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	<title>Praktischer Syllogismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T10:06:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Praktischer_Syllogismus&amp;diff=593092&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Larry Gopnik: Änderung 196546386 von 2A02:908:D24:A7A0:35FA:55B7:3997:12FE rückgängig gemacht; Ich finde das „Süß“-Bsp. auch schwach, aber dein Vorschlag ist kein Bsp. für einen prakt. Syl. (Handlungsfolge), sondern für einen log. (Modus Camestres?)</title>
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		<updated>2020-03-10T10:14:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung 196546386 von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:908:D24:A7A0:35FA:55B7:3997:12FE&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:908:D24:A7A0:35FA:55B7:3997:12FE&quot;&gt;2A02:908:D24:A7A0:35FA:55B7:3997:12FE&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Ich finde das „Süß“-Bsp. auch schwach, aber dein Vorschlag ist kein Bsp. für einen prakt. Syl. (Handlungsfolge), sondern für einen log. (Modus Camestres?)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Praktische Syllogismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist innerhalb der philosophischen Disziplin der [[Handlungstheorie (Philosophie)|Handlungstheorie]] ein Modell menschlichen Handelns. Er ist in Analogie zum [[Syllogismus]] innerhalb der Logik gebildet. Nach diesem Modell erfolgt eine Handlung genau dann, wenn ein bestimmtes konkretes Merkmal (hier: ‚süß’) unter einen Obersatz, d. h. ein allgemeines Urteil fällt.&lt;br /&gt;
In seiner einfachsten Form besteht der praktische Syllogismus aus zwei [[Prämisse]]n und einer Konklusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Schlusstabelle|P1=Obersatz: Süßes ist zu erstreben.|P2=Untersatz: Dies ist süß.|K=Konklusion: Dies ist zu erstreben.|S=praktischer Syllogismus&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei steht der Obersatz für ein allgemeines Urteil, der Untersatz für ein partikulares Urteil. Der Inhalt des Untersatzes ist sehr häufig aus der Wahrnehmung gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Analogie des Soziologen [[Gerhard Schulze (Soziologe)|Gerhard Schulze]] besteht der praktische Syllogismus aus folgenden Komponenten:&lt;br /&gt;
* Wissenskomponente&lt;br /&gt;
* Wollenskomponente&lt;br /&gt;
* Handlungskomponente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Handeln ergibt sich aus dem Wissen und Wollen des Individuums. Beispiel:&lt;br /&gt;
Der Grundschüler X bekommt von seinen Eltern einen Obolus, wenn er in Mathematik gute Noten mit nach Hause bringt. Deshalb strengt er sich in Mathematik an.&lt;br /&gt;
* Wissen = Wenn ich gute Noten in Mathematik habe, bekomme ich von meinen Eltern Lob und Geld&lt;br /&gt;
* Wollen = Anerkennung durch die Eltern und Geld&lt;br /&gt;
* Handeln = Versuch gute Noten zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der praktische Syllogismus geht der Sache nach auf [[Aristoteles]] zurück, der ihn in der &amp;#039;&amp;#039;[[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Eudemische Ethik|Eudemischen Ethik]]&amp;#039;&amp;#039; sowie in &amp;#039;&amp;#039;[[De motu animalium]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Dabei entspricht nach Aristoteles die Konklusion einer Handlung.  Auch in der [[Philosophie des Mittelalters]] u. a. bei [[Thomas von Aquin]] findet er Anwendung wie auch in der gegenwärtigen Handlungstheorie innerhalb der [[Analytische Philosophie|Analytischen Philosophie]]. [[G.E.M. Anscombe]] (1919–2001) verwendet den Begriff des praktischen Syllogismus in ihrer Handlungstheorie. [[Georg Henrik von Wright]] sieht im praktischen Syllogismus &amp;quot;das für die Humanwissenschaften typische Erklärungsmodell, mit dem er im Methodenstreit zwischen [[Empirismus]] und [[Hermeneutik]] vermitteln will.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otfried Höffe: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039;  2. Auflage. Beck, München 2008, S. 354&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Bubner]]: &amp;#039;&amp;#039;Handlung, Sprache und Vernunft. Grundbegriffe praktischer Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, Frankfurt 1976, 238–250,  ISBN 3-518-27982-3&lt;br /&gt;
* Uwe Meixner und Albert Neven (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophiegeschichte und logische Analyse Bd.11 Schwerpunkt: Der praktische Syllogismus&amp;#039;&amp;#039;, mentis, Paderborn 2008, ISBN 978-3-897851603&lt;br /&gt;
* [[Oswald Schwemmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verstehen als Methode. Vorüberlegungen zu einer Theorie der Handlungsdeutung&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): Methodenprobleme der Wissenschaften vom gesellschaftlichen Handeln, Suhrkamp, Frankfurt 1979, 13–45, ISBN 3-518-07870-4.&lt;br /&gt;
* [[Georg Henrik von Wright]]: &amp;#039;&amp;#039;Erklären und Verstehen&amp;#039;&amp;#039;, Athenäum, Frankfurt 1974, 93–121, ISBN 3-8072-1002-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7566912-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syllogistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungstheorie (Philosophie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Larry Gopnik</name></author>
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