<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Positive_Wissenschaft</id>
	<title>Positive Wissenschaft - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Positive_Wissenschaft"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Positive_Wissenschaft&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T09:50:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Positive_Wissenschaft&amp;diff=314627&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor Beleg entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Positive_Wissenschaft&amp;diff=314627&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-09T20:48:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Positive Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, u. a. auch [[Deskription|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;deskriptive Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]], ist eine von [[metaphysisch]]en und [[Religion|religiösen]] Vorgaben unabhängige [[Wissenschaft]]. Sie bezieht sich auf das sinnlich positiv [[Das Gegebene|Gegebene]] und auf eine praktische Aufgabe. Im Gegensatz zur [[Normative Wissenschaft|normativen Wissenschaft]] gilt sie als [[empirisch]]e Wissenschaft oder Erfahrungswissenschaft. Damit entspricht sie dem dritten Stadium der von [[Auguste Comte]] (1798–1857) aufgestellten [[Wissenschaftstheorie|Wissenschafts-]] und Sozialtheorie, nämlich der Vereinigung von Theorie und Praxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 102 zu Lemma „Comte, Auguste“.&amp;quot; /&amp;gt; Sie beschreibt, was &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039;, und nicht, was sein &amp;#039;&amp;#039;soll&amp;#039;&amp;#039; gemäß dem [[Werturteilsfreiheit]]&amp;amp;shy;spostulat von [[Max Weber]] (1868–1904).&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 569 zu Lemma „Rationalismus“, Stw. „wertfreie Wissenschaft“.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HillmannSWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 931 zu Lemma „Werturteilsfreiheit“, Stw. „Max Weber“.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Hauptbeispiel für die Zuordnung zu den positiven Wissenschaften sind die [[Naturwissenschaft]]en. Max Weber vertrat die Auffassung, dass auch die [[Sozialwissenschaften]] zum Kreis der strengen, nicht wertenden Wissenschaften zu zählen sind und fasste sie als beschreibende (deskriptive) Wissenschaften auf. Er suchte die [[Erfahrungswissenschaft]]en von wertender Beurteilung zu trennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 738 f. zu Lemma „Weber, Max“, Stw. „strenge Wissenschaftlichkeit, beschreibende Wissenschaft“.&amp;quot; /&amp;gt; [[Wilhelm Dilthey]] (1833–1911) unterschied generell zwischen erklärenden, beschreibenden und verstehenden Methoden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 130 zu Lemma „Dilthey, Wilhelm“, Stw. „erklärende Psychologie, beschreibende und verstehende Psycholoige“.&amp;quot; /&amp;gt;  In den Naturwissenschaften gehe es um ein Erklären, in den [[Geisteswissenschaft]]en um ein Verstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 166 zu Lemma „Erklärung“, Stw. „Erklären“ in den Naturwissenschaften - „Verstehen“ in den Geisteswissenschaften.&amp;quot; /&amp;gt; [[Wilhelm Windelband]] (1848–1915) unterschied zwischen den Naturwissenschaften mit den auf [[Nomothetische versus idiographische Forschung|„nomothtische“]] Gesetzmäßigkeiten ausgerichteten Methoden der Erkenntnis und den [[Kulturwissenschaft]]en. Sie seien auf Einzeltatsachen ausgerichtet. Daher nannte er sie „idiographisch“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 753 zu Lemma „Windelband, Wilhelm“, Stw. „nomothtische und idiographische Wissenschaften“.&amp;quot; /&amp;gt; Für die Mehrzahl der soziologischen Theoretiker steht fest, dass die Methoden der Forschung intersubjektiv überprüfbar sein müssen.  Das persönliche [[Evidenz (Philosophie)|Evidenzerlebnis]] des Forschers sei von der wissenschaftlichen Bestätigung zu unterscheiden. [[Deskription]] dient nur zum Zweck der Erklärung, nicht der Bewertung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HillmannSWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 931 zu Lemma „Werturteilsfreiheit“, Stw. „Methode, Deskription“.&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Positivismusstreit]] wurde die Frage der Methodik erneut diskutiert. Dabei kam es zu einer Kontroverse zwischen der [[Frankfurter Schule]] bzw. der von ihr vertretenen [[Kritische Theorie|Kritischen Theorie]] und dem [[Kritischer Rationalismus|kritischen Rationalismus]], der von [[Karl Popper]] (1902–1994) begründet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HillmannSWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 738 f. zu Lemma „Positivismusstreit“, Stw. „Wertfreiheit, zweiter Methodenstreit innerhalb der dt. Soziologie“.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuere Positionen ===&lt;br /&gt;
[[Karl-Heinz Hillmann]] (1938–2007) ist der Auffassung, dass sogar [[Wertvorstellung|Werte]] als Erkenntnisobjekt vom sozialwissenschaftlichen Forschungsprozess nicht ausgeschlossen werden dürfen. Auch wenn bisher zwischen Werturteil und Seinsqualität unterschieden wurde, so nimmt er an, dass auch Werten eine Seinsqualität zugesprochen werden müsse. Nur so sei es möglich, dass soziale Tatsachen zum Zecke ihrer Erklärung beobachtet und behandelt werden können. Der Forscher müsse lediglich durch Reflexion „wertdogmatische Aussagen“ vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HillmannSWB&amp;quot; details=&amp;quot;S. 931 zu Lemma „Werturteilsfreiheit“, Stw. „Werturteil und Seinsqualität“.&amp;quot; /&amp;gt; Damit wird die Frage der Unterscheidung der Positiven von den Normativen Wissenschaften aufgeworfen. Um eine nachprüfbare [[Objektivität]] zu gewährleitsen, wäre zu prüfen, ob mit Hilfe sprachphilosophischer oder psychologischer Methoden ([[Hermeneutik (Methode)|Hermeneutik]], [[Deskriptive Psychologie]], [[Phänomenologie (Methodik)|Phänomenologie]], [[Reflexionspsychologie]]) Fehler infolge von [[Spekulation (Philosophie)|Spekulation]] zu vermeiden sind. Umgekehrt stellt sich die Frage nach der [[Normative Wissenschaft#Empirismus|Möglichkeit]] des [[Empirismus]] in normativen Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Positive und normative Ökonomik|Positive Ökonomik]]&lt;br /&gt;
* [[Positive Philosophie]]&lt;br /&gt;
* [[Positivismus]]&lt;br /&gt;
* [[Positives Recht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchischkoffPWB&amp;quot;&amp;gt;[[Heinrich Schmidt (Philosoph)|Heinrich Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; 13). 21. Auflage, neu bearbeitet von [[Georgi Schischkoff]]. Alfred Kröner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HillmannSWB&amp;quot;&amp;gt;[[Karl-Heinz Hillmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 410). 4., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-41004-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftskategorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
	</entry>
</feed>