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	<title>Pradakshina - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:58:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pradakshina&amp;diff=2905557&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:908:625:9F20:A517:CEC9:587:571E: Es gibt zwar auch eine feminine Form des Wortes, die aber pradakṣiṇā lautet, mit kurzem -a ist es viel mehr Neutrum</title>
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		<updated>2024-06-01T08:16:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Es gibt zwar auch eine feminine Form des Wortes, die aber pradakṣiṇā lautet, mit kurzem -a ist es viel mehr Neutrum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Architecture of the Khajuraho temples.jpg|mini|hochkant=1.8|[[Kandariya-Mahadeva-Tempel]] in [[Khajuraho]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pradakshina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]: प्रदक्षिण pradakṣiṇa-, [[Genus#Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum|n]], „Zukehren der rechten Seite, Umwandeln von links nach rechts“ von दक्षिण dakṣiṇa- „rechts“), auch &amp;#039;&amp;#039;parikrama&amp;#039;&amp;#039;, [[Tibetische Sprache|tibetisch]] &amp;#039;&amp;#039;kora&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|bo|སྐོར་ར}}, [[Umschrift nach Wylie|Wylie]]: &amp;#039;&amp;#039;skor ra&amp;#039;&amp;#039;), bezeichnet die in [[Indien]], [[Sri Lanka]], [[Nepal]] und in [[Tibet]] seit Jahrtausenden praktizierte rituelle Umschreitung eines Heiligtums ([[Baumkult|Baum]], [[Lingam]]-Stein, [[Stupa]], [[Kultbild]], [[Garbhagriha]], Tempel, Berg, See etc.). Das &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; ist ein wesentliches Element der [[Buddhismus|buddhistischen]] und [[Hinduismus|hinduistischen]] Religionsausübung. In geringerem Maße praktizieren auch die [[Jainismus|Jains]] diese Form der Verehrung oder Ehrerweisung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; verliert sich im Dunkel der Geschichte. Man vermutet, dass – lange vor der Errichtung von Tempeln – Baumheiligtümer, Quellen, Feuerstellen und markante Felsen oder Steine die ersten Objekte kultischer Verehrung waren – in ihnen wohnten Naturgeister und Nymphen (&amp;#039;&amp;#039;[[Yaksha|yakshis]]&amp;#039;&amp;#039;). Vor allem immergrüne Bäume ([[Pappel-Feige]] oder [[Banyan-Feige]]) spielen auch heute noch in den ländlichen Regionen eine gewisse Rolle im religiösen Leben der Bevölkerung – sie werden mit Blumengirlanden und farbigen Papierstreifen geschmückt und [[Räucherstäbchen]] werden zu ihren Füßen angezündet. Zur Verehrungszeremonie gehört auch das Besprühen mit Wasser und die Umschreitung des Stammes oder des Areals der Baumkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum die Umschreitung des Heiligtums immer im [[Uhrzeigersinn]] erfolgt, ist letztlich eine ungeklärte Frage. Bei der Umschreitung im Uhrzeigersinn liegt das Objekt der Verehrung jedenfalls zur rechten Hand, die als „rein“ gilt. Die linke („unreine“) Seite wird mit magischen Praktiken assoziiert. Anhänger der vorbuddhistischen [[Bön]]-Religion in Tibet umschritten das Heiligtum gegen den Uhrzeigersinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buddhismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:StupaCircumDevotees.jpg|mini|Ein Relief aus [[Gandhara]] zeigt buddhistische Mönche bei der Umwandlung eines [[Stupa]] in einer [[Chaitya]]-Halle.]]&lt;br /&gt;
In ausgereifter Form begegnet einem das &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; erstmals im Buddhismus, wo architektonische Elemente und skulpturale Darstellungen von dieser Form der kultischen Verehrung Zeugnis ablegen. So verfügen zwei der drei großen Stupas von [[Sanchi]] ([[Madhya Pradesh]]) oder der Stupa von [[Bodnath]] ([[Nepal]]) sowohl über ebenerdige als auch über erhöhte Umwandlungspfade (&amp;#039;&amp;#039;pradakshinapathas&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerhalb der [[Chaitya]]-Hallen der buddhistischen [[Höhlenkloster|Höhlenklöster]] befindlichen Stupas wurden ebenfalls umschritten, wobei die nahe Umschreitung (mit Berührung des Stupa, später auch des [[Buddha]]-Bildnisses) möglicherweise nur den Mönchen vorbehalten war, während das distanzierte &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; im äußeren Wandelgang (&amp;#039;Seitenschiff&amp;#039;) wohl in erster Linie für die einfache Bevölkerung (Pilger, Laien) gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Tibetischer Buddhismus|tibetischen Buddhismus]] heißt die rituelle Umrundung &amp;#039;&amp;#039;kora&amp;#039;&amp;#039;. Hier finden sich neben dem eher beiläufigen Drehen der [[Gebetsmühle]]n mitunter auch extreme Praktiken. So umrunden viele Tibeter einen Tempel bzw. einen Stupa und letztlich sogar den Berg [[Kailash]], indem sie sich immer wieder zu Boden werfen und auf diese Weise den gesamten Weg mit ihrem Körper ausmessen, weshalb sie nur äußerst langsam und mühevoll vorwärtskommen. Innerhalb der Tempel befinden sich die meist sehr großen Buddha-Figuren im Regelfall an der Rückwand (selten auch an den Seitenwänden) und können somit – anders als die Stupas – nicht umschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinduismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan of Kandariya Mahadeva temple.jpg|mini|Grundrissskizze der &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; beim [[Kandariya-Mahadeva-Tempel]] in [[Tempelbezirk von Khajuraho|Khajuraho]]]]&lt;br /&gt;
Anders als der Buddhismus kennt der Hinduismus eine Fülle religiöser (Opfer-)Praktiken, so dass der rituellen Umschreitung keine zentrale Bedeutung zukommt. Doch bereits bei frühen freistehenden Tempeln ([[Gupta-Tempel]]) deutet das Vorhandensein von erhöhten Plattformen (&amp;#039;&amp;#039;[[jagati]]s&amp;#039;&amp;#039;) auf den Wunsch der Gläubigen nach der gewohnten Umschreitung des Heiligtums hin. Viele spätere Tempel verfügen ebenfalls über derartige Plattformen; bei einigen Bauten ist eine &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; allerdings durch die Lage an einem Flussufer oder an einer Felswand von vornherein ausgeschlossen (z.&amp;amp;nbsp;B. Maladevi-Tempel in [[Gyaraspur]]). Bei den architektonisch ausgereiften Konstruktionen der Blütezeit des indischen Tempelbaus (10.–12. Jahrhundert) existieren sogar drei Möglichkeiten zur Praktizierung der &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039;: die nahe Umschreitung der [[Cella]] (&amp;#039;&amp;#039;[[garbhagriha]]&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb des Tempelgebäudes, die distanzierte Umschreitung auf der äußeren Plattform (&amp;#039;&amp;#039;jagati&amp;#039;&amp;#039;) sowie die ebenerdige Umschreitung des gesamten Tempels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jainismus ==&lt;br /&gt;
Im Jainismus spielt das &amp;#039;&amp;#039;pradakshina&amp;#039;&amp;#039; kaum eine Rolle, denn Jainas gehören eher einer gebildeten Bevölkerungsgruppe an, die einen eher intellektuellen Zugang zur Sphäre des Religiösen hat. Darüber hinaus befinden sich in vielen Jain-Tempeln die Kultbilder der &amp;#039;&amp;#039;[[Tirthankara]]s&amp;#039;&amp;#039; aufgereiht in Wandnischen, was eine Umschreitung von vornherein unmöglich macht; außerdem verfügen die Tempelbauten der Jainas im Allgemeinen nicht über &amp;#039;&amp;#039;jagati&amp;#039;&amp;#039;-Plattformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legende ==&lt;br /&gt;
Eines Tages forderte [[Shiva]] seine beiden Söhne [[Karttikeya]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Shanmugam&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ganesh]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Ganapati&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Vinayaka&amp;#039;&amp;#039;) auf, das Universum zu umkreisen um dieses besser kennenzulernen. Während Karttikeya auf seinem Reittier (&amp;#039;&amp;#039;[[vahana]]&amp;#039;&amp;#039;), dem Pfau (&amp;#039;&amp;#039;mayura&amp;#039;&amp;#039;), fortstürmte, blieb Ganesh, der als träge und unbeweglich galt und dessen Reittier üblicherweise die Maus oder Ratte (&amp;#039;&amp;#039;mūṣaka&amp;#039;&amp;#039;) ist, lange Zeit sitzen... Dann stand er auf und umkreiste seinen Vater; dieses Verhalten erklärte er mit den Worten: „Weil die ganze Welt in Dir ist, habe ich die ganze Welt umkreist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Volwahsen, [[Henri Stierlin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Indien. Bauten der Hindus, Buddhisten und Jains.&amp;#039;&amp;#039; Taschen-Verlag, Köln 1994, ISBN 3-8228-9532-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Parikrama}}&lt;br /&gt;
* Vikas Kamat: [http://www.kamat.com/indica/culture/sub-cultures/pradakshina.htm &amp;#039;&amp;#039;The Concept of Pradakshina.&amp;#039;&amp;#039;] kamat.com &lt;br /&gt;
* [http://bharathkidilse.blogspot.de/2009/10/pradakshina-circumambulate.html &amp;#039;&amp;#039;Hindu Rituals and Routines: Pradakshina (Circumambulate).&amp;#039;&amp;#039;] bharathkidilse.blogspot.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Hinduismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Buddhismus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:908:625:9F20:A517:CEC9:587:571E</name></author>
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