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	<title>Porta Claudia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HeinrichStuerzl: /* Literatur */ Aktuelle Quellen</title>
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		<updated>2024-09-09T18:06:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Aktuelle Quellen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt eine Festungsanlage bei Scharnitz, die Festungsanlage bei Reutte wird unter [[Fort Claudia]] beschrieben.}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.396069|EW=11.265115|type=landmark|elevation=960|region=AT-7}}&lt;br /&gt;
[[Datei:PortaClaudiaReste01.jpg|mini|200px|Reste der Porta Claudia am Westhang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruine Porta Claudia.JPG|mini|Ruine der Leutascher Schanz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leutascher Schanz.jpg|mini|Leutascher Schanz, Luftaufnahme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porta Claudia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ehemalige [[Befestigung]]sanlage an der Engstelle des [[Scharnitzpass]]es im [[Isar]]tal bei [[Scharnitz]] ([[Tirol (Bundesland)|Tirol]], [[Österreich]]), an der [[Grenze zwischen Deutschland und Österreich|Grenze zu Deutschland]] bei [[Mittenwald]] (Bayern). An der Porta Claudia – genauer am Scharnitzpass – beginnt heutzutage die [[Bundesstraße 2|B&amp;amp;nbsp;2]] (Deutschland) bzw. die [[Seefelder Straße|B&amp;amp;nbsp;177]] (Österreich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathias Noder Die Schlacht bei Scharnitz um die Festung Porta Claudia 1805 Berliner Version.jpg|mini|Die Schlacht bei Scharnitz 1805, Gemälde von Mathias Noder]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1632 erhielt Tirol das Recht, zum Schutz vor den vorrückenden Schweden im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] am Scharnitzpass auf [[Grafschaft Werdenfels|Werdenfelser]] Gebiet – also auf fremdem Territorium – die [[Befestigung#Militärische Befestigung|Grenzbefestigung]] Porta Claudia zu errichten. Die Grenze zu Tirol verlief seit dem Jahr 1500 etwa einen Kilometer südlich von Scharnitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Khan&amp;quot;&amp;gt;Daniel-Erasmus Khan: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Staatsgrenzen - rechtshistorische Grundlagen und offene Rechtsfragen.&amp;#039;&amp;#039; [[Mohr Siebeck Verlag|Mohr Siebeck]] 2004, S. 211 f. ISBN 9783161484032 [http://books.google.de/books?id=V01T5VI4nZ4C&amp;amp;pg=PA211 Vorschau bei Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau der [[Talsperre (Burg)|Talsperre]] wurde von [[Claudia de’&amp;amp;nbsp;Medici]], Erzherzogin von [[Herzogtum Österreich|Österreich]] und Landesfürstin von [[Gefürstete Grafschaft Tirol|Tirol]], als Befestigung des wichtigen Übergangs von [[Herzogtum Bayern|Bayern]] nach [[Tirol]] in Auftrag gegeben und nach ihr benannt. Im Jahr 1648 wurde – als die Franzosen nach ihrem Sieg bei der [[Schlacht bei Zusmarshausen]] in Bayern einfielen – etwas weiter nördlich ein zweiter Riegel erbaut. Durch Vertrag vom 29. Oktober 1656 wurden dann Scharnitz und das Gebiet um die Porta Claudia gegen einen Gebietsstreifen um den Kienleitenkopf mit dem Karlingerhof (Schönwieshof östlich von Scharnitz) und Wegerecht ins [[Hinterautal]] eingetauscht. Im Jahr 1670 wurde die Festung erweitert und 1703 im Zuge des [[Bayrischer Rummel|Bayrischen Rummels]] überfallartig besetzt. Die Zerstörungen, die die Sprengung des Pulvermagazins durch die bayrische Besatzung hervorgerufen hatte, wurden bald darauf behoben. Mit dem Vertrag vom 28. Mai 1766 wurde die Zugehörigkeit von Scharnitz und der Porta Claudia zu Tirol bestätigt sowie für einen Gebietsstreifen „auf einen Musketenschuß bei allen dermaligen [[Befestigung#Militärische Befestigung|Fortifikationswerken]] heraus gegen Mittenwald“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007648_00021 &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Werdenfels - Umfang und Grenzen der Grafschaft: Die tirolische Grenze&amp;#039;&amp;#039;] S. 16, in: Altbayern Reihe I Heft 9: Grafschaft Werdenfels, Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] beschrieb die Grenze 1786 in seinem &amp;#039;&amp;#039;[[Italienische Reise|Reisebericht nach Italien]]&amp;#039;&amp;#039; als {{&amp;quot;|mit einem Walle geschlossen, der das Tal verriegelt und sich an die Berge anschließt.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang von Goethe: {{PGDW|goethe/italien/ital112}} Italienische Reise, Kapitel 3 auf Projekt Gutenberg-DE&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belagerung der Porta Claudia 1805 ===&lt;br /&gt;
Während des Feldzuges [[Napoléon Bonaparte|Napoléons]] gegen Österreich im Jahr 1805 ([[Dritter Koalitionskrieg|3.&amp;amp;nbsp;Koalitionskrieg]]) belagerten die französischen Truppen unter Marschall [[Michel Ney]] die Pässe [[Scharnitz]] und [[Leutasch]] auf der bayerischen Nordseite. Teil der Porta Claudia waren dabei nicht nur die Befestigungsanlagen bei Scharnitz, sondern ebensolche wenige Kilometer westlich am Beginn des Leutaschtals, die &amp;#039;&amp;#039;Leutascher Schanz&amp;#039;&amp;#039;. Ruinen davon sind dort heute noch zu besichtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.burgenwelt.org/oesterreich/leutascher_schanz/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Ruine des Sperrwerkes Leutascher Schanz&amp;#039;&amp;#039;] auf burgenwelt.org.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem VI. französischen Armeecorps mit 8000 bis 9000 Mann standen damals 2200 Tiroler gegenüber. Von ortskundigen Mittenwaldern geführt (Bayern stand auf der Seite von [[Napoléon Bonaparte]]), konnten die Franzosen über den vom [[Lautersee]] und [[Ferchensee]] seitlich am Grünkopf ({{Höhe|1587}}) vorbeiführenden Steig den an der Befestigungsanlage Leutascher Schanz stationierten Österreichern am 4.&amp;amp;nbsp;November 1805 unverhofft in den Rücken fallen. Dadurch konnten sie zuerst die Leutascher Schanz und dann über [[Seefeld in Tirol|Seefeld]] auch den [[Scharnitzpass]] erobern und so ins Inntal und nach [[Innsbruck]] vordringen. Der seitlich am Grünkopf vorbeiführende Steig wurde infolge dieser Kriegslist &amp;#039;&amp;#039;Franzosensteig&amp;#039;&amp;#039; benannt (als solcher ist er auch in heutigen Wanderkarten eingetragen). Angeblich wurde beim Einfall der Truppen über den Steig nach Leutasch nur ein einziger Schuss aus einer Kanone abgefeuert. Die Kanonenkugel schlug im &amp;#039;&amp;#039;Gasthaus zur Mühle&amp;#039;&amp;#039; ein, wo sie von der Wirtin noch heute aufbewahrt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kompass.de/tour/detail/100010413-obere-wettersteinspitze/ &amp;#039;&amp;#039;Bergtour-Beschreibung Obere Wettersteinspitze&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederlage von [[Schlacht bei Austerlitz|Austerlitz]] und dem [[Frieden von Pressburg]] vom 26.&amp;amp;nbsp;Dezember 1805 zwischen Österreich und Frankreich musste Österreich die Grafschaft [[Tirol]] und Vorarlberg an [[Bayern]] abtreten und [[Franz II. (HRR)|Kaiser Franz&amp;amp;nbsp;II.]] musste Napoléon als Kaiser anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
Heutzutage sind von der Porta Claudia nur noch bis zu 6&amp;amp;nbsp;Meter hohe Mauern erhalten ({{BDA Objekt Ref|97192|WD-Item=Q64487360|Scharnitz|text=Scharnitz, unter Denkmalschutz}}). Die Reste der kleineren Schanze ({{BDA Objekt Ref|128460|WD-Item=Q64487362|Leutasch|text=Leutasch, unter Denkmalschutz}}) in der Leutasch sind am [[Zollamt Leutasch|alten Zollamt]] in [[Unterleutasch]]-[[Schanz (Gemeinde Leutasch)|Schanz]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;280&amp;quot; perrow=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
PortaClaudiaPano2.jpg|Wehrmauer der Porta Claudia am Westhang&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/mittenwald-ort29073/als-die-schanze-fiel-90123015.html Josef Hornsteiner, &amp;#039;&amp;#039;Mittenwald: Gefundene Protokolle werfen neues Licht auf die Schlacht um die Porta Claudia&amp;#039;&amp;#039;, Münchner Merkur, 06.12.2020]&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/46939198/Die_K%C3%A4mpfe_um_die_Festung_Scharnitz_1805_Ein_Gem%C3%A4lde_von_Mathias_Noder Tommy Jark, &amp;#039;&amp;#039;Die Kämpfe um die Festung Scharnitz 1805: Ein Gemälde von Mathias Noder&amp;#039;&amp;#039;, in: Sonderdruck aus: Die Festung der Neuzeit in historischen Quellen, Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Festungsforschung e.V., 2018]&lt;br /&gt;
* Hans v. Zwiedineck-Südenhorst: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Ostalpen]] in den Franzosenkriegen&amp;#039;&amp;#039;, II. Theil. Der Feldzug von [[1805]], S. 110 f., Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1898, Band XXIX&lt;br /&gt;
* Carl Baur: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg in Tirol während des Feldzugs von 1809, mit besonderer Hinsicht auf das Corps des Obersten Grafen von Arco&amp;#039;&amp;#039;. Mit Anmerkungen über die Natur des Krieges in diesem Gebirgslande nebst einer Charte des Kriegsschauplatzes. München 1812 ([http://books.google.de/books?id=iQlLAAAAcAAJ Weblink, books.google.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Scharnitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutasch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettersteingebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruine in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talsperre (Burg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HeinrichStuerzl</name></author>
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