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	<title>Präadaptation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:31:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pr%C3%A4adaptation&amp;diff=272569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R*elation: lf</title>
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		<updated>2022-02-22T12:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Präadaptation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Präadaption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prädisposition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Evolution]]s- und der [[Entwicklungsbiologie]] das Vorliegen von durch [[Mutation]] zufällig entstandenen oder für einen anderen Zweck [[evolutionäre Anpassung|adaptiv]] entwickelten Merkmalen, die sich unter dem [[Selektionsdruck]] veränderter Umweltbedingungen in späteren Entwicklungsstadien als [[Selektion (Evolution)|Selektionsvorteil]] erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Prä&amp;#039;&amp;#039;adaptation (‚&amp;#039;&amp;#039;Vor&amp;#039;&amp;#039;anpassung‘) ist insofern irreführend, als es eine &amp;#039;&amp;#039;vorausgehende&amp;#039;&amp;#039; Anpassung im wörtlichen Sinne bei Evolutionsvorgängen nicht geben kann. Selektionsvorteile sind stets auf die je &amp;#039;&amp;#039;gegenwärtigen&amp;#039;&amp;#039; Umweltbedingungen bezogen; dabei können sich vorangegangen entwickelte Merkmale unter späteren Bedingungen als ungünstig oder als günstig beziehungsweise funktional herausstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Evolutionsbiologe Lorenzen&amp;lt;ref&amp;gt;S. Lorenzen: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung synergetischer Modelle für das Verständnis der Makroevolution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eclogae Geologicae Helvetiae.&amp;#039;&amp;#039; 81, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 1988, S.&amp;amp;nbsp;927–933.&amp;lt;/ref&amp;gt; erläutert das Zustandekommen dieses Phänomens so: &amp;#039;&amp;#039;In vielen [[Genotyp]]en schlummern Potenzen, die wie in den aufgeführten Fällen erst durch adäquate Umweltreize realisiert werden. Andererseits können auch geringfügige genotypische Veränderungen unter bestimmten Bedingungen recht dramatische Effekte hervorrufen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein offensichtliches Beispiel von Präadaptation sind die Flughäute des Borneo-[[Flugfrosch]]es &amp;#039;&amp;#039;Rhacophorus pardalis&amp;#039;&amp;#039;. Sie besitzen Häute zwischen den Zehen sowie im Ellenbogengelenk. Auf der Flucht lassen sie sich von Bäumen fallen und segeln zu Boden. Die Flughäute sind [[Homologie (Biologie)|homolog]] zu den Schwimmhäuten anderer Frösche. Da diese bereits als Anpassung an das Leben im Wasser ausgebildet waren, stellen sie eine Vorab-Anpassung an das Gleitfliegen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Präadaptation kann auch deshalb vorhanden sein, weil viele Merkmale eine Doppel- oder Mehrfachfunktion haben können. Ein Beispiel ist die Evolution von [[Feder]]n und [[Flügel (Vogel)|Flügeln]] bei [[Vögel]]n. Diese musste nicht unbedingt parallel koordiniert ablaufen. Federn waren bereits vor der Entwicklung des Vogelflugs bei Dinosauriern vorhanden und dienten der Wärmeisolierung. Neuere Fossilfunde lassen eine Reihe von Zwischenstufen von einfachen zu komplex aufgebauten Federn bei eindeutig bodenbewohnenden Dinosauriern erkennen. Mit der Evolution des Flügels konnten sie dann zugleich dem Fliegen dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carl Zimmer |url=https://www.nationalgeographic.de/tiere/ein-wunder-der-evolution-wie-die-natur-die-feder-erfand |titel=Ein Wunder der Evolution: Wie die Natur die Feder erfand |werk=nationalgeographic.de |hrsg=National Geographic Partners, LLC |datum=2019-06-28 |zugriff=2022-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präadaptation hat durch die Entdeckung des [[Alternatives Spleißen|alternativen Spleißens]] sowie der [[Intron]]s und [[Exon]]s eine zusätzliche molekulargenetische Grundlage gefunden. Insbesondere das alternative Spleißen ist ein Paradebeispiel für Mehrfachfunktion an sich und ermöglicht durch Neukombination bereits „erprobter“ DNA-Code-Abschnitte eine rasche Entwicklung neuer Proteine ohne Änderung des DNA-Primärcodes. Berücksichtigt man, dass – etwa beim Menschen – weit über 90 Prozent der DNA nicht direkt für Proteine codieren, so wird deutlich, welche Menge an Erbinformationen vorliegt, die prinzipiell für die Entstehung neuer Merkmale bereits durch geringe Änderungen der DNA im Bereich der [[Genregulation]] aktivierbar ist. Diese Besonderheit der [[Eukaryoten]] kann als eine wesentliche Ursache für die Formenvielfalt dieser Lebewesengruppe angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Praadaptation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungsbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R*elation</name></author>
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