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	<title>Porphyria cutanea tarda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T06:22:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Porphyria_cutanea_tarda&amp;diff=909941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-06T13:59:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = E80.1&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Porphyria cutanea tarda&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 5C58.10&lt;br /&gt;
| Data-01 = Porphyria cutanea tarda&lt;br /&gt;
| Code-02 = 5C58.1Y&lt;br /&gt;
| Data-02 = Sonstige näher bezeichnete Porphyrien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porphyria cutanea tarda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PCT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Früher auch als [[Kryoglobulinämie]] angesehen. I. Biro u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Kryoglobulinaemia porphyria hepatica chronica (porphyria cutanea tarda). Mellet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orvosi Hetilap&amp;#039;&amp;#039;, 1964, Band 105, S. 341–343.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Stoffwechselerkrankung aus der Gruppe der [[Porphyrie|Porphyrien]]. Porphyrien werden durch abnormale [[Synthese]] des roten Blutfarbstoffs ([[Hämoglobin]]) verursacht. Diese Erkrankung geht mit Leber- und Hautveränderungen einher und ist bisher nicht [[Kausalität|kausal]] heilbar. Derzeit existieren verschiedene Therapieansätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Porphyria cutanea tarda ist die häufigste Erkrankung aus der Gruppe der [[Porphyrie|Porphyrien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Loukas Kakoullis, Stylianos Louppides, Eleni Papachristodoulou, George Panos |Titel=Porphyrias and photosensitivity: pathophysiology for the clinician |Sammelwerk=Postgraduate Medicine |Band=130 |Nummer=8 |Datum=2018-11 |ISSN=1941-9260 |Seiten=673–686 |DOI=10.1080/00325481.2018.1533380 |PMID=30296862}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 1 aus 10.000 bis 1&amp;amp;nbsp;aus 25.000 Menschen ist erkrankt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laurens Janssens, Hyun Ji, Andrew Greenlund |Titel=Porphyria Cutanea Tarda |Sammelwerk=Clinical Gastroenterology and Hepatology: The Official Clinical Practice Journal of the American Gastroenterological Association |Band=19 |Nummer=9 |Datum=2021-09 |ISSN=1542-7714 |Seiten=A19 |DOI=10.1016/j.cgh.2020.05.028 |PMID=32447017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit zählt diese Krankheit zu den selteneren Erkrankungen. Männer erkranken im Vergleich zu Frauen häufiger. Bei Erstdiagnose ist die Mehrzahl der Patienten etwa 40 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typ 1 – Sporadische Form ===&lt;br /&gt;
Die sporadische (nicht vererbte) Form dieser Erkrankung ist die häufigste Unterform (etwa 80 % der Fälle). Die Spiegel des [[Enzym|Enzyms]] [[Uroporphyrinogen-Decarboxylase]] sind normal, aber die Aktivität des Enzyms in der [[Leber]] ist durch Hemmstoffe ([[Inhibitor|Inhibitoren]]) vermindert. Mögliche Faktoren dafür sind meist [[Alkoholkrankheit|übermäßiger Alkoholkonsum]], können aber auch Rauchen, Infektionen mit [[Hepatitis C]] oder [[HIV]]/[[AIDS]], [[Östrogen]] (hormonelle Kontrazeption; „die Pille“), chlorierte Kohlenwasserstoffe oder hereditäre [[Hämochromatose]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aniruddh Shah, Harshil Bhatt |Titel=Cutanea Tarda Porphyria |Sammelwerk=StatPearls |Verlag=StatPearls Publishing |Ort=Treasure Island FL |Datum=2023 |Online=https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK563209/ |Abruf=2023-05-24 |PMID=33085356}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typ 2 – Angeborene Form ===&lt;br /&gt;
Die angeborene Form entsteht durch einen genetischen Defekt (sogenannte [[Mutation]]) im Gen des [[Enzym|Enzyms]] [[Uroporphyrinogen-Decarboxylase]] auf [[Chromosom]]&amp;amp;nbsp;1 (etwa 20 % der Fälle). Dieser Gendefekt wird [[autosomal-dominant]] vererbt. Dadurch kommt es zu einer Herabsetzung der Enzymaktivität in allen Körperzellen. Dies allein führt nicht zum Auftreten der Erkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard W. Lambrecht, Manish Thapar, Herbert L. Bonkovsky |Titel=Genetic aspects of porphyria cutanea tarda |Sammelwerk=Seminars in Liver Disease |Band=27 |Nummer=1 |Datum=2007-02 |ISSN=0272-8087 |Seiten=99–108 |DOI=10.1055/s-2006-960173 |PMID=17295179}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Faktoren (Alkohol, Rauchen, Hepatitis, Östrogen) sind dazu typischerweise notwendig. Dies erklärt warum viele Patienten trotz Mutation keine Symptome haben oder diese erst ab dem 40. Lebensjahr bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typ 3 – Andere Formen ===&lt;br /&gt;
In seltenen Ausnahmen (&amp;lt;1 % der Fälle) sind mehrere Mitglieder einer Familie betroffen, obwohl keine Mutation im Gen für [[Uroporphyrinogen-Decarboxylase]] nachgewiesen werden kann. Dies deutet auf Mutationen in anderen Genen hin, die aber bisher nicht ausreichend geklärt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Bei der PCT handelt es sich um eine Synthesestörung von [[Häme (Stoffgruppe)|Häm]], welches ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffes [[Hämoglobin]] ist. Die [[Uroporphyrinogen-Decarboxylase]] ist das fünfte [[Enzym]] in der Biosynthesesequenz des Häms. Es katalysiert die [[Decarboxylierung]] des Uroporphyrinogen&amp;amp;nbsp;III zu Coproporphyrinogen&amp;amp;nbsp;III. Dies ist der letzte im [[Zytosol]] der [[Hepatozyt|Leberzelle]] ablaufende Prozess, bevor die Fertigstellung des Häms in den [[Mitochondrien]] vonstattengeht. Eine Funktionsstörung oder eine zu geringe Menge dieses Enzyms führt zu einem Aufstau der Häm-Zwischenprodukte. Diese sogenannten [[Porphyrine]] lagern sich dann in verschiedenen Geweben ab und verursachen entsprechende Krankheitssymptome. Betroffen sind bei der PCT hauptsächlich Leber und Haut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. B. Poh-Fitzpatrick |Titel=Pathogenesis and treatment of photocutaneous manifestations of the porphyrias |Sammelwerk=Seminars in Liver Disease |Band=2 |Nummer=2 |Datum=1982-05 |ISSN=0272-8087 |Seiten=164–176 |DOI=10.1055/s-2008-1040706 |PMID=6753166}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hepato-erythropoetische Porphyrie (HEP) ==&lt;br /&gt;
Die HEP ist eine schwerer verlaufende, [[Homozygotie|homozygote]] Form der PCT. Die Symptome können leicht mit der kongenitalen erythropoetischen Porphyrie ([[Morbus Günther]]) verwechselt werden, auch hier kann es zu Entstellungen an den dem Licht ausgesetzten Arealen kommen (Verlust von Nase, Lippen, Ohrmuscheln und Fingerteilen, Erblindung). Neben den Stoffwechselprodukten, die man bei einer PCT findet, ist zusätzlich der Wert für [[Zink-Protoporphyrin]] in den Erythrozyten erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den anderen hepatischen Porphyrien verläuft die PCT chronisch und ohne neurologische Symptomatik. Der Verlauf und die Ausprägung sind sehr variabel, so kann die Ausscheidung von [[Porphyrine|Porphyrin]] im Harn das einzige Symptom der Erkrankung sein. Weitere typische Symptome sind:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laurens Janssens, Hyun Ji, Andrew Greenlund |Titel=Porphyria Cutanea Tarda |Sammelwerk=Clinical Gastroenterology and Hepatology: The Official Clinical Practice Journal of the American Gastroenterological Association |Band=19 |Nummer=9 |Datum=2021-09 |ISSN=1542-7714 |Seiten=A19 |DOI=10.1016/j.cgh.2020.05.028 |PMID=32447017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lichtempfindlichkeit ([[Photosensibilität (Dermatologie)|Photosensibilität]]) der Haut ist das zentrale Symptom der Erkrankung. Die PCT hat somit den Charakter einer [[Photodermatose]]. Durch UV-Einstrahlung bilden sich an der Sonne ausgesetzten Stellen, wie Gesicht, Handrücken oder Beine, aufgrund der dortigen Porphyrineinlagerungen flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Vesikel) und Blasen (Bullae). Die Haut ist äußerst brüchig. Minimale Traumata können zur Entstehung dieser Blasen führen. Parallel dazu, zeitlich etwas versetzt, entstehen auf der Haut kleine, weiße, zystische Herde, sogenannte [[Milien]]. Die oftmals verletzte Haut der PCT-Patienten hat geringes Selbstheilungspotential und ist somit ständig einer Infektionsgefahr ausgesetzt. Weitere Hautsymptome sind Pigmentverschiebungen (Hyper- und Hypopigmentierungen), verstärkte Lanugobehaarung ([[Hypertrichose]]), livid bis bräunliche Gesichtsfarbe sowie Verdickung, Vernarbung und Kalzifizierung der Haut.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Porphyrineinlagerungen führen zu einer Lebervergrößerung ([[Hepatomegalie]]) und Leberfunktionsstörung. Die Laborwerte zeigen eine Erhöhung der [[Transaminase]]n. Wie bei jeder chronischen Leberschädigung ist bei der PCT das Risiko für die Entstehung von [[Leberkrebs]] (hepatozelluläres Karzinom) deutlich erhöht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der Harn kann durch die Porphyrinausscheidung rosa bis braun verfärbt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Man findet erhöhte Porphyrinspiegel in [[Blutplasma]], Urin und Stuhl. Die frühen Zwischenprodukte der Häm-Synthese sind nicht oder nur leicht erhöht (ALA, PBG sind im Wesentlichen normal). Anfallende Zwischenprodukte sind Uroporphyrin&amp;amp;nbsp;I und 7-Carboxylat-Porphyrin sowie Isocoproporphyrin. Die beiden ersten finden sich in Urin und Blutplasma, das dritte hauptsächlich im Stuhl. Der Anstieg des Isocoproporphyrins deutet sehr spezifisch auf einen hepatischen Defekt der [[Uroporphyrinogen-Decarboxylase]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
* Das alleinige Weglassen der [[Noxe]]n (Alkohol, Nikotin, Eisen, Östrogen, verschiedene Medikamente) kann bei manchen Patienten die Symptomatik verbessern und unter Umständen völlig verschwinden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sollte dies nicht ausreichen, empfiehlt sich ein [[Aderlass]] (Phlebotomie). Einmal alle ein bis zwei Wochen wird eine Blutmenge von etwa 500&amp;amp;nbsp;ml abgelassen, dies führt zu einer Verringerung des Lebereisens und somit zum Wegfall eines wichtigen [[Trigger (Medizin)|Triggers]]. Nach fünf bis sechs Sitzungen kommt es meist zu einer spürbaren Symptombesserung. Auch schützt der Aderlass gegen [[Rezidiv]]e der Erkrankung. Es bedarf einer genauen Kontrolle des Serumhämoglobins und Serumferritins, um sideropenische Komplikationen (Eisenmangelanämie) zu vermeiden.&lt;br /&gt;
* Zu achten ist auf Schutz vor Sonnenlicht (Meiden der Sonne, Schutzbekleidung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor).&lt;br /&gt;
* Schwere Verläufe werden mit niedrig dosiertem [[Chloroquin]] (beispielsweise 125 mg zweimal wöchentlich) behandelt. Eine Überdosierung kann jedoch die Situation gefährlich verschlimmern. Chloroquin (ursprünglich zur Behandlung der [[Malaria]] gedacht) bildet mit Porphyrinen Komplexe, die über die Nieren ausgeschieden werden. Eine gute Nierenfunktion ist daher Voraussetzung für diese Therapieoption. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sollten erfolgen.&lt;br /&gt;
* Patienten, die neben der PCT an schwerer [[Niereninsuffizienz]] leiden, werden mit EPO ([[Erythropoetin]]) behandelt.&lt;br /&gt;
* Ferner sollte, zur Früherkennung von etwaigen Schäden, eine regelmäßige Bildgebung der Leber erwogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Herold |Titel=Innere Medizin |Datum=2020 |ISBN=978-3-9814660-9-6 |Seiten=704}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.porphyria-europe.com/ Homepage der europäischen Porphyrie Initiative EPI] mit Adressen der nationalen Porphyrie-Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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