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	<title>Posse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:59:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Posse&amp;diff=112549&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: danke für den Werbebeitrag!</title>
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		<updated>2024-04-22T14:31:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;danke für den Werbebeitrag!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Posse als dramatisches Genre, für andere Bedeutungen siehe [[Posse (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Posse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Bühnenstück, das auf Verwechslungen, ulkigen Zufällen und unwahrscheinlichen Übertreibungen aufgebaut ist und durch derbe [[Komik]] Lachen erzeugen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff in übertragenem Sinn auch genutzt, um als [[grotesk]] empfundene Vorgänge in Gesellschaft und Politik zu beschreiben. Der Begriff Provinzposse beschreibt Auseinandersetzungen, die als kleinlich und engstirnig empfunden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Provinzposse |titel=Provinzposse |werk=duden.de |hrsg= |datum= |zugriff=2018-06-02 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Frühe Possen waren die [[Haupt- und Staatsaktion]]en um 1700, die der theatralischen [[Parodie]] nahestanden, weil sie sich an höfische Tragödien anlehnten, aber auch viele improvisierte Elemente enthielten ([[Stegreiftheater]]). Spätere Possen bestanden meist aus drei [[Akt (Theater)|Akten]]. Die Posse galt als populäres, privatwirtschaftliches Gegenstück zur höfischen [[Komödie]]. Deshalb war sie weniger angesehen als diese. So gab es seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Versuche, [[bürgerlich]]e Komödien zu entwickeln, die keine Possen waren, wie zum Beispiel das [[Lustspiel]]. Die meisten deutschen Possen waren Übertragungen aus dem Französischen, weil die Mehrzahl der Stücke in Paris produziert wurde und das [[Urheberrecht]] bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts noch wenig ausgeprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge ==&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] war das [[Satyrspiel]] eine Art Posse, auch die Komik des [[Aristophanes]] hat etwas Possenhaftes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Posse der Neuzeit hat sich aus dem [[Fastnachtsspiel]] des [[16. Jahrhundert]]s und aus der [[Commedia dell’arte]] (italienische [[Stegreif]]&amp;amp;shy;komödie) entwickelt. Eine weitere Quelle der Posse sind [[Puppenspiel]]e. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der Posse eine [[lustige Person]] ([[Hanswurst]], [[Kasper]], [[Harlekin]]). Weil die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] den gesamten Text vor der Aufführung kontrollieren wollte, wurde die teilweise improvisierte Posse um die Zeit der [[Französische Revolution|französischen Revolution]] zum schriftlich festgehaltenen [[Volksstück]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 18. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Wie allgemein im [[Barocktheater]] spielen Bühnenillusionen eine wichtige Rolle, und der Text ist oft nur Mittel zum Zweck. Das [[Pariser Jahrmarktstheater]] war das europäische Zentrum für viele Gattungen des Unterhaltungstheaters, die sich auch im deutschsprachigen Raum verbreiteten. Im Freilichttheater oder in den Komödiantenbuden waren die bühnentechnischen Mittel beschränkt. Dagegen entstanden in Wien ähnlich wie in Paris auf dem [[Boulevard du Temple]] schon im 18. Jahrhundert „stehende Bühnen“ für das Volkstheater ([[Wiener Vorstadttheater]]), was die Produktion neuer Stücke förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Possen stehen dem [[Zauberspiel]] bzw. der [[Maschinenkomödie]] nahe oder haben als [[Besserungsstück]]e einen moralistischen Inhalt, der zum anständigen Leben ermahnt und gerade dadurch eine Plattform für obszöne Scherze oder politische Provokationen schafft. Die Posse hat ein [[Happyend]] wie die zustande gekommene Heirat oder die eingetretene Besserung. Viele Possen sind [[Parodie]]n oder [[Travestie (Literatur)|Travestien]] höfischer [[Tragödie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt dieses Genres bilden [[Johann Nestroy]]s Stücke des [[Alt-Wiener Volkstheater]]s, etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Der böse Geist Lumpacivagabundus]]&amp;#039;&amp;#039; (1833) – ein Stück, das zwar noch Elemente des [[Fauststoff]]s und eine barocke [[Rahmenhandlung]] enthält, aber diese Eigenschaften der älteren Possen verspottet. Die liederlichen Handwerksgesellen darin bleiben unverbesserlich, die Märchen- und Zauberelemente der Handlung werden zum naiven, altmodischen Plunder. Nestroy verteidigt die lächerliche Posse gegenüber dem höherrangigen bürgerlichen Lustspiel, das sich im [[Burgtheater]] einbürgerte, und gibt ihr durch satirische Sprachspiele einen intellektuellen Anstrich. Darin schlugen sich Einflüsse des scharfzüngigen Pariser [[Vaudeville]]s nieder, das damals beliebt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die modernere [[Lokalposse]] ist realistischer und spielt auf regionale Besonderheiten an, wie [[Dialekt]]e und geografische Verhältnisse. Oft ist dieses [[Lokalkolorit]] austauschbar und lässt sich leicht auf andere Regionen übertragen. Die Helden der Lokalposse sind meist kleinbürgerlicher Herkunft. Gesellschaftliche Unterschiede und finanzielle Verhältnisse werden zum Thema gemacht. Adlige werden eher verspottet. Als beispielhaft für diesen Typus der Posse gilt der &amp;#039;&amp;#039;[[Datterich]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ernst Elias Niebergall]]. Die Traditionen der Parodie und der [[Travestie (Literatur)|Travestie]] gab es nach wie vor. – Auch die Berliner Lokalposse mit Vertretern wie [[David Kalisch]] kam seit der Gründung des [[Königsstädtisches Theater|Königsstädtischen Theaters]] zu Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Posse ist fast immer mit [[Gesang]] verbunden, eines ihrer Merkmale ist das eingängige [[Couplet]], das die Handlung unterbricht und sich an die Zuschauer wendet. Außerdem kann sie zahlreiche Chöre und Tänze enthalten, steht also dem [[Musiktheater]] nahe. Ihr ging eine ausgedehnte, von einem Sinfonieorchester gespielte [[Ouvertüre]] voran. Nach 1850 ist die Posse eng mit der [[Operette]] und dem [[Schwank]] verwandt. [[Franz Lehár]] etwa glaubte sich mit seinen [[Wiener Operette]]n von der Posse distanzieren zu müssen. Im 20. Jahrhundert übernimmt der Film einen Großteil der Possentraditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Farce (Theater)]]&lt;br /&gt;
* [[Burleske]]&lt;br /&gt;
* [[Esperpento]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Volker Klotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Lachtheater. Komödie, Posse, Schwank, Operette.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg: Rowohlt 2002. ISBN 3-499-55451-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiversity| Goethes Faust. Eine heitere Tragödie. Grablegung.}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135115-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Posse| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alt-Wiener Volkstheater]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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