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	<title>Prakrit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Brettchenweber: Die letzte Textänderung von 2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25 wurde verworfen und die Version 252226664 von 2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25 wiederhergestellt. Ein Komma ist hier nicht falsch.</title>
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		<updated>2025-01-13T22:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25&quot;&gt;2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/252226664&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/252226664&quot;&gt;252226664&lt;/a&gt; von 2A00:1E:B001:E01:E025:DE62:863A:AC25 wiederhergestellt. Ein Komma ist hier nicht falsch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prakrit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]], प्राकृत, n., prākṛta) (auch &amp;#039;&amp;#039;mittelindische Sprachen&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist die Bezeichnung für diejenigen [[Indoarische Sprachen|indoarischen Sprachen]], die in der sprachgeschichtlichen Entwicklung auf das [[Altindisch]]e folgen. Sie wurden etwa in der Zeit vom 6. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zum 11. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum Sanskrit ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Prakrit (&amp;#039;&amp;#039;natürlich&amp;#039;&amp;#039;) gewinnt als Gegensatz zum Terminus [[Sanskrit]] Bedeutung: Sanskrit (&amp;#039;&amp;#039;kultiviert&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;gepflegt&amp;#039;&amp;#039;) ist die vom Grammatiker [[Panini (Grammatiker)|Panini]] kodifizierte komplizierte [[Sprache]] der oberen Gesellschaftsschichten, [[Literatursprache]], und vor allem die Sprache der [[Veda|brahmanischen Überlieferung]]. Dagegen handelt es sich bei Prakrits um die der gesprochenen Sprache der breiten Bevölkerung nahekommenden [[Dialekt]]e, die in Schriftzeugnissen verschiedener Art belegt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wurde und wird behauptet, dass die Prakrits sich aus dem Sanskrit entwickelt hätten. Das Sanskrit ist aber nur einer von vielen [[indoarisch]]en Dialekten, die sich aus dem Proto-Indoarischen entwickelt haben. Auch wenn das Sanskrit die mittelindischen Dialekte beeinflusst hat, so haben sich diese doch unabhängig aus dem Proto-Indoarischen entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade um sich von den größtenteils im Sanskrit verfassten Werken des [[Brahmanismus]] abzuheben, wurden wohl die Prakrits von den neu entstandenen Religionsgemeinschaften (besonders [[Jainismus]] und [[Buddhismus]]) als Mittel ihrer [[Schriftliche Überlieferung|Überlieferung]] gewählt. Die neuen Religionen wandten sich auch an die breiten Massen, mit Hilfe des nicht exklusiven Prakrits als idealem Kommunikations- und Missionsmittel. Auch sie wurden von Grammatikern beschrieben. In Dramen verwenden verschiedene Personen unterschiedliche Prakrit-Dialekte, um soziale Unterschiede auszudrücken. Selbstverständlich war das Sanskrit Angehörigen der obersten [[Kaste]]n vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Sprachen ==&lt;br /&gt;
[[Pali]] ist die Sprache des [[Pali-Kanon|Tripitaka]]. Es hat eine Sonderstellung, da es in der Forschung weitgehend von den folgenden sogenannten literarischen Prakrits getrennt behandelt wird. Obwohl die Überlieferung des [[Siddhartha Gautama|historischen Buddha]] in Pali erfolgte, sprach er selbst wahrscheinlich [[Ardhamagadhi]]. In der Region des antiken [[Gandhara]] wurde [[Gandhari]] gesprochen, das bis 1943 „nordwestliches Prakrit“ genannt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den literarischen Prakrits werden sechs Dialekte unterschieden, die in der Literatur belegt sind. Die Bezeichnungen entstammen den indischen [[Grammatik]]ern, auf deren Beschreibungen im Fall nur spärlicher Überlieferungen viele unserer Kenntnisse beruhen, zum Beispiel bei der [[Magadhi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Magadhi]], belegt in Dramen und der Jogimara-Inschrift&lt;br /&gt;
# [[Ardha-Magadhi]], belegt im Kanon der [[Shvetambaras|Shvetambara-Jainas]]&lt;br /&gt;
# [[Maharashtri]], u. a. belegt in jüngeren Texten der [[Jainismus|Jainas]]&lt;br /&gt;
# [[Shauraseni]], belegt in Dramen&lt;br /&gt;
# [[Jaina-Shauraseni]], belegt in Texten der [[Digambara|Digambara-Jainas]]&lt;br /&gt;
# [[Paishachi]], dessen einziger bekannter Zeuge, die Brihatkatha, verloren ist und das sonst nur von [[Grammatiker]]n beschrieben und zitiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prakrits der Ashoka-Inschriften ==&lt;br /&gt;
Eine ältere Entwicklungsstufe verschiedener Prakrits ist zudem in den [[Edikte des Ashoka|Ashoka-Inschriften]] aus dem 3. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. repräsentiert. Diese ältesten Schriftzeugnisse Indiens wurden in verschiedenen Regionen des Reiches des [[Ashoka]] aufgestellt und haben weitgehend den gleichen Inhalt. Sie weisen regional verschiedene Varianten von Ashokas [[Amtssprache]] auf, die uns Aufschluss über die Eigenschaften, besonders die lautlichen, der damals in den entsprechenden Gebieten gesprochenen Dialekte geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Apabhramsa ==&lt;br /&gt;
[[Apabhramsha|Apabhramsa]] ist der Überbegriff für die jüngsten mittelindischen Sprachen, die zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. gesprochen wurden. Mit abnehmendem Alter werden die Prakrit-Sprachen immer laut- und formenärmer und entfernen sich so zunehmend vom gemeinsamen Ursprung. Die modernen indoarischen Sprachen (zum Beispiel Hindustani ([[Hindi]]), [[Bengalische Sprache|Bengali]] und [[Panjabi]]) leiten sich über die Zwischenstufe des Apabhramsa von den Prakrits her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Charakteristika ==&lt;br /&gt;
Prakrits lassen sich gut mit dem Sanskrit vergleichen und anhand der Unterschiede von ihm beschreiben. (Dem entspräche z. B. die Beschreibung des [[Italienische Sprache|Italienischen]] anhand der Unterschiede zum [[Latein]]ischen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lautlehre ===&lt;br /&gt;
Die Gesamtheit der Prakrits hat einen Großteil der Abweichungen vom Sanskrit gemeinsam. Es fällt vor allem die umfassende Tendenz zur [[Assimilation (Phonologie)|Assimilation]] von [[Konsonantencluster|Konsonantengruppen]] auf, des Weiteren der Wegfall der silbenbildenden r und l und der [[Diphthong]]e ai und au und das Zusammenfallen der drei Sibilanten ([[Zischlaute]]) in einen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen die Kürzung aller [[Vokale]] vor Doppelkonsonanten oder [[Anusvara]] („Morengesetz“) und das Auslautgesetz, nach dem im Auslaut nur Vokale oder Anusvara stehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
Die komplizierte Grammatik des Sanskrit findet sich in den Prakrits radikal vereinfacht wieder. Die Anzahl der [[Grammatische Kategorie|Kategorien]] ist stark reduziert, und auch der im Sanskrit erhaltene Formenreichtum des Indoarischen ist größtenteils verallgemeinerten Endungsreihen gewichen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, vor allem natürlich die lautgesetzlichen Veränderungen: Durch die Vereinfachung des Lautsystems würden sich in den Prakrits häufig mehrdeutige Formen ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Beispiel: Es könnte ein prakritisches &amp;#039;&amp;#039;puttā&amp;#039;&amp;#039; aus der im Sanskrit erscheinenden Form [[Ablativ|Abl.]] [[Singular|Sg.]] &amp;#039;&amp;#039;putrāt&amp;#039;&amp;#039; oder [[Nominativ|Nom.]] [[Plural|Pl.]] &amp;#039;&amp;#039;putrāḥ&amp;#039;&amp;#039; entstanden sein. Diesen Mehrdeutigkeiten wird entgegengetreten durch Schaffung neuer Endungsreihen, indem nach der Lautveränderung weiterhin unmissverständliche Endungen der verschiedenen (vokalischen, konsonantischen und [[Pronomen|pronominalen]]) Stämme verallgemeinert wurden. So bleibt &amp;#039;&amp;#039;puttā&amp;#039;&amp;#039; Nom. Pl.; der Abl. Sg. auf &amp;#039;&amp;#039;-ā&amp;#039;&amp;#039; wird [[Kontamination (Sprachwissenschaft)|kontaminiert]] mit dem ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;-tas&amp;#039;&amp;#039; lautenden Adverbialsuffix (siehe [[Adverb]], [[Suffix]]), das sich in den Prakrits über &amp;#039;&amp;#039;-to&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;-do&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-o&amp;#039;&amp;#039; entwickelt: Es entsteht die Endung &amp;#039;&amp;#039;-ādo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-āo&amp;#039;&amp;#039;, so dass der Abl. Sg. schließlich &amp;#039;&amp;#039;puttādo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;puttāo&amp;#039;&amp;#039; lautet. Dieses neue Suffix &amp;#039;&amp;#039;-āo&amp;#039;&amp;#039; wird für alle vokalischen [[Wortstamm|Stämme]] verallgemeinert und dringt auch in die [[Deklination (Grammatik)|Deklination]] der Pronomina ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regel, dass am Wortende in den Prakrits kein Konsonant stehen kann, führte zum Verschwinden konsonantischer Stämme, die nur vor vokalischen Endungen noch als solche zu erkennen sind. Zum Beispiel erscheint Sanskrit [[Instrumentalis|Inst.]] Sg. (vom Stamm &amp;#039;&amp;#039;bhrātṛ&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;bhrātā&amp;#039;&amp;#039; im Maharashtri Inst. Sg. (von Nom. Sg. &amp;#039;&amp;#039;bhattā&amp;#039;&amp;#039;) als &amp;#039;&amp;#039;bhattuṇā&amp;#039;&amp;#039;, aber im [[Akkusativ|Akk.]] Sg. &amp;#039;&amp;#039;bhattāraṃ&amp;#039;&amp;#039; bleibt das r erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus konsonantischen Stämmen wurden vokalische, und zwar entweder durch Anfügung eines Vokals oder durch Wegfall des Endkonsonanten. Bevorzugt wird eindeutig der Stamm auf -a, in den zum Beispiel viele Wörter der alten s-Stämme und die meisten Wörter der alten -n-Stämme (unter Wegfall des n) übergewechselt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Dual (Grammatik)|Dual]] existiert in den Prakrits nicht, seine Funktion wird vom [[Plural]] mitgetragen. Der [[Dativ]] findet sich äußerst selten, und seine Funktion wird vom [[Genitiv]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Buddhistische Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmuth von Glasenapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Literaturen Indiens. Von ihren Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 318). Kröner, Stuttgart 1961, {{DNB|363784993}}.&lt;br /&gt;
* [[Oskar von Hinüber (Indologe)|Oskar von Hinüber]]: &amp;#039;&amp;#039;A Handbook of Pali Literature.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-016738-7.&lt;br /&gt;
* Oskar von Hinüber: &amp;#039;&amp;#039;Das ältere Mittelindisch im Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1986. (2. Auflage. 2001)&lt;br /&gt;
* S. M. Katre: &amp;#039;&amp;#039;Prakrit Languages and their contribution to Indian culture.&amp;#039;&amp;#039; Deccan College, Poona 1964.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mylius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der altindischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Bern / München / Wien 1988.&lt;br /&gt;
* R. Pischel: &amp;#039;&amp;#039;Comparative Grammar of the Prakrit Languages.&amp;#039;&amp;#039; translated from the German by S. Jha. Delhi 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4047050-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prakrit| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brettchenweber</name></author>
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