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	<title>Prebersee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prebersee&amp;diff=2840457&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-07-25T04:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|BILD = Prebersee 22.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Nordufer mit Blickrichtung Schießstand&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 47.18496&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 13.85725&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = AT-5&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Schladminger Tauern]], [[Lungau]], [[Land Salzburg|Salzburg]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = sechs kleine Zuflüsse&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = Preberbach → Leißnitzbach → [[Mur (Fluss)|Mur]]&lt;br /&gt;
|UFERORT =&lt;br /&gt;
|NAHERORT = [[Tamsweg]], [[Krakauhintermühlen|Krakauebene]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 1514&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = AT&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 0.0537&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE =&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber90&amp;quot;&amp;gt;Peter Schaber, Paul Jäger &amp;amp; Daniela Achleitner: &amp;#039;&amp;#039;Limnologie ausgewählter Bergseen in Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerschutz aktuell&amp;#039;&amp;#039;, Band 7. [[Land Salzburg]], Abteilung 4 Lebensgrundlagen und Energie – Gewässerschutz, Salzburg 2010, S. 90. [https://www.salzburg.gv.at/umweltnaturwasser_/Documents/Publikationen%20Wasser/Pub-Seen/Band%207%20Limnologie%20ausgew%C3%A4hlter%20Bergseen.pdf Online-PDF], abgerufen am 30. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = max. 350 m&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = max. 180 m&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = 338800&lt;br /&gt;
|UMFANG = 1.12&lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 10.2&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = 6.3&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = Moor- und Naturbadesee, [[Preberseeschießen|Wasserscheibenschießen]]&lt;br /&gt;
|BILD1 = Prebersee 17.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG = Moorlandschaft am Nordostufer des Sees&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prebersee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Berg[[see]] in den [[Schladminger Tauern]] im [[österreich]]ischen Bundesland [[Land Salzburg|Salzburg]]. Der [[Dystrophie (Ökologie)|Braunwassersee]] mit anrainenden Mooren liegt am Fuß des [[Preber|namensgebenden Berges]] und bildet eines der beliebtesten Ausflugsziele im Nahbereich des Lungauer Bezirkshauptortes [[Tamsweg]]. Überregionale Bekanntheit genießt das mitunter als Moorsee bezeichnete Stillgewässer aufgrund des jährlichen [[Preberseeschießen|Wasserscheibenschießens]], das auch auf dem nahegelegenen [[Schattensee]] praktiziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
Der Prebersee liegt auf {{Höhe|1514|AT|link=true}} in einem Hochtal am Südfuß des [[Preber]] ({{Höhe|2740}}). Das Tal wird nördlich vom Hochgebirgsraum der Schladminger Tauern mit den Gipfeln Golzhöhe, [[Roteck (Schladminger Tauern)|Roteck]] und Preber sowie südöstlich vom moorreichen [[Überling]]-Plateau begrenzt. Wenige hundert Meter nordöstlich des Seeufers liegt eine [[Prebersattel|Talwasserscheide]] ({{Höhe|1527}}), die das Einzugsgebiet des Sees und des nach Süden entwässernden Preberbaches von jenem des Freisterbaches (nach Osten zum [[Rantenbach (Mur)|Rantenbach]]) trennt. Westlich scheidet die Mittelgebirgsschwelle von Lärchriegel ({{Höhe|1723}}) und Lercheck ({{Höhe|1699}}) das Gebiet vom [[Lessach]]tal. Der Prebersee ist sowohl von [[Tamsweg]] als auch aus der [[Krakau (Steiermark)|Steirischen Krakau]] – die steirische Landesgrenze verläuft rund drei Kilometer östlich des Sees – auf Straßen erreichbar. Er ist Teil des [[Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge|Biosphärenparks Lungau-Nockberge]] und des [[Liste der Landschaftsschutzgebiete im Land Salzburg|Landschaftsschutzgebiets Niedere Tauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Limnologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freudlsperger Prebersee.jpg|mini|links|[[Isobathe]]nkarte des Prebersees (genordet, aufgenommen in den Jahren 1924, 1925 und 1940)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Mittel gut sechs Meter tiefe Prebersee liegt in einer [[Detersion|glazialen Schliffkehle]], die sich in eine [[Antiklinale]] von Bundschuh[[gneis]], [[Hornblende]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gneis und festem [[Gneis#Einteilung|Zweiglimmergneis]] bettet. Südlich tritt ein [[Marmor]]zug mit steil nach Norden und Süden gerichteten Abbrüchen zutage. Das drei Quadratkilometer umfassende Einzugsgebiet ist größtenteils von Wald und [[Alm (Bergweide)|Almweiden]] bedeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber88&amp;quot;&amp;gt;Peter Schaber, Paul Jäger &amp;amp; Daniela Achleitner: &amp;#039;&amp;#039;Limnologie ausgewählter Bergseen in Salzburg,&amp;#039;&amp;#039; S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung für die [[Limnologie]] des Gewässers sind die angrenzenden Moore mit bis zu zwei Meter mächtigen [[Torf]]lagen am Nordost- und Südufer. Der allochthone Eintrag von [[Huminstoff]]en sorgt für einen [[Dystrophie (Ökologie)|dystrophen]] Gewässerzustand (Braunwassersee). Er bewirkt unter anderem eine starke Abnahme des [[Sauerstoff]]gehalts mit zunehmender Tiefe. Die für [[Lachsfische|Salmonidae]] kritische Menge von vier Milligramm Sauerstoff pro Liter wird bereits zwischen vier und fünf Metern Tiefe unterschritten. Auf dem Seegrund herrscht eine Konzentration gelösten organischen [[Kohlenstoff]]es von 6,5 Milligramm pro Liter bei geringen [[Nitrat]]werten und Anreicherung von [[Ammoniumstickstoff]] und [[Phosphor]] sowie [[Desulfurikation|Sulfatreduktion]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber110&amp;quot;&amp;gt;Peter Schaber, Paul Jäger &amp;amp; Daniela Achleitner: &amp;#039;&amp;#039;Limnologie ausgewählter Bergseen in Salzburg&amp;#039;&amp;#039;, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser des Prebersees ist sehr [[Wasserhärte|weich]], [[Chloride|chlorid]]- und sulfatarm sowie leicht [[Alkalische Lösung|alkalisch]] bis schwach sauer. Für einen Braunwassersee bestehen relativ große Schichttiefen von bis zu drei Meter. Unter drei Meter Tiefe bildet sich im Sommer eine deutliche [[Metalimnion|Sprungschicht]]. Sowohl [[Phytoplankton|Phyto-]] als auch [[Zooplankton]] entwickeln sich in geringen bis mäßigen Zahlen. Der gewichtete mittlere Phosphorgehalt zeigt ein [[mesotroph]]es Gewässer, das sich aufgrund geringer menschlicher Einflussnahme einen weitgehend natürlichen Zustand bewahren konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber110&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
=== Vegetation und Flora ===&lt;br /&gt;
Großräumig ist der Prebersee von [[Montane Höhenstufe|montanen]] [[Europäische Lärche|Lärchen]]- und [[Gemeine Fichte|Fichtenwäldern]] umgeben. In unmittelbarer Ufernähe prägen [[Feuchtwiese|Feucht-]] und Moorrandwiesen sowie [[Hochmoor|Hoch-]] und Übergangsmoore das Landschaftsbild. Einen besonders wertvollen Lebensraum stellt das [[Bergkiefer|Latschen]]-Hochmoor östlich des Sees dar. Aufgrund der braunen Färbung des Seewassers und des damit einhergehenden Lichtmangels in den tieferen Schichten gedeihen dort nur wenige [[Wasserpflanze]]n wie etwa das [[Alpen-Laichkraut]]. Der geringe Sauerstoffgehalt hat bei Verschmutzungen des Wassers lange Selbstreinigungszeiten zur Folge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;broschüre&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.biosphaerenpark.eu/wp-content/uploads/preber-broschuere-sommer-2019-3.pdf|titel=Preber Sport- &amp;amp; Freizeitregion|hrsg=[[Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge|Biosphärenpark Lungau-Nockberge]]|datum=2019|abruf=2021-09-30|format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;freudlsperger&amp;quot;&amp;gt;Hans Freudlsperger: &amp;#039;&amp;#039;Der Preber, der Prebersee und das Preberseeschießen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 80, Salzburg 1939, S. 16–17.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Mooren und auf den Moorwiesen wachsen Pflanzen, die sich mehr oder weniger an den Nährstoffmangel angepasst haben, darunter [[Rundblättriger Sonnentau]], [[Scheiden-Wollgras]], [[Sumpfenzian]], [[Mehlprimel]] und [[Rosmarinheide]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;broschüre&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Am und um den See kommen Reptilien und Amphibien wie [[Bergeidechse]], [[Kreuzotter]], [[Bergmolch]] und [[Grasfrosch]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;broschüre&amp;quot; /&amp;gt; Die zerrüttete und unterspülte Uferlinie bietet dem [[Edelkrebs]] ein Habitat. Darüber hinaus besteht im Prebersee eine natürliche Fischpopulation aus [[Elritze]] und [[Seesaibling]], die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts von [[Ignaz von Kürsinger]] erwähnt wurde. Später wurden [[Bachforelle]] und [[Regenbogenforelle]] eingebürgert, die im [[Pelagial]] über einen ausreichend hohen Sauerstoffgehalt verfügen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freudlsperger&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Keiz: &amp;#039;&amp;#039;Fischereibiologische Untersuchungen über den Prebersee (Land Salzburg).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Haus der Natur Salzburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Salzburg 1965, S. 31–45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den [[Weichtiere]]n tritt &amp;#039;&amp;#039;Pisidium sp.&amp;#039;&amp;#039; aus der Gattung der [[Erbsenmuscheln]] besonders in den [[Schwingrasen]] am Nordufer häufig auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber110&amp;quot; /&amp;gt; Mit einer Planktonprobe am 4. Juli 1924 konnten die Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Daphnien|Daphnia]] longispina&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Diaphanosoma brachyurum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Acroperus harpae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Diaptomus denticornis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ruderfußkrebse|Copepoda]] juvenes&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Hüpferlinge|Cyclops]] sp.&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Asplanchna]] sp.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ceratium]] sp.&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freudlsperger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren kam es durch eine [[Echte Barsche|Barschplage]] zu einem stetigen Rückgang des Saiblings- und Forellenbestandes sowie zum fast vollständigen Verschwinden der Elritze aus dem Prebersee. Um die ungehinderte Ausbreitung des ortsfremden Raubfisches einzudämmen und das [[Ökologisches Gleichgewicht|ökologische Gleichgewicht]] wiederherzustellen, bedient man sich seit dem Winter 2014/15 einer speziellen Methode. Der für Fischbesatz und Bewirtschaftung zuständige 1. Tamsweger Fischereiverein versenkt im Oktober dutzende mit Ziegelsteinen beschwerte [[Weihnachtsbaum|Christbäume]] im See. Plastikflaschen an der Wasseroberfläche dienen als [[Auftriebshilfe]]. Im April werden die Bäume mit den daran haftenden [[Laich]]schnüren des Barsches wieder herausgeholt und der Laich teilweise vernichtet und teilweise an [[Fischzucht|Zuchtanstalten]] für Futterfische abgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2705994/|titel=Barschplage im Prebersee|hrsg=[[Österreichischer Rundfunk|ORF Salzburg]]|datum=2015-04-19|abruf=2021-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.sn.at/salzburg/chronik/fischer-setzen-christbaeume-gegen-zu-viele-raubfische-ein-97186720|titel=Fischer setzen Christbäume gegen zu viele Raubfische ein|autor=Thomas Auinger|hrsg=[[Salzburger Nachrichten]]|datum=2020-12-19|abruf=2021-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funga ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der außerordentlich hohen jährlichen Niederschlagsmengen sowie der beständig hohen Luftfeuchtigkeit bietet das Gebiet um den Prebersee ein reichliches Vorkommen an [[Mykorrhiza]] bildenden [[Großpilz]]en, auch wenn in den umliegenden Gebieten (Lungau, Steirische Krakau) deutlich weniger Großpilze wachsen. Vor allem die an den See und das Moorgebiet im Süden und Südwesten angrenzenden Hänge sind im Spätsommer und Frühherbst sehr pilzreich. Der Waldtyp ist als montaner bis [[Subalpine Höhenstufe|subalpiner]] Fichtenwald zu bezeichnen, in den vielerorts Lärchen eingestreut sind. Der Boden besteht wie in den Schladminger Tauern aus [[Kristallinkomplex|Kristallingesteinen]]. Bedingt durch den Niederschlagsreichtum und der damit zusammenhängenden [[Bodenversauerung]] reagiert der Untergrund an den Hängen leicht sauer, im Moorbereich dagegen relativ stark sauer. Der Wald ist äußerst nährstoffarm und durch Umweltgifte wie [[Phosphate|Phosphat]] oder [[Nitrate|Nitrat]] kaum beeinflusst. Dies bietet den bekannten Speisepilzarten ([[Echter Pfifferling|Eierschwammerl]] sowie [[Gemeiner Steinpilz|Herrenpilz]]) beste Wuchsbedingungen und den selteneren, nähr- und stickstofffliehenden Pilzarten ein wertvolles Refugium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2013 wurde das Gebiet um den Prebersee anlässlich der Mykologischen Dreiländertagung in Tamsweg bei einer Tagesexkursion mykologisch erkundet. Folgende seltenen Arten konnten beispielsweise nachgewiesen werden: &amp;#039;&amp;#039;Laetiporus montanus&amp;#039;&amp;#039; (Nadelwald-[[Schwefelporlinge|Schwefelporling]]), &amp;#039;&amp;#039;Inocybe calamistrata&amp;#039;&amp;#039; (Blaufüßiger [[Risspilze|Risspilz]]), &amp;#039;&amp;#039;Leccinum vulpinum&amp;#039;&amp;#039; (Nadelwald-[[Rotkappe]]), &amp;#039;&amp;#039;Lactarius aspideus&amp;#039;&amp;#039; ([[Blasser Violett-Milchling|Schild-Milchling]]), &amp;#039;&amp;#039;Amanita umbrinolutea&amp;#039;&amp;#039; ([[Zweifarbiger Scheidenstreifling]]), &amp;#039;&amp;#039;Cortinarius crassus&amp;#039;&amp;#039; ([[Erdigriechender Schleimkopf|Dickfleischiger Schleierling]]), &amp;#039;&amp;#039;Ramaria schildii&amp;#039;&amp;#039; (Abgestutzte [[Korallen (Pilze)|Koralle]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Dämon, Friedemann Klenke, Irmgard Krisai-Greilhuber |Titel=Fundliste der 37. Internationalen Mykologischen Dreiländertagung in Tamsweg 2013 |Sammelwerk=Österreichische Zeitschrift für Pilzkunde |Band=22 |Ort=Wien |Datum=2013 |Seiten=121–162 |Online={{ZOBODAT/URL |pdf/OestZPilz_22_0121-0162.pdf}} |KBytes=1212 |Abruf=2022-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Prebersee 16.jpg|mini|hochkant|Moorlehrpfad am Nordufer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Besitz der [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] befindliche Prebersee gilt aufgrund der leichten Erreichbarkeit als beliebtes Ausflugsziel. Je ein großer Parkplatz nordöstlich des Sees und beim Gasthof Ludlalm dienen als Ausgangspunkte für die etwa 45-minütige Seerunde auf dem Moor[[lehrpfad]] sowie Wanderungen auf den Preber oder zur [[Grazer Hütte]]. Zudem existieren [[Mountainbike]]-Strecken und Langlauf[[loipe]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz großer Meereshöhe und entsprechender Wassertemperaturen wird der Prebersee gern als Naturbadesee genutzt. 1992 musste die Behörde aus hygienischen Gründen infolge des großen Andrangs ein vorübergehendes Badeverbot verhängen. Danach wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des empfindlichen Ökosystems getroffen, darunter eine Abschirmung der Moore und der torfigen Uferbereiche von den Besucherströmen sowie fallweise Beobachtungen der Gewässergüte durch das Land Salzburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaber88&amp;quot; /&amp;gt; Das Baden ist an drei gekennzeichneten Stellen am West- bzw. Südostufer gestattet, die mikrobiologische [[Wasserqualität]] wurde in den Jahren 2014 bis 2018 durchgehend mit der Höchstnote „ausgezeichnet“ bewertet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;profil&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Badegewässerprofil Prebersee, Tamsweg – AT3210001000170010.&amp;#039;&amp;#039; [[Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz|Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz]] und [[Land Salzburg|Amt der Salzburger Landesregierung]], Salzburg 2019. [https://www.ages.at/fileadmin/badegewaesser/pdf/AT3210001000170010.pdf Online-PDF], abgerufen am 30. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Sommerliche Wassertemperaturen (°C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;profil&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- text-align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! !! Mittelwert !! Minimum !! Maximum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | 1. Junihälfte || 14,4 || 9,1 || 17,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | 2. Junihälfte || 16,9 || 12,7 || 20,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | 1. Julihälfte || 18,6 || 15,6 || 21,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | 2. Julihälfte || 18,3 || 16,9 || 19,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | 1. Augusthälfte || 16,8 || 14,5 || 18,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;Wassertemperatur in 30&amp;amp;nbsp;cm Tiefe in den Jahren 2006–2010&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Brauchtum der besonderen Art ist das [[Preberseeschießen]], das jährlich am letzten Augustwochenende stattfindet. Die Teilnehmer zielen dabei auf die Spiegelbilder der Zielscheiben auf der Wasseroberfläche, wovon die Kugeln beim richtigen Aufprallwinkel auf die Scheiben abgelenkt werden. Die Ursprünge dieses [[Wasserscheibenschießen]]s, wie es auch auf dem steirischen [[Schattensee]] üblich ist, liegen wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;freudlsperger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sage von der goldenen Egge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamsweg sankt leonhard.jpg|mini|Kirche St. Leonhard ob Tamsweg, links am Horizont der Preber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Volksglauben soll sich im Bischofwandloch ([[Gebirgsgruppengliederung für das österreichische Höhlenverzeichnis|Kataster-Nr. 2624/1]]) am Trogleiteneck ein Goldschatz ungeahnten Ausmaßes, das sogenannte „Prebergold“, befinden. Eine bekannte [[Volkssage|Sage]] verlegte den Schatz – wohl wegen der charakteristischen, an [[Nugget (Metallurgie)|Goldnuggets]] erinnernden Reflexion des Sonnenlichts im dunklen Seewasser – auf den Grund des Prebersees. So soll er eines Tages in Form einer goldenen [[Egge (Landtechnik)|Egge]] an die Oberfläche gelangen, nachdem der See über die Ufer getreten ist und den gesamten [[Mur (Fluss)|Murboden]] überschwemmt hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;broschüre&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Dengg]]: &amp;#039;&amp;#039;Lungauer Volkssagen.&amp;#039;&amp;#039; Neu bearbeitet von Josef Brettenthaler, Salzburger Druckerei und Verlag, Salzburg 1957, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Valentin Zillner]] hielt die Sage 1863 mit folgendem Wortlaut fest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die goldene Egge wird in Lungau auf dem Hügel gefunden werden, auf welchem die schöne&lt;br /&gt;
[[St. Leonhard ob Tamsweg|Leonhardskirche]] steht. Wenn die Fluten des ausgetretenen Prebersees Tamsweg zerstört haben, und bis auf die Höhe jenes Hügels werden emporgestiegen sein, wird die goldene Egge, welche mit herausgeschwemmt werden wird, so viel wert sein, um damit Tamsweg wieder neu aufbauen&lt;br /&gt;
zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Valentin Zillner]]: &amp;#039;&amp;#039;VII. Salzburger Sagen. Drittes Hundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Salzburg 1863, S. 271 ({{ZOBODAT|pfad=MGSL_3_0262-0278.pdf}})&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Karten ==&lt;br /&gt;
* Hans Freudlsperger: &amp;#039;&amp;#039;Der Preber, der Prebersee und das Preberseeschießen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 80, Salzburg 1939, S. 13–32 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/MGSL_80_0013-0032.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Günter Keiz: &amp;#039;&amp;#039;Fischereibiologische Untersuchungen über den Prebersee (Land Salzburg).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Haus der Natur Salzburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Salzburg 1965, S. 31–45 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/HdN_7_2_0031-0045.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Paul Jäger &amp;amp; Peter Schaber: &amp;#039;&amp;#039;Salzburger Bergseen als Ausflugsziele und Genreservate.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NaturLand Salzburg&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 11, Heft 4, Salzburg 2004, S. 33–35.&lt;br /&gt;
* Willi &amp;amp; Hilde Senft: &amp;#039;&amp;#039;Die schönsten Seen Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; [[Leopold Stocker Verlag]], Graz 2005, ISBN 3-7020-1089-0, S. 120–121.&lt;br /&gt;
* Peter Schaber, Paul Jäger &amp;amp; Daniela Achleitner: &amp;#039;&amp;#039;Limnologie ausgewählter Bergseen in Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerschutz aktuell&amp;#039;&amp;#039;, Band 7. [[Land Salzburg]], Abteilung 4 Lebensgrundlagen und Energie – Gewässerschutz, Salzburg 2010, S. 88–111. [https://www.salzburg.gv.at/umweltnaturwasser_/Documents/Publikationen%20Wasser/Pub-Seen/Band%207%20Limnologie%20ausgew%C3%A4hlter%20Bergseen.pdf Online-PDF]&lt;br /&gt;
* [[Österreichische Karte]] 1:50.000, Blatt 3224, Schladming ([[UTM-Koordinatensystem|UTM]]). [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen]].&lt;br /&gt;
* [[Freytag &amp;amp; Berndt]] Wien, Wanderkarte 1:50.000, WK 202, Radstädter Tauern – Katschberg – Lungau, ISBN 978-3-85084-717-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bergfex.at/sommer/tamsweg-lungau/seen/prebersee/ Prebersee] bei [[Bergfex.at]]&lt;br /&gt;
* [https://www.lungau.at/de/gschichten/rezepte/wandertipp-prebersee/ Prebersee] auf der Website der Ferienregion Lungau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See im Land Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Bezirk Tamsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badesee in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badesee in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Mur|SPrebersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schladminger Tauern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tamsweg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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