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	<title>Portamento - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:05:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Portamento&amp;diff=372625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Das Portament als melodische Figur im 16. Jahrhundert */ Leerzeichen entfernt</title>
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		<updated>2026-04-14T23:20:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Das Portament als melodische Figur im 16. Jahrhundert: &lt;/span&gt; Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Portamento&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]]:&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|pɔʁtaˈmɛnto}}] {{Audio|De-Portamento.ogg|anhören}}; italienisch &amp;#039;&amp;#039;portamento di voce&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;portar la voce&amp;#039;&amp;#039; „Tragen der Stimme“, nicht zu verwechseln mit den ebenfalls musikalischen Begriffen [[Partimento]] oder [[Portato]]) ist eine Phrasierungstechnik oder eine [[Verzierung (Musik)|Verzierung]] in der Musik. Heute versteht man darunter, dass zwei aufeinanderfolgende Noten in einer Melodie durch einen Schleifer oder ein kurzes [[Glissando]] miteinander verbunden werden. Das Portamento beim Singen dient als Hilfe zum Erreichen hoher Töne, aber auch zur Hervorhebung rhetorischer Figuren wie der [[Exclamatio (Musik)|Exclamatio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notiert wird das Portamento, wie ein Glissando auch, mit einem Verbundsstrich zwischen zwei aufeinanderfolgenden Noten. Häufig ist die Portamentotechnik (insbesondere bei Streichern oder Sängern) allerdings nicht explizit in der Notation ausgeschrieben und wird von den Musikern intuitiv angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders scharf akzentuierte portamento-artige Gesten (meist in den [[Horn (Instrument)|Waldhörnern]]) werden im Englischen auch als [[Verzierung (Musik)|Rip]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Portament&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; seit [[Knud Jeppesen]] eine bestimmte melodische Figur in der Musik des 16. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Portamento als Technik in der Aufführungspraxis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung gibt es seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach [[Johann Adam Hiller]] benennt sie bei den Italienern ursprünglich nur den guten Gebrauch der Stimme beim „Aneinanderhängen der Töne“ (1780). Von einer „Ziehung der Stimme“ spricht hingegen [[Johann Friedrich Agricola]] (1757). Zeugnisse für diese Gesangstechnik gibt es wesentlich früher, so schon bei [[Domenico Mazzocchi]] (1638). In einer Zeit, als die [[Zink (Musik)|Zinken]] die führenden Melodieinstrumente waren, liegt es nahe, dass auch die Gesangsstimmen eine ähnliche Tongebung hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Belcanto]] ist das Portamento an bestimmten Stellen unabdingbar. Es wird durch einen Bindebogen der Noten gekennzeichnet, die durch Hinauf- und Herabziehen der Stimme verbunden werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine „gleitende Tonbewegung“ zur Auffüllung größerer Intervalle wird in der sogenannten spätromantischen Musik seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchlich und findet in manchen Violinschulen um 1900 herum Aufnahme. In den Sinfonien und Orchesterliedern von [[Gustav Mahler]] findet das Portamento häufige Anwendung, so beispielsweise in seiner [[4. Sinfonie (Mahler)|vierten Sinfonie]]. Nach 1900 wendet sich die Kunstmusik vom Portamento ab oder stilisiert es (wie [[Arnold Schönberg]] und [[Alban Berg]]). Manche Genres wie die Film- oder Populärmusik (siehe [[Schrammelmusik]]) pflegen das ausgiebige Portamento nach wie vor. Der [[Jazz]] hat es mit anderer Tongebung weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Portament als melodische Figur im 16. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Portament&amp;#039;&amp;#039; wurde durch Knud Jeppesen auch für ein typisches Phänomen der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts etabliert.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unter der Portamentnote verstehen wir ein unbetontes Viertel, das die folgende betonte Note antizipiert. […]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;score&amp;gt;&lt;br /&gt;
\relative{ \time 4/2 \partial 2&lt;br /&gt;
\new Staff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    { \voiceOne d&amp;#039;2 ~ d4 c^&amp;quot;*&amp;quot; c1 b2}&lt;br /&gt;
  \new Voice= &amp;quot;Dux&amp;quot;&lt;br /&gt;
    { \voiceTwo f2 d e d1}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portaments [!] dürfen […] nur auf unbetontem Taktviertel und vor unbetonter Halbnote stehen und (in [[Giovanni Pierluigi da Palestrina|Palestrina]]-Melodien) nur stufenweise abwärts angewendet werden. Bei frühen italienischen Komponisten vom Anfang des 16. Jahrhunderts und übrigens auch bei den zeitgenössischen Niederländern [d.h. zeitgenössisch zu Palestrina] beobachtet man dagegen häufig das aufwärtsgehende Portament:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;score&amp;gt;&lt;br /&gt;
\relative c&amp;#039;&amp;#039; {&lt;br /&gt;
  \time 4/2&lt;br /&gt;
  g2 f4 e f2. g4^&amp;quot;*&amp;quot; g1&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Unterterzportaments sind hier außerordentlich häufig, besonders bei [[Josquin Desprez|Josquin des Prez]], den man beinahe schon an der reichen Verwendung dieser Figur erkennen kann, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;score&amp;gt;&lt;br /&gt;
\relative c&amp;#039;&amp;#039; {&lt;br /&gt;
\key f \major&lt;br /&gt;
\time 4/2&lt;br /&gt;
  r1 c1 c a f bes2 bes a2.[ f4]^&amp;quot;*&amp;quot; f1&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
\addlyrics { Sta -- bat ma -- ter do -- lo -- ro _- sa }&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch vom Unterquintenportament machen diese frühen Komponisten regelmäßig Gebrauch.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Knud Jeppesen, &amp;#039;&amp;#039;Kontrapunkt. Lehrbuch der klassischen Vokalpolyphonie.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;74&amp;amp;nbsp;f. und 118&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Legato]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Daniel (Musiktheoretiker)|Thomas Daniel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zweistimmiger Kontrapunkt&amp;#039;&amp;#039;. Köln, Dohr 2002.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Wilibald Gurlitt]], [[Hans Heinrich Eggebrecht]]&lt;br /&gt;
   |Titel=[[Riemann Musiklexikon]]. Sachteil&lt;br /&gt;
   |Auflage=12&lt;br /&gt;
   |Ort=Mainz&lt;br /&gt;
   |Verlag=B.Schott’s Söhne&lt;br /&gt;
   |Datum=1967&lt;br /&gt;
   |Seiten=741–742}}&lt;br /&gt;
* Knud Jeppesen: &amp;#039;&amp;#039;Kontrapunkt. Lehrbuch der klassischen Vokalpolyphonie.&amp;#039;&amp;#039; Ins Deutsche übers. von Julie Schulz, Leipzig: Breitkopf &amp;amp; Härtel 1978, 5. Auflage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musizierpraxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortragsbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
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