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	<title>Prakla-Seismos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prakla-Seismos&amp;diff=362380&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Aufstieg und Niedergang der Gesellschaft */</title>
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		<updated>2025-11-14T05:24:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufstieg und Niedergang der Gesellschaft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Prakla-Seismos GmbH&lt;br /&gt;
| Logo             = p-s-logo-w.jpg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1963&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Hannover]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = 1.849 (1985)&lt;br /&gt;
| Umsatz           = 408,7 Millionen [[Deutsche Mark|DM]] (1985)&lt;br /&gt;
| Branche          = [[Prospektion (Geologie)|Prospektion]]&lt;br /&gt;
| Homepage         = [http://www.prakla-seismos.de/ www.prakla-seismos.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prakla-Seismos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in eigener Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;PRAKLA-SEISMOS&amp;#039;&amp;#039;) war eine weltweit tätige [[Prospektion (Geologie)|Prospektionsfirma]], die 1963 aus der Fusion der Unternehmen Prakla und Seismos entstanden ist. Die &amp;#039;&amp;#039;Seismos GmbH zur Erforschung von Gebirgsschichten und nutzbaren Lagerstätten nach dem seismischen Verfahren&amp;#039;&amp;#039; wurde am 4.&amp;amp;nbsp;April 1921 durch [[Ludger Mintrop]] in [[Dortmund]] gegründet und von fünf deutschen [[Montanindustrie|Montankonzernen]] getragen. Die &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für praktische [[Lagerstättenforschung]] GmbH&amp;#039;&amp;#039;, später Prakla, wurde am 23.&amp;amp;nbsp;März 1937 in [[Berlin]] gegründet und übernahm Seismos im Jahr 1963 in [[Hannover]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;history&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.prakla-seismos.de/ |titel=Geschichte der Prakla-Seismos |hrsg=prakla-seismos.de |abruf=2008-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=45143485 |Titel=Methode Parkinson |Jahr=1963 |Nr=21 |Kommentar=zur damaligen Übernahme der Seismos durch die Prakla}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung von Seismos ===&lt;br /&gt;
Der [[Markscheider]] und Geophysiker Ludger Mintrop entwickelte bereits vor und während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] den ersten feldtauglichen [[Seismograph]]en. Mit ihm konnte markante Gesteinsgrenzen in der Tiefe mit großer Genauigkeit erfasst werden. Dieses Verfahren war ursprünglich für den Bergbau vorgesehen, erlangte aber mit dem Aufstreben der Ölindustrie in diesem Bereich große Bedeutung. Die Trefferquote bei Tiefbohrungen war nach dem Ersten Weltkrieg –&amp;amp;nbsp;insbesondere in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], dem damals wichtigsten Ölland&amp;amp;nbsp;– ins Bodenlose abgesunken, was Panik auslöste. Die USA hatten die Ölversorgung der Alliierten während des Krieges fast alleine alimentiert. Nach dem Krieg waren ihre Tanks leer und die unzähligen Bohrungen, die man niederbrachte, waren mit einer Ausnahme nicht erfolgreich. So wurden Methoden angewendet, die den Experten suspekt erschienen und häufig als [[Wünschelrute]]ngängerei verspottet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PraSeis2.jpg|mini|Refraktionsschuss in den USA]]&lt;br /&gt;
Ludger Mintrop meldete am 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 1919 sein Patent &amp;#039;&amp;#039;Verfahren zur Ermittlung des Aufbaues von Gebirgsschichten&amp;#039;&amp;#039; an. Die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Seismos&amp;#039;&amp;#039; erfolgte am 4.&amp;amp;nbsp;April 1921 durch Mintrop und die Montankonzerne [[Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG|Deutsch Lux]], [[Phönix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb|Phoenix]], [[Hoesch AG|Hoesch]], [[ThyssenKrupp|Thyssen]] und [[Rheinstahl]]. Ziel des Unternehmens war es, Gebirgsschichten und nutzbare Lagerstätten zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Arbeiten in Deutschland ([[Hamburg-Neuengamme|Neuengamme]], [[Wietze]]), [[Österreich]], [[Polen]], den [[Niederlande]]n und [[Schweden]] galten der Erfassung und Abgrenzung von Salz- und Kohlelagerstätten sowie von [[Erzkörper]]n und Quarzitlagern. Um lesbare Signale zu erhalten, wurden künstliche Erdbeben mit enormen Sprengstoffmengen erzeugt. Mintrop entwickelte ein neues Verfahren, das unter der Bezeichnung [[Refraktionsseismik]] bekannt wurde. Mittels dieses Verfahrens konnten Salzstöcke in den niedersächsischen Erdölregionen erkundet werden und über diesen Umweg stieß man auf [[Erdöl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchbruch und Krise der Seismos ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PraSeis1.jpg|mini|Registrierzelt mit Funkempfänger, optischer Registriereinrichtung, Seismograph, [[Schalldose]] (v.l.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PraSeis3.jpg|mini|Voll motorisierter Seismos-Trupp in Louisiana, 1926]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1923 gelang Seimos der Durchbruch als Aguila, eine Tochtergesellschaft von &amp;#039;&amp;#039;[[Royal Dutch Shell]]&amp;#039;&amp;#039; einen Seismos-Messtrupp nach [[Mexiko]] holte, um die Golden-Lane-Ölfelder weiter in Neuland vorzutreiben. Noch im gleichen Jahr wurde die &amp;#039;&amp;#039;Seismos&amp;#039;&amp;#039; in den USA für das Unternehmen Marland Oil Company, das heute unter [[Conoco]] firmiert, eingesetzt. Weitere Einsätze erfolgte für [[Gulf Oil]] und auch für Roxana, einer [[Shell plc|Shell]]-Tochter. Am 19.&amp;amp;nbsp;November 1924 wurde der erste Salzstock in [[Texas]] unweit von [[Houston]] durch einen Messtrupp von Seismos für die &amp;#039;&amp;#039;Gulf Oil&amp;#039;&amp;#039; gefunden. Nachdem man die Salzstockflanken abgebohrt hatte, stieß man auf ein ergiebiges Ölfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fund erzeugte in den USA ein großes Medienecho, was das Suchverfahren schnell bekannt machte. Von einem deutschen Patent war die Rede und von Wissenschaftlern, die aus Deutschland angereist waren und es verstanden, mit einem Zaubermittel umzugehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dgg-online.de/mitteilungen/2006_1/inhalt.html |titel=Mitteilungen 1/2006 |hrsg=Deutsche Geophysikalische Gesellschaft |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071212153727/http://dgg-online.de/mitteilungen/2006_1/DGG-Mitt_1-2006.pdf |archiv-datum=2007-12-12 |abruf=2008-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss wurden Seismos-Messtrupps auch in [[Ägypten]], dem [[Irak]] und dem [[Iran]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Monopol der Seismos begann nach zirka fünf Jahren zu bröckeln, da Mintrops Verfahren und Instrumentarium, gleichwohl patentgeschützt, kopiert wurden. Mit dem Beginn der [[Weltwirtschaftskrise]] Ende der 1920er Jahre waren die Aktivitäten von Seismos in Amerika beendet. Deutschland und Europa brachten ebenfalls keine Aufträge. Das innereuropäische Geschäft hatte bis dahin auch nie mehr als fünf Prozent zum Umsatz beigesteuert. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage mussten viele Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ite.tu-clausthal.de/nvs-professoren/prof-dipl-berging-dr-rer-nat-habil-hans-runge/ |titel=Hans Runge |hrsg=Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal |abruf=2008-05-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090406111731/http://www.ite.tu-clausthal.de/nvs-professoren/prof-dipl-berging-dr-rer-nat-habil-hans-runge |archiv-datum=2009-04-06 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-18 15:39:12 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsaufnahme, Gründung der Prakla und Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Die Situation änderte sich in den 1930er Jahren zu Gunsten des Unternehmens. Im Rahmen der geophysikalischen Reichsaufnahme wurde ab 1934 das Reichsgebiet mit [[Erdmagnetfeld|magnetischen]], [[Gravimetrie|gravimetrischen]] und [[Seismik|seismischen]]&lt;br /&gt;
Untersuchungen geophysikalisch vermessen. Zur Messung der Schwerkraft war in mehrjähriger Arbeit von der Seismos GmbH das Thyssen-Gravimeter entwickelt worden (benannt nach Stephan Baron von Thyssen), das im selben Jahr vorgestellt wurde und 1937 auf der [[Weltfachausstellung Paris 1937|Weltausstellung in Paris]] mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Es war das erste Gravimeter der Welt, das serienmäßig (in einer Auflage von rund 100 Stück) für den Einsatz im Gelände gebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Trappe: &amp;#039;&amp;#039;Sechzig Jahre Angewandte Geophysik.&amp;#039;&amp;#039; Prakla-Seismos GmbH, Hannover 1980, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge entdeckte man verschiedene Salzstöcke in [[Nordwestdeutschland]], die zu neuen Öl- und Gaslagerstätten führten. Die Auftragslage der Seismos war damit gesichert und es gelang, in rascher Folge eine Reihe neuer Felder, wie beispielsweise Heide in Holstein, Reitbrook bei Hamburg, [[Broistedt (Lengede)|Broistedt]] und Gifhorn aufzufinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/1952/27/erdoelfoerderung-stand-und-aussichten |titel=Erdölförderung: Stand und Aussichten |hrsg=Zeit Online |abruf=2008-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der geophysikalischen Reichsaufnahme kam es am 23.&amp;amp;nbsp;März 1937 zur Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Prakla GmbH&amp;#039;&amp;#039;, die unter starkem staatlichen Einfluss stand. Zum Leiter wurde [[Bernhard Brockamp]] ernannt. Ein ehemaliger Seismos-Mitarbeiter, Friedrich Trappe, übernahm die Aufgabe, die neue Gesellschaft mit dem Verfahren der [[Reflexionsseismik]] vertraut zu machen, das in den USA zu dominieren begann und die Refraktions-Methode überflügelt hatte. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] waren viele Explorations-Trupps in den besetzten Gebieten, insbesondere in Russland, im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:p-s-wzettel.png|mini|Waldemar Zettel, 1963 Ehrensenator der TH Hannover, ab 1968 Ehrenmitglied der [[Deutsche Geophysikalische Gesellschaft|Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft]]]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieb nur wenig von beiden Gesellschaften übrig. Dem promovierten Ingenieur und Geophysiker Waldemar Zettel (* 1903), der von 1934 bis 1936 bei Seismos, dann bei der Nachrichtenmittel-Versuchsanstalt der Marine und von 1939 bis 1968 bei Prakla tätig war,&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1383.&amp;lt;/ref&amp;gt; gelang es, die Splitter der Prakla aus Berlin und aus der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] zwischen 1947 und 1949 nach [[Niedersachsen]] zu holen&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kneppner: [https://www.prakla-seismos.de/zettel/Waldemar%20Zettel_TLE%20Oktober%201998.pdf &amp;#039;&amp;#039;Waldemar Zettel and the rebuilding of Prakla&amp;#039;&amp;#039;] in The Leading Edge vom Oktober 1998, S. 1477&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Hannover neu zu formieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dgg-online.de/mitteilungen/2002_2/waldemar-zettel.pdf |titel=Gerhard Kneppner: Nachruf auf Waldemar Zettel, Ehrenmitglied der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft |hrsg=dgg-online |format=PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071214051705/http://dgg-online.de/mitteilungen/2002_2/waldemar-zettel.pdf |archiv-datum=2007-12-14 |abruf=2008-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Gesellschaften erlebten den allgemeinen Aufschwung mit und dehnten ihre Anwendungsfelder wieder weltweit aus. Bereits vor dem Krieg hatte die Seismos zwei deutsche Geophysik-Betriebe übernommen, die &amp;#039;&amp;#039;Erda AG&amp;#039;&amp;#039; und die renommierte &amp;#039;&amp;#039;Exploration&amp;#039;&amp;#039; mit ihrem amerikanischen Ableger, der &amp;#039;&amp;#039;Namex&amp;#039;&amp;#039;, während die Prakla die &amp;#039;&amp;#039;Elbof&amp;#039;&amp;#039; übernahm. Für beide Gesellschaften bedeutete dies eine Ausdehnung ihrer Aktivitäten in Bereiche, die sie bislang vernachlässigt hatten, wie magnetische, gravimetrische und elektrische Verfahren. Ein schwerer Unfall durch eine [[Explosion]] bei Bohrungen ereignete sich am 31. Januar 1957 in [[Bad Grönenbach]]. Bei diesem Unfall wurden 7 Menschen getötet und 2 schwer verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Klopp |Hrsg=PRAKLA, Gesellschaft für praktische Lagerstättenforschung G.m .b.H. |Titel=Vorsicht bei Sprengarbeiten |Reihe=PRAKLA Rundschau |NummerReihe=1 |Datum=1958 |Seiten=5 |Online=https://www.wdiehl.de/PS/Download/Rundschau/OCR/Rundschau_1958_1.pdf |Format=PDF |KBytes=6620 |Abruf=2022-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fusion ===&lt;br /&gt;
Die Übernahme und quasi [[Verstaatlichung]] der Seismos durch die Prakla im Jahr 1963 war ein Politikum, weil der damalige politische Trend in Richtung [[Privatisierung]] lief. Ludger Mintrop hatte die Seismos bereits 1933 verlassen; auch die übrigen Gesellschafter hatten ihre Anteile an [[Thyssenkrupp|Thyssen]] verkauft. Damit wurde die Thyssen-Gruppe alleiniger Eigentümer von Seismos. Der Kaufpreis, den Prakla für Seismos zahlte, soll gering gewesen sein. Ungeachtet dessen war durch die Fusion eine potente Gruppierung entstanden. Das neue Unternehmen wurde international erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg und Niedergang der Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:P-s-schiff1.jpg|mini|Messschiff SV Mintrop im Hochseeeinsatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prakla-Seismos Rechensaal 03.jpg|mini|Datenzentrum (VAX-Bereich) in Hannover, ca. 1990]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prakla-Seismos Rechensaal 01.jpg|mini|Datenzentrum (PDP-Bereich) in Hannover, ca. 1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der rasanten Entwicklung war die Gesellschaft bestrebt, alle geophysikalischen Verfahren weltweit anzuwenden, zu Lande, unter Tage, auf dem Wasser und in der Luft. Im Laufe ihrer Entwicklung hat die Gesellschaft in 18 europäischen und 29 außereuropäischen Ländern gearbeitet. Gesucht wurde neben Erdöl und [[Erdgas]] nach [[Erz]]en –&amp;amp;nbsp;auch [[Uran]]&amp;amp;nbsp;– sowie nach [[Grundwasser|Grund-]] und [[Thermalwasser]]. Außerdem erkundete die Gesellschaft den Verlauf von [[Kohleflöz]]en und erfasste und überwachte die Auslaugung von [[Kaverne (Bergbau)|Kavernen]] in Salzstöcken für die Öl- und Gasspeicherung. Dies geschah durch den Einsatz von angewandter Seismik sowie gravimetrischer und magnetischer Messungen. Zur Bewältigung dieser Aufgaben wurden Geräte, Systeme und Programme benötigt, die der Markt nicht oder nicht in der von der Firma gewünschten Art und Qualität zur Verfügung stellen konnte. Prakla-Seismos baute und entwickelte aus diesem Grund vieles selbst, wie Vibratoren, fahrbare Bohrgeräte aller Kaliber, Geräte zur exakten Schiffspositionierung, Seemesskabel, Luft- und Wasserpulser. Die Entwicklung von [[Eingebettetes System|eingebetteten Systemen]] und Software erfolgte ebenfalls in Eigenregie. Prakla-Seismos verkaufte diese Geräte, Systeme und Programme auch an Dritte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit wurden große Investitionen getätigt. So wurde 1982 ein zentraler Firmensitz in Hannover–[[Buchholz-Kleefeld#Groß-Buchholz|Groß-Buchholz]] für rund 800 Mitarbeiter aufgebaut und damit die zuvor verteilte Belegschaft zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wdiehl.de/PS/Download/Sonderdruck/OCR/Sonderdruck_Unser_Neubau.pdf#pagemode=thumbs%20title= &amp;#039;&amp;#039;Unser Neubau&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen verfügte über ein eigenständiges Datenzentrum mit Großrechnern. Sehr früh führte man in allen Sparten digitale Technik und die neuartige [[Vibroseis|Vibro-Seismik]] ein. Drei hochseegängige Messschiffe wurden gebaut und ausgerüstet. Außerdem vier Flachwasser–Messschiffe für Messungen im Küstenbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://download.wdiehl.de/index.php/datenblaetter/marine|titel=Prakla-Seismos-Report, Datenblätter Marine |hrsg=Wolfgang Diehl |abruf=2008-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Uetze]] bei [[Celle]] entstand im Jahr 1972 die &amp;#039;&amp;#039;Prakla-Seismos Geomechanik GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Hier wurden alle Vibratoren und fahrbaren Bohrgeräte für die Stammgesellschaft entwickelt, gebaut und verkauft. Ein ausgedehntes Brunnenbohrprogramm in [[Ghana]], [[Gambia]], [[Guinea-Bissau]], [[Marokko]], [[Senegal]] und dem [[Tschad]] beschäftigte Teile der Geomechanik über viele Jahre. In Ghana allein wurden über 3000 Brunnen gebohrt und eingerichtet. Auch die oberirdischen Anlagen wurden erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1973 übernahm der Diplom-Bergingenieur Gerd Eyssen (* 1927 in Indonesien) in Hannover die Geschäftsführung von Prakla-Seismos Geomechanik.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1985 wurde die [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]], deren Vorsitzender der Geschäftsführung der 1930 geborene Diplom-Geophysiker Hans-Jürgen Trappe&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1258.&amp;lt;/ref&amp;gt; war, in eine [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]] umgewandelt und ein Börsengang geplant. Das Stammpersonal erreicht im Jahr 1985 mit 1849 Mitarbeitern seinen Spitzenwert, der dann kontinuierlich absank. Für 1988 wies der Geschäftsbericht nur noch 1417 Mitarbeiter aus und Mitte 1986 geriet das Unternehmen erneut in die Krise. Der Ölpreisverfall hatte die Ölkonzerne veranlasst, die Explorationskosten drastisch einzuschränken. Verträge wurden nicht erneuert, neue nicht mehr abgeschlossen. Die Pläne für einen Börsengang, die zuvor auch vom für das Staatsunternehmen zuständigen [[Bundesministerium der Finanzen|Bundesfinanzminister]] [[Gerhard Stoltenberg]] befürwortet worden waren, wurden aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PS Buchholzer Strasse 100 1001 220805.jpg|mini|Nach dem Abriss der Firmengebäude, 2022]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prakla Seismos Gelände Hanover nach Abriss.jpg|mini|Geländezustand 2023]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren schlechten Ergebnissen wurde das Unternehmen am 18.&amp;amp;nbsp;April 1991 wieder in eine GmbH umgewandelt und kurz darauf an [[Schlumberger (Unternehmen)|Schlumberger]] verkauft und zerschlagen. Der Name Seismos wurde sofort aufgegeben. Prakla existierte als &amp;#039;&amp;#039;Geco-Prakla&amp;#039;&amp;#039; noch für einige Zeit weiter. Im Jahr 2004 erwarb die [[Bauer AG]] die Mehrheit an der Prakla Bohrtechnik, 2007 durch die Übernahme der GWE-Gruppe auch die übrigen 40 % der Anteile.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bauer.de/bst/company/history/ Die Chronik]. Homepage der Firma Bauer Spezialtiefbau, abgerufen am 23. Januar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prakla Bohrtechnik mit Sitz in Peine-[[Stederdorf (Peine)|Stederdorf]] konzentrierte sich innerhalb der Bauer-Gruppe auf das Segment der Brunnenbohrgeräte unter anderem für Grundwasser, Öl und Gas sowie Erkundungsbohrungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.prakla-bohrtechnik.de/de/products/anwendungen/ Anwendungen: Einige Beispiele] bei Prakla Bohrtechnik, abgerufen am 23. Januar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1982 errichtete Firmensitz in Hannover, der eine Nachnutzung durch [[HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie|HDI]] hatte, wurde 2022 für den Neubau eines Bürokomplexes abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Conrad von Meding: [https://www.prakla-seismos.de/PDF/Hannover_Strabag_baut_Nullemissions-Bueros_am_Messeschnellweg.pdf &amp;#039;&amp;#039;Hannover: Strabag baut Nullemmissions-Büros am Messeschnellweg&amp;#039;&amp;#039;] in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.prakla-bohrtechnik.de/ prakla-bohrtechnik.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.prakla-seismos.de/ prakla-seismos.de – Webseite von ehemaligen Mitarbeitern]&lt;br /&gt;
* [https://download.wdiehl.de/index.php Prakla-Seismos Downloadportal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prakla-Seismos}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Dortmund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seismik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Geophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbauunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlumberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1963]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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