<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Portkatheter</id>
	<title>Portkatheter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Portkatheter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Portkatheter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T17:05:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Portkatheter&amp;diff=268953&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:3035:66C:ED41:1C61:21FF:FE64:AAF9: Die 5-R-Regel ist veraltet, mittlerweile gibt es schon 19Rs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Portkatheter&amp;diff=268953&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-30T08:12:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die 5-R-Regel ist veraltet, mittlerweile gibt es schon 19Rs&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porta cath.jpg|mini|Portkathetersystem]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portkatheter.png|mini|Schematische Darstellung der Punktion mittels Portkanüle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portkatheter Röntgen.JPG|mini|Röntgenaufnahme des eingesetzten Portkatheters]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portnadel.JPG|mini|Portkanüle (links) mit Schlauch und Klemme (rechts)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Portkatheter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Portsystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;porta&amp;#039;&amp;#039;, „Pforte“) ist ein unter der Hautoberfläche liegender ([[subkutan]]er), längere Zeit verwendbarer Zugang für [[Infusion]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Portkatheter besteht aus einer unter der Haut liegenden Kammer, die Port genannt wird und die mit einer dicken [[Silikon]]-[[Membran]] (Septum) versehen ist, sowie einem daran bei der Implantation anzuschließenden Schlauch (Katheter). Die Portkammer kann entweder aus [[Titan (Element)|Titan]], [[Edelstahl]], [[Keramik]], [[Kunststoff]] oder aus einem Verbundwerkstoff der vorgenannten Materialien bestehen. Der Katheter besteht beispielsweise aus Silikon oder Polyurethan.&amp;lt;ref&amp;gt;Braun, U.; Lorenz, E.; Weimann, C.; Sturm, H.; Karimov, I.; Ettl, J.; Meier, R.; Wohlgemuth, WA.; Berger, H.; Wildgruber, M.: &amp;#039;&amp;#039;Mechanic and surface properties of central-venous port catheters after removal: A comparison of polyurethane and silicon rubber materials.&amp;#039;&amp;#039;, in J. Mech. Behav. Biomed. Mater., Dezember 2016; 64:281-91. [[doi:10.1016/j.jmbbm.2016.08.002]]. Epub 2016 Aug 5. PMID 27552159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Port und Katheter werden mittels einer [[Operation (Medizin)|Operation]] implantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Variante ist der [[Vene|venöse]] Portkatheter (Venenport), bei dem wie bei [[Zentraler Venenkatheter|zentralvenösen Kathetern]] bei der Implantation der Katheterschlauch in eine der großen Venen im Brustraum im Zustrombereich des Herzens eingeführt wird, sodass sein offenes (distales) Ende kurz vor dem rechten Vorhof des Herzens zu liegen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind auch [[arteriell]]e, [[Bauchfell|peritoneale]], und [[Wirbelkanal|epidurale/intrathekale]] Portkatheter bekannt. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren an den jeweiligen Verwendungszweck speziell in Ausführung und Größe angepassten Katheterschlauch und durch den gegenüber der venösen Anwendung abweichenden Ort der Katheterplatzierung, der namensgebend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[perkutan]]es Einstechen mit einer Kanüle durch die bedeckende Haut bis durch die Silikonmembran in die Kammer wird für Anwendungen der Zugang zum Therapieort hergestellt, also dorthin, wo der Katheterschlauch mit seinem offenen Ende liegt. Bei der Variante als venöser Port ist dies der Zugang zum [[Blutkreislauf]], genauer in den venösen Bereich vor dem rechten Vorhof des Herzens. Über den dort vorhandenen hohen Volumenstrom des Blutes werden die über den Portkatheter verabreichten Medikamente und Zubereitungen schnell im Körper verteilt. Unter Beachtung der besonderen Anforderungen eines Portkatheters kann auch Blut entnommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Punktion des Ports müssen spezielle, nicht stanzende Kanülen eingesetzt werden. Diese sind in verschiedenen Varianten als sogenannte Portkanülen auf dem Markt verfügbar. Auf Grund der speziellen Form ihrer Kanülenspitze (Huber-, Löffelschliff-, Pencil-Point- oder Trokarkanüle) werden – im Gegensatz zu normalen Injektionskanülen – keine Partikel aus der Silikonmembran des Ports ausgestanzt, wodurch der Port undicht und unbrauchbar würde. So wird sichergestellt, dass sich der durch die Punktion der Silikonmembran verursachte Stichkanal nach dem Entfernen der Kanüle aus der (zirkulär komprimiert montierten) Silikonmembran wieder dicht verschließt und keine Infusate in das umliegende Gewebe austreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Ein Portkatheter wird vornehmlich zur Therapie von [[Krebs (Medizin)|Krebserkrankungen]] ([[Chemotherapie]]) sowie bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt, für die ein häufiger und sicherer Zugang benötigt wird oder wenn aufgrund von anatomischen bzw. physiologischen Gegebenheiten oder einer bekannten oder erwarteten pharmakologischen Wirkung die Verwendung von peripheren Gefäßzugängen für die Verabreichung von flüssigen Medikamenten, Medikamentenzubereitungen oder Therapeutika nicht möglich erscheint oder ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Portkatheter werden verwendet:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bbraun.com/en/products-and-solutions/therapies/vascular-access/port-and-needles.html &amp;#039;&amp;#039;Vascular access; Ports and needles&amp;#039;&amp;#039;], Mitteilung der Firma [[B. Braun Melsungen|B. Braun SE]] zur Anwendung von Venenports, abgerufen am 1. August 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Antibiotikagabe und Chemotherapie&lt;br /&gt;
* Blutentnahme und Verabreichung von Blut und Blutprodukten&lt;br /&gt;
* Drainage [[Pleuraerguss]]&lt;br /&gt;
* langzeitige künstliche Ernährung&lt;br /&gt;
* Langzeit-Schmerztherapie&lt;br /&gt;
* Gabe von Kontrastmitteln zur [[Computertomografie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unter die Haut implantierte Port ist vor äußeren Einflüssen geschützt und ermöglicht dem ihn tragenden Patienten, die bisher gewohnte Bewegungsfreiheit beizubehalten. Damit ermöglichen Portkatheter eine hohe Lebensqualität. Die Patienten können in therapiefreien Zeiten oder mit tragbaren Dosiersystemen weitgehend ihren bisherigen Beschäftigungen nachgehen. Mit dem unbenutzten Port kann man duschen, baden und schwimmen. Auch Tauchsport ist nicht eingeschränkt&amp;lt;!--wieso ist das wichtig?--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzungsdauer ==&lt;br /&gt;
Die Nutzungsdauer bzw. der Verbleib des Ports kann Jahre betragen. Ein Venenport kann bis zu 2000 Einstiche aushalten, bis er ersetzt werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://my.clevelandclinic.org/health/treatments/21701-implanted-port &amp;#039;&amp;#039;Implanted Port&amp;#039;&amp;#039;], Mitteilung der Cleveland Clinic ([[Ohio]]/USA), abgerufen am 1. Aug. 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach über 10 Jahren waren Ports noch durchgängig und funktionsfähig.&amp;lt;!--sinnfrei weil unbequellt-- Trotzdem ist für Zeiträume länger als fünf Jahre eine Weiter-/Wiederverwendung unter Berücksichtigung der medizinischen Indikation und der in der Vergangenheit über den Port verabreichten und zukünftig zu verabreichenden Medikamente mit dem verantwortlichen Arzt abzuklären.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein Portsystem wieder zu entfernen, wenn die Therapie abgeschlossen ist, wird ein Eingriff ähnlich wie bei der Port-Implantation vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Implantation / Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Portkatheter beim Legen.jpg|mini|Portkatheter bei der Anlage]]&lt;br /&gt;
Der Eingriff erfolgt unter [[Lokalanästhesie]] oder Narkose unter sterilen Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zugangsweg für den venösen Portkatheter kommen prinzipiell alle größeren Venen infrage, über die auch ein zentralvenöser Katheter gelegt werden kann.&lt;br /&gt;
;Chirurgische Methode:&lt;br /&gt;
Freipräparation (Venae sectio) der [[Vena cephalica]]. Dabei wird ein Hautschnitt im sogenannten [[Sulcus deltoideopectoralis]], also dem Bereich des Überganges vom Deltamuskel zum großen Brustmuskel an der Vorderseite der Brustwand angelegt. Von diesem Schnitt aus wird die dort verlaufende Vena cephalica mit einem Einschnitt eröffnet, der Katheter eingeführt und bis vor den rechten Vorhof des Herzens vorgeschoben. Etwas abseits vom Veneneintritt wird die Portkammer in einer wenige Zentimeter großen Tasche im Unterhautgewebe auf dem Brustmuskel im Bereich der ersten oder zweiten Rippe platziert und fixiert.&lt;br /&gt;
;[[Seldinger-Technik]]:&lt;br /&gt;
Zunächst wird ohne Schnitt beispielsweise die [[Vena jugularis interna]] oder die [[Vena subclavia]] mit [[Sonografie|Ultraschall]] gesucht und punktiert und der Katheter wird über einen Führungsdraht in die Vene eingeführt. Über einen ca. 4&amp;amp;nbsp;cm langen Einschnitt wird abseits der Punktionsstelle die Portkammer wie oben im Unterhautgewebe platziert und von der Punktionsstelle ausgehend wird der Katheter durch das Unterhautgewebe bis zur Hauttasche durchgezogen (getunnelt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen Verfahren erfolgt eine Röntgen-[[Angiografie]] zur Lagekontrolle des Katheters, auch zur Dokumentation des Eingriffes. Dann wird der Katheter auf die außerhalb der Vene bis zur finalen Position der Portkammer in der Hauttasche erforderliche Länge gekürzt und mit der Portkammer verbunden. Im nächsten Schritt wird die Portkammer in der Hauttasche an der darunter liegenden [[Faszie]] angenäht. Danach wird der Hautschnitt chirurgisch geschlossen (vernäht). Mit der Rippe als „Widerlager“ kann der Port von nun an punktiert („angestochen“) werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--sinnentleert, daher auskommentiert--Wie eingangs erwähnt, gibt es für spezielle Anwendungen noch weitere Portkatheter-Zugangsarten wie z.&amp;amp;nbsp;B. über die [[Arteria hepatica]], peritoneal oder epidural, die aber hier nicht weiter erläutert werden sollen. Die grundsätzliche Funktion des Ports bleibt aber immer gleich: Primär für die wiederholte, intermittierende Verabreichung von Medikamenten oder Zubereitungen über einen längeren Zeitraum.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die nach einer Portimplantation vorübergehend auftretenden Schmerzen im Operationsbereich werden mit [[Analgetikum|Analgetika]] und [[Entzündungshemmung|Entzündungshemmern]] (Antiphlogistika) behandelt. Ein Portkatheter kann noch am Tag der Implantation benutzt werden. Wird jedoch die Wundheilungsphase der ersten drei Tage abgewartet, haben sich Schwellungen im Operationsbereich bereits weitgehend zurückgebildet und das Bindegewebe hat begonnen, den Port in der Gewebetasche einzukapseln und weiter zu fixieren. Das ist dann auch ein günstiger Zeitpunkt, um eine Portkanüle von adäquater Länge auszusuchen und zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Punktion ==&lt;br /&gt;
Die Portpunktion ist eine ärztliche und von diesen an Pflegefachkräfte delegierbare Handlung, um entsprechend ärztlicher Verordnung Medikamente oder Infusionslösungen gemäß einem individuellen Zeitplan wiederholt zuzuführen. Faktisch kann es sich um eine Portkatheterpunktion oder aber auch um einen Portkanülenwechsel handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgehen:&lt;br /&gt;
* Der Port soll möglichst nicht beim liegenden Patienten punktiert werden, sondern idealerweise in „Beach Chair Position“ ({{deS|„Sonnenliegenposition“}} – in ca. 60° Neigung bis nahezu aufrecht sitzend), die Gewebemassen im Oberkörper folgen so gut der Schwerkraft und sind vor der Punktion „lagerichtig“.  Dadurch wird einer späteren Disloziierung der Portkanüle vorgebeugt&lt;br /&gt;
* eine druckstabile Abstützung des Patienten wird im Rücken hergestellt, um ein Zurückweichen bei der Punktion zu minimieren&lt;br /&gt;
* steriles Arbeiten&lt;br /&gt;
** die Einwirkzeit des jeweils verwendeten Desinfektionsmittels ist zu beachten&lt;br /&gt;
** es wird eine zirkuläre, von innen nach außen kreisende Wischdesinfektion des Hautareals über dem Port durchgeführt&lt;br /&gt;
** die verwendeten Materialien müssen steril gehalten werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--unbelegt--* über die Portkanüle darf kein Überdruck aufgebaut werden&lt;br /&gt;
** hierfür werden deshalb keine kleineren Spritzen als 10 ml-Spritzen verwendet (je kleiner der Spritzenkolben, umso höher ist bei gleicher Kraft der dabei erzeugte Druck)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Einhaltung der [[Arzneimittel#Qualitätssicherung|10-R-Regel]] (Medikamentensicherheit)&lt;br /&gt;
* Die Fixierung der Portkanüle sollte transparent sein, damit die Einstichstelle der Kanüle sichtbar ist. Bei Rötung oder gar Pusteln an der Einstichstelle muss die Kanüle gezogen werden.&lt;br /&gt;
* Der Portkatheter wird vor und nach Anwendung mit Kochsalzlösung gespült, um stehendes Blut zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor einer Therapiepause instillierte Flüssigkeit, die dann als ruhende Flüssigkeitssäule bis zur nächsten Anwendung im System verbleibt, bezeichnet man als Blocklösung, ohne Beachtung ihrer chemischen Zusammensetzung. Ein [[Heparin]]-Zusatz zu dieser Spül- und Blocklösung, der eine [[Thrombose]] verhindern soll, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Mögliche [[Komplikation]]en können [[Infektion]]en, Einblutungen, [[Pneumothorax]], [[Hämatothorax]] oder eine [[Thrombose]] sein. Der in der Fachliteratur vielfältig beschriebene &amp;#039;&amp;#039;Pinch-off&amp;#039;&amp;#039; ist der Bruch des Katheters auf Höhe des Schlüsselbeins in dessen Kreuzungspunkt zur ersten Rippe, wenn der Venenzugang des Katheters in die links- oder rechtsseitige V. subclavia direkt dort oder nach medial abgesetzt erfolgte. Wird der Katheter dabei gar abgetrennt, so kann das im Gefäßsystem verbliebene Katheterfragment in Blutstromrichtung weiterwandern. Ursache ist Materialermüdung des Katheters durch andauernd wiederholte Quetschung infolge (nicht vermeidbarer) körperlicher Aktivität mit Einbeziehung des Schultergürtels. Um dem &amp;#039;&amp;#039;Pinch-off&amp;#039;&amp;#039; vorzubeugen, ist eine nach weiter lateral abgesetzte Punktion zu empfehlen bzw. eine davon abweichende Technik anzuwenden (z.&amp;amp;nbsp;B. Venenzugang nach Freipräparation der V. cephalica oder den Zugang über die V. jugularis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gelegentlich von schlecht laufenden oder komplett verstopften Kathetern berichtet. Ablagerungen in der Portkammer oder an der Katheterinnenwand, besonders nach vielen Infusionen mit Ernährungslösungen, können eine Ursache sein. Ports mit moderner, strömungsoptimierter Kammergeometrie scheinen hier Vorteile zu haben. Auch wird beim Herausziehen der Kanüle aus dem Port durch die dabei entstehende Volumenänderung eine geringe Menge Blut am distalen Katheterende eingesogen. Dieses kann gerinnen und zu einem teilweisen oder kompletten Katheterverschluss führen. Mit einer geeigneten Technik, bei der während des Herausziehens der Kanüle gleichzeitig etwas Spüllösung mit der Spritze nachgedrückt wird, kann das Einsaugen von Blut verhindert werden. Sind Portkatheter nicht mehr durchgängig, so sind ärztliche Handlungen indiziert, um die Durchgängigkeit wiederherzustellen. Spülversuche mittels (Über-)Druck sind dabei allerdings in keinem Fall angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--off topic, see disc== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teil Draufsicht.jpg|miniatur|Port, Draufsicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesamtaufnahme.tif|miniatur|Schnittansicht, bei 2-facher Vergrößerung ]]&lt;br /&gt;
Die nebenstehende Abbildung zeigt einen aus einer Titan-Aluminiumlegierung bestehenden Port. Dieser besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten:&lt;br /&gt;
* der Kammer mit der darunter liegenden Bodenplatte, welche in einem Stück aus einem vollen Rohling gedreht wurden,&lt;br /&gt;
* dem gesteckten und durch das Fertigungsverfahren Laserschweißen fixierten Katheteranschluss&lt;br /&gt;
* und einem aufgeschrumpften Oberteil&lt;br /&gt;
[[Datei:Röhrchen Fernaufnahme.tif|miniatur|Fixierung des Katheteranschlusses an der Kammer durch Stecken und Laserschweißen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schweißnaht Draufsicht.tif|miniatur|Schweißnaht, Draufsicht bei 50-facher Vergrößerung]] Die Schnittansicht zeigt einen Schnitt durch den Durchmesser des Bauteils, welche den Verbund zwischen Bodenplatte und Kammer und die Trennlinie zwischen der Kammer und dem Oberteil verdeutlicht. Auf diesem Oberteil liegt die Silikonmembran, durch die Arzneimittel über eine Kanüle verabreicht werden können. An der breitesten Stelle (der Bodenplatte) hat der Port einen Nenndurchmesser von rund drei Zentimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefügestruktur der Kammer mit der darunter liegenden Bodenplatte ist sehr fein und gleichmäßig angeordnet, sie weist darauf hin, dass keine Umformung stattgefunden hat. Stattdessen wird der Rohling mittels Drehbearbeitung in seine endgültige Form gebracht. Unter dem Mikroskop werden Drehriefen sichtbar, die auf der Oberfläche der Bodenplatte und der Kammer verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Verbindung zwischen Katheter und Port herzustellen, muss ein Katheteranschluss an der Kammer angebracht werden. Dafür wird zunächst einmal ein Loch in die Kammer des Ports gebohrt, der Bohrer wird dabei durchgängig gekühlt, um eine Gefügeveränderung des Titans zu verhindern. Im Folgeschritt wird der Katheteranschluss in das vorbereitete Bohrloch eingesetzt und positioniert. Um eine irreversible Verbindung zwischen Katheter und Port herzustellen, wird eine rundlaufende Schweißnaht um den Hals des Katheteranschlusses gelegt. Da Titan eine hohe Sauerstoffaffinität aufweist, wird die Schweißnaht im Vakuum mittels Hochpräzisions-Laser erzeugt. Dabei wird auch verhindert, dass sich das Gefüge des Titans nachteilig verändert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Schrumpfriefen am Oberteil.tif|miniatur|Schrumpfriefen am Oberteil]]&lt;br /&gt;
Das Oberteil, an dem die Silikonmembran angebracht wird, wird durch eine vorherige Drehbearbeitung aus dem Vollen hergestellt. Das Fügen des Oberteils und der Kammer wird mittels Schrumpfen realisiert. Dabei sind, wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen, rundlaufende Riefen auf der Kammer und dem Oberteil angebracht, um ein Entfügen der Fügepartner zu verhindern. Zunächst wird das Oberteil erwärmt, so dass es zu einer Materialausdehnung kommt, und auf die Kammer gesetzt. Beim Abkühlen entsteht ein fester Verbund.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Surov, K. Jordan, M. Buerke u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Port Catheter Insufficiency: Incidence and Clinical-Radiological Correlations.&amp;#039;&amp;#039; Onkologie 31 (2008), S. 455–461.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ulf K. Teichgräber, Robert Pfitzmann, Herbert A. F. Hofmann&lt;br /&gt;
   |Titel=Portsysteme als integraler Bestandteil von Chemotherapien&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Dtsch Arztebl Int&lt;br /&gt;
   |Nummer=108(9)&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |Seiten=147–154&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/81073 Abstract]}}&lt;br /&gt;
* H. Haindl, H. Müller, E. Schmoll (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Portkathetersysteme. Praxisnahe Information zu Indikationen, Implantationstechnik, Handhabung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1993, ISBN 3-540-56316-4.&lt;br /&gt;
* B. Stevens, S. E. Barton, M. Brechbill u. a.: &amp;#039;&amp;#039;A Randomized, Prospective Trial of Conventional Vascular Ports vs. the Vortex &amp;quot;Clear Flow&amp;quot; Reservoir Port in Adult Oncology Patients.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Vascular Access Devices 2 (2000), S. 37–40. [https://meridian.allenpress.com/article/S1083-0081(00)70680-7/abstract (Abstract)]&lt;br /&gt;
* G. A. Goossens u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Comparing normal saline versus diluted heparin to lock non-valved totally implantable venous access devices in cancer patients; a randomised, non-inferiority, open trial.&amp;#039;&amp;#039; Annals of Oncology 24 (2013), S. 1892–1899.&lt;br /&gt;
* Lutz Steinmüller, Marc Olaf Liedke und Margret Liehn: &amp;#039;&amp;#039;Shunt- und Portsysteme&amp;#039;&amp;#039;, in: Margret Liehn, Brigitte Lengersdorf, Lutz Steinmüller und [[Rüdiger Döhler]]: &amp;#039;&amp;#039;OP-Handbuch. Grundlagen, Instrumentarium, OP-Ablauf&amp;#039;&amp;#039;, 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Springer, Berlin Heidelberg New York 2016, ISBN 978-3-662-49280-2, S. 321–327.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katheter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Injektion und Infusion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Gefäßchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in Hämatologie und Onkologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operatives Therapieverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstliche Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:3035:66C:ED41:1C61:21FF:FE64:AAF9</name></author>
	</entry>
</feed>