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	<title>Prädikation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T03:45:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pr%C3%A4dikation&amp;diff=493788&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Papismus: /* Quellen */ Fix</title>
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		<updated>2024-06-06T06:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quellen: &lt;/span&gt; Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prädikation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|praedicare}} ‚bekanntmachen‘, ‚ausrufen‘ bzw. &amp;#039;&amp;#039;praedicatio&amp;#039;&amp;#039; ‚Aussage‘, ‚Bekanntmachung‘) ist ein [[Sprachphilosophie|(sprach-)philosophischer]] Fachbegriff, der eine [[Sprachhandlung|sprachliche Handlung]] bezeichnet, durch die einem [[Gegenstand]] &amp;#039;&amp;#039;(Ding, Objekt, Sachverhalt)&amp;#039;&amp;#039; [[Eigenschaft]]en zu- oder abgesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In der Logik wird der sich auf einen Gegenstand beziehende Ausdruck auch [[Nominator (Logik)|Nominator]], der eine Eigenschaft (im weiten Sinn) bezeichnende Ausdruck auch [[Prädikator]] genannt. Dann lässt sich wie [[Wilhelm Kamlah]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Logischen [[Propädeutik]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Kamlah]], [[Paul Lorenzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Logische Propädeutik. Vorschule des vernünftigen Redens&amp;#039;&amp;#039;, Bibliographisches Institut Mannheim, 1967&amp;lt;/ref&amp;gt; die Prädikation auch definieren als [[Sprechakt|sprachliche Handlung]], bei der durch Verwendung von Nominator und Prädikator ein Objekt identifiziert und ihm Eigenschaften zu- oder abgesprochen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prädikation bewirkt eine [[Klassifizierung]] bzw. [[Kategorisierung (Kognitionswissenschaft)|Kategorisierung]]. Durch eine Prädikation werden sprachliche Unterscheidungen vorgenommen. Zusammen mit der Referenz führt die Prädikation zur sprachlichen „Gliederung der Welt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schülerduden, Philosophie, 2. Aufl. (2002), Prädikation; nach Regenbogen/Meyer, Wörterbuch (2005)/Prädikation Wohl nur einfache Prädikate&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben kann Prädikation auch das Ergebnis der Prädikation als Handlung, d.&amp;amp;nbsp;h. die Aussage selbst&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regenbogen&amp;quot;/&amp;gt; oder die Beziehung eines Gegenstandes zu einem Prädikat (Eigenschaft, Relation) bezeichnen,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. (2002)/Prädikation, von der Beziehung zwischen Argument und Prädikat sprechend&amp;lt;/ref&amp;gt; d.&amp;amp;nbsp;h. die Äußerung einer Aussage, die Aussage oder den Aussagegehalt/-inhalt ([[Proposition (Linguistik)|Proposition]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Kuno Lorenz]], [[Paul Lorenzen]] und Wilhelm Kamlah wurde die Prädikation [[Sprachphilosophie|sprachphilosophisch]] und [[Handlungstheorie (Philosophie)|handlungstheoretisch]] im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Logischen Propädeutik&amp;#039;&amp;#039; des frühen [[Erlanger Konstruktivismus]] präzisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachlogischer Prozess ==&lt;br /&gt;
Um eine Prädikation sprachlich auszudrücken, bedient man sich einer [[Logische Aussage|logischen Aussage]] bzw. eines [[Urteil (Logik)|logischen Urteils]]. In frühen Phasen der Sprachentwicklung genügen Ein-Wort-Sätze; [[Theo Herrmann (Psychologe)|Theo Herrmann]] (1972).&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Dorsch: &amp;#039;&amp;#039;Psychologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Huber, 1994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel dient die Prädikation dazu, entweder den Gegenstand mithilfe der Kategorie (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Dies ist ein Spargelschäler&amp;#039;&amp;#039;), oder die Kategorie am Beispiel des Gegenstandes zu erklären (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Linden sind Bäume, Eichen sind Bäume, Tannen sind Bäume&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird nur &amp;#039;&amp;#039;einem&amp;#039;&amp;#039; Gegenstand eine Eigenschaft (sogenannter einstelliger Prädikator) zu- oder abgesprochen, führt diese einfache Prädikation zu einem [[Elementarsatz]]. Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Diese Enzyklopädie ist umfangreich&amp;#039;&amp;#039; oder: &amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel ist nicht lang.&amp;#039;&amp;#039; Kamlahs Beispiel für eine elementare Prädikation lautet „Dies ist ein Fagott“. Dieser Satz könnte in einer Gesprächssituation zwischen Musiklehrer und -schüler fallen, während der Lehrer auf ein gewisses Instrument zeigt (sog. [[Deixis|deiktische Handlung]]). Indem andere (Eltern, Lehrer) Prädikationen wiederholen, lernen wir durch Beispiel und Gegenbeispiel (Kamlah: „Dies ist ein Fagott; jenes ist kein Fagott (sondern eine Klarinette).“) die Begriffe der Alltagssprache, nämlich die Wörter und zugleich die [[Klassifizierung|Kategorien]], die sie bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relationen ==&lt;br /&gt;
Eine komplexere Prädikation findet bei der Verwendung mehrstelliger Prädikate (Relationen) statt. Beispiel: Das zweistellige Prädikat „x liebt y“ wird von den Personen (Gegenständen, Argumenten) &amp;lt;Otto&amp;gt; und &amp;lt;Yvonne&amp;gt; prädiziert, sodass die Aussage getroffen wird: „Otto liebt Yvonne“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regenbogen&amp;quot;&amp;gt;Regenbogen/Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe (2005)/Prädikation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„… sind befreundet“ und „… spielen miteinander“ sind Beispiele für Prädikatoren mit beliebiger Stellenzahl. Allgemeiner formuliert ist Prädikation der Sprechakt, der einem [[Gegenstand]] (oder mehreren Gegenständen, einem n-[[Tupel]]) eine [[Eigenschaft]] (ein Merkmal/Attribut, ein n-stelliges [[Prädikat (Logik)|Prädikat]]) zu- oder abspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Schülerduden: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. (2002), Prädikation; auch das Absprechen ist wichtig, vgl. Seiffert, Logik (1973), S.&amp;amp;nbsp;23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprechakttheorie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prädizieren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann man, indem man entweder (im einstelligen Fall) die Variable eines Prädikats durch einen [[Eigenname]]n ersetzt (Beispiel: Prädikat = „x ist umfangreich“ → „Diese Enzyklopädie hier ist umfangreich.“) oder ein Prädikat quantifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regenbogen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Perspektive der [[Sprechakttheorie]] vollzieht sich der propositionale Akt durch die Teilakte der Prädikation und der [[Referenz (Linguistik)|Referenz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Brandt/Dietrich/Schön: &amp;#039;&amp;#039;Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. (2006), S.&amp;amp;nbsp;293&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Referenzakt nimmt der Sprecher Bezug auf Objekte und Sachverhalte (der realen Welt). Durch die Prädikation spricht er diesen [[Referent (Linguistik)|Referenten]] bestimmte Eigenschaften zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. (2002)/Prädikation (2)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Prädikation erster und zweiter Stufe ==&lt;br /&gt;
Als grundlegende Unterscheidung für eine Prädikationstheorie wird die zwischen &amp;#039;&amp;#039;Prädikation erster Stufe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Prädikation zweiter Stufe&amp;#039;&amp;#039; genannt: Als Prädikation erster Stufe wird die „kennzeichnende Beschreibung“ und als Prädikation zweiter Stufe „die Feststellung, dass die Beschreibung von dem Bezugsgegenstand erfüllt wird“, bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;So Prechtl, in: &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. (2005)/Prädikation&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Prädikation erster Stufe kommen also nur Eigennamen als Argumente in Frage, während die Prädikation zweiter Stufe eine Relation ausdrückt, deren Argument ein aus einem Prädikator erster Stufe und einem Nominator bestehendes Paar ist.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 2002 (&amp;#039;&amp;#039;Prädikation&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kamlah]], [[Paul Lorenzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Logische Propädeutik. Vorschule des vernünftigen Redens.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Mannheim 1967; 2. Auflage ebenda 1973 (= &amp;#039;&amp;#039;BI-HTB.&amp;#039;&amp;#039; Band 227); 3. Auflage Metzler, Stuttgart 1996, ISBN 3-476-01371-5.&lt;br /&gt;
* [[Kuno Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Elemente der Sprachkritik. Eine Alternative zum Dogmatismus und Skeptizismus in der Analytischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp (Reihe &amp;#039;&amp;#039;Theorie&amp;#039;&amp;#039;), Frankfurt am Main 1970.&lt;br /&gt;
* [[George A. Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 227–229 (&amp;#039;&amp;#039;Prädizierbare Adjektive&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Regenbogen/Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; 2005 (&amp;#039;&amp;#039;Prädikation&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pradikation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Papismus</name></author>
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