<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Preisniveau</id>
	<title>Preisniveau - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Preisniveau"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preisniveau&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T20:29:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preisniveau&amp;diff=121986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Erwartetes Preisniveau */ Form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preisniveau&amp;diff=121986&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-22T18:08:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erwartetes Preisniveau: &lt;/span&gt; Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Inflation Germany.svg|mini|rechts|Jährliche Preisveränderungsraten in Deutschland seit 1965]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Preissteigerung 1970-1980.png|mini|rechts|Preissteigerung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) von 1970 bis 1980]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preisniveau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt;) ist eine [[volkswirtschaftliche Kennzahl]], die angibt, wie viele [[Geldeinheit]]en in einer [[Volkswirtschaft]] für die [[Preis (Wirtschaft)|Preise]] bestimmter [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en eines [[Warenkorb]]s bezahlt werden müssen.&lt;br /&gt;
Die [[Volkswirtschaftslehre]] befasst sich zu [[Vergleich (Zahlen)|Vergleichs-]] und [[Analyse]]zwecken mit verschiedenen statistischen [[Daten]], die in Form von [[Kurve (Mathematik)|Kurven]] für einen bestimmten Zeitraum mit einer festgelegten Datenreihe zusammengefasst werden. Zu dieser [[Niveaumenge]] gehört unter anderem das Preisniveau, mit dem insbesondere die [[Preisniveaustabilität]] gemessen wird, das [[Heimisches Produktionsniveau|heimische Produktionsniveau]], das [[Kursniveau]] oder das [[Zinsniveau]], das mittels [[Zinskurve]]n visualisiert werden kann. Die Preisniveaustabilität ist ein [[Staatsziel]] des [[Magisches Viereck|Magischen Vierecks]] ({{§|1|stabg|juris}} [[StabG]]), das bei der [[Wirtschaftspolitik|Wirtschafts-]] und [[Finanzpolitik]] zu beachten ist. Stabilität des Preisniveaus bedeutet, dass die Preise insgesamt – im Durchschnitt – einigermaßen stabil sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomie_Geld_und_W%C3%A4hrung/hN_nBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Preisniveau+Preisniveaustabilit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA138&amp;amp;printsec=frontcover Lothar Wildmann, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie, Geld und Währung&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 2010, S. 138]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Preisniveau steht als eine der zentralen volkswirtschaftlichen Kennzahlen im Mittelpunkt der Beobachtung durch die [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Wirtschaftspolitik]], [[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e, [[Staat]], [[Analyst]]en), sagt doch sein [[Kehrwert]] etwas über die [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]] einer [[Währung]] aus. Steigt das Preisniveau in der Volkswirtschaft, sinkt die Kaufkraft und umgekehrt. [[Tendenz]]iell steigendes Preisniveau nennt man [[Inflation]], fallendes [[Deflation]]. Von Inflation wird jedoch erst gesprochen, wenn das Preisniveau 6 Monate lang ohne Unterbrechung gestiegen ist. Das Preisniveau ist wegen seiner Bedeutung für die Wirtschaft ein wichtiges wirtschaftspolitisches Ziel innerhalb des [[Magisches Viereck|Magischen Vierecks]], jederzeit [[Preisniveaustabilität]] zu erreichen, was sogar gesetzlich verankert ist ({{§|1|stabg|juris}} [[Stabilitätsgesetz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen durch Preise sind der Grund, warum man in der Volkswirtschaftslehre und im Steuerrecht zwischen [[Nennwert]] und [[Realwert]] unterscheidet. Das [[Geld]] behält zwar seinen aufgedruckten Nennwert, bei Inflation sinkt jedoch sein Realwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussfaktoren ==&lt;br /&gt;
Auf längere Sicht ist Inflation/Deflation ein monetäres Phänomen, weil das Preisniveau auf dem [[Gütermarkt]] von der [[Geldmenge]] auf dem [[Geldmarkt]] bestimmt wird. Allerdings wirkt sich die [[Geldmengenwachstum|Geldmengenentwicklung]] nicht sofort auf das Preisniveau aus. So kam die [[Deutsche Bundesbank]] in einer empirischen Untersuchung für den Zeitraum von 1970 bis 1990 zu dem Ergebnis, dass die Preisentwicklung in Deutschland mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Geldmengenentwicklung folgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, &amp;#039;&amp;#039;Zum Zusammenhang zwischen Geldmengen- und Preisentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Monatsbericht Januar 1992, S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach setzt der Effekt der Preisniveauveränderung nach etwa 2 ½ Jahren ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzfristig wird das Preisniveau auch von anderen Faktoren beeinflusst, etwa [[Arbeitskosten|Lohnerhöhungen]] ([[Lohn-Preis-Spirale]]; {{enS|&amp;#039;&amp;#039;wage-push-inflation&amp;#039;&amp;#039;}}), [[Produktionskosten]]steigerungen ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;cost-push-inflation&amp;#039;&amp;#039;}}), [[Ölpreis]]steigerungen ([[importierte Inflation]]) oder einer Erhöhung der [[Mehrwertsteuer]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;tax-push-inflation&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=INFPFmbOdpYC&amp;amp;pg=PA302&amp;amp;dq=Preisniveau&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjc2tvY1IXZAhWQJOwKHWtvAO4Q6AEIRjAF#v=onepage&amp;amp;q=Preisniveau&amp;amp;f=false Horst Siebert/Oliver Lorz, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 302]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preisniveauentwicklung ==&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;sinkendes Preisniveau&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man als [[Deflation]], ein &amp;#039;&amp;#039;steigendes Preisniveau&amp;#039;&amp;#039; als [[Inflation]]. Ein &amp;#039;&amp;#039;stark steigendes Preisniveau&amp;#039;&amp;#039; wird als [[Hyperinflation]] bezeichnet, ein &amp;#039;&amp;#039;steigendes Preisniveau bei Stillstand des Wirtschaftswachstums&amp;#039;&amp;#039; nennt man [[Stagflation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relatives Preisniveau ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;relative Preisniveau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Verhältnis (Mathematik)|Verhältnis]] zwischen [[Allgemeines Verbraucherpreisniveau|allgemeinem Verbraucherpreisniveau]] und [[Allgemeines Lohnniveau|allgemeinem Lohnniveau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt die Leistungsfähigkeit einer [[Volkswirtschaft]] an, wobei ein niedrigeres relatives Preisniveau höhere Leistungsfähigkeit bedeutet, da in diesem Fall für dieselben Waren und Dienstleistungen weniger gearbeitet werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stagflation steigt das allgemeine Verbraucherpreisniveau schneller als das allgemeine Lohnniveau, damit steigt das relative Preisniveau. Damit zeigt Stagflation einen Verlust wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartetes Preisniveau ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;erwartete Preisniveau&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;p^e&amp;lt;/math&amp;gt;, auch &amp;#039;&amp;#039;Erwartungspreisniveau&amp;#039;&amp;#039;, ist der Preis der für die folgende Periode angenommen wird. Es steht in engem Zusammenhang mit Arbeitsmarkttheorien, im Sinne von Lohnsetzung, Preissetzung und Produktionserwartungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erwartetes Preisniveau und Lohnsetzung ===&lt;br /&gt;
Das erwartete Preisniveau gehört in den Wirtschaftstheorie zu den Einflussgrößen auf die Höhe des [[Nominallohn]]s (w). Begründet wird dies damit, dass zukünftige Preise von den [[Tarifpartei]]en als wichtige Einflussgröße auf die Kaufkraft zukünftiger Löhne angesehen und somit in [[Tarifverhandlung]]en berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
Die Lohnsetzungsfunktion lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;w = p^e \cdot F(u,z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun Arbeitnehmer eine Erhöhung der Preise erwarten, so werden sie eine Lohnerhöhung fordern. Sollten die Arbeitgeber beispielsweise die Verdoppelung ihrer zu zahlenden Preise erwarten, dann werden sie auch bereit sein, die Nominallöhne zu verdoppeln. In diesem Fall würde der [[Reallohn]] (w/p) konstant bleiben, da sich beide Faktoren in gleicher Weise verändern. Das bedeutet einen positiven Zusammenhang zwischen erwartetem Preisniveau und Nominallohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berücksichtigung des erwarteten Preisniveaus im AS-AD-Modell ===&lt;br /&gt;
Das erwartete Preisniveau stellt einen wichtigen Baustein im [[AS-AD-Modell]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das aggregierte Angebot ====&lt;br /&gt;
Das [[Aggregiertes Angebot|aggregierte Angebot]] stellt dar, inwieweit sich Produktionsänderungen auf das Preisniveau auswirken. Die aggregierte Angebotskurve beschreibt einen Mechanismus, durch den sich Preise und Löhne im Zeitverlauf anpassen, d.&amp;amp;nbsp;h. steigen oder fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aggregierte Angebotskurve&amp;quot;&amp;gt;Rüdiger Dornbusch/Stanley Fischer/Richard Startz, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 8. Auflage. Oldenbourg, München u. a. 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Wirkungsweise von p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; zu untersuchen, werden zunächst die Lohnsetzungsfunktion (s.&amp;amp;nbsp;o.) und Preissetzungsfunktion durch die Eliminierung von W zu einer neuen Gleichung zusammengefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preissetzungsfunktion: &amp;lt;math&amp;gt;p = (1 + \mu) \cdot W&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preis-Lohnsetzungsgleichung: &amp;lt;math&amp;gt;p = p^e \cdot (1+\mu) \cdot F(u,z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ersichtlich, dass sich das Preisniveau nur verändert, wenn sich p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; oder die Arbeitslosenquote u verändern.&lt;br /&gt;
Wenn man nun die Arbeitslosenquote &amp;lt;math&amp;gt;u = 1 - Y/Z&amp;lt;/math&amp;gt; ersetzt, erhält man folgende Gleichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AS-Funktion: &amp;lt;math&amp;gt;p = p^e \cdot (1 + \mu) \cdot F(1-Y/L,z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Das aggregierte Angebot.svg|mini|hochkant=1.8|Die aggregierte Angebotskurve (AS-Kurve)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann man sagen, dass in der kurzen Frist das Preisniveau in der Regel der Preiserwartung entspricht. Mittelfristig jedoch gleicht sich &amp;lt;math&amp;gt;p^e&amp;lt;/math&amp;gt; an &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AS-Funktion besagt, dass &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; positiv von &amp;lt;math&amp;gt;p^e&amp;lt;/math&amp;gt; und dem Produktionsniveau &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; abhängt (unter der Annahme kurz- und mittelfristiger Konstanz der übrigen Variablen). Wenn also ein höheres Preisniveau erwartet wird, passt sich das tatsächliche im gleichen Verhältnis an. Wird mit einer Preisniveauerhöhung gerechnet, dann passen sich die Löhne positiv dazu an. Erfolgt eine Nominallohnerhöhung um den angestrebten Reallohn zu erreichen, dann lässt das die Kosten für die Unternehmen steigen. Die angestiegenen Kosten werden die Unternehmen dann auf die Preise umlegen, was wiederum zu einer Preisniveauerhöhung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gegebener Preiserwartung würde eine erhöhte Produktion die Preise ansteigen lassen. Dies verdeutlicht die steigende Angebotskurve. Wenn die Produktion ihrem natürlichen Produktionsniveau (&amp;lt;math&amp;gt;Y=Y_n&amp;lt;/math&amp;gt;) entspricht, dann entspricht auch das Preisniveau dem Erwartungspreisniveau (in A).&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann man sagen, dass starke Wirtschaftsaktivitäten [[Preisdruck]] verursachen.&lt;br /&gt;
Liegt &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;Y_n&amp;lt;/math&amp;gt; dann ist &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;p^e&amp;lt;/math&amp;gt; und die Kurve wird sich nach unten verschieben. Ist &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;gt;Y_n&amp;lt;/math&amp;gt; dann ist &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;gt;Y_n&amp;lt;/math&amp;gt; und die AS-Funktion verschiebt sich nach oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anpassungsprozess ====&lt;br /&gt;
Das AS-AD-Gleichgewicht ist abhängig von p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;, es bestimmt die Lage der aggregierten Angebotskurve – bei einer Erhöhung des Erwartungspreisniveaus, verschiebt sich die AS-Kurve nach oben und andersherum. Der Gleichgewichtspunkt A, in dem Y =Y&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt; und p = p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; ist, verschiebt sich analog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Produktion über ihrem natürlichen Niveau liegt, übersteigt das Preisniveau das erwartete. Im Zeitverlauf wird sich dieser Prozess jedoch wieder anpassen. Dann wenn Y &amp;gt; Y&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;, wird die Preiserwartung steigen und die an der Lohnsetzung beteiligten Personen werden den Nominallohn entsprechend positiv angleichen. Durch die für die Unternehmen gestiegenen Kosten, werden diese ihre Preise für ihre Güter und Dienstleistungen ebenfalls erhöhen. Die reale Geldmenge sinkt. Nun werden Zinsen steigen und die Produktion wird reduziert werden müssen, bis die Produktionsmenge wieder ihrem natürlichen Niveau entspricht. Nun ist Y =Y&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt; dann ist p = p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inflation ===&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit [[Inflation]], erwarteter Inflation und Arbeitslosigkeit, wird die Preis-Lohnsetzungsgleichung herangezogen und um einen Term ausgetauscht. Aus der Lohnsetzungsformel ersetzen wir F(u,z) und nehmen folgende Beziehung an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F(u,z) = (1 - \alpha \cdot u + z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt beispielsweise: der Lohn wird umso höher sein, desto niedriger die Arbeitslosenquote u ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entsteht die Gleichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p = p^e \cdot (1 + \mu) \cdot (1 - \alpha \cdot u + z)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits beschrieben, zieht der Anstieg des erwarteten Preisniveaus einen Anstieg des tatsächlichen Preisniveaus, sowie einen höheren Nominallohn und einen, aus den erhöhten Kosten für die Unternehmen, resultierenden Preisanstieg nach sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von einem gegebenen Preisniveau der Vorperiode, bedeutet die Erhöhung des Preisniveaus der momentanen Periode gleichwohl eine Erhöhung des Preisanstiegs von der Vorperiode zur gegenwärtigen – also einer höheren Inflationsrate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gegebenem Preisniveau der Vorperiode, führt ein höheres erwartetes Preisniveau der aktuellen Periode zu einer höheren erwarteten Rate des Preisanstiegs von der Vorperiode zur aktuellen Periode – eine höhere erwartete Inflation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass ein Anstieg von P&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; auch zum Anstieg des tatsächlichen Preisniveaus führt, kann in gleicher Weise auf die Inflation angewendet werden: Ein Anstieg der erwarteten Inflation führt zu einem Anstieg der tatsächlichen Inflation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alternative Betrachtungsweise ===&lt;br /&gt;
Es ist ebenso denkbar, dass sich das erwartete Preisniveau p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; an p, das tatsächliche Preisniveau anpasst wie in folgender Gleichung beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p^e = p \cdot [1 + \lambda (Y - Y^*)]&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies hätte zur Folge, dass die AS-Kurve in der kurzen Frist horizontal verläuft, und nicht wie in der bisherigen Betrachtungsweise, leicht steigend. Dies ist jedoch kein substanzieller Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;allgemeine Preisniveau&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Arithmetisches Mittel|einfache]] oder [[gewogenes arithmetisches Mittel|gewogene arithmetische Mittel]] &amp;#039;&amp;#039;aller&amp;#039;&amp;#039; Preise in einer Volkswirtschaft, so dass die hieraus resultierende Datenmenge seine Messung als unlösbar erscheinen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=uQ_MBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA986&amp;amp;dq=Preisniveau+Preisindex&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj76NCN3LbZAhULyqQKHWI8CAAQ6AEILTAB#v=onepage&amp;amp;q=Preisniveau%20Preisindex&amp;amp;f=false Peter Breitenstein, &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1980, Sp. 985 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es muss daher eine möglichst repräsentative [[Messgröße]] verwendet werden. Gemessen wird deshalb das Preisniveau anhand eines [[Warenkorb]]s über einen [[Preisindex]]. Das entscheidende Kriterium für die Wahl eines bestimmten Preisindex ist seine Eignung als Maßgröße für das allgemeine Preisniveau, wobei kein Preisindex als [[Indikator (Wirtschaft)|Indikator]] für das Preisniveau als unanfechtbar gilt. Herauskristallisiert haben sich der [[Lebenshaltungspreisindex|Preisindex für die Lebenshaltung]] ([[Laspeyres-Index]]) sowie der Preisindex für das [[Sozialprodukt]] ([[Paasche-Index]]), die sich sowohl im Hinblick auf die erfassten [[Wirtschaftsbereich]]e als auch hinsichtlich ihres Berechnungsmodus unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Olivier Blanchard]], [[Gerhard Illing]]: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München u. a. 2004, ISBN 3-8273-7051-5.&lt;br /&gt;
* [[Rudiger Dornbusch]], [[Stanley Fischer]], Richard Startz: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Oldenbourg, München u. a. 2003, ISBN 3-4862-5713-7.&lt;br /&gt;
* [[Horst Siebert (Ökonom)|Horst Siebert]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 11., überarbeitete und erweiterte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-170-12166-9.&lt;br /&gt;
* [[Artur Woll]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 9., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, München u. a. 2000, ISBN 3-486-25060-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geldwert]]&lt;br /&gt;
* [[Basiseffekt]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Länder nach Preisniveau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20326/preisniveau Preisniveau] – Definition der Bundeszentrale für politische Bildung (online auf bpb.de)&lt;br /&gt;
* [http://www.stendal.hs-magdeburg.de/project/konjunktur/konju_berichte.htm Preisentwicklungen in den Neuen Bundesländern (siehe Inflationsteil in den Quartalsberichten)]&lt;br /&gt;
* [https://www.ubs.com/1/ShowMedia/ubs_ch/wealth_mgmt_ch/research?contentId=103125&amp;amp;name=P+L_0601_d.pdf Preise und Löhne in rund 100 Städten weltweit] (PDF-Datei; 1,44&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4175628-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
	</entry>
</feed>