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	<title>Prüderie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T02:27:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pr%C3%BCderie&amp;diff=143591&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2024-04-03T08:32:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prüderie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine sehr empfindliche Einstellung und Engherzigkeit gegenüber [[Sitte]] und [[Moral]].&amp;lt;ref&amp;gt;Duden 7, 1963, ISBN 3411009071, Seite 536.&amp;lt;/ref&amp;gt; Pierers Universallexikon von 1861 beschreibt Prüderie als „auf eine übertriebene und affektierte Weise sittsam; scheinspröde, zimperlich“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Prude |Band=13 |Seite=656 |zenoID=20010690220}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne bezeichnet Prüderie eine [[Geisteshaltung]], die das Ziel hat, sexuelle Äußerungen jeglicher Art in der [[Öffentlichkeit]] und teilweise auch im Privatbereich weitestgehend auszuschließen. Dies betrifft vor allem die Darstellung oder auch nur Andeutung von [[Erotik]] in Ton- und Bildform, [[Mode]], [[Massenmedien]], [[Literatur]], historischen Zeugnissen, Konversation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff tauchte im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum auf und ist eine Entlehnung aus dem Französischen. Dort entstand es aus &amp;#039;&amp;#039;preux&amp;#039;&amp;#039; (= tüchtig, tapfer) und entwickelte sich aus dem [[Altfranzösisch]]en &amp;#039;&amp;#039;prodefemme&amp;#039;&amp;#039; (= ehrbare Frau; vergleiche dazu auch [[Prud’homme]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Knaurs Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Lexigrafisches Institut, München 1985, S. 770.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe ==&lt;br /&gt;
Gründe für Prüderie liegen häufig in der [[Sexualethik]], oft mit [[Religion|religiösem]] Hintergrund, der sich aus den Regeln [[Altes Testament|alttestamentlicher]], [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchalischer]] Stammesgemeinschaften nährt. Da für diese die Nachweisbarkeit der genetischen Herkunft unverzichtbar war, wurde alles Sexuelle [[tabu]]isiert oder streng [[ritual]]isiert. Dennoch widmet sich im Alten Testament das [[Hohes Lied|Hohelied]] der Liebe zwischen Mann und Frau und pflegt eine sehr körperliche Ausdrucksweise (beispielsweise gibt es mehrere Redewendungen, in denen die „Schenkel“ enthalten sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist Prüderie nicht nur ein Merkmal [[Christentum|christlicher]], [[islam]]ischer und teilweise [[Judentum|jüdischer]] Traditionen. Auch in anderen Großkulturen ist die enge Reglementierung des Sexuellen bis hin zu dessen Kriminalisierung verbreitet: Die Gesellschaftsnormen der [[Han-Chinesen|Chinesen]], [[Indien|Inder]], der [[Arabische Welt|arabischen Welt]] sowie bestimmter Teile der [[Vereinigte Staaten|USA]] sind auf Grund der dortigen Gesetzgebung und ungeschriebener gesellschaftlicher Normen aus mitteleuropäischer Sicht prüde.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Ausgangssituationen für verstärkte Prüderie können sein&lt;br /&gt;
# die wirtschaftliche [[Armut]] einer Gesellschaft: Erotik ist „der letzte Luxus“, den man vor der Öffentlichkeit verbirgt.&lt;br /&gt;
# der ökonomische/militärische Ehrgeiz einer Gesellschaft: Öffentlicher erotischer Diskurs ist ein Zeichen von [[Dekadenz]], die die Leistungs-/Expansionsfähigkeit der Gesellschaft untergräbt (vgl. [[Triebverzicht]]).&lt;br /&gt;
# die massive Bedrohung einer Gesellschaft ([[AIDS]], [[Epidemie]]n) durch unkontrollierte sexuelle Kontakte: Prüderie als „Schutzwall“ vor den Folgen sexueller Ausschweifung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Mittelalter war alles andere als prüde. Die alten Darstellungen der Hölle waren erfüllt von nackten Frauen, Taufen wurden teilweise gemeinschaftlich abgehalten, wobei mehrere in einem großen Taufbecken nackt zusammen saßen. Prüderie tauchte erst im 17. Jahrhundert auf und hatte weniger mit Sex als mit dem Körper selbst zu tun. Das Verhüllen des Körpers sollte keinen Sex verhindern (was bei einem Bild ja auch wenig Sinn ergibt), sondern stigmatisierte den Körper als etwas Peinliches. Dieser Wunsch, den Körper zu verhüllen beschränkte sich daher auch nicht auf den Bereich der Erotik, sondern auch auf den der Niederkunft oder sogar die Darstellung nackter männlicher Oberkörper, die es nur im Zusammenhang mit einfachen Arbeitern gab. Zeitlich und inhaltlich spricht einiges dafür, die [[Aufklärung]] als Erfinderin der Prüderie zu sehen. Durch sie erhielt der Verstand die Oberhand über alles Wilde und Natürliche, wozu eben auch der Körper gehört. Der aufgeklärte Mensch war zugeknöpft. Diese Fremdheit des Körpers führte dazu, dass Theologen im 17. und 18. Jahrhundert oft Schwierigkeiten hatten, das Hohelied der Liebe auszulegen und derbe Stellen im Alten Testament verhüllt übersetzt wurden.&lt;br /&gt;
Heute bezeichnen die Begriffe „prüde“ und „Prüderie“ nicht die Vermeidung öffentlicher Darstellung des nackten Körpers sondern meistens bestimmte Formen der Sexualethik, die dadurch als zu eng beschrieben werden.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schamgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Gymnophobie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jürgen Stark |Titel=No Sex. Die neue Prüderie in Deutschland. Moralapostel und Lustfeinde auf dem Vormarsch |Verlag=rororo 60115 |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=1996 |ISBN=3-499-60115-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jean-Claude Bologne |Titel=Nacktheit und Prüderie |TitelErg=Eine Geschichte des Schamgefühls |Verlag=Hermann Böhlaus Nachfolger |Ort= Weimar |Datum=2001 |ISBN=3-7400-1138-6 |Originaltitel=Histoire de la pudeur |Übersetzer=Rainer von Savigny, Thorsten Schmidt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Erik Möller]]: [https://www.heise.de/tp/features/Gefaehrliche-Doktorspiele-3445509.html &amp;#039;&amp;#039;Gefährliche Doktorspiele&amp;#039;&amp;#039;.] [[Telepolis]].&lt;br /&gt;
* [http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/newsarchiv/sommernachtsphantasien-braver-beischlaf,4231477,ApplicationArticle.html ZDF-Redakteurin Doris Schrenner zu der Frage / Herausforderung: Wie soll man eine Erotikreihe („Sommernachtsphantasien“) bestücken, wenn es keine Erotikfilme mehr gibt? – „Die Prüderie in Amerika hat wieder zugenommen“.] tvspielfilm.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pruderie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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