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	<title>Porteño - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T01:12:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Porte%C3%B1o&amp;diff=1595659&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 23. Dezember 2025 um 12:54 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-23T12:54:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Buenos Aires Café Los Inmortales ca.1920.jpg|mini|Porteños im &amp;#039;&amp;#039;Café Los Inmortales&amp;#039;&amp;#039; (dt. Café die Unsterblichen) um 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:OBELISCO PORTEÑO.jpg|mini|Buenos Aires mit [[Obelisk von Buenos Aires|Obelisk]] im Regen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Buenos Aires - Avenida de Mayo - Carnaval 2019.jpg|mini|Porteñas beim Carnaval in der [[Avenida de Mayo]], 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porteño&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oder weiblich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porteña&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, leitet sich vom spanischen „del Puerto“ (vom Hafen) bzw. „que vive en el puerto“ (lebt ihm Hafen&amp;quot;) ab und wird benutzt, um eine Person, die in einer Hafenstadt lebt, zu bezeichnen. Der Ausdruck kann aber auch als [[Adjektiv]] für alles, was mit einer Hafenstadt in Verbindung steht, gebraucht werden. Üblicherweise bezieht sich Porteño auf die Hafenstadt [[Buenos Aires]] ([[Argentinien]]) und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts meint man mit Porteños die Einwohner von Buenos Aires. Im Unterschied dazu bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Bonaerense&amp;#039;&amp;#039; einen Bewohner der [[Provinz Buenos Aires]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Porteño in Argentinien ==&lt;br /&gt;
Als Auswirkung der europäischen Einwanderung um 1880 wurde die Gegend um den [[Río de la Plata]] herum und insbesondere Buenos Aires mit Menschen europäischer Herkunft bevölkert, hauptsächlich [[Italien]]ern und [[Spanien|Spaniern]]. Wegen ihrer familiengeschichtlich ererbten oder selbst erlebten Erfahrung der Entwurzelung wird den Porteños ein von [[Melancholie]] geprägtes Naturell zugeschrieben, ein [[Mythos]], den auch aufwändige Neuinszenierungen von Werken wie [[Astor Piazzolla]]s „Tango Operita“ &amp;#039;&amp;#039;[[María de Buenos Aires]]&amp;#039;&amp;#039; am Leben erhalten. Während die [[Heimweh|heimwehklagende]] &amp;#039;&amp;#039;[[Vidalita]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Christian Spahni |Titel=Argentinien |TitelErg=Fotografien von Maximilien Bruggmann |Verlag=Silva Verlag |Ort=Zürich |Datum=1976 |Seiten=169, 172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Norden stammt, schuf [[Enrique Santos Discépolo]] mit &amp;#039;&amp;#039;Cafetín de Buenos Aires&amp;#039;&amp;#039; (1948) den authentischen Ausdruck der Porteños und sagte über die [[Tango (Musikrichtung)|Musikrichtung des Tango]]: &amp;#039;&amp;#039;„Tango ist der traurige Gedanke, den man tanzen kann.“&amp;#039;&amp;#039; Ein selbstironischer Zug findet sich in einem in verschiedenen Variationen verbreiteten [[Bonmot]]. Es beschreibt den Porteño so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Ein Porteño ist ein entwurzelter Italiener, der spanisch spricht, sich französisch benimmt und wünscht, er wäre Engländer.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Mempo Giardinelli]], Juan Garff et al. |Titel=Buenos Aires – Vorhang auf für die Leidenschaften der Porteños |Sammelwerk=GEO Special – Argentinien |Nummer=3 |Auflage= |Verlag=Gruner und Jahr |Ort=Hamburg |Datum=1994 |ISBN=3-570-19016-1 |Seiten=28–47, hier S. 46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit differenzierten sich die Porteños auch von den Spaniern. Dazu schrieb der aus der altansässigen argentinischen Elite stammende Schriftsteller [[Jorge Luis Borges]] über die Zeit um 1919:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Spanien wurde damals von den Argentiniern erst langsam entdeckt. Bis dahin umgingen sogar bedeutende Schriftsteller wie [[Leopoldo Lugones]] und [[Ricardo Güiraldes]] Spanien bei ihren Europareisen. Das war keine Laune. Die Spanier in Buenos Aires hatten immer die niederen Berufe inne – als Hausdiener, Kellner, und Arbeiter –, oder sie waren kleine Kaufleute, während wir Argentinier selbst uns nie für Spanier hielten. Seit dem Jahre 1816, als wir unsere Unabhängigkeit von Spanien erklärten, hatten wir aufgehört, Spanier zu sein.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jorge Luis Borges |Titel=Autobiographischer Essay |Hrsg=[[Gisbert Haefs]], Fritz Arnold |Sammelwerk=Borges lesen – Mit Beiträgen von Jorge Luis Borges, Fritz Rudolf Fries, Octavio Paz, Marguerite Yourcenar und Gisbert Haefs |Nummer=500 |Verlag=Fischer Taschenbuch Verlag |Ort=Frankfurt a. M. |Datum=1991 |ISBN=3-596-11009-2 |Seiten=6–73, hier S. 24 |Kommentar=Ersterscheinung in &amp;#039;&amp;#039;The Aleph and other Stories&amp;#039;&amp;#039;, 1933–1969, herausgegeben von Thomas di Giovanni, E. P. Dutton, New York 1978; übersetzt von Christiane Meyer-Clason}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen des Inlandes und speziell des Nordwestens sind größtenteils [[Kreolen]], [[Mestizen]] und [[Indigene Völker in Argentinien|indigene Argentinier]]. Trotzdem besagt ein weiteres Bonmot: &amp;#039;&amp;#039;„Die Mexikaner stammen von den [[Azteken]], die Peruaner stammen von den [[Inka]]s und die Argentinier stammen von den Schiffen“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ariel Magnus]] |Titel=Tür an Tür. Nazis und Juden im argentinischen Exil |Verlag=Kiepenheuer &amp;amp; Witsch |Ort=Köln |Datum=2023 |ISBN=978-3-462-05434-7 |Seiten=77}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und so wurden die indigenen Kulturen aus dem kollektiven Bewusstsein verdrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=José Natanson |Titel=Argentinische Mythen – Der jüngste Wahlerfolg des rechtsextremisten Milei hat auch historische Ursachen |Hrsg=Dorothee D’Aprile |Sammelwerk=[[Le Monde diplomatique]] |Nummer=11/31 |Verlag=[[Die Tageszeitung|TAZ]]/[[WOZ Die Wochenzeitung|WOZ]] |Datum=2025-11 |ISSN=1434-2561 |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Genährt vom massiven Wirtschaftswachstum des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, das bald nur noch eine Erinnerung war, sahen sich die Porteños als verschieden an. Präsident [[Domingo Faustino Sarmiento|Domingo Sarmiento]] schrieb &amp;#039;&amp;#039;[[Barbarei und Zivilisation]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; und schlug einen ersten Keil zum „rückständigen“ [[Lateinamerika]], den [[Juan Perón]] weiter trieb. Diese Eigenheit beinhaltet bis heute eine Nähe zur Hafenstadt [[Montevideo]] in [[Uruguay]], das eine ähnliche Einwanderungsgeschichte hat. Als Ferienland wählten Porteños [[Brasilien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; [[Roberto Fontanarrosa]] erzählt von dort die folgende Anekdote:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Als ich einmal meine Ferien in einer Küstenstadt im Süden Brasiliens verbrachte, ging ich in das dortige Fremdenverkehrsbüro, weil ich einige Informationen brauchte. Unter den Wartenden fiel mir ein Argentinier [...] auf, der sich mit einem offensichtlich als Dolmetscher und Führer fungierenden Brasilianer unterhielt. Um die Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten, sagte der Brasilianer zu dem Touristen: &amp;quot;Ich bin in ihrem Land auch schon ein bißchen herumgekommen – [[Salta (Stadt)|Salta]], [[San Salvador de Jujuy|Jujuy]] und einige andere Orte im Norden. Aus welchem Teil von Argentinien kommen Sie denn?&amp;quot; &amp;quot;[[Nueva Pompeya|Pompeya]]&amp;quot;, (ein Viertel in Buenos Aires) antwortete der porteño.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roberto Fontanarrosa et al. |Titel=Der Porteño |Hrsg=Kathleen Wheaton, Hans Höfer |Sammelwerk=Apa Guides – Buenos Aires |Nummer=260 |Auflage=2 |Verlag=Apa Publications |Ort=München |Datum=1996 |ISBN=3-8268-1473-8 |Seiten=87}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fontanarrosa schließt mit der Folgerung: &amp;#039;&amp;#039;„Diese kleine Anekdote schildert ziemlich treffend, welchen Eindruck die porteños von ihrem eigenen Land haben. Für sie ist Buenos Aires ihr Land.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.argentina-argentinien.com/buenos-aires/ &amp;#039;&amp;#039;Die Bevölkerung von Buenos Aires&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 12. Februar 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Porteno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Buenos Aires)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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