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	<title>Potentiometrie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T07:26:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Potentiometrie&amp;diff=64030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: /* Siehe auch */ zus. Link</title>
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		<updated>2025-03-05T17:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; zus. Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Potentiometrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Elektroanalytik|elektroanalytisches]] Verfahren der [[quantitative Analyse|quantitativen Analyse]] unter Vermeidung eines [[Stromfluss]]es und nutzt die [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;abhängigkeit der [[Leerlaufspannung]] (historisch: [[elektromotorische Kraft]],&amp;amp;nbsp;EMK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der potentiometrischen [[Titration]] (Maßanalyse mit potentiometrischer Indikation) taucht eine Indikator[[elektrode]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[pH-Elektrode]], [[Redox]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;elektrode) in eine Analysen[[Lösung (Chemie)|lösung]], und die [[Elektrisches Potential|Potential]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;änderung wird in Abhängigkeit vom zugegebenen Volumen einer Reagenzlösung verfolgt. Am [[Äquivalenzpunkt]] ändern sich die Konzentration und damit die Leerlaufspannung und das Potential kräftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Potentiometrie lassen sich [[Säuren|Säure]]-, [[Basen (Chemie)|Base]]-, [[Redoxreaktion|Redox]]-, [[Fällung]]s-, [[Komplexchemie|Komplex]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;bildungs-Titrationen durchführen sowie [[Dissoziationskonstante]]n und [[Löslichkeitsprodukt]]e ermitteln. Gefärbte, [[Trübung|getrübte]] Lösungen können potentiometrisch titriert werden. Mit pH-Elektroden können Säure-, Basetitrationen auch in stark [[verdünnung|verdünnten]] Lösungen (10&amp;lt;sup&amp;gt;−4&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;[[mol]] Säure/Base) vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Potentiometrie wurde 1893 von [[Robert Behrend]] eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
Potentiometrische Indikatorelektroden wie Glaselektroden zur pH-Messung und Redoxelektroden sind heutzutage leicht verfügbar. Mit diesen Elektroden kann sofort der [[pH-Wert]] oder das [[Redoxpotential]] abgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer diesen beiden Elektroden gibt es noch solche, die auf die [[Aktivität (Chemie)|Aktivität]] einer [[Ion]]en&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;sorte ansprechen, die [[Ionenselektive Elektrode|ionenselektiven Elektrode]]n. Beispielsweise lassen sich mit der [[Silber]]/[[Silbersulfid]]-Elektrode [[Halogenid]]-, [[Sulfid]]-, [[Cyanid]]-, [[Thiocyanat]]- oder [[Chromate|Chromat]]-Ionen durch Titration mit einer eingestellten [[Silbernitrat]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;lösung bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Flüssig-[[Membran]]-Elektroden lassen sich Ionen[[Konzentration (Chemie)|konzentrationen]] von [[Kalium]], [[Magnesium]], [[Calcium]] oder [[Nitrate|Nitrat]] bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für [[komplexometrie|komplexometrische]] Titrationen lassen sich ionenselektive Elektroden einsetzen. Als [[Titrant]] dient dabei überwiegend [[Ethylendiamintetraessigsäure|Ethylendiamintetraessigsäure&amp;amp;nbsp;(EDTA)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man verwendet die Potentiometrie in zwei Verfahren:&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indikationsverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellt eine spezielle Form der Titration dar. Dazu wird die Änderung der elektromotorischen Kraft während einer Titration aufgenommen und anschließend der Äquivalenzpunkt bestimmt.&amp;lt;br /&amp;gt;Dieses Verfahren wird angewendet, wenn eine normale Titration nicht durchgeführt werden kann, weil kein geeigneter [[Indikator (Chemie)|Indikator]] vorhanden oder die Lösung so trübe oder farbig ist, dass der [[Umschlagspunkt (Chemie)|Umschlagspunkt]] nicht erkannt werden kann.&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bestimmungsverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beruht auf einer Konzentrationsbestimmung durch Messen des zugehörigen [[Elektrochemisches Potential|elektrochemischen Potentials]]; die Auswertung erfolgt anhand einer mit dem gleichen Messaufbau erstellten [[Kalibration]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;geraden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versuchsaufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Potentiometrie.svg|mini|250px|Schematische Darstellung]]&lt;br /&gt;
Früher wurde zunächst eine [[galvanische Zelle]] aus zwei Elektroden, der Mess- und der Bezugselektrode, sowie der Probelösung als [[Elektrolyt]] aufgebaut.&amp;lt;!-- und heute? --&amp;gt; Die Differenz aus den elektrochemischen Potentialen der beiden Elektroden ergibt die [[Leerlaufspannung]] &amp;lt;math&amp;gt;U_0&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;(EMK), die über ein [[Spannungsmessgerät]] bestimmbar ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; U_0 = E_1 - E_2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Bezugselektrode]] ist das Potential sehr genau bekannt und konstant. Im Allgemeinen wird dazu eine [[Elektrode #Elektroden_zweiter_Art|Elektrode 2.&amp;amp;nbsp;Art]] verwendet. In der Praxis sind dies meist eine [[Kalomel-Elektrode]] oder eine [[Silber-Silberchlorid-Elektrode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl der Messelektrode hängt stark von der Titrationsart ab. Man verwendet für die&lt;br /&gt;
* [[Redox-Titration]] eine [[Platin]]-Elektrode&lt;br /&gt;
* komplexometrische Bestimmung eine ionensensitive Elektrode oder eine abgewandelte [[Silber]]-Elektrode&lt;br /&gt;
* [[Säure-Base-Titration]] eine Glaselektrode&lt;br /&gt;
* [[Argentometrie]] eine Silberelektrode.&lt;br /&gt;
Die Messelektrode taucht in die Probelösung ein und muss auf das zu bestimmende Ion ansprechen, d.&amp;amp;nbsp;h. das Potential dieser Elektrode muss abhängen von der Konzentration des zu bestimmenden Ions. Diese Abhängigkeit wird durch die [[Nernst-Gleichung]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Versuch ist darauf zu achten, dass die Messung stromlos erfolgt, da sich sonst durch [[Elektrolyse]] die Potentiale verfälschen würden. Man verwendete daher zur Messung eine [[Spannungs-Kompensation]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;schaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswertung ==&lt;br /&gt;
Die Auswertung erfolgt mittels Bestimmung des Äquivalenzpunktes. Am besten erkennt man ihn, wenn man die erste [[Differentialrechnung #Ableitungsfunktion|Ableitung]] der Titrationskurve im Diagramm darstellt: das Maximum &amp;lt;!-- bitte genauer: das Max. der Ableitung oder das Max. der Titr.kurve? --&amp;gt; gibt den Äquivalenzpunkt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Titrationskurve trägt man auf:&lt;br /&gt;
* auf der&amp;amp;nbsp;x-Achse das Volumen der titrierten Lösung in&amp;amp;nbsp;ml&lt;br /&gt;
* auf der&amp;amp;nbsp;y-Achse das gemessene Potential in&amp;amp;nbsp;m[[Volt|V]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man einen bestimmten [[Gehaltsangabe|Gehalt]] berechnen, so sind zwei Formeln anzuwenden:&lt;br /&gt;
#&amp;lt;math&amp;gt;n = c \cdot V \cdot f&amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; = [[Stoffmenge]] in [[mol]]&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt; = [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]] in mol/l&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; = Volumen der Titration in l&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; = [[Titer (Chemie)|Titerfaktor]] (ist er nicht bekannt, setzt man &amp;lt;math&amp;gt;f = 1&amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
#&amp;lt;math&amp;gt;m = n \cdot M&amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; = Masse in g&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; = [[molare Masse]] in g/mol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leitsalz]]&lt;br /&gt;
* [[Sand-Gleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Voltametrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Schwedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Analytische Chemie&amp;#039;&amp;#039;..  2. Auflage. Wiley-VCH-Verlagsgesellschaft, Weinheim 2008. ISBN 978-3-527-31206-1. S. 170 ff.&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Elektrochemische Analyseverfahren&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Fritz Ullmann (Chemiker)|Fritz Ullmann]] (Begr.): &amp;#039;&amp;#039;[[Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie]]&amp;#039;&amp;#039;. 3. + 4. Auflage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Analyseverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrochemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektroanalytik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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