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	<title>Predigt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Predigt&amp;diff=37025&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: die Erklärung des Zweckes der Kanzeluhr präzisiert; Theologische Realenzyklopädie; Literaturangaben; überzähliges Leerzeichen</title>
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		<updated>2025-11-10T18:28:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;die Erklärung des Zweckes der Kanzeluhr präzisiert; Theologische Realenzyklopädie; Literaturangaben; überzähliges Leerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Predigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{gohS}} &amp;#039;&amp;#039;prediga&amp;#039;&amp;#039;, zum Verb &amp;#039;&amp;#039;predigōn&amp;#039;&amp;#039;, zu {{laS}} &amp;#039;&amp;#039;praedicare&amp;#039;&amp;#039; „öffentlich ausrufen &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; verkünden“, [[Neuhochdeutsche Sprache|nhd.]] Form &amp;#039;&amp;#039;Predigt&amp;#039;&amp;#039; vielleicht beeinflusst von {{laS}} &amp;#039;&amp;#039;praedicatio&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Rede im Rahmen einer religiösen Feier, zumeist mit religiösem Inhalt. Die Predigt hat einen besonderen Stellenwert im [[Neues Testament|Neuen Testament]] und im christlichen [[Gottesdienst]]. In der christlichen Theologie wird die Lehre von der Predigt als [[Homiletik]] bezeichnet. Im Islam gehört die Predigt zum Freitagsgebet, es können aber auch bei anderen religiösen Feiern Predigten gehalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tuba Işık, Felix Körner |url=https://handbuch-cid.de/glaube-in-die-gegenwart-kommen-lassen-predigt/ |titel=Glaube in die Gegenwart kommen lassen: Predigt |werk=https://handbuch-cid.de/ |datum=2024 |sprache=de |abruf=2024-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Englisch und Französisch heißt Predigt &amp;#039;&amp;#039;sermon&amp;#039;&amp;#039; (von [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;sermo&amp;#039;&amp;#039;: Wechselrede, Gespräch; Vortrag).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Kleine Stowasser|Stowasser]], lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, Auflage 1998, Eintrag „sermo“&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Deutschen ist &amp;#039;&amp;#039;der Sermon&amp;#039;&amp;#039; nur sprichwörtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.dwds.de/wb/Sermon Sermon]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]], abgerufen am 16. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bavnehøj prædiken.jpg|mini|Predigt in einer dänischen Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ravensburg Evangelische Stadtkirche innen.jpg|mini|Predigt in einem evangelischen Gottesdienst in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanzeluhr Volkskundemuseum Erfurt.jpg|mini|Die [[Kanzeluhr]] sollte gewährleisten, dass der Prediger die Gemeinde nicht mit zu kurzen Predigten abspeiste, sondern die Mindestpredigtzeit einhielt. (Exemplar von 1776, [[Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:J Alberts Predigt auf der Hallig.jpg|mini|[[Jacob Alberts]] Predigt auf Hallig Gröde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Predigt in der Bibel ==&lt;br /&gt;
Im [[Altes Testament|Alten Testament]] treten vor allem die [[Prophet]]en als Prediger auf. Dabei richten sie sich in einer öffentlichen Proklamation an das [[Volk Israel]]. Dazu sehen sie sich von Gott berufen (z.&amp;amp;nbsp;B. {{B|Jes|40|6|LUT}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im antiken Griechenland spielte die öffentliche Rede eine große Rolle. [[Aristoteles]] nennt in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Rhetorik (Aristoteles)|Rhetorik]]&amp;#039;&amp;#039; drei Redegattungen: die Gerichtsrede, die politische Rede und die Festrede. Persuasive Reden im Bereich der Religion gab es in Griechenland damals kaum. Das änderte sich mit der Ausbreitung des [[Christentum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Neuen Testament gab Jesus seinen Jüngern die Anweisung zu predigen ({{B|Mt|10|7|LUT}}).&lt;br /&gt;
* Das Evangelium muss unter allen Völkern gepredigt werden ({{B|Mk|13|10|LUT}}).&lt;br /&gt;
* Jesus predigte mit Vollmacht ({{B|Lk|4|32|LUT}}).&lt;br /&gt;
* Sie predigten, man solle umkehren, und trieben viele böse Geister aus ({{B|Mk|6|12|LUT}}).&lt;br /&gt;
* Der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi ({{B|Röm|10|17|LUT}}).&lt;br /&gt;
* Die Predigt geschah nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewissheit ({{B|1 Thess|1|5|LUT}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten und wirkmächtigsten Predigten gehören die [[Bergpredigt]] und die [[Feldrede]] Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der christlichen Theologie ist der Begriff der Predigt vor allem durch die [[Evangelium (Literaturgattung)|Evangelien]], die [[Apostelgeschichte]] und die Briefe des [[Paulus von Tarsus|Apostels Paulus]] geprägt. Die dort verwendeten griechischen Ausdrücke „keryssein“/„kerygma“ stehen zum einen für die Verkündigung durch Jesus selbst, der die Menschen zur [[Umkehr]] aufrief. Zum anderen –&amp;amp;nbsp;insbesondere in den neutestamentlichen Briefen&amp;amp;nbsp;– ist die Verkündigung von Tod und Auferstehung [[Jesus von Nazareth|Jesu]] durch die Apostel gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist hier Predigt die [[Verkündigung]] des Evangeliums für Nichtglaubende („[[Juden]] und [[Heidentum|Heiden]]“), so wird besonders seit [[Martin Luther]], für den das „Wort“ zentrale Bedeutung gewann, auch die Glaubensverkündigung im [[Gottesdienst|Gemeindegottesdienst]] vielfach im gleichen Sinn verstanden. Deshalb ist in der Evangelischen Kirche das „Predigen des Evangeliums“ (&amp;#039;&amp;#039;docere evangelium&amp;#039;&amp;#039;) als Dienst am Wort der „allergrößte, heiligste, nötigste, höchste Gottesdienst (&amp;#039;&amp;#039;praecipuus cultus Dei&amp;#039;&amp;#039;), ..., denn das Predigtamt ist das höchste Amt in der Kirchen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Apologie = Confessio Augustana XV, BSLK, 305, 9f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Predigt in der Kirchengeschichte ==&lt;br /&gt;
Predigten waren während der gesamten Kirchengeschichte wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Einen Überblick bietet [[Franz Graf-Stuhlhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Veränderung beim Predigen im Laufe der Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: Christian Bensel, Jonathan Mauerhofer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Predigt zwischen Anspruch und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; VTR, Nürnberg 2016, S. 69–77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Soweit sie in schriftlicher Form erhalten sind, bieten sie als historische Quellen wertvolle Einblicke in das Denken ihrer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altertum ===&lt;br /&gt;
Im Altertum gab es Schnellschreiber ([[Stenographie|Stenographen]] genannt), die bei Predigten geschätzter Lehrer mitschrieben. Zwei bereits zu Lebzeiten prominente Prediger wirkten um 400 n.&amp;amp;nbsp;Chr.: [[Augustinus]] verfasste die erste Predigtlehre, und zwar im Rahmen seines Werkes &amp;#039;&amp;#039;[[De doctrina christiana]]&amp;#039;&amp;#039;. Er sah die [[Rhetorik]] als hilfreich an, die bis dahin als „heidnisch“ beargwöhnt worden war. Für Augustinus lag die Aufgabe der Predigt im Belehren und im Bewegen (d.&amp;amp;nbsp;h. Motivieren) der Zuhörer. Auch die Predigten des damaligen Bischofs von Konstantinopel waren sehr geschätzt: [[Johannes Chrysostomos]] – diesen Beinamen, der „Goldmund“ bedeutet, erhielt er erst posthum im 6. Jahrhundert. Dieser Beiname bezog sich auf seine Predigten, die in schriftlicher Form weiterwirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war die Predigt weniger wichtig als die Sakramente. Im Zentrum des Gottesdienstes (der „Messe“) stand die Eucharistie, d.&amp;amp;nbsp;h. das Abendmahl. Um 1200 n.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden Reformbewegungen, die im Predigen eine wichtige Aufgabe sahen, etwa die „Laienbewegung“ der [[Waldenser]] oder der [[Humiliaten]]. Den Laien wurde das Predigen von Seiten der katholischen Kirche aber nicht zugestanden. Die Folge war, dass die Waldenser aus der Kirche ausgeschlossen wurden. Daneben gab es kirchlich akzeptierte [[Predigerorden]] (vor allem [[Dominikaner]]) und die [[Bettelorden]] wie [[Franziskanische Orden|Franziskaner]], die ebenfalls das Predigen betonten. Die Universitätsgründungen im Spätmittelalter förderten auch die Bildung der „[[Weltpriester]]“, die somit bessere Voraussetzungen für das Predigen hatten. Die Predigt im Rahmen des kirchlichen Gottesdienstes wurde grundsätzlich in der jeweiligen Landessprache gehalten (nicht z.&amp;amp;nbsp;B. in Latein), sie musste ja von der Gemeinde verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Predigten.jpg|mini|Predigt-Buch, Augsburg 1774 (Titelblatt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Predigt.jpg|mini|Predigt-Buch, Straßburg 1818 (Titelblatt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Titelblatt der deutschen Ausgabe von Niebuhrs Predigtband von 1948.jpg|mini|Titelblatt der deutschen Ausgabe der Predigten von [[Reinhold Niebuhr]] aus dem Jahr 1948]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Martin Luther]] sind mehr als 2000 Predigten erhalten, von [[Johannes Calvin]] mehr als 1200 Predigten. Ein evangelischer Pfarrer um 1600 predigte mehrmals wöchentlich, wobei eine Predigt ein bis zwei Stunden dauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit der Spaltung der westlichen Christenheit verbundenen konfessionellen Streitfragen wurden auch in Predigten behandelt – durch „Kontroversprediger“, aber auch durch „Vermittlungstheologen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18., 19. und 20. Jahrhundert wurden Predigten oft in Buchform veröffentlicht. Die [[Aufklärung]] des 18. Jahrhunderts wirkte sich auch auf Predigt-Inhalte aus. Jene „Aufklärer“, die am Christentum festhielten, wollten die Religion dem vernunftbetonenden Menschen einsichtig machen; siehe auch [[Apologetik]]. Zu diesem Zweck wurde der Erfahrungshorizont des Zuhörers zum Maßstab erhoben, und man ließ Wunderberichte beiseite oder deutete sie um. Durch die Alphabetisierung konnten nun viele Menschen selbst lesen, auch die [[Bibel]], waren also zu ihrem Kennenlernen nicht mehr so stark auf das Predigthören angewiesen (und auf die Bilder in Kirchen, einzelne in Evangelien berichtete Ereignisse darstellend).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und um 1800 kam es zu Erweckungen, an denen Predigten mitwirkten: In Nordamerika [[Jonathan Edwards (Prediger)|Jonathan Edwards]], in England [[John Wesley (Prediger)|John Wesley]] und [[George Whitefield]]. Sie hielten mehrere Predigten täglich, oft im Freien. Im 19. Jahrhundert wurden die Predigten von [[Charles Haddon Spurgeon]] von vielen Menschen in London gehört, schließlich in einer [[Baptisten]]kirche mit 5000 Sitzplätzen. Er bildete junge Prediger aus (was in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Ratschläge für Prediger&amp;#039;&amp;#039; resultierte, im englischen Original &amp;#039;&amp;#039;Lectures to my Students&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Evangelikalismus|Evangelikale Bewegung]] im 20. Jahrhundert versucht, durch Predigten zwischen den Anliegen der Bibel und dem Leben der Zuhörer vermitteln. Zu ihr gehörte der evangelische Pfarrer [[Wilhelm Busch (Pfarrer, 1897)|Wilhelm Busch]], von dem einige Predigten zu dem weit verbreiteten Buch &amp;#039;&amp;#039;Jesus unser Schicksal&amp;#039;&amp;#039; zusammengestellt wurden. Busch hatte einen lebensnahen, anekdotenhaften Stil. Der vielleicht berühmteste Prediger des 20. Jahrhunderts war [[Helmut Thielicke]], dessen Predigten viele originelle, mitunter poetisch anmutende Formulierungen enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Freikirche]]n sah man als Aufgabe des „hauptamtlichen Mitarbeiters“ vor allem das Verkündigen, daher nannte man ihn bis in die 1970er Jahre „Prediger“, erst danach wurde der Begriff „Pastor“ bevorzugt. Die Verknüpfung von Predigt und Politik ist als politisches Predigen im Linksprotestantismus bekannt. Politisches Predigen kann sich aber auch durch eine apokalyptisch bestimmte Sicht des Zeitgeschehens ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Tendenzen beim Predigen ==&lt;br /&gt;
Das 20. Jahrhundert zeigte mehrere neue Entwicklungen, die sich auf die Predigtgestaltung auswirkten. Diese Entwicklungen bezeichnet [[Franz Graf-Stuhlhofer]] als Technisierung, Vervielfältigung, Medialisierung, Akademisierung, Psychologisierung und Internationalisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Graf-Stuhlhofer: &amp;#039;&amp;#039;Veränderung beim Predigen im Laufe der Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: Christian Bensel, Jonathan Mauerhofer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Predigt zwischen Anspruch und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 2016, S. 69–77, dort 76 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Technisierung&amp;#039;&amp;#039;: Die Stimme des Predigers im Gottesdienst wird durch Mikrophon und Lautsprecher verstärkt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vervielfältigung&amp;#039;&amp;#039;: Die Predigt kann auf Tonband oder auf digitale Speicher (z.&amp;amp;nbsp;B. Podcast) aufgenommen und dann weiterverbreitet werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medialisierung&amp;#039;&amp;#039;: Menschen sind zunehmend gewöhnt an Medien, und ihre Erwartungen an die Predigtgestaltung steigen. Predigten werden durch visuelle Eindrücke ergänzt. Im amerikanischen Raum sind auch [[Fernsehprediger]] anzutreffen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Akademisierung&amp;#039;&amp;#039;: Der Anteil von Menschen mit Studium wird größer. Die Gemeindeglieder haben somit stärkere Übung darin, sich mit schwierigen Texten zu beschäftigen, sind also nicht mehr so stark auf die Bibellese-Anleitung durch den Prediger angewiesen. Und die Auswahl an geeigneten Laienpredigern wird größer.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychologisierung&amp;#039;&amp;#039;: Psychologische Themen werden oft in Predigten behandelt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Internationalisierung&amp;#039;&amp;#039;: Seit den 1980er Jahren gibt es im deutschen Sprachraum zunehmend englischsprachige Gemeinden, seit den 1990er Jahren viele Migrationskirchen auch mit anderen Sprachen. Dadurch hören viele Menschen am Wochenende Predigten in einer anderen Sprache als in jener, mit der sie während der Woche z.&amp;amp;nbsp;B. im Beruf konfrontiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilfried Engemann]] kritisiert, dass heutige Predigten [[Profanierung|profaniert]] seien. Die Predigt „ergeht sich an vagen Appellen an die Mitmenschlichkeit“ oder „langweilt ihn mit hohlen theologischen Spekulationen“. Engemann beobachtet die Tendenz, sich mehr auf das Präsentieren als auf die Inhalte zu konzentrieren; und sich mehr an den [[Unterhaltungsindustrie|Unterhaltungsmedien]] und dem „[[Afroamerikanische Religion in den Vereinigten Staaten|African American Preaching]]“ zu orientieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Finger |Titel=Schluss mit dem Geschwätz! |Hrsg=Die Zeit |Sammelwerk=Zeit Online |Band= |Nummer=51 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2007 |Seiten=49 |ISBN= |Online=https://www.zeit.de/2007/51/Predigt/komplettansicht |Abruf=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katholische und evangelische Predigten ==&lt;br /&gt;
Evangelischen Predigten liegt normalerweise ein Abschnitt aus der Bibel zugrunde. Hierfür gibt es im Raum der [[Evangelische Kirche in Deutschland|EKD]] die [[Perikopenordnung]], die im Rhythmus von sechs Jahren Bibeltexte für jeden Sonn- und Feiertag vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Katholische Theologie|Katholische Theologen]] betonen den Unterschied zwischen [[Mission (Christentum)|Missionspredigt]] („Basis predigen“&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Graf-Stuhlhofer: &amp;#039;&amp;#039;Basis predigen. Grundlagen des christlichen Glaubens in Predigten, dazu eine didaktische Homiletik für Fortgeschrittene&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, Nürnberg 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und innerchristlicher Glaubensauslegung, oft als [[Homilie]] (griech. „Zurede“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach katholischem Verständnis kann bei einer Predigt, wie bei einer Ansprache, das Thema freier gewählt werden (im Unterschied zur Homilie), und sie kann unabhängig von einem Gottesdienst stattfinden. &amp;lt;!-- Eine Homilie hat sich immer auf die beiden Lesungen und das Evangelium der jeweiligen Messe zu richten. Laut kirchlichen Vorschriften muss eine Homilie -- nicht Predigt? Sonst verstoßen sehr viele gegen die Vorschrift. -- an jedem Sonn- und Feiertag gehalten werden--&amp;gt; &amp;lt;!--in _einer_ Eucharistiefeier oder in _allen_? --. Für die Wochentage ist sie sehr empfohlen.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In evangelischen Kirchen steht die Verkündung und die Erklärung des Wortes Gottes im Zentrum, während in der katholischen Kirche das [[Messopfer]] eine der Predigt übergeordnete Bedeutung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat eine Predigt die Form eines Monologs. Es gibt aber auch kreativere Formen, indem zwischendurch Fragen an die Zuhörer gerichtet werden (mit Antwortmöglichkeit), oder indem ein [[Sketch]] oder ein Kurzfilm in die Predigt eingebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verkündigungssendung]]en sind eine vergleichbare Form der Predigt, die an das Medium [[Rundfunk]] angepasst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dauer einer Predigt hat sich im Lauf der letzten Jahrzehnte stark verkürzt. Heute dauert sie in einer katholischen Kirche etwa zehn Minuten, in einer evangelischen Kirche etwa 20 Minuten und in den Freikirchen etwa 30 Minuten (grobe Richtwerte, die eher unter- als überschritten werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Vorgaben beim Predigen ==&lt;br /&gt;
Das [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] stellte in einem Beschluss vom August 2011 fest, dass „die religiöse Äußerungsfreiheit, auch soweit es um eine Predigt geht, keinen absoluten Vorrang vor den Belangen des Persönlichkeits- und Ehrenschutzes“ genießt. Auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht ist jedoch nicht vorbehaltlos gewährleistet und wird durch die verfassungsmäßige Ordnung einschließlich der Rechte anderer beschränkt. Zu diesen Rechten gehört neben der Freiheit der Meinungsäußerung auch das einheitliche Grundrecht der Religionsfreiheit. Dies umfasst auch die Äußerungen in einer Predigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bverwg.de/de/080811B7B41.11.0 BVerwG, Beschl. v. 8. August 2011 – 7 B 41.11 –] &amp;lt;/ref&amp;gt; Vorgeschichte des Urteils war eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen [[Michael Schmidt-Salomon]] von der [[Giordano-Bruno-Stiftung]] und dem Regensburger Bischof [[Gerhard Ludwig Müller]]. Dieser hatte 2008 eine Predigt gehalten, worin er an zwei Religionskritikern Kritik übte, deren Berechtigung von Schmidt-Salomon aber bestritten wurde. Eine [[Unterlassungserklärung]] lehnte Müller jedoch unter Verweis auf seine besondere Stellung als Bischof der katholischen Kirche ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hpd.de/node/11867 Humanistischer Pressedienst].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auseinandersetzung wurde durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Islam ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Chutba|Freitagspredigt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Wortbedeutungen ==&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird „Predigt“ auch verwendet als Ausdruck für [[Moral|moralisierendes]] Reden. Der Begriff „Sermon“ wird umgangssprachlich auch für langweiliges, langatmiges Gerede verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Predigt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chutba]] (Predigt im Islam)&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Predigten im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Kapitelansprache]]&lt;br /&gt;
* [[Kinderpredigt]], [[Liedpredigt]], [[Fastenpredigt]], [[Strafpredigt]], [[Moralpredigt]], [[Jubelpredigt]]&lt;br /&gt;
* [[Prediger]], [[Predigtmärlein]], [[Predigtpreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Niebergall]]: &amp;#039;&amp;#039;Die moderne Predigt. Kulturgeschichtliche und theologische Grundlagen, Geschichte und Ertrag&amp;#039;&amp;#039;. Mohr, Tübingen 1929.&lt;br /&gt;
* [[Martin Seils]]: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindezeugnis und Predigtdienst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Immer noch Predigt? Theologische Beiträge zur Predigt im Gottesdienst&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrage der Kommission für Theologie des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR hg. v. Helmut Zeddies. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1975, S. 26–54.&lt;br /&gt;
* Artikel „Predigt“. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 27. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1997 (Studienausgabe 2000), S. 225–330.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Seip]]: &amp;#039;&amp;#039;„Einander die Wahrheit hinüberreichen“. Skizze zur Spiritualität des Predigens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 80 (2004), S. 210–222.&lt;br /&gt;
* [[Philipp Müller (Theologe, 1960)|Philipp Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 2007, ISBN 978-3-451-29653-6.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Holtz]]: [https://d-nb.info/1031433120/34 &amp;#039;&amp;#039;Predigt: Religiöser Transfer über Postillen&amp;#039;&amp;#039;], [[Europäische Geschichte Online]], hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2011, Zugriff am: 29. Juni 2011.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Barnbrock]]: &amp;#039;&amp;#039;Hörbuch. Eine Entdeckungsreise für Predigthörerinnen und Predigthörer.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2016, ISBN 978-3-8469-0245-5.&lt;br /&gt;
* [[Axel Denecke]]: &amp;#039;&amp;#039;Reden ist Silber, Predigen ist Gold. 99 Ratschläge für eine gelungene Predigt&amp;#039;&amp;#039;. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2021, ISBN 978-3-579-07170-1.&lt;br /&gt;
* Tuba Işık, [[Felix Körner]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://handbuch-cid.de/glaube-in-die-gegenwart-kommen-lassen-predigt/ Glaube in die Gegenwart kommen lassen: Predigt (im Christentum und im Islam)].&amp;#039;&amp;#039; In: online [https://handbuch-cid.de/ Handbuch christlich-islamischer] Dialog, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sermon-online.de/ Sermon-Online, Seite mit über 30.000 christlichen Predigten und Literatur]&lt;br /&gt;
* [https://online-predigt.de/ online-predigt.de, Seite mit über 4500 christlichen Predigten als MP3, Videos und Dokumente]&lt;br /&gt;
* [https://kanzelgruss.de/ Kanzelgruss – Die HP rund um Predigt und Gottesdienst]&lt;br /&gt;
* [https://predigten.evangelisch.de/ Göttinger Predigten im Internet]&lt;br /&gt;
* [https://www.predigtpreis.de/ Predigtpreis, Datenbank mit mehr als 1200 eingereichten Predigten]&lt;br /&gt;
* [https://hopetv.de/mediathek/episoden/ml/atem-der-hoffnung/-/-/-/-/-/-/-/1/ Predigt.de, Die Predigtdatenbank mit Audio- und Videopredigten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4047089-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Predigt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redegattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottesdienst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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