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	<title>Preiselbeere - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Preiselbeere&amp;diff=38736&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SteinundBaum: /* Namen */ genauer lt. Beleg</title>
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		<updated>2025-03-21T12:01:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Namen: &lt;/span&gt; genauer lt. Beleg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Zu Informationen über den Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Preiselbeere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Vaccinium vitis-idaea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Heidelbeeren&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Vaccinium&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Heidekrautgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Ericaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Heidekrautartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Ericales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Vaccinium vitis-idaea L..jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Preiselbeere (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:18-09-01-Schären westlich von Långbådan RRK7709.jpg|mini|Wild wachsende Preiselbeere Ende August an der Nordküste von [[Åland]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Preiselbeere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der Gattung der [[Heidelbeeren]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium&amp;#039;&amp;#039;). Sie ist in [[Eurasien]] und [[Nordamerika]] (hier &amp;#039;&amp;#039;Lingonberry&amp;#039;&amp;#039; genannt) weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte „Kulturpreiselbeere“ ist keine Preiselbeere, sondern die [[Großfrüchtige Moosbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium macrocarpon&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;Cranberry&amp;#039;&amp;#039; genannt, mit anderer, am Boden kriechender Wuchsform und deutlich anderem Geschmack. Allerdings werden daneben auch echte Preiselbeeren kultiviert und gärtnerisch angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Der Name Preiselbeere (als Variante auch: Preißelbeere, Preuselbeere, Prasselbeere) stammt aus dem [[Slawische Sprachen|Slawischen]], er leitet sich ab von &amp;#039;&amp;#039;brusina&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;brusnice&amp;#039;&amp;#039;: braunrot, nach der Farbe der Beeren&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Wörterbuch von [[Jacob Grimm|Jacob]] und [[Wilhelm Grimm]]. 16 Bände, in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. digitale Ausgabe Bd.13, sp2093: 1998–2018 Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier [http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&amp;amp;mode=Vernetzung&amp;amp;hitlist=&amp;amp;patternlist=&amp;amp;lemid=GP07238 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Η. Η. Bielfeldt: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch Preißelbeere „Vaccinium vitis-idaea“, seine Herkunft und Wortgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Slawistik.&amp;#039;&amp;#039; 16(1), 1971, 704–716.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder von alttschechisch &amp;#039;&amp;#039;bruslina&amp;#039;&amp;#039; aus [[kirchenslawisch]] &amp;#039;&amp;#039;(o)brusiti&amp;#039;&amp;#039;: (ab)streifen, weil die Beere sich leicht abstreifen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Preiselbeere#herkunft|werk=[[Duden]]|titel=Preiselbeere|abruf=2023-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in Nordwest-Deutschland verbreitete Ausdruck „Kronsbeere“ wird gedeutet als Kranich-Beere,&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände, in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. digitale Ausgabe Bd.11, sp2319: 1998–2018 Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier [http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&amp;amp;mode=Vernetzung&amp;amp;lemid=GK14693#XGK14693 online]&amp;lt;/ref&amp;gt; andere leiten ihn von Krone, nach den kronenförmig auf der reifen Beere erhalten bleibenden Kelchzipfeln ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudi Beiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln, zubereiten.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos-Verlag Stuttgart 2018. ISBN 978-3-440-15963-7, Abschnitt Preiselbeere, Kronsbeere.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name Riffelbeere (auch schweizerisch Riffli, Rifeli; Bern) bezieht sich auf die früher übliche Ernte mittels grober Metall- oder Holzkämme, mit denen die Beeren vom Strauch abgestreift wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav Hegi]], Karl Suessenguth, [[Karl Heinz Rechinger]], Friedrich Markgraf: &amp;#039;&amp;#039;Hegi Illustrierte Flora von Mittel-Europa.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Teil 3. Paul Parey Verlag, 1965, S. 1669.&amp;lt;/ref&amp;gt; er wird aber ebenso für andere beerentragende Sträucher der Heidegewächse wie Heidelbeere oder Moosbeere&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Elke Firth, Erich Lück: &amp;#039;&amp;#039;Großwörterbuch des Lebensmittelwesens&amp;#039;&amp;#039;, Behr’s Verlag, 1997, S. 279 ist „Riffelbeere“ eine Bezeichnung für die [[Gewöhnliche Moosbeere]] bzw. [[Großfrüchtige Moosbeere]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;cranberry&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet. Griffelbeere, auch in [[Kanton Graubünden|Graubünden]] Griffle oder Gryfeln, im [[Kanton Wallis|Wallis]] Grefle, besitzt vermutlich dieselbe Herleitung. Es gibt zahlreiche weitere regionale Namen, eine Auswahl:&amp;lt;ref&amp;gt;nach [[Franz Dornseiff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter Verlag, 2011, ISBN 978-3-11-171211-6, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Braunschnitzer (Thüringen), Graslitzbeer ([[Egerland]] und [[Erzgebirge]]), Granten (auch Grandlbeer, Granken, Kranklbeer) (Bayern und Österreich), Klusterbeere (Klosterbeere) und Krambeere (untere [[Weser]]), Fuchsbeeri (Schweiz), Kreuzbeer ([[Tirol]]), Dröppelkes (Westfalen), Schöckelbeere ([[Steiermark]]) und zahlreiche andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Psiloritis|Ida-Gebirge]] ist Namensgeber für den lateinischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/vaccinium-vitis-idaea |titel=Vaccinium vitis-idaea |werk=Landscape Plants |hrsg=[[Oregon State University]] |abruf=2025-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Laubblatt ===&lt;br /&gt;
Die Preiselbeere wächst als immergrüner, kompakter, aufrechter bis kriechender [[Zwergstrauch]] und erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind flaumig behaart. Sie wurzelt bis einen Meter tief.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig und zweizeilig an den Zweigen angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der flaumig behaarte Blattstiel ist etwa einen Millimeter lang. Die einfache, ledrige Blattspreite ist mit einer Länge von 0,7 bis 2&amp;amp;nbsp;cm und einer Breite von vier bis acht Millimeter elliptisch oder verkehrt-eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund. Die glänzend dunkelgrüne Blattoberseite ist kahl oder am Hauptnerv flaumig behaart. Die Blattunterseite ist angedrückt drüsig behaart. Die fünf oder sechs Paar Seitennerven sind fein und unauffällig auf beiden Blattseiten. Der ganze bis schwach buchtig-gekerbte Blattrand ist leicht umgebogen, die Spitze ist feinstachelspitzig und abgerundet bis stumpf oder eingebuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bruknes ziedai.jpg|mini|Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2006-11-28Vaccinium04-02.JPG|mini|Knospenaustrieb]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vaccinium vitis-idaea at stump of Pinus sylvestris.jpg|mini|Wild wachsende Preiselbeeren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiselbeeren-WJP-3.jpg|mini|Reife Früchte an der Pflanze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand und Blüte ===&lt;br /&gt;
In endständigen, 1 bis 1,5&amp;amp;nbsp;cm langen, flaumig behaarten und hängenden, [[Traube|traubigen]] [[Blütenstand|Blütenständen]] stehen bis über acht Blüten zusammen. Die schnell vergänglichen, flaumig behaarten [[Tragblatt|Tragblätter]] sind mit einer Länge von etwa einem Millimeter breit-eiförmig und es sind auch [[Tragblatt|Deckblätter]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende Mai bis Anfang August öffnen sich die anfänglich dunkelroten Blütenknospen. Der [[Blütenbecher]] (Hypanthium) ist kahl. Die Blüten sind 4–5-zählig. Die zwittrigen, [[radiärsymmetrisch]]en und gestielten [[Blüte]]n besitzen eine doppelte [[Blütenhülle]]. Die vier bis fünf Kelchblätter sind mit einer Länge von etwa 1 Millimeter breit-dreieckig. Die vier bis fünf weißen bis rosafarbenen, etwa 5–6 Millimeter langen [[Kronblätter]] sind glockenförmig verwachsen. Die geraden Kronzipfel sind mit einer Länge bis 2,5&amp;amp;nbsp;mm dreieckig-eiförmig. Es sind 8–10 kurze [[Staubblatt|Staubblätter]] ausgebildet. Die flaumig behaarten Staubfäden sind etwa 0,5&amp;amp;nbsp;mm lang und die gehörnten Staubbeutel sind etwa 1,5&amp;amp;nbsp;mm lang. Der mehrkammerige [[Fruchtknoten]] mit etwas vorstehendem [[Griffel (Botanik)|Griffel]] ist unterständig. Es ist ein [[Diskus (Botanik)|Diskus]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
Fünf bis sechs Wochen nach der [[Befruchtung]] reifen ab Ende August bis Anfang September die zunächst weißen, später leuchtend roten [[Beere]]n. Kultursorten reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September und Oktober. Unter günstigen klimatischen Bedingungen (Niederlande) sind schon ab Ende Juni reife Preiselbeeren zu finden. Die rundlichen, vierkammerigen, vielsamigen Beeren besitzen einen Durchmesser von 5 bis 10 Millimeter und einen säuerlichen oder etwas bitteren Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Der [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 24, seltener 36.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|Erstveröffentlichung]] von &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, 1, S. 351. &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Sektion &amp;#039;&amp;#039;Vitis-Idaea&amp;#039;&amp;#039; in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Heidelbeeren|Vaccinium]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;[{{GRIN|ID=18663|WissName=Vaccinium sect. Vitis-Idaea|Rang=section|Linktext=nein}} Eintrag bei GRIN – &amp;#039;&amp;#039;Germplasm Resources Information Network&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und bildet deren einzige Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden häufig zwei Unterarten unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;. Überall im Verbreitungsgebiet der Art, aber eher in den südlichen Teilen, mit Schwerpunkt in Eurasien.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;minus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(G.Lodd.) Hultén}} vorwiegend arktisch verbreitet, in Nordamerika, auf Island, im Westen Grönlands, in Nord-Skandinavien. Unterscheidet sich durch kürzeren Trieb (nur bis 8 Zentimeter), kleinere Laubblätter mit undeutlichen Seitennerven, weniger Blüten, die aber intensiver rosa getönt sind. Der [[Griffel (Botanik)|Griffel]] ragt nicht oder nur wenig aus der Blütenröhre hinaus. Wo beide Unterarten nebeneinander vorkommen, so in den Gebirgen Norwegens, bilden sie Hybride.&amp;lt;ref&amp;gt;T. N. Popova: &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium.&amp;#039;&amp;#039; In [[Thomas Gaskell Tutin|T. G. Tutin]], [[Vernon Heywood|V. H. Heywood]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora Europaea.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 3: &amp;#039;&amp;#039;Diapensiaceae to Myoporaceae&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, 1972, ISBN 0-521-08489-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hjalmarsson&amp;quot;&amp;gt;Inger Hjalmarsson, Rodomiro Ortiz: &amp;#039;&amp;#039;Lingonberry: Botany and Horticulture.&amp;#039;&amp;#039; Chapter 3 in Jules Janick (editor) Horticultural Reviews Vol. 29. John Wiley &amp;amp; Sons, 2002. ISBN 978-0-471-21700-8, S. 79–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Verwirrung ist dadurch entstanden, dass die amerikanische Großfrüchtige Moosbeere (&amp;#039;&amp;#039;[[Vaccinium macrocarpon]]&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;cranberry&amp;#039;&amp;#039;) unter der Bezeichnung „Kulturpreiselbeere“ in den Markt eingeführt worden ist. Diese Bezeichnung entstammt der Sprache des Marketings und hat mit botanischen Gegebenheiten nichts zu tun. Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Preiselbeere ist in [[Eurasien]] und [[Nordamerika]] weit verbreitet. Sie ist in Mitteleuropa eine [[Pflanzensoziologische Einheiten nach Oberdorfer#Nadelwälder und verwandte Heiden|Piceetalia-Ordnungscharakterart]] (wächst also in von [[Gemeine Fichte|Fichte]] dominierten Nadelwäldern auf bodensauren Standorten), kommt aber auch in Gesellschaften des [[Verband (Pflanzensoziologie)|Unterverbands]] Genisto-Quercenion roboris-petraeae (also in Eichenwäldern auf bodensauren Standorten), im Vaccinio-Callunetum des Verbands Genistion (also in [[Zwergstrauchheide]]n bodensaurer Standorte) oder in Gesellschaften des Erico-Pinion-Verbands (also in [[Kiefernwald#Kalk-Trockenkiefernwälder|Kiefernwäldern bodentrockener Standorte auf Kalk]]) vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w (frisch aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 1 (stark sauer), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Allgäuer Alpen]] steigt sie am [[Kreuzeck (Allgäuer Alpen)|Kreuzeckrücken]] in Bayern bis zu 2350&amp;amp;nbsp;m Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr und Lippert&amp;quot; /&amp;gt; In Graubünden erreicht sie sogar am Piz Forun bei [[Bergün]] 3040 Meter Meereshöhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Icy LingonBerry.jpg|mini|Pflanze im Winter]]&lt;br /&gt;
Die immergrüne Preiselbeere ist empfindlich gegen Frost. Ab winterlichen Tiefsttemperaturen von −22&amp;amp;nbsp;°C treten Frostschäden auf. Trotzdem kommt sie weltweit nicht nur in der nördlich gemäßigten Zone vor, sondern ihr Areal reicht bis in den arktisch-zirkumpolaren Bereich bis 75° 59&amp;#039; nördlicher Breite&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt;, also Gebiete mit winterlichen Tiefsttemperaturen bis −50&amp;amp;nbsp;°C. Dieses Vordringen in kontinentale, arktische und alpine Klimabereiche (Alpen bis 2310&amp;amp;nbsp;m) ist ihr nur im Schutz einer isolierenden Schneedecke möglich. Die Höhe der Schneedecke begrenzt die mögliche Wuchshöhe. Diese Lebensform wird in der Botanik als [[Chamaephyt]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat die für (fast) alle Arten der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) typischen, ökologischen Merkmale: die zwingende Symbiose mit Wurzelpilzen ([[Mykorrhiza]]) und die Kalkfeindlichkeit. Sie wächst bevorzugt auf sauren und basenarmen Böden (Sandböden, sandig-steinigen Lehmböden, saure Moorböden) mit einer sauren [[Rohhumusdecke]], in der sie bis einen Meter Tiefe wurzeln und sich mit ihren [[Kriechtrieb]]en ausbreiten kann. In Kalkgebieten ist sie auf kalkfreie Sonderstandorte beschränkt. In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt sonnige Standorte in Mooren, Bergheiden und im alpinen Zwergstrauchgestrüpp, kann als Halbschattpflanze aber auch in sauren Fichten- und Kiefernwäldern gedeihen. Sie wächst auf Böden, deren Wasserhaushalt frisch bis mäßig trocken (wechselfrisch) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bestäubung der Blüten ist sie auf Insekten (Hummeln, Bienen) angewiesen. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch Vögel, die die roten Beeren fressen ([[Ornithochorie]]). Neben der weiträumigen Verbreitung und generativen Vermehrung durch Samen erfolgt eine vegetative Vermehrung durch Kriechtriebe im näheren Umkreis. Obwohl die Preiselbeere häufig in unmittelbarer Nachbarschaft zur [[Blaubeere]] wächst, kommt es nur selten zu [[Hybride]]n zwischen den beiden Arten, die man als [[Bastard-Heidelbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;× &amp;#039;&amp;#039;intermedium&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheiten und Schädlinge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2008-08-13 Exobasidium splendidum Nannf 40570.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Exobasidium splendidum&amp;#039;&amp;#039; auf Preiselbeere am [[Präbichl]]]]&lt;br /&gt;
Mehrere Arten von [[Nacktbasidien]] können die Preiselbeere befallen. In Mitteleuropa sind dies &amp;#039;&amp;#039;[[Exobasidium vaccinii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Exobasidium splendidum]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Exobasidium juelianum]]&amp;#039;&amp;#039;. Erstgenannte Art führt zu Gallwucherungen mit roter Oberseite an den Blättern. &amp;#039;&amp;#039;Exobasidium splendidum&amp;#039;&amp;#039; befällt die Jahrestriebe und die befallenen Blätter sind leuchtend rot. &amp;#039;&amp;#039;Exobasidium juelianum&amp;#039;&amp;#039; befällt die gesamte Pflanze (systemisch). Die Blätter sind dünn, weich und ebenfalls leuchtend rot.&amp;lt;ref&amp;gt;Svengunnar Ryman, Ingmar Holmåsen: &amp;#039;&amp;#039;Pilze.&amp;#039;&amp;#039; Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-87815-043-1, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Preiselbeere wird zudem von den [[Rostpilz]]en &amp;#039;&amp;#039;[[Naohidemyces vaccinii]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Uredie]]n und [[Telie]]n und von &amp;#039;&amp;#039;[[Thekopsora goeppertiana]]&amp;#039;&amp;#039; mit Telien befallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Zwetko: [{{ZOBODAT/URL|pdf/BioEco_16_0001-0067.pdf}} &amp;#039;&amp;#039;Die Rostpilze Österreichs&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB) Supplement und Wirt-Parasit-Verzeichnis zur 2.&amp;amp;nbsp;Auflage des Catalogus Florae Austriae, III.&amp;amp;nbsp;Teil, Heft&amp;amp;nbsp;1, Uredinales.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiselbeeren-WJP-1.jpg|mini|Preiselbeeren unterschiedlicher Reifegrade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cordon bleu mit Pommes und Preiselbeeren.JPG|mini|[[Preiselbeersauce|Preiselbeerkonfitüre]] auf einem Teller mit einem Cordon Bleu]]&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Preiselbeeren werden seit prähistorischen Zeiten wild gesammelt. Die Nutzungsgeschichte ist aber schlecht erforscht. Im alt-isländischen Gesetzbuch [[Grágás]] aus dem 12. Jahrhundert findet sich die Regelung, man dürfe auf fremden Grund nur so viele Preiselbeeren ernten, wie man an Ort und Stelle verzehren könne. Die Nutzung in Skandinavien war in den Pachtverträgen der Höfe geregelt, sie waren teilweise dem Grundherren gegenüber abgabepflichtig. Wie üblich bei [[Wildkraut|Wildkräutern]] und wilden Beeren ist die Nutzung aber schlecht dokumentiert. Die Beeren wurden von Hand gepflückt oder durch rechenartige Werkzeuge abgestreift; dies wurde teilweise als schädlich für die Pflanze verboten, soll aber nach einem Gutachten der Schwedischen Akademie der Wissenschaften von 1918 unschädlich sein. Die Beeren besaßen Bedeutung zur Vitamin- und Nährstoffversorgung im Winter, vor allem, weil sie von allen vergleichbaren Beeren am längsten haltbar sind; sie können bis ins Folgejahr getrocknet ohne Zuckerzusatz aufbewahrt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hjalmarsson&amp;quot; /&amp;gt; Wild besammelte Preiselbeeren sind bis heute auch ökonomisch von Bedeutung. In [[Neufundland und Labrador]] in Kanada werden jährlich im Durchschnitt 96.500 Kilogramm wilde Preiselbeeren (der Unterart &amp;#039;&amp;#039;Vacinium vitis-idea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;minus&amp;#039;&amp;#039;) geerntet, was die Region zum größten Anbaugebiet in Nordamerika macht. Sie werden überwiegend tiefgefroren und exportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;B. G. Penney, C. A. Gallagher, P. A. Hendrickson, R. A. Churchill, E. Butt: &amp;#039;&amp;#039;The Wild Partridgeberry (Vaccinium vitis-idaea L. var. minus lodd) Industry in Newfoundland and Labrador and the Potential for Expansion Utilizing European Cultivars.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Horticulturae.&amp;#039;&amp;#039; 241, 1989, 139-142. (IV. International Symposium on Vaccinium Culture).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anbau begann mit wenigen Hektar in Skandinavien, Anfang der 1960er Jahre in Schweden, zur Produktion von Preiselbeer-Marmelade.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hjalmarsson&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Anbauschwerpunkte lagen in der früheren Sowjetunion, in Belarus und im Baltikum. Die Zuchtversuche in Deutschland begannen 1973 an der Universität Weihenstephan. Dort wurden aus Wildlinien die Sorten ‘Erntedank’, ‘Erntekrone’ und ‘Erntesegen’ gezüchtet sowie die niederländische ‘Koralle’ weiterveredelt, es wurden Methoden der vegetativen Vermehrung perfektioniert und eine Erntemaschine entwickelt. Versuche zur Erzeugung von Hybriden mit Cranberry brachten keinen durchschlagenden Erfolg. Die deutsche Anbaufläche lag Ende der 1980er Jahre bei etwa 35 Hektar. Anfang der 1990er Jahre wurden knapp 50 Hektar Preiselbeeren angebaut, nur etwa ein Zehntel der Fläche mit [[Kulturheidelbeeren]].&amp;lt;ref&amp;gt;D. Bläsing: &amp;#039;&amp;#039;A review of Vaccinium research and the Vaccinium industry of the Federal Republic of Germany.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Horticulturae.&amp;#039;&amp;#039; 241, 1989, 101-109. (IV. International Symposium on Vaccinium Culture).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Bedeutung der Preiselbeere in der Produktion der nordwestdeutschen und niederländischen Baumschulen geht zurück, da sie in der Fruchtproduktion zunehmend durch die amerikanische Moosbeere verdrängt wird. Die Vermehrung erfolgt heute nur noch selten generativ durch Samen. Kultursorten und Auslesen sind auf die vegetative Vermehrung durch Stecklinge angewiesen. Da diese Methode bei der Preiselbeere den Einsatz von Wuchsstoffen und Sprühnebelanlagen erfordert, wird sie in hochspezialisierten Betrieben durchgeführt. Für kleine Stückzahlen und den Hausgarten ist die Vermehrung durch Teilung üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anbau der Preiselbeere kann nur in Gebieten durchgeführt werden, wo ihre ökologischen Standortanforderungen, insbesondere hinsichtlich des Bodens, erfüllt werden können. Saure Sand-, sandige Lehm- und Torfböden in wintermilder humider Klimalage sind ideal (Nordwestdeutschland, Niederlande). Ein kleingärtnerischer Anbau in Kalkgebieten ist nur durch Bodenaustausch (Hochmoortorf, sogenannte Moorbeetpflanze) zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preiselbeere ist in der Küche eine weithin geschätzte und beliebte Frucht, vor allem als [[Beilage (Essen)|Beilage]] zu [[Wildbret|Wildgerichten]] und [[Wiener Schnitzel]]. Wegen ihres herbsauren Geschmacks, der auf den hohen Anteil von Fruchtsäuren zurückgeht (beispielsweise [[Benzoesäure|Benzoe-]], [[Ascorbinsäure|Ascorbin-]] und [[Salicylsäure]]), wird sie allerdings nur selten roh gegessen, sondern meist als Zubereitung in Form von [[Kompott]]en und [[Marmelade]]n. Wegen des Gehaltes an Ascorbinsäure ([[Vitamin C]]), Benzoe- und Salicylsäure, die auf Lebensmittel konservierend wirken, sind Erzeugnisse aus Preiselbeeren meist gut haltbar. Ascorbin- und Benzoesäure werden in der Lebensmittelherstellung als [[Konservierungsmittel]] eingesetzt, dagegen ist der Einsatz von Salicylsäure als [[Lebensmittelzusatzstoff]] verboten. Sie gehört zu den [[Pharmakologie|pharmakologisch]] wirksamen Inhaltsstoffen der Preiselbeere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuhnert1999&amp;quot;&amp;gt;Nikolai Kuhnert: &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre Aspirin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Jg. 33 (1999), Heft 4, S. 213–220, {{ISSN|0009-2851}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte enthalten neben Vitamin&amp;amp;nbsp;C auch die Vitamine B1, B2, B3 und [[Beta-Karotin]] (Provitamin&amp;amp;nbsp;A), an [[Mineralstoff]]en vor allem [[Kalium]], [[Calcium]], [[Magnesium]] und [[Phosphat]]. Ihr Gehalt an [[Anthocyan]] lässt annehmen, dass der Genuss der Beeren oder des Saftes vor [[Niere]]n- und [[Harnblase]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;infektionen schützt, da sie möglicherweise das Einnisten der [[Bakterien]] in der [[Schleimhaut]] verhindern. Auch zur Senkung des [[Cholesterin]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;spiegels und bei der Behandlung [[rheuma]]tischer Erkrankungen kann die Pflanze eventuell von Nutzen sein. Die aktuelle Forschung untersucht diese Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die getrockneten Blätter (= [[Droge (Pharmazie)|Blattdroge]]) sind im [[Arzneibuch]] gelistet und werden als &amp;#039;&amp;#039;Vitis-Idaeae folium&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;folium&amp;#039;&amp;#039; = „Blatt“) bezeichnet. Sie werden unter anderem als [[Droge (Pharmazie)|Ersatzdroge]] für die Blätter der [[Echte Bärentraube|Bärentraube]] ([[Arctostaphylos uva-ursi|Uvae-Ursi Folium]]) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den getrockneten Blättern lässt sich ein Tee herstellen, der nach dem Glauben der Volksmedizin bei Erkrankungen der Harnorgane eingesetzt werden kann und auch eine fiebersenkende Wirkung aufweisen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger |Titel=Essbare Wildpflanzen 200 Arten bestimmen und verwenden |Auflage=17. Aufl. |Verlag= AT Verlag |Datum= 2015 |ISBN=978-3-03800-886-6 |Seiten= 61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ 100&amp;amp;nbsp;g Preiselbeeren enthalten:&amp;lt;ref&amp;gt;EU-Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG) &amp;amp; Rewe Nährwerttabelle&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Brennwert]] !! [[Wasser]] !! [[Fette|Fett]] !! [[Kalium]] !! [[Calcium]] !! [[Magnesium]] !! [[Vitamin C]]&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 148–162 [[Kilojoule|kJ]] (35–39 [[kcal]]) || 88&amp;amp;nbsp;g      ||  0,5&amp;amp;nbsp;g   ||      72&amp;amp;nbsp;mg ||     14&amp;amp;nbsp;mg   ||      6&amp;amp;nbsp;mg     ||  12&amp;amp;nbsp;mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ [[Tagesbedarf]] eines Erwachsenen bei 100&amp;amp;nbsp;g:&amp;lt;ref&amp;gt;EU-Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Physiologischer Brennwert|Energie]] !! [[Kalium]] !! [[Calcium]] !! [[Magnesium]] !! [[Vitamin C]]&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|                   2 %                 ||    3 %     ||    2 %      ||       2 %     ||   16 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem enthalten die Früchte Anthocyanoside und flüchtige Verbindungen, unter anderem aliphatische Alkohole und [[Aldehyd]]e, Flavonoide wie [[Quercetin]], [[Triterpen]]e sowie organische Säuren wie [[Benzoesäure|Benzoe-]] und [[Syringasäure]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Wichtl]] (Hrsg.), [[Franz-Christian Czygan]]: &amp;#039;&amp;#039;Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2002, ISBN 3-8047-1854-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Kalevala]] wird die Jungfrau Marjatta durch das Essen einer Preiselbeere schwanger und gebiert daraufhin einen Sohn, der von Geburt an weise ist und sogar noch mächtiger als der große [[Väinämöinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marilena Idžojtić]]: &amp;#039;&amp;#039;Dendrology.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 715.&lt;br /&gt;
* Fang Ruizheng (方瑞征), Peter F. Stevens: &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Apiaceae through Ericaceae&amp;#039;&amp;#039; („Flora of China“, Bd. 14). MBG, St. Louis, Mo. 2005, ISBN 1-930723-41-5, S. 499: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200016732 &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; – online] (Abschnitt Beschreibung und Systematik).&lt;br /&gt;
* Sam P. Vander Kloet: &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Magnoliophyta Paeoniaceae to Ericaceae&amp;#039;&amp;#039; („Flora of North America“; Bd. 8). University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-534026-6, S. 520: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=200016732 &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039; – online] (Abschnitt Systematik und Beschreibung).&lt;br /&gt;
* Andreas Bärtels: &amp;#039;&amp;#039;Gehölzvermehrung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 1982, ISBN 3-8001-5265-7.&lt;br /&gt;
* [[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Ulmer, Stuttgart 1979, ISBN 3-8001-3424-1.&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Salicylsäure |Autor=[[Friedrich von Heyden (Chemiker)|F. von Heyden]] |Jahr=1863 |Heft=10 |Seite=172}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vaccinium vitis-idaea|Preiselbeere (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|6167}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|3512}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Heidekrautgewaechse/vaccinium.htm#Preiselbeere Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* Katrina Krieft: [http://www.wdr.de/tv/applications/fernsehen/wissen/quarks/pdf/Q_Medikamente.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein Wirkstoff – tausend Wirkungen&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 1,0&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quarks &amp;amp; Co]]&amp;#039;&amp;#039;, WDR Fernsehen, 2009 bei wdr.de (eine auch für Laien verständliche Einführung in die medizinische Anwendung und die Gefahren der Acetylsalicylsäure).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3800131315|Seite=733}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr und Lippert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S.&amp;amp;nbsp;307–308.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot;&amp;gt;[[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3, Seite 1669–1674. Verlag Carl Hanser, München 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1048540|WissName=Vaccinium vitis-idaea L.|Abruf=2022-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4175615-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heidelbeeren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wildfrucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beerenobst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SteinundBaum</name></author>
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