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	<title>Portal des Filarete - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:05:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Portal_des_Filarete&amp;diff=1791178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: nach verschiebung</title>
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		<updated>2024-12-25T13:22:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nach verschiebung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Portal des Filarete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das mittlere von fünf Eingangsportalen an der Frontseite zu [[Petersdom|St.&amp;amp;nbsp;Peter]] in [[Rom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschaffen wurde das monumentale zweiflügelige Bronzetor zwischen 1433 oder 1439 und 1445 von dem Florentiner Bildhauer und Architekten &amp;#039;&amp;#039;Antonio Avelino&amp;#039;&amp;#039;, genannt [[Filarete]] und seiner Werkstatt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Porta del filarete 01.jpg|mini|hochkant|Filaretes Mittelportal zur Peterskirche]]&lt;br /&gt;
Dargestellt werden in sechs großen Feldern Christus [[Pantokrator]] und [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], darunter [[Paulus von Tarsus|Paulus]] und [[Simon Petrus|Petrus]], der Papst Eugen&amp;amp;nbsp;IV. den Schlüssel überreicht, und in den unteren Feldern das Martyrium der beiden [[Apostel]]: die Enthauptung des Paulus und die Kreuzigung des Petrus. Zwischen den sechs Hauptbildern sind wichtige Ereignisse aus der [[Vita]] des Auftraggebers dargestellt. Der florale Rahmenfries enthält Szenen aus der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]], aus Fabeln des [[Aesop]], Szenen aus der von [[Livius]] überlieferten römischen Geschichte und aus den [[Ekloge]]n [[Vergil]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder des Portals folgen einer gelehrten theologischen, vom frühen [[Philosophie der Renaissance und des Humanismus|Humanismus]] geprägten [[Ikonographie]]. Bildlich vermittelt werden sollen Probleme der Zeit, in denen das [[Konzil von Basel/Ferrara/Florenz|Konzil]] dem Papsttum den Anspruch auf den [[Papstprimat|Primat]] streitig machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tor bleibt in der Regel geschlossen und wird nur zu bestimmten Festen geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maße und Material ==&lt;br /&gt;
[[Datei:San pietro in vaticano (con numeri).svg|mini|Plan der Peterskirche, Nr. 5.: Mittelportal des Filarete]]&lt;br /&gt;
Die beiden Flügel des Tors sind je 6,35&amp;amp;nbsp;m hoch und 1,79&amp;amp;nbsp;m breit. Auf einem hölzernen Kern sind Bronzeplatten angebracht. Ursprünglich waren die Platten mit farbigem [[Email]]dekor versehen, von dem jedoch kaum noch Spuren erhalten sind. Innen ist die Tür ebenfalls mit Bronzeblech verkleidet und bis auf einen schmalen Streifen am Fuß eines Flügels ohne bildnerische Gestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftraggeber ==&lt;br /&gt;
Stifter des Tors war Papst [[Eugen&amp;amp;nbsp;IV.]] Condulmer, der es 1431 zur Ausstattung von Alt-Sankt Peter, dem Vorgängerbau der heutigen Peterskirche, in Auftrag gab. Gedacht war das Tor als Erneuerung der alten &amp;#039;&amp;#039;Porta Argenta&amp;#039;&amp;#039; (Das Silberne Tor) an Alt Sankt-Peter, die im 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von Papst [[Honorius&amp;amp;nbsp;I.]] gestiftet und während des Niedergang Roms im Mittelalter ihrer silbernen Verkleidung beraubt worden war. 1445, zwei Jahre vor dem Tod des Stifters, wurde das Tor installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1618 und 1619 wurden die Türflügel unter der Regierung [[Paul V.|Pauls V.]] oben und unten mit zwei breiten Streifen, die er zum Vermerk seines Namens und seines Wappens nutzte, angestückt, um sie den Maßen des Neubaus von St. Peter anzupassen. 1620 wurden sie an ihrem heutigen Ort installiert.&lt;br /&gt;
1962, während des [[Pontifikat]]s von [[Johannes&amp;amp;nbsp;XXIII.]] wurde das Portal restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bilder ==&lt;br /&gt;
Beide Flügel des Portals sind jeweils in zwei längsrechteckige und zwei quadratische Bildfelder gegliedert, die von einem belebten Rankenfries gerahmt werden und zwischen den Bildern durch vier erzählende Bildstreifen getrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christus Pantokrator und Maria ===&lt;br /&gt;
Die beiden oberen Bilder zeigen den thronenden Christus, die Rechte zum Segen erhoben, während die Linke ein aufgeschlagenes [[Buch des Lebens|Buch]] auf das Knie stützt. Das Ehrentuch hinter dem prunkvollen Sessel wird von einem antikisierenden [[Feston]] mit drei [[Cherub]]imköpfen gerahmt. Marias Thron auf der gegenüberliegenden Seite steht in einer an römischer Architektur orientierten Nische mit halbrunder Apsiskalotte, die ebenfalls von einem Feston mit Engelsköpfen gerahmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paulus und Petrus ===&lt;br /&gt;
Die beiden Apostelfiguren heben sich plastisch vor einem flächigen, an den [[Punzierung|punzierten]] [[Goldgrund]] mittelalterlicher Heiligenbilder erinnernden Hintergrund ab. Paulus, in der linken Hand ein Buch, in der Rechten das erhobene Schwert, wendet sich Petrus auf der Nachbartafel zu. Rechts neben Paulus steht eine antike [[Amphore]] mit Lilienstängeln, ein Attribut, das man eher auf einer [[Verkündigung des Herrn#Darstellung in der christlichen Kunst|Verkündigungsszene]] als auf einem Apostelbild erwarten kann. Auch Petrus hält ein Buch in der linken Hand. Mit der Rechten reicht er dem vor ihm knienden Papst Eugen die Schlüssel, Hinweis auf die Schlüsselgewalt der römischen Päpste, gemäß Mt 16,13–19.&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was immer du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was immer du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Tafel folgt Filarete noch mit seiner [[Bedeutungsperspektive|bedeutungsperspektivischen]] Darstellung der [[Protagonist]]en dem mittelalterlichen [[Stifterbild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Paulusmartyrium ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom Porta Filarete.JPG|mini|links|Das Martyrium des Paulus]]&lt;br /&gt;
In einer Abfolge von Szenen werden die Ereignisse von der Verurteilung, Verhaftung und Hinrichtung des Paulus erzählt. Auf der linken Seite des Bildes nimmt ein römischer Offizier die Anweisung des Kaisers entgegen. [[Nero]] thront in einer prachtvollen [[Ädikula]]. Sie ist ausgestattet mit einem [[Tropaion]] als Zeichen seiner Macht. Es folgt die Verhaftung durch ein von Reitern angeführtes Kommando und schließlich die Enthauptung des Paulus. Der Henker, dessen erster Schlag nur zu einer klaffenden Wunde am Hals des Paulus geführt hatte, holt mit dem Schwert zum Todesstoß aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Himmel ist von vielerlei Vögeln belebt, er öffnet sich und Paulus erscheint, um Plautilla, die auf einem bewaldeten Hügel kniet, einen mit seinem Märtyrerblut getränkten Schleier zu reichen. Plautilla, so erzählt die [[Legenda aurea]], war die Mutter der Hl. [[Flavia Domitilla (Tochter der jüngeren Domitilla)|Flavia Domitilla]], sie war von Petrus getauft worden und Zeugin der Enthauptung des Paulus. Vor der Hinrichtung hatte sie Paulus ihren Schleier zum Verbinden seiner Augen bei der Enthauptung gereicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Petrusmartyrium ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom P.Filarete.JPG|mini|links|Martyrium des Petrus]]&lt;br /&gt;
Das Pendant zur Enthauptung des hl. Paulus bildet die Szenerie des Petrusmartyriums. Hoch über dem Tiber thront Kaiser Nero in seinem Palast, den Filarete als eine mit Reliefs und Trophäen reich geschmückte Ädikula andeutet. Nach der Tradition wurde [[Simon Petrus]] während seiner Regierung gekreuzigt. Zu seinen Füßen findet die Festnahme Petri statt, die Eskortierung durch eine berittene Truppe römischer Soldaten zum Ort der Hinrichtung und schließlich die Kreuzigung durch vier Henkersknechte. Sie nageln Petrus mit dem Kopf nach unten ans Kreuz, so wie es in den [[apokryphen]] sogenannten [[Simon Magus#Die apokryphen Petrusakten|Petrusakten]] überliefert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Joachim Gnilka: &amp;#039;&amp;#039;Petrus und Rom&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 111, Anmerkung 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Vordergrund des Reliefs entfaltet sich ein Panorama Roms „jenseits des Tibers“, mit [[Cestius-Pyramide]], [[Engelsburg|Grabmal des Hadrian]] und einer weiteren Pyramide, die als [[Meta Romuli]] gedeutet worden ist. Die beiden antiken Pyramiden galten in der mittelalterlichen Vorstellung als Grabmäler der mythischen Stadtgründer [[Romulus und Remus]]. Nach den [[Petrusakten|Petrusapokryphen]] fand die Hinrichtung des Apostels „inter duas metas“, d.&amp;amp;nbsp;h. in Rom auf antikem Boden statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Cestius-Pyramide lehnt eine weibliche Figur, durch die Inschrift ROMA als [[Personifikation]] der Stadt Rom zu erkennen. Zwischen Hadriansmausoleum und der zweiten Pyramide wächst ein Baum, in dessen Zweige drei Schilder mit [[Symbol|Emblemen]] hängen. Der Baum wird als der legendäre [[Terpentin-Pistazie|Terebinthenbaum]] gedeutet, unter dem der Apostel vor seiner endgültigen Beisetzung unter dem heutigen Petersdom vorübergehend bestattet wurde. Die Schilder im Baum weisen durch ihre Embleme auf die drei damals bekannten Erdteile hin: Die ägyptische [[Sonnenwagen|Sonnenbarke]] steht für Afrika, der [[Skorpion]], in der mittelalterlichen Ikonographie Symbol für die [[Synagoge]] und das [[Judentum]], symbolisiert Asien und ROMA schließlich steht für Europa. Die Ikonographie&lt;br /&gt;
entspricht hier noch der antiken Dreiteilung der Welt, während die Sonnenbarke auf das keimende Interesse der frühen [[Humanismus|Humanisten]] an der ägyptischen Kultur hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ereignisse aus dem Pontifikat Eugens IV. ===&lt;br /&gt;
Die vier schmalen Reliefs zwischen den sechs großen Bildfeldern schildern die Aufhebung des [[Abendländisches Schisma|orientalischen Schismas]] und die Krönung [[Sigismund (HRR)|Sigismunds von Luxemburg]] zum Kaiser.&lt;br /&gt;
# Der byzantinische Kaiser [[Johannes VIII. (Byzanz)|Johannes VIII. Palaiologos]] tritt aus seiner Residenz, reist in einer Galeere über das Meer, landet in Italien und wird vom Papst empfangen.&lt;br /&gt;
# Der Abt Andreas mit einer Abordnung orientalischer und ägyptischer Schismatiker empfängt vom Papst die vom Florentiner Konzil festgelegten Glaubensregeln.&lt;br /&gt;
# Krönung Kaiser Sigismunds&lt;br /&gt;
# Kaiser und Papst reiten zum [[Lateran]], wo sie von einem Vertreter der Stadt mit Gefolge empfangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Signaturen Filaretes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom P.Filarete signatur.JPG|mini|300 px|Signatur Filaretes]]&lt;br /&gt;
Filarete hat seine Autorschaft an der Schaffung des Portals an mehreren Stellen dokumentiert.&lt;br /&gt;
Über der Szene des Martyriums des hl. Paulus steht auf einer schmalen Leiste, die von zwei [[Florentiner Lilie]]n, einem Wappenschild mit lateinischem Kreuz und einem Adler [mit Schlange?] flankierte Inschrift: OPUS – ANTONII – DE – FLORENTIA. (= &amp;#039;&amp;#039;Werk des Antonius aus Florenz&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Neben der Szene mit der Enthauptung des Paulus präsentieren [[Genius|Genien]] eine Medaille mit dem Kopf Filaretes im Profil, sie trägt die umlaufende Inschrift ANTONIUS – PETRI – DE – FLORENTINA – FECIT – MCCCCXLV. (= &amp;#039;&amp;#039;Antonius des Petrus aus Florenz hat [sie] gemacht 1445&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Porta del filarete, dettaglio.jpg|mini|300 px|Filarete und seine Gehilfen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich gibt es ganz unten auf der Rückseite des linken Türflügels einen schmalen Bilderfries, der uns als früher „Vorläufer eines [[Abspann|Filmabspanns]]“ darüber informiert, wer an dem Werk beteiligt war. Mit Wein, Musik und Tanz feiern die Beteiligten die Vollendung ihres Werks. Flankiert von zwei Reitern tanzt, angeführt von Filarete mit einem Zirkel, die ganze namentlich genannte Mannschaft einen übermütigen Reigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flankiert wird der Reigen von zwei Reitern: Auf der linken Seite sitzt ein Mann, sein Name ist PATRVTIVS, auf einem Esel, am Sattel hängt der [[Weinschlauch]] und mit der Rechten hebt er den Weinkrug. Die tanzenden Männer, mit Namen AGNOLVS – IACOBVS – IANNELLVS – PASSQUINVS – IOHANNES – VARRVS – FLORENIE, sind ANTONIVS ET DISCIPVLI MEI (= &amp;#039;&amp;#039;Antonius und meine Schüler&amp;#039;&amp;#039;). Auch über das dargestellte Ereignis wird man in einem Schriftzug, der aus Filaretes Mund strömt, informiert: CETERIS OPERE PRETIVM PASTVS FVMUS VE MINI HILARITAS.&amp;lt;ref&amp;gt;sinngemäß übersetzt: Mit dem Lohn für dieses Werk hatten wir ein Essen und Fröhlichkeit.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Panflötenspieler am Ende der Gruppe thront auf einem Dromedar, sein Name ist PIO VI, das Kamel heißt DROMEDARIUS und unter dem Esel steht der rätselhafte Vermerk: APO CI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Giorgio Vasari|Vasari]] bemängelt die künstlerische Qualität des Portals. In seinen &amp;#039;&amp;#039;vite&amp;#039;&amp;#039; schreibt er: „Wenn Papst Eugen&amp;amp;nbsp; IV. bei seinem Beschluß, das Portal von St. Peter in Rom in Bronze ausführen zu lassen, Sorgfalt bei seiner Suche nach den exzellentesten Künstlern für diese Arbeit hätte walten lassen … wäre das Portal nicht so schlampig ausgeführt worden, wie es sich in unserer Zeit zeigt.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Mori, Gioia: Rom in&amp;lt;!-- ?sic? --&amp;gt; 14. Jahrhundert. In: Rom. Hrsg. Marco Bussagli. Königswinter 2004. S. 361.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ferdinand Gregorovius|Gregorovius]] geht es hingegen weniger um Filaretes handwerkliche Unzulänglichkeit – er nennt es „ein hartes, profanes und misslungenes Produkt“&amp;lt;ref&amp;gt;Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. Vom 5. bis ins 16. Jahrhundert. Bd. 1. Stuttgart 1886. S. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; als um Filaretes unbefangene Verquickung sakraler und theologischer Themen mit, für den Geschmack des 19. Jahrhunderts, unschicklichen antiken Göttergeschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt das Portal als ein frühes Beispiel der Antikenrezeption der Renaissance, in dem die damals neusten Erkenntnisse über die Baukunst der Römer, über römische [[Realie]]n sowie Kenntnisse der humanistischen Gelehrtenszene an der [[Kurie]] über antike Geschichte, Mythologie und Literatur eingeflossen sind. Es reflektiert den Umbruch zwischen Mittelalter und beginnender Neuzeit. Während eine Antikenkenntnis auf der Höhe der Zeit, die Genauigkeit der Naturbeobachtung und eine um Genauigkeit bemühte Wiedergabe der Topographie Roms auf den Beginn der Renaissance hinweisen, sind die Kleinteiligkeit, die Freude am Detail und die Realitätsferne in der Gestaltung, wie sie sich an der Stifterfigur des Papstes zu Füßen St. Peters zeigt, noch dem Mittelalter verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Pfisterer (Kunsthistoriker)|Ulrich Pfisterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Filaretes historia und commentarius: Über die Anfänge humanistischer Geschichtstheorie im Bild&amp;#039;&amp;#039;, in: Der stumme Diskurs der Bilder, hg. v. K. Krüger, R. Preimesberger und V. von Rosen, München und Berlin: Deutscher Kunstverlag 2003, S. 139–176.&lt;br /&gt;
* Luise Stöckhert: &amp;#039;&amp;#039;Die Petrus- und Paulusmartyrien auf Filaretes Bronzetür von St. Peter in Rom: eine Vorform des Panoramas als kirchenpolitischer Aussage&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1997. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 28. Bd. 294.) ISBN 3-631-30204-5&lt;br /&gt;
* Ursula Nilgen: &amp;#039;&amp;#039;Filaretes Bronzetür in St. Peter: Zur Interpretation von Bild und Rahmen&amp;#039;&amp;#039;. In: Actas del XXIII. Congresso internacional de historia del arte. Granada 1976–1978. 1978, S. 569–585.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang von Oettingen]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das Leben und die Werke des Antonio Averlino genannt Filarete. Eine Studie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1888.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Künstlerfreunde – Künstlerfeinde. Anmerkungen zu einem Topos der Künstler- und Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in ders.: Die Kunst – zur Sprache gebracht. Wagenbach, Berlin 2017. S. 64–82. ISBN 978-3-8031-2784-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Filarete Doors|Portale des Filarete}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzeskulptur in Rom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikenrezeption]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Renaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauerei der Renaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tür]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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