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	<title>Post-Kyoto-Prozess - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T16:10:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Post-Kyoto-Prozess&amp;diff=808773&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2022-03-18T10:54:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Post-Kyoto-Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für den internationalen Verhandlungsprozess ab Mitte der 2000er-Jahre zur [[Klimaschutzpolitik]], der eine über das Jahr 2012 hinausgehende [[völkerrecht]]lich verbindliche Regelung zur Reduktion von [[Treibhausgas]]en zum Ziel hatte. 2012 lief die erste Verpflichtungsperiode des [[Kyoto-Protokoll]]s aus. Der Post-Kyoto-Prozess mündete 2011 in einen Beschluss über die Doha-Änderungen und eine zweite Verpflichtungsperiode vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2020, die am 2. Oktober 2020 durch die Ratifizierung Nigerias von einer ausreichenden Zahl von Ländern akzeptiert worden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unfccDoha2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://treaties.un.org/Pages/ViewDetails.aspx?src=TREATY&amp;amp;mtdsg_no=XXVII-7-c&amp;amp;chapter=27&amp;amp;clang=_en |titel=Chapter XXVII – Environment – 7. c Doha Amendment to the Kyoto Protocol |werk=United Nations Treary Collections |datum=2019-10-22 |abruf=2020-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Beginn der 2010er Jahre begannen die Verhandlungen über ein ab 2020 gültiges Klimaschutzabkommen (auch &amp;#039;&amp;#039;Post-2020-Abkommen&amp;#039;&amp;#039;). Im Jahr 2015 wurde bei der [[UN-Klimakonferenz in Paris 2015]] beschlossen, die [[Globale Erwärmung|Erderwärmung]] auf deutlich unter 2&amp;amp;nbsp;°C gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen; angestrebt werden soll die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhandlungen bis 2010 ==&lt;br /&gt;
Mitte der 2000er Jahre, mit Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls und dessen erster Verpflichtungsperiode 2008–2012, begannen Verhandlungen über das internationale Klimaschutzregime und eine zweite Verpflichtungsperiode nach 2012.&amp;lt;ref name=&amp;quot;simonis2017&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Simonis |Titel=Handbuch Globale Klimapolitik |Verlag=Schöningh |Datum=2017 |ISBN=978-3-8252-8672-9 |Kapitel=7.2.10 Phase IV: Die Verhandlungen über ein Post-Kyoto-Abkommen – 7.2.13 Der Post-2012-Prozess aus Sicht der Normentheorie}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde vor allem auf den jährlich stattfindenden [[UN-Klimakonferenz]]en vorangetrieben, auf denen sich gleichzeitig die Unterzeichnerstaaten der [[Klimarahmenkonvention]] der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] wie auch Mitglieder des genannten Kyoto-Protokolls treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Fahrplan von Bali|Roadmap]] wurde 2007 auf [[UN-Klimakonferenz auf Bali|Bali]] beschlossen. Auf der [[UN-Klimakonferenz in Kopenhagen]] im Dezember 2009 konnte nur ein Minimalkonsens ohne verbindliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Reduktionsziele gefunden werden („[[Copenhagen Accord]]“), in dem aber immerhin das sogenannte [[Zwei-Grad-Ziel]] anerkannt wurde. Auch auf der [[UN-Klimakonferenz in Cancún 2010|UN-Klimakonferenz Ende 2010]] im mexikanischen [[Cancún]] erfolgte keine Einigung auf ein umfassendes Abkommen. Japan lehnte jedwede Verlängerung des Kyoto-Protokolls ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2010/dec/01/cancun-climate-change-summit-japan-kyoto Cancún climate change summit: Japan refuses to extend Kyoto protocol] Talks threatened with breakdown after forthright Japanese refusal to extend Kyoto emissions commitments [https://www.theguardian.com/profile/johnvidal John Vidal] im Guardian 1. Dezember 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls bis 2020 ==&lt;br /&gt;
Auf der [[UN-Klimakonferenz in Durban]] 2011 wurde beschlossen, dass das Kyoto-Protokoll zunächst mit einer zweiten Verpflichtungsperiode verlängert werden soll; ergänzend legte man auf der [[UN-Klimakonferenz in Doha 2012]] die konkrete Dauer bis Ende 2020 und konkrete Reduktionsziele einzelner Länder fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=UNFCCC |Titel=Decisions adopted by the Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Kyoto Protocol: Decision 1/CMP.8 |Datum=2013-02-28 |Online=http://unfccc.int/resource/docs/2012/cmp8/eng/13a01.pdf#page=2 |Format=PDF |KBytes=731 |Abruf=2017-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Doha-Änderungen und damit die zweite Verpflichtungsperiode treten in Kraft 90 Tage nachdem sie von 144 Mitgliedsstaaten des Kyoto-Protokolls akzeptiert worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://unfccc.int/files/kyoto_protocol/doha_amendment/application/pdf/frequently_asked_questions_doha_amendment_to_the_kp.pdf |titel=Frequently asked questions relating to the Doha Amendment to the Kyoto Protocol: 2. What is required for the Doha Amendment to enter into force? |hrsg=UNFCCC |format=PDF |abruf=2017-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 2020, also genau 90 Tage vor Ende der zweiten Verpflichtungsperiode, wurde mit der Ratifizierung Nigerias die Ratifizierungsschwelle von 144 Ländern erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unfccDoha1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://unfccc.int/process/the-kyoto-protocol/the-doha-amendment |titel=The Doha Amendment |werk=Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen |abruf=2019-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;unfccDoha2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://treaties.un.org/Pages/ViewDetails.aspx?src=TREATY&amp;amp;mtdsg_no=XXVII-7-c&amp;amp;chapter=27&amp;amp;clang=_en |titel=Chapter XXVII – Environment – 7. c Doha Amendment to the Kyoto Protocol |werk=United Nations Treary Collections |datum=2019-10-22 |abruf=2020-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zweite Verpflichtungsperiode ist damit am 31. Dezember 2020 in Kraft, die Verbuchung von und der Handel mit [[Assigned Amount Unit|Emissionszertifikaten]] kann erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://unfccc.int/news/ratification-of-multilateral-climate-agreement-gives-boost-to-delivering-agreed-climate-pledges-and |titel=Ratification of Multilateral Climate Agreement Gives Boost to Delivering Agreed Climate Pledges and to Tackling Climate Change |datum=2020-10-02 |abruf=2020-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Emissionsreduktionen verpflichtete Länder müssen eine ihren Emissionen entsprechende Zahl an Zertifikaten vorweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übereinkommen von Paris ab 2020 ==&lt;br /&gt;
2015 einigten sich alle 195 Mitgliedsstaaten auf der [[UN-Klimakonferenz in Paris 2015|21. UN-Klimakonferenz in Paris]] im [[Übereinkommen von Paris]] darauf die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C – möglichst [[1,5-Grad-Ziel|unter 1,5&amp;amp;nbsp;°C]] – zu begrenzen. Hierfür reichte ein großer Teil der Staaten Pläne ein, sogenannte [[Intended Nationally Determined Contributions]], kurz INDCs, die zugesagte nationale Klimaschutzmaßnahmen auflisten. Diese Pläne der einzelnen Staaten reichen jedoch nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Sollten die Staaten lediglich diese Zusagen erfüllen, ergibt sich eine globale Erwärmung von 2,6 bis 3,1&amp;amp;nbsp;°C bis 2100 sowie ein weiterer Temperaturanstieg nach 2100. Für die Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze ist demnach eine nachträgliche Verschärfung der Zusagen bzw. eine Übererfüllung der Ziele zwingend notwendig. Für die Begrenzung der Erdtemperatur auf einem bestimmten Niveau müssen die Treibhausgasemissionen netto auf Null zurückgefahren werden, da für eine bestimmte Temperatur nur ein begrenztes [[Kohlenstoffbudget]] zur Verfügung steht, das emittiert werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Joeri Rogelj]] et al. |Titel=Paris Agreement climate proposals need a boost to keep warming well below 2 °C |Sammelwerk=[[Nature]] |Band=534 |Nummer= |Datum=2016 |Seiten=631-639 |DOI=10.1038/nature18307}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zum Übereinkommen von Paris werden auch mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Post-2020&amp;#039;&amp;#039; vom &amp;#039;&amp;#039;Post-Kyoto-&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Post-2012-Prozess&amp;#039;&amp;#039; abgegrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;simonis2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Intergovernmental Panel on Climate Change]]&lt;br /&gt;
* [[Umweltprogramm der Vereinten Nationen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernd Brouns und [[Hermann E. Ott]]: &amp;#039;&amp;#039;Taking the Lead: Post-2012 Targets for the North&amp;#039;&amp;#039;. Publikation des [[Wuppertal Institut]]s, 2005, [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-20091019608 (Download)].&lt;br /&gt;
* Susanne Dröge und [[Oliver Geden]]: [http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2010A35_dge_gdn_ks.pdf EU-Richtungswechsel in den Klimaverhandlungen?] (PDF; 61&amp;amp;nbsp;kB) &amp;#039;&amp;#039;SWP-Aktuell&amp;#039;&amp;#039;, A34, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* Felix Ekardt und Antonia von Hövel: &amp;#039;&amp;#039;Distributive Justice, Competitiveness, and Transnational Climate Protection – One Human, One Emission Right&amp;#039;&amp;#039;. Carbon &amp;amp; Climate Law Review 2009, S. 102–114.&lt;br /&gt;
* [[Oliver Geden]]: [http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?asset_id=7372 Abschied vom Zwei-Grad-Ziel. Eine kluge Klimapolitik sollte sich von der Festlegung einer Obergrenze lösen.] In: Internationale Politik, Sep/Okt 2010, S. 108–113.&lt;br /&gt;
* N. Höhne: &amp;#039;&amp;#039;Was kommt nach dem Kyoto-Protokoll?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Energiewirtschaftliche Tagesfragen]]&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 55(11), 2005, S. 789–791, {{ISSN|0720-6240}}.&lt;br /&gt;
* Hermann E. Ott: [http://library.fes.de/pdf-files/iez/04691.pdf Die Internationale Klimapolitik 2020] (PDF; 315&amp;amp;nbsp;kB) &amp;#039;&amp;#039;FES Kompass 2020&amp;#039;&amp;#039;, Bonn/Berlin 2007&lt;br /&gt;
* Nigel Purvis and Andrew Stevenson: [http://www.indiaenvironmentportal.org.in/files/GMFPurvisClimatePaper-web.pdf Rethinking Climate Diplomacy: New Ideas for Transatlantic Cooperation post-Copenhagen] (PDF; 1,0&amp;amp;nbsp;MB) &amp;#039;&amp;#039;GMF Brussels Forum Paper Series&amp;#039;&amp;#039;, Brüssel 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2962.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Zukunft in unseren Händen. 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik des 21. Jahrhunderts und ihre Begründungen&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB)]&lt;br /&gt;
* [http://www.postkyoto.com/ Postkyoto.com – &amp;#039;&amp;#039;Future International Action on Climate Change Network&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimapolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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