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	<title>Preislied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T10:26:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preislied&amp;diff=165656&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: /* Sozialer Aspekt */ zus. Links</title>
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		<updated>2025-11-30T14:06:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sozialer Aspekt: &lt;/span&gt; zus. Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preislied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[germanische Dichtung|germanischen Dichtung]] ein Einzellied, das von Sängern im [[Wechselgesang]] am [[Fürstenhof]] dargeboten wurde. Im Preislied wurde einer lebenden oder vor kurzem verstorbenen [[adel]]igen Person [[emphatisch]] und idealisierend ge[[huld]]igt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preislieder sind in der [[Altnordische Sprache|altnordischen]] [[Skaldik]] überliefert. Als älteste Form, bzw. genauer als eine Vorform des Preislieds, werden die Lieder der [[Germanen]] über den vermutlich zum [[Heros]] [[Apotheose|verklärt]]en [[Arminius]] betrachtet, über die [[Tacitus]] Ende des&amp;amp;nbsp;1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts berichtet. Ob das [[althochdeutsch]]e [[Ludwigslied]] zum Preislied oder zum [[Fürstenpreis]] zu zählen ist, wird in der Forschung konträr bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skaldik ==&lt;br /&gt;
Die [[skaldisch]]en [[Gattung (Literatur)|Gattung]]en &amp;#039;&amp;#039;flokkr&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[drápa]]&amp;#039;&amp;#039; werden als „Preislied“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um [[Gedicht]]e, welche für und über einen [[Herrscher]] angefertigt wurden. Sie huldigten ihm &lt;br /&gt;
* direkt, z.&amp;amp;nbsp;B. in einer Beschreibung seiner militärischen Erfolge, seiner menschlichen und politischen Vorzüge, oder&lt;br /&gt;
* indirekt mittels der Beschreibung eines Gegenstands, der mit dem Herrscher in enger Verbindung steht. Ein solches Preisgedicht ist z.&amp;amp;nbsp;B. die &amp;#039;&amp;#039;[[Ragnarsdrápa]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Bragi Boddason]] in Form einer [[Schilddichtung]].&lt;br /&gt;
Der skaldischen Dichtungsweise entsprechend sind die Rühmungen selbst sehr [[stereotyp]], was im Extremfall dazu führen kann, dass sich ohne [[historisch]] konkrete Details (z.&amp;amp;nbsp;B. eine bestimmte [[Schlacht]] oder Ortsdaten) kaum ersehen lässt, welcher Herrscher das Objekt der Huldigung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drápa ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Drápa}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;drápa&amp;#039;&amp;#039; (die [[Etymologie]] ist nicht gesichert, der Begriff wurde früher mit altnordisch &amp;#039;&amp;#039;dráp&amp;#039;&amp;#039; – „Schlacht“ in Verbindung gebracht) ist ein kunstvolles Preisgedicht. Sie steht gewöhnlich im [[dróttkvætt]]-Metrum. Drei Teile werden unterschieden:&lt;br /&gt;
* die Einleitung (&amp;#039;&amp;#039;upphaf&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* der Mittelteil mit [[Refrain]]s (&amp;#039;&amp;#039;stefjubálkr&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* der Schluss (&amp;#039;&amp;#039;slœmr&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Als die aufwendigste Form der skaldischen Preisdichtung ist die drápa gerade für höhere Adelige und vor allem [[König]]e die passende Gattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spezielle Art dieser Preisdichtung ist die &amp;#039;&amp;#039;erfidrápa&amp;#039;&amp;#039;, die sich auf einen bereits verstorbenen [[Fürst]]en bezieht; im deutschsprachigen Raum wird sie manchmal auch „Erblied“ genannt. So verfasste Hallfreðr Vandræðaskáld zwei drápur auf [[Olaf Tryggvason]], von denen das zweite, die &amp;#039;&amp;#039;Erfidrápa Ólafs Tryggvasonar&amp;#039;&amp;#039;, in die Kategorie Erblied fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flokkr ===&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;flokkr&amp;#039;&amp;#039; („Schar“, „Haufen“), der auch unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;visur&amp;#039;&amp;#039; („Strophen“) auftritt, handelt es sich um ein Preisgedicht in Form einer eher losen Aneinanderreihung von Strophen ohne weitere strukturelle Verzierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaftlich gesehen stellt der flokkr eine Art der Preisdichtung dar, die einem niedrigen Fürsten angemessen war. Für einen hohen Herrscher, oder gar einen König, wurde ein solches Werk allerdings als Beleidigung angesehen. Eine entsprechende Episode findet sich in der [[Heimskringla]], wo der vom Skalden [[Þórarinn loftunga]] mit einem flokkr bedachte [[Knut der Große|König Knut]] jenem den Tod für den nächsten Tag androht, sollte der Dichter bis dahin nicht eine drápa auf ihn verfasst haben. Hätte Þórarinn dies nicht bewerkstelligt (und obendrein auf sehr effiziente Weise – er komponierte nämlich nicht ein komplett neues Gedicht, sondern fügte nur die zur &amp;#039;&amp;#039;drápa&amp;#039;&amp;#039; fehlenden Refraine hinzu), so wäre er gestorben – gehängt, wie Knut sagte, „für seine Unverschämtheit“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialer Aspekt ===&lt;br /&gt;
In der eben erwähnten Episode zeichnet sich eine [[Gesellschaft (Soziologie)|gesellschaft]]liche Funktion der Preisdichtung ab – so weit man dem [[Realismus]] von [[Altnordische_Literatur #Die_Sagaliteratur|Saga]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;berichten vertrauen kann, die durch ihren Autor geformt wurden: Die &amp;#039;&amp;#039;[[öffentlich]]e&amp;#039;&amp;#039; Würdigung (vor dem [[Gefolge]]) und die Bedeutung formaler Kriterien weit vor inhaltlichen Feinheiten. Gerade dies ist ebenfalls eines der Kennzeichen der Skaldik, die sich nicht als [[Naturalismus (Literatur)|naturalistisch]] versteht, sondern als [[ornament]]al.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunstverstand König Knuts mag dabei etwas zweifelhaft erscheinen, da sich der Herrscher mit den erwähnten, quasi minimalen Änderungen zufriedengibt. Andererseits hatte skaldische Preisdichtung an Fürstenhöfen generell wenig mit dem heutigen oder gar dem [[romantik|romantisch]]en [[Kunst]]begriff zu tun, sondern sie war ein Teil des [[höfisch]]en [[Zeremoniell]]s. Und von diesem wurde erwartet, dass es keine falschen Signale aussandte – was die „Würdigung“ eines Herrschers mit einem den niedrigeren [[Soziale Schicht|Schicht]]en angemessenen Werk unweigerlich bedeutet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das skaldische Preisgedicht erfüllt somit neben der künstlerischen auch eine wichtige [[politisch]]e und [[soziale Funktion]] in der [[mittelalter]]lichen Gesellschaft [[Nordeuropa]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mündliche Überlieferung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Edith Marold]]: &amp;#039;&amp;#039;Preislied&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Beck, [[Dieter Geuenich]], [[Heiko Steuer]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Band 23, de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-017535-5, S. 398–408.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]], [[Hermann Pálsson]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der altnordischen Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 490). Kröner, Stuttgart 1987, ISBN 3-520-49001-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altnordische Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mündliche Überlieferung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mündliche Kommunikation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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