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	<title>Postaggressionssyndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:57:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Postaggressionssyndrom&amp;diff=377802&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 13. August 2024 um 06:23 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-13T06:23:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter dem Oberbegriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Postaggressionssyndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stressstoffwechsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Postaggressionsstoffwechsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Resorptionsstoffwechsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, fasst man die [[Pathophysiologie|pathophysiologischen]] Veränderungen zusammen, die im [[Organismus]] im Rahmen von [[Trauma (Medizin)|Traumata]] wie Verletzungen oder Operationen auftreten.&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
== Hintergrund und Auslöser ==&lt;br /&gt;
Diese stereotype Reaktion hat sich im Laufe der [[Evolution]] herausgebildet und erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit junger Individuen in lebensbedrohlichen Stresssituationen.&lt;br /&gt;
Dabei wird der Blutdruck aufrechterhalten, damit der Körper bei Blut-/Flüssigkeitsverlusten weiterhin ausreichend mit Blut versorgt wird. Weiterhin stellt sich eine [[Katabolismus|katabole]] Stoffwechsellage zur Bereitstellung von Energieträgern ein. Diese dient akut für Kampf- / [[Fluchtverhalten|Fluchtreaktionen]] und auf längere Sicht für Gewebsreparaturvorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslöser eines Postaggressionssyndroms, die sich gegenseitig verstärken sind Schmerz, Angst, Gewebsverletzung und Flüssigkeitsverluste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen dieses Prozesses kommt es zur Freisetzung einer Reihe von Hormonen. Die wichtigsten sind die [[Katecholamin]]e Adrenalin und Noradrenalin, [[Glucagon]], [[Cortisol]] und Wachstumshormone. Diese dienen dem Körper neben der Steigerung von [[Herzfrequenz]], [[Herzminutenvolumen]] und [[Blutdruck]] der Bereitstellung von Energie (welche er für die oben beschriebene Kampf-/Fluchtreaktion benötigt). Dabei greift er auf alle drei [[Nährstoffe]] zurück. Es kommt zur Steigerung der [[Proteolyse]] (Eiweißabbau), zur Steigerung der [[Lipolyse]] (Fettabbau) mit Anstieg der freien Fettsäuren im Blut und zur Steigerung der [[Gluconeogenese]] (Glucoseneubildung z.&amp;amp;nbsp;B. aus Lactat und bestimmten Aminosäuren) und der [[Glykogen]]olyse (Glykogenabbau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng damit verbunden ist eine Erniedrigung der [[Insulin]]freisetzung bei gleichzeitig erschwerter [[Glukose]]verwertung. Damit kommt es zu einem Anstieg der [[Blutzucker|Blutglukosekonzentration]]. Glukose ist einer der schnellsten Energielieferanten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem kommt es zum Blutvolumenmangel durch Blutverluste und Verlust von Körperflüssigkeit nach außen oder in den so genannten [[Dritter Raum|dritten Raum]] ([[Ödem]], [[Darm]]). Stresshormone (s.&amp;amp;nbsp;o.) führen zur Aktivierung des [[Renin-Angiotensin-Aldosteron-System]]s, was eine Retention von [[Natrium]] und Wasser sowie den Verlust von [[Kalium]] zur Folge hat, und zur [[Antidiuretisches Hormon|ADH]]-Freisetzung, was zur Retention von Wasser und dies wiederum zur Stabilisierung von Blutvolumen und Blutdruck führt. Außerdem kommt es zur Freisetzung von [[Akute-Phase-Protein]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem schweren Trauma sind zudem Veränderungen der [[Schilddrüsenhormon]]-Konzentrationen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa R. Wahl und andere: &amp;#039;&amp;#039;Changes in thyroid hormone concentrations after severe trauma and in haemorrhagic shock.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur Surg Res.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1977, Supplement 1, S. 22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Blut festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Das Postaggressionssyndrom verläuft in vier Stadien:&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Verletzungsphase&amp;#039;&amp;#039; dauert zwei bis drei Tage. Der Betroffene verspürt Schmerz, hat vermindertes Interesse an der Umwelt, er befindet sich in einer depressiven Stimmungslage und verspürt Durst.&lt;br /&gt;
* Während der zwei bis drei Tage dauernden &amp;#039;&amp;#039;Wendephase&amp;#039;&amp;#039; stellt sich eine Besserung mit einer Normalisierung [[vegetatives Nervensystem|vegetativer]] Funktionen wie Puls, Blutdruck, Atemfrequenz, Temperatur, Hunger und [[Peristaltik]] (Darmbewegung) ein.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Anabole Phase&amp;#039;&amp;#039; dauert zwei bis drei Wochen. Es folgt eine Normalisierung der Stimmungslage und es besteht ein erhöhtes Schlafbedürfnis sowie eine positive [[Stickstoffbilanz]] (Eiweißaufbau)&lt;br /&gt;
* Während der &amp;#039;&amp;#039;Rekonvaleszensphase&amp;#039;&amp;#039; erfolgt schließlich eine Gewichtszunahme sowie eine Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Allgemeines Adaptationssyndrom|Allgemeine Adaptationssyndrom]] nach Selye&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe und Therapie ==&lt;br /&gt;
Vor der Therapie des Syndroms werden besonders ältere Menschen optimal vorbereitet. Die Behandlung kann durch [[Schmerztherapie]], [[Sedierung]] oder Volumentherapie ([[Infusion]]en) erfolgen; gegebenenfalls werden dem Patienten Blutersatzpräparate und Eiweiß zugeführt. Weiterhin wird der [[Elektrolyt]]- und [[Säuren|Säure]]-[[Basen (Chemie)|Basen]]-Haushalt ausgeglichen. Nach der Therapie wird der Patient überwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Während der Reaktion kann es zu Dekompensation, [[Schock (Medizin)|Schock]] oder [[Kreislaufstillstand]] kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  R. Dölp, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld]], Jürgen E. Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Untersuchungen über die Konzentration freier Aminosäuren im Plasma und Urin im Postaggressionstoffwechsel. I. Mitteilung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Infusionstherapie.&amp;#039;&amp;#039; 5, 1978, S. 241 ff.&lt;br /&gt;
* J. M. Hackl, W. Hartig: &amp;#039;&amp;#039;Operativer Eingriff und Postaggressionssyndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chir Gastroenterol.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1994, S. 138–142. [[DOI:10.1159/000178353]].&lt;br /&gt;
* [[Georg Heberer]], Klaus Schultis, B. Günther, K. Hoffmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Postaggressionstoffwechsel.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Schattauer, Stuttgart / New York 1976–1980.&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Schmitz, Karl-Heinz Altemeyer, W. Seeling, R. Dölp, Adolf Grünert, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Changes in metabolism – with special regard to amino acids, blood glucose, insulin and glucagon – in response to multiple trauma.&amp;#039;&amp;#039; ESPEN-Kongreß, Wien 1982.&lt;br /&gt;
* Klaus Schultis, H. Beisbarth: &amp;#039;&amp;#039;Pathobiochemie des Postaggressionsstoffwechsels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Klin Anaesth Intensivther.&amp;#039;&amp;#039; 7, 1975, S. 35 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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