<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Prager_Operation</id>
	<title>Prager Operation - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Prager_Operation"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prager_Operation&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T14:44:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prager_Operation&amp;diff=1172345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prager_Operation&amp;diff=1172345&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-20T06:32:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|TEILVON= [[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
|BILD=Pražská ofenzíva.jpg&lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG=Karte der Operation&lt;br /&gt;
|DATUM= [[6. Mai]]&lt;br /&gt;
|DATUMBIS= [[11. Mai]] [[1945]]&lt;br /&gt;
|ORT= [[Prag]], [[Protektorat Böhmen und Mähren]]&lt;br /&gt;
|AUSGANG= Sieg der Sowjetunion und ihrer Verbündeten&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1 ={{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2 ={{SUN-1923}}&amp;lt;br /&amp;gt; {{ROU-1881}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{POL-1944}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{CSK|#}} [[Tschechoslowakischer Widerstand 1939–1945|Tschechoslowakischer Widerstand]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1= [[Ferdinand Schörner]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lothar Rendulic]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2= [[Iwan Stepanowitsch Konew|Iwan Konew]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Michael I. (Rumänien)|Michael I.]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Karel Klapálek]]&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE1= Heeresgruppe Mitte: 600.000–650.000&amp;lt;ref&amp;gt;Lawkowski 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Soldaten&lt;br /&gt;
Heeresgruppe Ostmark 430.000&amp;lt;ref&amp;gt;Ziemke 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Soldaten&amp;lt;br /&amp;gt;9.700 ? Geschütze&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE2= 2.028.000 Soldaten&amp;lt;ref&amp;gt;Krivosheev 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;30.500 ? Geschütze&amp;lt;br /&amp;gt;2.000 Panzer&amp;lt;br /&amp;gt;3.000 Flugzeuge&lt;br /&gt;
|VERLUSTE1= 860.000 gefangen genommen&amp;lt;ref&amp;gt;Tomáš Staněk: &amp;#039;&amp;#039;Verfolgung 1945: die Stellung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-205-99065-X. [http://books.google.de/books?id=RtFePCpZ22sC&amp;amp;lpg=PA98&amp;amp;dq=%22prager%20operation%22&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;pg=PA98#v=onepage (auszugsweise online)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|VERLUSTE2= 11.997 getötet oder vermisst,&amp;lt;br /&amp;gt;40.501 verletzt oder erkrankt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glantz&amp;quot;&amp;gt;[[David M. Glantz]], [[Jonathan House]]: &amp;#039;&amp;#039;When Titans Clashed: How the Red Army Stopped Hitler.&amp;#039;&amp;#039; University Press of Kansas, Lawrence, Kansas 1995, ISBN 0-7006-0899-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ÜBERBLICK={{Linkbox Deutsch-Sowjetischer Krieg}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prager Operation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Пражская операция}}) war während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] die letzte große Offensive der [[Rote Armee|Roten Armee]] in Zentraleuropa. Bei der vom 6. bis zum 11. Mai 1945 durchgeführten Operation wurde die noch intakte deutsche [[Heeresgruppe Mitte]] im Raum östlich von [[Prag]] durch drei sowjetische [[Front (Großverband)|Fronten]] eingekesselt und zur Kapitulation gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Am 25. April 1945 waren amerikanische ([[1. US-Armee]]) und sowjetische Truppen (5. Gardearmee) bei [[Torgau#„Begegnung an der Elbe“|Torgau]] aufeinander getroffen; die letzte Verbindung der deutschen [[Heeresgruppe Weichsel]] zur [[Heeresgruppe Mitte]] war damit abgeschnitten. Der deutsche Widerstand im Raum [[Berlin]] war schwächer als angenommen und der siegreiche Abschluss der [[Schlacht um Berlin]] konnte als gesichert gelten. Weil die [[Stawka]] einen weiteren Vorstoß der Amerikaner über die [[Elbe]] auf [[Dresden]] und Prag befürchtete, beschleunigte sie Ende April ihre geplante Offensive gegen die rückwärtigen Verbindungen der Heeresgruppe Mitte. Die deutschen Truppen in [[Breslau]] kapitulierten am 6. Mai, vier Tage nachdem die letzten Verteidiger Berlins die Waffen niedergelegt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Mai war der [[Prager Aufstand]] gegen die [[Protektorat Böhmen und Mähren|deutsche Besatzungsmacht]] ausgebrochen, die Aufständischen riefen die [[Anti-Hitler-Koalition|Alliierten]] zur Unterstützung auf. Am Morgen des 6. Mai waren bereits über 1.000 Barrikaden errichtet worden. Die Aufständischen hatten die Hälfte der Stadt unter ihre Kontrolle bringen können. Die über die ganze Stadt verteilten deutschen Garnisonen waren ausgeschaltet worden. Am 6. Mai versuchten außerhalb der Stadt liegende deutsche Kräfte, wichtige verlorene Positionen zurückzuerobern. Nachdem das [[V Corps (Vereinigte Staaten)|V. Korps]] der [[Third United States Army|3. US-Armee]] die Stadt [[Pilsen]] in [[Westböhmen]] erreicht hatte, waren die Hoffnungen der Prager Aufständischen groß, dass amerikanische Truppen bald die etwa 100&amp;amp;nbsp;km östlich Pilsens liegende Hauptstadt erreichen würden. Unbekannt war aber, dass eine mit der sowjetischen Führung vereinbarte [[Demarkationslinie]] 70&amp;amp;nbsp;km entfernt von Prag verlief, die von den Truppen General [[George Patton|Pattons]] nicht überschritten werden durfte. Während des deutschen Gegenangriffes bot die 1. [[Russische Befreiungsarmee|ROA]]-Division (Oberst [[Sergei Bunjatschenko| Bunjatschenko]]), die bisher gegen die Rote Armee kämpfte, einen Frontwechsel an, den die Aufständischen aber nicht annahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufmarsch ==&lt;br /&gt;
Die [[1. Ukrainische Front]] unter Marschall [[Iwan Stepanowitsch Konew|Iwan Konew]] wurde bestimmt, den [[Hauptschlag|Hauptstoß]] zu führen, musste aber noch die Umgruppierung der [[3. Gardepanzerarmee|3. Garde-Panzerarmee]] (General [[Pawel Rybalko|Rybalko]]) aus [[Berlin]] abwarten. Zusammen mit den Armeen der [[2. Ukrainische Front|2.]] und der [[4. Ukrainische Front]] unter [[Rodion Jakowlewitsch Malinowski|Malinowski]] und [[Andrei Iwanowitsch Jerjomenko|Jerjomenko]] hatte Konews Truppen zusammen 2.028.000 Soldaten, 30.500 Geschütze, 2.000 Panzer und 3.000 Flugzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingekreiste [[Heeresgruppe Mitte]] unter Generalfeldmarschall [[Ferdinand Schörner|Schörner]] stand noch großräumig am rechten Flügel mit der [[4. Panzerarmee (Wehrmacht)|4. Panzerarmee]] (General der Panzertruppe [[Fritz-Hubert Gräser|Gräser]]) und der [[17. Armee (Wehrmacht)|17. Armee]] (General der Infanterie [[Wilhelm Hasse|Hasse]]) mit Front nach Norden in [[Sachsen]] und im [[Sudetenland]] sowie mit der [[1. Panzerarmee (Wehrmacht)|1. Panzerarmee]] (General der Panzertruppe [[Walther Nehring|Nehring]]) in [[Karpaten|Gebirgsstellungen]] in der zentralen [[Slowakei]]. Die deutsche [[8. Armee (Wehrmacht)|8. Armee]] (General der Gebirgstruppe [[Hans Kreysing|Kreysing]]) der [[Heeresgruppe Ostmark]] war unter dem Druck der 2. Ukrainischen Front durch [[Mähren]] zurückgedrängt worden und wurde am 27. April der Heeresgruppe Mitte unterstellt. Diese Truppen versuchten aus dem Raum [[Zwettl]] (nördliches Niederösterreich) über die [[Thaya]] nach [[Znaim]] in Richtung [[Budweis]] zurückzugehen, um noch in amerikanische [[Kriegsgefangenschaft|Gefangenschaft]] zu kommen. Die Heeresgruppe Mitte und die Reste der 8. Armee konnten der Übermacht der Roten Armee noch 860.000 bis 900.000 Soldaten, 9.700 Geschütze und etwa 300 Panzer entgegenstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
=== Offensive der 1. Ukrainischen Front ===&lt;br /&gt;
Die rechte Flanke der 1. Ukrainischen Front unter Marschall Konew begann aus dem Raum [[Döbeln]] die Offensive nach Prag. Der einen Tag früher als geplant erfolgte Angriff wurde durch die 2. Luftarmee unter Generalleutnant [[Stepan Akimowitsch Krassowski|Krassowski]] unterstützt. Die an der Spitze stehende [[3. Gardepanzerarmee|3.]] und [[4. Gardepanzerarmee|4. Garde-Panzerarmee]] erreichte am linken [[Elbe]]-Ufer vorstoßend am Abend des 7. Mai das nördliche [[Erzgebirge]]. Die Flanken begleiteten links die [[13. Armee (Rote Armee)|13. Armee]] (General [[Nikolai Pawlowitsch Puchow|Puchow]]) und rechts die [[3. Gardearmee (Rote Armee)|3. Gardearmee]] (General [[Wassili Nikolajewitsch Gordow|Gordow]]). Aus der [[Oberlausitz]] griffen die [[28. Armee (Rote Armee)|28.]] und [[52. Armee (Rote Armee)|52. Armee]] in Richtung auf [[Löbau]] und [[Görlitz]] gegen die Front der deutschen 4. Panzerarmee an. Während etwas verzögert auch die 3. Gardearmee an der Elbe in Richtung [[Meißen]] vorging, verblieben die Truppen des linken Flügels (31., 21. und [[59. Armee (Rote Armee)|59. Armee]]) der 1. Ukrainischen Front gegenüber dem [[Riesengebirge]] vorerst an der Linie [[Liberec|Reichenberg]] und nördlich des [[Glatzer Schneegebirge]]s in ihren Verteidigungsstellungen. Die dadurch rechts umgangene sächsische Hauptstadt [[Dresden]] wurde eingekreist, aber erst am 8. Mai durch die in zweiter Staffel nachgezogene [[5. Gardearmee (Rote Armee)|5. Gardearmee]] (Generaloberst [[Alexei Semjonowitsch Schadow|Schadow]]) besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offensive der 2. und 4. Ukrainischen Front ===&lt;br /&gt;
Am Morgen des 7. Mai begann auch die 4. Ukrainische Front ([[1. Gardearmee (Rote Armee)|1. Garde]]-, [[38. Armee (Rote Armee)|38.]], [[60. Armee (Rote Armee)|60.]] und [[18. Armee (Rote Armee)|18. Armee]]) beidseitig der [[Mährische Pforte|Mährischen Pforte]] ihre Offensive in Richtung auf Olmütz. Im Verband der sowjetischen 18. Armee (General [[Anton Gastilowitsch|Gastilowitsch]]) wurde das Tschechoslowakische 1. Armeekorps unter General [[Ludvík Svoboda|Ludvik Svoboda]] eingesetzt. Die Bodentruppen wurden von der [[8. Luftarmee (Rote Armee)|8. Luftarmee]] unter Generalleutnant [[Wassili Nikolajewitsch Schdanow|W. N. Schdanow]] unterstützt. Um einer drohenden Einkesselung zu entgehen, zog sich die deutsche [[17. Armee (Wehrmacht)|17. Armee]] zwischen [[Reichenberg]] und [[Jablonec nad Nisou|Gablonz]] auf das [[Lausitzer Gebirge]] zurück. Die polnische 2. Armee nahm am 8. Mai die Stadt [[Bautzen]] ein und die sowjetische [[52. Armee (Rote Armee)|52. Armee]] (General [[Konstantin Apollonowitsch Korotejew|Korotejew]]) besetzte [[Görlitz]]. Am selben Tag wurden im Westen die tschechischen Städte Teplitz, Bilin und Brüx und im Osten [[Olmütz]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Generalangriff der 2. Ukrainische Front (Marschall Malinowski) zwischen Znaim und Brünn mit allgemeiner Stoßrichtung auf Prag wurde ebenfalls am 7. Mai eröffnet. Der Angriff dieser Front wurde nicht nur durch die [[5. Luftarmee (Rote Armee)|5. Luftarmee]] (Generaloberst [[Sergei Kondratjewitsch Gorjunow|Gorjunow]]), sondern auch durch die [[17. Luftarmee (Rote Armee)|17. Luftarmee]] (Generaloberst [[Wladimir Alexandrowitsch Sudetz|W. A. Sudetz]]) der [[3. Ukrainische Front|3. Ukrainischen Front]] unterstützt. Die noch zwischen [[Troppau]] und [[Zlin]] in einem östlichen Frontbogen konzentrierte deutsche [[1. Panzerarmee (Wehrmacht)|1. Panzerarmee]] zog sich vor der drohenden Abschneidung nach [[Olmütz]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das 5. Garde-Panzerkorps (General [[Michail Iwanowitsch Saweljew|Saweljew]]) der [[6. Garde-Panzerarmee]] (General [[Andrei Krawtschenko|Krawtschenko]]) als Spitze der in Mähren konzentrierten 2. Ukrainischen Front (Marschall Malinowski) ihren Vormarsch aus dem Raum [[Brünn]] über [[Iglau]] in Richtung Prag aufnahm und die 40. und [[53. Armee (Rote Armee)|53. Armee]] (Generalleutnant [[Iwan Mefodjewitsch Managarow|Managarow]]) von Süden her auf Ölmütz vorgingen, besetzte die südlich begleitende [[7. Gardearmee (Rote Armee)|7. Gardearmee]] (Generalleutnant [[Michail Stepanowitsch Schumilow|Schumilow]]) am 8. Mai die Stadt [[Znaim]]. Südlich davon führte die [[9. Gardearmee (Rote Armee)|9. Gardearmee]] (Generaloberst [[Wassili Wassiljewitsch Glagolew|Glagolew]]) und die am linken Flügel bis [[Korneuburg]] reichende [[46. Armee (Rote Armee)|46. Armee]] (Generalleutnant [[Alexander Wassiljewitsch Petruschewski|Petruschewski]]) ihren Vorstoß in Richtung auf [[Tábor]] und [[Budweis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem deutschen [[XXXXIX. Gebirgs-Korps (Wehrmacht)|XXXXIX. Gebirgskorps]] (General [[Karl von Le Suire|von Le Suire]]), verblieb für den Rückzug auf Olmütz am 7. Mai nur noch ein schmaler Korridor. Die am 8. Mai auf [[Prossnitz]] zurückgehende [[97. Jäger-Division (Wehrmacht)|97. Jäger-Division]] versuchte sich vergeblich in den Raum [[Deutschbrod]]-[[Iglau]] abzusetzen. Die [[4. Gebirgs-Division]] bekam erst am 8. Mai den Befehl zum Absetzen hinter die [[March (Fluss)|March]]. Die [[1. Skijäger-Division (Wehrmacht)|1. Ski-Jäger-Division]] erreichte am gleichen Tag [[Lanškroun|Landskron]] um von dort 45 Kilometer ostwärts auf die Linie [[Königgrätz]]-[[Pardubitz]] zurückzugehen. Alle Straßen waren von zurückflutenden Truppenteilen verstopft, zudem versperrten durchgebrochene sowjetische Truppen die nach Westen führenden Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befreiung von Prag ===&lt;br /&gt;
Die 3. und [[4. Gardepanzerarmee|4. Garde-Panzerarmee]] (General [[Dmitri Danilowitsch Leljuschenko|Leljuschenko]]) der 1. Ukrainischen Front rückten während der Nacht zum 9. Mai fast 80 Kilometer ohne Widerstand vor und besetzten am 9. Mai morgens zusammen mit tschechischen Aufständischen die Hauptstadt Prag. Dadurch wurden die Hauptkräfte der deutschen 4. Panzer- und 17. Feldarmee im Raum nördlich und östlich von Prag an der oberen Elbe bis [[Pardubitz]] eingeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am selben Tag trafen um 10:00 Uhr aus dem Osten die Vorhut der 4. Ukrainischen Front, die 302. Schützen-Division der [[60. Armee (Rote Armee)|60. Armee]] (Generaloberst [[Pawel Alexejewitsch Kurotschkin|P. A. Kurotschkin]]) und mobile Kräfte der [[38. Armee (Rote Armee)|38. Armee]] (Generaloberst [[Kirill Moskalenko|K. S. Moskalenko]]) vor Prag ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 13 Stunden nach der Besetzung Prags kamen vom Süden her die Truppen der 2. Ukrainischen Front, die 6. Gardepanzerarmee voran mit dem 24. Schützenkorps an. Dahinter folgte das 7. Panzerkorps (Generalmajor [[Fjodor Grigorjewitsch Katkow|F. G. Katkow]]) der mechanisierten Kavalleriegruppe des Generals [[Issa Plijew|Issa A. Plijew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kapitulation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Demarkacni cara 1945.jpg|mini|Demarkationslinie zwischen Roter Armee (rechts) und US-Armee (links) im Mai 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hitler]] hatte in seinem Testament den fanatisierten Generalfeldmarschall Schörner noch am 30. April zum Oberbefehlshaber des [[Heer (Wehrmacht)|Heeres]] bestimmt. Obwohl die deutsche Wehrmacht bereits am 7. Mai gegenüber den westlichen Alliierten kapituliert hatte, kämpfte die Masse der eingeschlossenen Verbände gegen die Rote Armee weiter. Einerseits wurde die offizielle Radiomeldung der deutschen Kapitulation von Schörner als falsch deklariert, anderseits versuchte jeder Soldat, der sowjetischen Gefangenschaft zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reste der am Südabschnitt separat stehenden 8. Armee (XXXXIII. Armeekorps und IV. Panzerkorps) stellten die Kampfhandlungen nach Erreichen der Demarkationslinie am 8. Mai ein. Die Amerikaner im Raum [[Budweis]] nahmen die Kapitulation aber nicht an. Das Panzerkorps „Feldherrnhalle“ wurde nach einiger Zeit wieder an die sowjetischen Streitkräfte ausgeliefert. Am 8. Mai brachte eine amerikanische Delegation unter Oberstleutnant Robert Pratt die deutsche Kapitulationsurkunde in Schörners Hauptquartier nach [[Velichovky]]. Am nächsten Tag floh Schörner in Zivilkleidung und mit einigen tausend Mark aus der Stabskasse in einem Kleinflugzeug vom Typ [[Fieseler Fi 156|Fieseler Storch]] auf eine Alm in [[Göriach]] ([[Österreich]]), wo er von amerikanischen Truppen gefangen genommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2005/37/A-Sch_9arner_neu &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte: Der Bluthund ist zurück&amp;#039;&amp;#039;], Zeit 2005, Ausgabe 37, abgerufen am 4. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne Chance, aus dem Kessel zu entkommen, mussten die immer enger zusammengedrängten deutschen Truppen der Heeresgruppe Mitte am 10. und 11. Mai kapitulieren und gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Mai traf die Rote Armee entlang der westlichen Demarkationslinie bei [[Chemnitz]] (13. Armee) und am 11. Mai bei Budweis (46. Armee) auf Einheiten der [[3. US-Armee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verluste und Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Rote Armee drang mit drei Heeresfronten auf einer rundum 1200 Kilometer breiten Front durchschnittlich 160 bis 200 Kilometer tief ins zentrale [[Böhmen]] ein, machte nach eigenen Angaben 860.000 Gefangene und erbeutete 9500 Geschütze, 1800 Panzer und 1100 Flugzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/040-praga.htm &amp;#039;&amp;#039;Пражская операция (6.05-11.05.1945).&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;wwii-soldat.narod.ru&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichfalls nach sowjetischen Angaben betrugen die eigenen Verluste 11.165 Tote und 38.083 Verwundete, zusammen 49.348 Soldaten. 390.000 Teilnehmer der Operation (40.000 davon Bürger der [[Tschechoslowakei]]) bekamen die [[Medaille „Für die Befreiung Prags“]]. Eine genaue Anzahl an Verlusten der Heeresgruppen Mitte und Ostmark während der Operation ist nicht bekannt. Nur bekannt ist, dass circa 860.000 Wehrmachtsangehörige und 80.000 Angehörige von SS und Militärpolizei in die Kriegsgefangenschaft überführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Danilowitsch Leljuschenko|Д. Д. Лелюшенко]]: &amp;#039;&amp;#039;Москва-Сталинград-Берлин-Прага&amp;#039;&amp;#039;. Записки командарма, Moskau 1987.&lt;br /&gt;
* Алексей Анатольевич Пишенков: [https://profilib.net/chtenie/52005/aleksey-pishenkov-posledniy-boy-kto-osvobodil-pragu.php Последний бой. Кто освободил Прагу?], Moskau 2017, ISBN 978-5-699-99479-3&lt;br /&gt;
* Krivosheev, Grigori, Soviet Casualties and Combat Losses in the Twentieth Century. London 1997.&lt;br /&gt;
* [[Richard Lakowski|Lakowski, Richard]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; (Volume 10/1), Munich 2002.&lt;br /&gt;
* [[Earl Ziemke]]: &amp;#039;&amp;#039;Stalingrad to Berlin. The German Defeat in the East&amp;#039;&amp;#039;. Washington D.C. 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Prague Offensive|Prager Operation}}&lt;br /&gt;
* [https://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/040-praga.htm Prager Operation in &amp;#039;&amp;#039;Soldaty 20 weka&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.soldat.ru/doc/casualties/book/chapter5_10_1.html#5_10_50 | wayback=20100330193710 | text=Prager Operation in &amp;#039;&amp;#039;Soldat.ru&amp;#039;&amp;#039;}} (russisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.bse.sci-lib.com/article092254.html | wayback=20071121025855 | text=Prager Operation in der &amp;#039;&amp;#039;Großen Sowjetischen Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;}} (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.screen.ru/school/hystory/konev/Berlin-Praga.htm Prager Operation] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Operation des Deutsch-Sowjetischen Krieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protektorat Böhmen und Mähren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endphase des Zweiten Weltkriegs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1945]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>