591 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die kurzfristige Preisuntergrenze pro Stück &amp;lt;math&amp;gt;kPUG&amp;lt;/math&amp;gt; errechnet sich aus der Division der variablen Kosten &amp;lt;math&amp;gt;K_v &amp;lt;/math&amp;gt; durch die produzierte Menge &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UTBgMiu28pYC&amp;amp;pg=PA115&amp;amp;dq=Kurzfristige+Preisuntergrenze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj9xbnW14jqAhVNEncKHYhaBPAQ6AEIMDAB#v=onepage&amp;amp;q=Kurzfristige%20Preisuntergrenze&amp;amp;f=false Manfred Weber, &amp;#039;&amp;#039;Kaufmännisches Rechnen von A – Z&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 115]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;kPUG = \frac{K_\mathrm{v}}{M}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:Liegen beispielsweise die variablen Kosten bei 22.000 Euro für 400 Stück, so beträgt die kurzfristige Preisuntergrenze 55 Euro. Die dazugehörige Produktionsmenge &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; ist das Betriebsminimum.&lt;br /&gt;
* Bei der [[langfristige Preisuntergrenze|langfristigen Preisuntergrenze]] werden die Gesamtkosten ([[Selbstkosten]]) gedeckt, aber keine Gewinne erzielt, denn das Unternehmen produziert an der [[Gewinnschwelle]]:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;lPUG = \frac{K_\mathrm{v} + K_\mathrm{f}}{M}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:Die dazugehörige Produktionsmenge wird als [[Betriebsoptimum]] bezeichnet. Im Beispiel sind zu den variablen Kosten noch angenommene 12.000 Euro Fixkosten:&amp;lt;math&amp;gt;K_f&amp;lt;/math&amp;gt; hinzuzurechnen, so dass die Gesamtkosten bei 34.000 Euro liegen. Die langfristige Preisuntergrenze beträgt dann 85 Euro. Hier zeigt sich, wie bedeutsam die Fixkosten für ein Unternehmen sind. Eine [[Kostensenkung]] bei den Fixkosten ermäßigt nicht nur die Gewinnschwelle (es entsteht früher Gewinn), sondern wirkt sich überproportional auf den Preis aus.&lt;br /&gt;
   Ergebnisrechnung:&lt;br /&gt;
   [[Umsatzerlös]]e&lt;br /&gt;
   - variable Kosten&lt;br /&gt;
   = [[Deckungsbeitrag]] 1&lt;br /&gt;
   - produktfixe Kosten&lt;br /&gt;
   = Deckungsbeitrag 2&lt;br /&gt;
   - produktgruppenfixe Kosten&lt;br /&gt;
   = Deckungsbeitrag 3&lt;br /&gt;
   - unternehmensfixe Kosten&lt;br /&gt;
   = Betriebsgewinn/Betriebsverlust&lt;br /&gt;
:Reichen die Umsatzerlöse insgesamt aus, um alle anfallenden Gesamtkosten zu decken, so hat der Verkaufspreis die langfristige Preisuntergrenze erreicht. &lt;br /&gt;
* Außerdem gibt es noch die &amp;#039;&amp;#039;liquiditätsorientierte Preisuntergrenze&amp;#039;&amp;#039;. Erfolgt die Ausrichtung der Verkaufspreise nach der kurzfristigen Preisuntergrenze, kann ein Unternehmen in [[Liquidität]]sschwierigkeiten geraten. Da in der kurzfristigen Preisuntergrenze nur die variablen Kosten erfasst werden, bleiben die fixen Kosten, die kurzfristig zu [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] führen, unberücksichtigt. Das sind insbesondere [[Geschäftsraummiete|Mietkosten]], [[Personalkosten]], [[Sozialabgaben]], betriebliche [[Steuer]]n und [[Versicherungsprämie]]n. Die &amp;#039;&amp;#039;liquiditätsorientierte Preisuntergrenze&amp;#039;&amp;#039; wird wie folgt ermittelt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{\text{Variable Kosten} + \text{kurzfristig ausgabenwirksame fixe Kosten}} {Absatzmenge}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im [[Konzern]] gelten als Preisuntergrenze für [[Verrechnungspreis]]e aufgrund des [[Fremdvergleichsgrundsatz]]es die [[Herstellungskosten]] zuzüglich einer angemessenen [[Gewinnmarge]], die von unabhängigen Dritten für diese Waren zu entrichten wären.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Tietz, &amp;#039;&amp;#039;Euro-Marketing: Unternehmensstrategien für den Binnenmarkt&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 304&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Nach [[ständige Rechtsprechung|ständiger Rechtsprechung]] des [[Bundesgerichtshof]]s (BGH) steht es dem Unternehmer im Rahmen der geltenden [[marktwirtschaft]]lich orientierten [[Wirtschaftsordnung]] grundsätzlich frei, seine Preisgestaltung in eigener Verantwortung vorzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, {{Rspr|GRUR 1990, 371}}, 380&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesem Urteil zufolge ist ein zeitlich begrenztes Angebot einzelner Schallplatten unter [[Einstandspreis]]&amp;lt;ref&amp;gt;also unterhalb der kurzfristigen Preisuntergrenze&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne Vorliegen besonderer Umstände nicht ohne weiteres wettbewerbswidrig. Dagegen beeinträchtigt der dauerhafte Verkauf von Produkten unter Einkaufspreis kleinere Konkurrenten [[Billigkeit|unbillig]] und ist daher grundsätzlich zu verbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 12. November 2002, Az.: KVR 5/02 = {{Rspr|BGHZ 152, 361}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgangspunkt des zitierten [[Rechtsstreit]]s war der Eingriff des [[Bundeskartellamt]]s in den Preiskampf des deutschen [[Lebensmitteleinzelhandel]]s im September 2000 mit dem Verbot an [[Walmart]], [[Aldi Nord]] und [[Lidl]], Produkte unter Einkaufspreis zu verkaufen. Der BGH verbot diese Praxis, wenn sie von Unternehmen mit [[Marktmacht]] über längere Zeit, jedenfalls aber systematisch handelnd, ausgeübt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Im [[Preiswettbewerb]] zwischen Unternehmen für das gleiche Produkt oder die vergleichbare Dienstleistung kann es sinnvoll sein, den Verkaufspreis als strategischen [[Aktionsparameter]] zu senken, um ein höheres [[Absatzvolumen]] zu generieren. Der Preis muss jedoch beim [[Marktverhalten]] als Aktionsparameter zur Verfügung stehen ([[Preisanpasser]]), denn der [[Mengenanpasser]] muss zum gegebenen Marktpreis anbieten. Durch Preissenkung kann eine [[Unterbeschäftigung]] beseitigt werden. Dabei kann der Verkaufspreis bis zur Preisuntergrenze gesenkt werden, so dass diese die Limitation der Preispolitik darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=wE0lBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA182&amp;amp;dq=Preisuntergrenze+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiL46Xv-4HqAhVo_CoKHWvEA-AQ6AEINjAC#v=onepage&amp;amp;q=Preisuntergrenze%20lexikon&amp;amp;f=false Wolfgang Becker/Stefan Lutz, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Modernes Rechnungswesen&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 182]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sollte die Preisuntergrenze unterschritten werden, erfüllt ein Verzicht auf den Verkauf die [[Unternehmensziel]]e besser als der Verkauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Raffée, &amp;#039;&amp;#039;Konsumentenverhalten&amp;#039;&amp;#039;, in: Bruno Tietz (Hrsg.), Handwörterbuch der Absatzwirtschaft, 1974, Sp. 1025 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Unterschreitung der Preisuntergrenze sollten Produkte aus wirtschaftlichen Gründen aus dem [[Produktionsprogramm]] entfernt werden bzw. auf die Annahme eines [[Auftrag]]s oder einer [[Bestellung]] verzichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LNrJBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA409&amp;amp;dq=Kurzfristige+Preisuntergrenze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj9xbnW14jqAhVNEncKHYhaBPAQ6AEIcTAI#v=onepage&amp;amp;q=Kurzfristige%20Preisuntergrenze&amp;amp;f=false Wolfgang Kilger, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 1985, S. 409]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4138260-2}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preispolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preistheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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