<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Porphyr</id>
	<title>Porphyr - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Porphyr"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Porphyr&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T03:50:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Porphyr&amp;diff=51818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Porphyrtuff */ archivlink geprüft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Porphyr&amp;diff=51818&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-26T07:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Porphyrtuff: &lt;/span&gt; archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{dieser Artikel|behandelt das gleichnamige Gestein, für das Gefüge siehe [[Porphyrisches Gefüge]]. Zu Informationen über den Philosophen siehe [[Porphyrios]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Quarzporphyr.jpg|mini|hochkant=1.25|[[Löbejüner Porphyr|„Quarzporphyr“ (Rhyolith) aus Löbejün]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porphyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|πορφύρα|porphýra|de=[[Purpurschnecke]], [[Purpur (Farbe)|Purpurfarbe]]}}) ist im mitteleuropäischen Raum ein weit verbreiteter Sammelbegriff für verschiedene, meistens prätertiäre [[Vulkanit|vulkanische Gesteine]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch22&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wimmenauer&amp;quot; /&amp;gt;, die große, gut ausgebildete einzelne [[Kristall]]e in einer sehr feinkörnigen Grundmasse besitzen. Sie haben für gewöhnlich eine saure ([[Quarz|quarzreiche]], „[[Rhyolith|Quarzporphyr]]“) bis intermediäre Zusammensetzung und enthalten einen hohen Anteil an [[Feldspat]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen [[Geologie|geologischen]] Fachsprache gilt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Porphyr&amp;#039;&amp;#039; nur für das [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]]bild eines Gesteins und nicht für ein bestimmtes Gestein. Dieses Gefügebild wird entsprechend als [[porphyrisches Gefüge]] bezeichnet. Im Hinblick auf seine Mehrdeutigkeit, in der Fachsprache, „sollte dieser Begriff nicht mehr  verwendet werden“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch22&amp;quot;&amp;gt;Martin Okrusch, Hartwig E. Frimmel: Mineralogie - eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde (10. Auflage). Springer, Heidelberg (2022).978-3-662-64064-7, S. 308. &amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Umgangssprache ist der Begriff „Porphyr“ aber weiterhin als Kulturbegriff und als Bestandteil der Eigennamen zahlreicher [[Naturstein|Werksteine]] gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Gesteine mit porphyrischem Gefüge entstehen, wenn [[Magma]] im Erdinneren zunächst langsam erkaltet. In der Tiefe bilden sich bereits wenige, aber große Kristalle, die in der Schmelze schwimmen. Kommt es dann zu einem schnellen Aufstieg des Magmas mit einem [[Vulkan]]ausbruch, kühlt das verbleibende noch flüssige Magma sehr rasch ab und kristallisiert. Dabei entstehen zahlreiche, mikroskopisch kleine Kristalle, die als Grundmasse oder auch [[Matrix (Geologie)|Matrix]] bezeichnet werden. Je rascher die Abkühlung erfolgt, desto feinkörniger wird die Grundmasse. Die großen, mit bloßem Auge gut sichtbaren Kristalle werden als [[Einsprengling]]e bezeichnet. Sie haben meist eine Größe zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern. Meistens handelt es sich um voll ausgebildete und daher typisch geformte („[[idiomorph]]e“) Kristalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Porphyrarten und strukturell ähnliche Gesteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Andesitic rock of Rotliegend series.jpg|mini|Handstück eines porphyrischen Gesteins [[Latit|latitischer]] Zusammensetzung. Gut erkennbar sind die großen rötlichen Einsprenglinge aus Alkalifeldspat in der weißlichen Grundmasse aus Plagioklas.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porphyre im eigentlichen Sinn {{Anker|Porphyrit}} ===&lt;br /&gt;
Es wurde früher im mitteleuropäischen Raum allgemein zwischen [[Quarz|quarzreichem]] und quarzarmem Porphyr unterschieden. Beim Erstgenannten finden sich neben Feldspat- auch Quarzkristalle als Einsprenglinge. Eine mittlerweile veraltete Bezeichnung für dieses Gestein ist daher &amp;#039;&amp;#039;Quarzporphyr&amp;#039;&amp;#039;, wobei damit vor allem „alte“ ([[Paläozoikum|paläozoische]]) quarzreiche Porphyre bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wimmenauer&amp;quot;&amp;gt;Wolfhardt Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; Enke-Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-432-94671-6, S.&amp;amp;nbsp;175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch22&amp;quot;/&amp;gt; Der heute zu verwendende Name für dieses Gestein ist [[Rhyolith]]. Dieser Name macht allerdings keine Aussagen über das Gefüge, sondern nur über den Mineralbestand und die vulkanische Entstehung. Daher entspricht nicht jeder Rhyolith zwangsläufig der alten Bezeichnung „Porphyr“. Wenn das entsprechendes Gefüge vorliegt, muss daher von &amp;#039;&amp;#039;porphyrischem Rhyolith&amp;#039;&amp;#039; gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quarzarme „Porphyre“ können Quarz noch in der Grundmasse enthalten. Er kann aber auch vollständig fehlen. Da die genauere chemische Zusammensetzung für dessen Definition keine Rolle spielt, fallen unter den alten Begriff des &amp;#039;&amp;#039;quarzarmen Porphyrs&amp;#039;&amp;#039; mehrere Gesteine, wie zum Beispiel [[Andesit]], [[Trachyt]] oder [[Dazit]]. Hierbei gilt dasselbe wie für Rhyolith – nicht jedes so bezeichnete Gestein ist zwangsläufig porphyrisch. Für paläozoisch gebildete Dazite (bisweilen auch für „alte“ quarzarme „Porphyre“ allgemein) war, analog zu Quarzporphyr, die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porphyrit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich, insbesondere bei Vorhandensein von Einsprenglingen aus [[Plagioklas]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wimmenauer&amp;quot; /&amp;gt; Die veralteten Bezeichnungen „Porphyr“, „Porphyrit“ und „Quarzporphyr“ sollten in der Fachsprache nicht mehr verwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch22&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porphyrgranit u.&amp;amp;nbsp;ä. {{Anker|Porphyrgranit}} {{Anker|Granitporphyr}} ===&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porphyrgranit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Granitporphyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein quarz- und alkalifeldspatreiches [[plutonisches Gestein]] bzw. [[Ganggestein]], dessen Gefüge zwischen dem eines echten [[Granit]]es und dem eines vulkanischen Porphyrs steht. Hierbei werden die Gesteine mit noch relativ grobkörniger Grundmasse als &amp;#039;&amp;#039;Porphyrgranit&amp;#039;&amp;#039;, die Gesteine mit sehr feinkörniger Matrix, einem jedoch sehr hohen Anteil an relativ kleinen Einsprenglingen als &amp;#039;&amp;#039;Granitporphyr&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. In Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung bzw. dem Mineralbestand existieren entsprechend auch &amp;#039;&amp;#039;Granodioritporphyre&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dioritporphyre&amp;#039;&amp;#039;. Bei entsprechenden [[Basisches Gestein|basischen Gesteinen]] spricht man hingegen von &amp;#039;&amp;#039;porphyrischen [[Dolerit]]en&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mikro[[gabbro]]s&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porphyrtuff ===&lt;br /&gt;
Der [[Petrographie|petrographische]] Gesteinsbegriff [[Tuff|Porphyrtuff]] ist aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit der so bezeichneten Gesteine mit den „echten“ Porphyren sprachlich an diese angelehnt. Einige Vorkommen von Porphyrtuffen wurden früher sogar tatsächlich als Porphyre klassifiziert und die in diesen Vorkommen abgebauten Naturwerksteine werden noch heute als „Porphyre“ verkauft. Porphyrtuffe sind zwar vulkanischer Herkunft und chemisch mit Rhyoliten, Daziten oder Andesiten identisch, unterscheiden sich durch ihren eigentlichen [[Gestein#Gesteinsklassen und Entstehung|Entstehungsprozess]] von diesen jedoch deutlich: Es handelt sich nicht um erkaltete Lavaströme, sondern um [[Pyroklastisches Sediment|pyroklastische Sedimente]]. Das porphyrische Erscheinungsbild geht bei ihnen auf die Zusammensetzung aus sehr feinkörniger [[Vulkanische Asche|vulkanischer Asche]], welche die Grundmasse bildet, und darin eingebetteter, grobkörnigerer [[Lapilli]], den „Einsprenglingen“, zurück. Vor allem die Aschepartikel sind oft so schnell abgekühlt, dass es sich nicht, wie bei den „echten“ Porphyren um mikrokristallines Material handelt, sondern um vulkanisches Glas mit [[amorph]]er Ultrastruktur. Die Entstehung zahlreicher Porphyrtuffvorkommen wird mit [[Pyroklastischer Strom|pyroklastischen Strömen]] in Zusammenhang gebracht. Solche Porphyrtuffe werden auch [[Ignimbrit]]e genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Porphyrtuffe aus Deutschland sind der [[Rochlitzer Porphyr]], der [[Chemnitz-Hilbersdorf|Hilbersdorfer]] Porphyrtuff ([[Zeisigwald]]-Tuff) und der [[Rüdigsdorf (Frohburg)|Rüdigsdorfer]] Porphyrtuff, alle aus dem [[Rotliegend]] von [[Sachsen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heiner Siedel: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische „Porphyrtuffe“ aus dem Rotliegend als Baugesteine: Vorkommen und Abbau, Anwendung, Eigenschaften und Verwitterung.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Steinkonservierung&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;V. Bericht&amp;amp;nbsp;Nr.&amp;amp;nbsp;22, 2006 ({{Webarchiv|url=http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_bauingenieurwesen/geotechnik/geologie/geologie/dateien/Tuffe_IfS.pdf |wayback=20141205122219 |text=PDF }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kupferporphyr ===&lt;br /&gt;
Als [[Porphyrische Kupferlagerstätte|Kupferporphyr]] oder &amp;#039;&amp;#039;Copper Porphyry&amp;#039;&amp;#039; werden kupferreiche subvulkanische Porphyre bezeichnet, welche heutzutage als [[Erzlagerstätte]]n für [[Kupfer]], [[Gold]] oder [[Molybdän]] Bedeutung haben. Diese an [[Subduktionszone]]n gebundenen Gesteine entstehen bei der Intrusion eines [[fluid]]reichen (insbesondere Wasser) Magmas in höhere Gesteinsschichten. Die Fluide sammeln sich bei der nun beginnenden Kristallbildung in der Restmagma an und dringen in das Deckgebirge ein. Die Fluide sind angereichert an Schwermetallen, welche bei der [[Metasomatose]] des Deckgebirges ausgefällt werden. Die Zusammensetzung der Schwermetalle hängt von dem Entstehungsort ab, so sind in basaltischen Inselbögen vorkommende Kupferporphyre goldreicher, während in saurer Kruste entstandenen Porphyre u.&amp;amp;nbsp;a. Molybdän anreichern.&amp;lt;ref&amp;gt;Jamie J. Wilkinson: [http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1940.html Triggers for the formation of porphyry ore deposits in magmatic arcs], nature geoscience, 13. Oktober 2013, [[doi:10.1038/ngeo1940]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen in Mitteleuropa ==&lt;br /&gt;
Porphyre sind in Deutschland relativ weit verbreitet. Sie entstanden dabei vor allem zur Zeit des [[Rotliegend]] im Unteren [[Perm (Geologie)|Perm]]. Große Vorkommen gibt es unter anderem im [[Thüringer Wald]], in Nordwest[[sachsen]] (der [[Rochlitzer Porphyr]] oder bei [[Falkenhain (Lossatal)|Dornreichenbach]]), im nördlichen [[Saalekreis]] und in [[Halle (Saale)]] (siehe auch [[Hallescher Porphyrkomplex]]) und am [[Haar (Westfalen)|Haarstrang]]. Weitere bedeutende Vorkommen in Deutschland findet man bei den [[Bruchhauser Steine]]n, am [[Battert]], im [[Odenwald]], im [[Tharandter Wald]] und im Meißener Land ([[Leutewitz (Käbschütztal)|Leutewitz]]/[[Andesit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin sind skandinavische Porphyre als [[Eiszeitalter|eiszeitliches]] [[Geschiebe]] in [[Norddeutschland]] recht häufig und sehr weit verbreitet. Sie sind, mit Ausnahme der permischen Porphyre aus dem [[Oslograben]], meist [[Präkambrium|präkambrischen]] Alters. Zuweilen sind bestimmte Porphyre als [[Leitgeschiebe]] charakteristisch für ein definiertes Herkunftsgebiet. Dazu zählt z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Rhombenporphyr]] aus dem Oslograben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr ausgeprägt ist auch das Vorkommen innerhalb der [[Etschtaler Vulkanit-Gruppe]] in [[Südtirol]] und dem [[Trentino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaushofbrunnen 05.jpg|mini|Detail des größtenteils aus rötlichem Porphyr gearbeiteten [[Rathaushofbrunnen]]s in Bern]]&lt;br /&gt;
Porphyre dienen einerseits als [[Massenrohstoff]] für die Baustoffindustrie, insbesondere für die [[Schotter]]- und Splittherstellung. Andererseits sind sie auch ein begehrter [[Naturwerkstein]]. Vor allem poliert können sie durch ihr porphyrisches Gefüge sehr dekorativ wirken. Dabei finden sie sowohl im Außenbereich als auch im Innenbereich Verwendung, etwa als Fassadenverkleidung oder als Arbeitsplatte in der Küche. Aufgrund der raschen, oberflächennahen Abkühlung sind die meisten Porphyrvorkommen von einem engmaschigen Netz aus [[Kluft (Geologie)|Abkühlungsklüften]] durchzogen, sodass aus diesen keine größeren Werksteinblöcke gewonnen werden können, was die Einsatzmöglichkeiten etwas einschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Porphyr wurde bereits im Alten Ägyptischen Reich am [[Mons Porphyrites]] in [[Ägypten]] abgebaut, dem damals einzigen bekannten Abbaugebiet. Größere Abbauspuren stammen von dort auch aus römischer Zeit. Porphyr war zur Zeit der [[Römische Tetrarchie|römischen Tetrarchie]] und dann auch in [[Konstantin der Große|konstantinischer Zeit]] sehr beliebt. Aufgrund seiner purpurnen Farbe war es ausschließlich den Kaisern und ihren Bildnissen vorbehalten. Ein bekanntes Beispiel sind die [[Venezianische Tetrarchengruppe|Statuen der vier Tetrarchen]] am [[Markusdom]] in [[Venedig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Kaiser Konstantin gab es Porphyrkreise in den Fußböden seiner Empfangshallen, die nur er betreten durfte, und auch seine Söhne wurden in porphyrgetäfelten Zimmern ([[Porphyra]]) geboren und in Porphyrsarkophagen beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bekannte Beispiele für die Verwendung von Porphyr ist die Porphyrscheibe, die im [[Petersdom]] die Stelle markiert, an der [[Karl der Große]] gekrönt worden sein soll. Im [[Dom von Palermo|Dom zu Palermo]] befinden sich u.&amp;amp;nbsp;a. die Grabmäler [[Heinrich VI. (HRR)|Kaiser Heinrichs VI.]], [[Friedrich II. (HRR)|Kaiser Friedrichs II.]] sowie von [[Roger II. (Sizilien)|König Roger II. von Sizilien]] und [[Konstanze von Sizilien]], auch diese wurden aus Porphyr gefertigt. Auch der Sarkophag von König [[Wilhelm I. (Sizilien)|Wilhelm I. von Sizilien]] in der [[Kathedrale von Monreale]] ist aus Porphyr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein seit der Antike südlich der Alpen verwendetes porphyrisches Gestein ist der [[Krokeischer Stein|Krokeische Stein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dubbeleggad stridsyxa av porfyr fr Dala (2M16-B1845) 6404.jpg|[[Endneolithikum|Endneolithische]] Porphyr-Doppelaxt aus Südschweden, Falbygden-Museum [[Falköping]]&lt;br /&gt;
Datei:Minerva Alexander Mazarin Louvre Ma3385.jpg|Büste Alexanders des Großen aus dem 17. Jh., auch bekannt als „Mazarin-Alexander“ (Nachahmung antiker Büsten aus dem 2. Jh.), Louvre&lt;br /&gt;
Datei:Baptismal Font Magdeburg.jpg|Taufbecken im [[Magdeburger Dom]], aus &amp;#039;&amp;#039;Porfido rosso&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:Venice – The Tetrarchs 03.jpg|Die aus Porphyr gefertigte spätantike [[Venezianische Tetrarchengruppe]] am [[Markusdom]] in [[Venedig]]&lt;br /&gt;
Datei:+ Kaiser- und Königsgräber in der Kathedrale von Palermo. 01.jpg|Die Grabmäler Friedrich II. und Rogers&amp;amp;nbsp;II. im Dom von [[Palermo]]&lt;br /&gt;
Datei:+ Die Sarkophage der Könige von Sizilien Wilhelm I. und Wilhelm II. in der Kathedrale von Monreale. 05.jpg|Sarkophag Wilhelms I. in [[Monreale]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Naturwissenschaftlicher Verein Aschaffenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Porphyre.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Museums der Stadt Aschaffenburg. Bd.&amp;amp;nbsp;26 (Tagungsband der Porphyr-Tagung am 21. und 22. Oktober 2011 in Weilbach und Amorbach, Landkreis Miltenberg). Helga Lorenz Verlag, Karlstein am Main 2012, {{ISSN|0939-1924}}.&lt;br /&gt;
* Gabriele Borghini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Marmi antichi&amp;#039;&amp;#039;. Edizioni de Luca, Rom 2001, ISBN 88-8016-181-4.&lt;br /&gt;
* Raymond Perrier: &amp;#039;&amp;#039;Les roches ornementales&amp;#039;&amp;#039;. Edition Pro Roc, Ternay 2004, ISBN 2-9508992-6-9.&lt;br /&gt;
* Arnd Peschel: &amp;#039;&amp;#039;Natursteine&amp;#039;&amp;#039;. 2. überarbeitete Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1983 (&amp;#039;&amp;#039;Monographienreihe nutzbare Gesteine und Industrieminerale&amp;#039;&amp;#039; 1, {{ZDB|554920-6}}).&lt;br /&gt;
* Roland Vinx: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinsbestimmung im Gelände&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier, München 2005, ISBN 3-8274-1513-6.&lt;br /&gt;
* Yvonne Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.rdklabor.de/w/?oldid=95970 Porphyr]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte|RDK]] Labor (2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Porphyry}}&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas: Porphyr]]&lt;br /&gt;
* [http://www.spessartit.de/porphyr.html Porfido verde antico das markante, grüne Gestein (andesitischer Porphyr) aus Griechenland; Porfido rosso antico der imperiale (rote) Porphyr aus Ägypten und andere Porphyre.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4449809-3|LCCN=sh85105029}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
	</entry>
</feed>