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	<title>Porkuni - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:11:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ISO 3166 Bot: ISO 3166 Bot: ISO-Code Änderungen gemäß ISO 3166-2:EE (https://www.iso.org/obp/ui/#iso:code:3166:EE), gültig seit 2020-11-24</title>
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		<updated>2020-11-26T17:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISO 3166 Bot: ISO-Code Änderungen gemäß &lt;a href=&quot;/index.php/ISO_3166-2:EE&quot; title=&quot;ISO 3166-2:EE&quot;&gt;ISO 3166-2:EE&lt;/a&gt; (https://www.iso.org/obp/ui/#iso:code:3166:EE), gültig seit 2020-11-24&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|article=/|map=right|NS=59.188333|EW=26.1975|type=city|pop=205|region=EE-792}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Porkuni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Borckholm&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Dorf ({{etS|küla}}) in der [[Estland|estnischen]] Landgemeinde [[Tapa (Gemeinde)|Tapa]] im [[Kreis Lääne-Viru]] (&amp;#039;&amp;#039;West-Wierland&amp;#039;&amp;#039;). Es hat 205 Einwohner (Stand 1. Juni 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Porkuni-See ==&lt;br /&gt;
Der Porkuni-See (&amp;#039;&amp;#039;Porkuni järv&amp;#039;&amp;#039;) liegt auf dem [[Höhenzug Pandivere]], 107 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist 41,5&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] groß und umfasst die vier Teile &amp;#039;&amp;#039;Suurjärv&amp;#039;&amp;#039; (36 Hektar), &amp;#039;&amp;#039;Aiajärv&amp;#039;&amp;#039; (ein Hektar), &amp;#039;&amp;#039;Iiri järv&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alumine järv&amp;#039;&amp;#039; (vier Hektar). Die größte Tiefe beträgt 6&amp;amp;nbsp;m. Aus dem See speist sich der Fluss [[Valgejõgi]], der in den [[Finnischer Meerbusen|Finnischen Meerbusen]] mündet. Bekannt ist der Porkuni-See für seine „[[Schwimmende Insel|schwimmenden Inseln]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmt wurde Porkuni als Schauplatz für eine der berühmtesten Legenden der [[Estnische Literatur|estnischen Literatur]]: 1554, in der Zeit des Ordensmeisters [[Wolter von Plettenberg]], ertränkten die Brüder von Barbara von Tisenhusen ihre Schwester wegen einer unstandesgemäßen Verbindung, die die Adlige mit dem bürgerlichen Schreiber Franz Bonnius eingegangen war, in einem Eisloch.&amp;lt;ref&amp;gt;Thea Karin: &amp;#039;&amp;#039;Estland. Kulturelle und landschaftliche Vielfalt in einem historischen Grenzland zwischen Ost und West.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1994 (= DuMont Kunst- und Landschaftsführer) ISBN 3-7701-2614-9, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Chronisten [[Balthasar Rüssow]] wurde die Geschichte 1578 überliefert. Den Stoff der unglücklichen Barbara von Tisenhusen griffen unter anderem [[Otto Wilhelm Masing]], [[Friedrich Reinhold Kreutzwald]], [[Marie Under]], [[Aino Kallas]], [[Johannes Barbarus]] und [[Maimu Berg]] in ihren literarischen Werken auf. 1969 wurde die [[Oper]] „[[Barbara von Tisenhusen]]“ von [[Eduard Tubin]] nach einem [[Libretto]] von [[Jaan Kross]] uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bischofsburg Borckholm ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Porkuni linnuse väravatorn.jpg|mini|links|Hauptturm]]&lt;br /&gt;
Die Bischofsburg Borckholm wurde in den Jahren 1477 bis 1479 unter [[Simon von der Borch]] auf einer hügeligen Insel im See errichtet. Von Simon von der Borch stammt auch der Name des Ortes. Das [[Kammergut|Tafelgut]] gehörte dem [[Bistum Reval|Bischof]] von [[Tallinn]] und war eine bedeutende Festung in der Region Virumaa ([[Wierland]]). Die Burg war mit viereckigen Türmen geschützt. An der Südseite des Innenhofs stand eine kleine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Livländischer Krieg|Livländisches Krieges]] wurde die Burg 1558 stark beschädigt. Sie verlor in der Folgezeit ihre militärische Bedeutung und verfiel. Im [[Friede von Teusina|Friedensvertrag von Teusina]] im Mai 1596 verzichteten die Russen auf alle Rechte an der Festung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind von der ehemaligen Burg nur noch die Fundamente und der Hauptturm erhalten. Er ist 21&amp;amp;nbsp;m hoch. Der untere Teil ist viereckig, der obere achteckig. In ihm befindet sich ein kleines Museum, das der Geschichte, Zusammensetzung und Nutzung des [[Kalkstein]]s in Estland gewidmet ist. Außerdem werden seltene [[Fossil|Kalksteinfossile]] aus Estland präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Tiiu Viirand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Estonia. Cultural Tourism.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2004 (ISBN 9949-407-18-4), S. 127f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gutshaus Porkuni ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Porkuni mõisa peahoone3.jpg|mini|Gutshaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Burg entstand in der frühen Neuzeit das Landgut Porkuni. Es gehörte von 1628 bis 1799 der [[Deutsch-Balten|deutschbaltischen]] Adelsfamilie von Ti(e)senh(a)usen. 1835 kam es in das Eigentum der Familie von Essen. Das heutige Herrenhaus wurde zwischen 1870 und 1874 auf der Insel Küngassaar im Porkuni-See errichtet. Der Bau im [[Neugotik|neogotischen Stil]] versucht, sich an die Form der mittelalterlichen Festung anzulehnen. Von 1887 bis 1939 war das Gut im Besitz der [[Rennenkampff (Adelsgeschlecht)|Familie von Rennenkampff]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ants Hein: &amp;#039;&amp;#039;Eesti mõisad. Herrenhäuser in Estland. Manor Houses in Estonia.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2003 (ISBN 9985-62-059-3), S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer befinden sich eine historische gusseiserne Treppe in die oberen Stockwerke sowie ein repräsentativer [[Kachelofen]] im [[Jugendstil]]. Die Nebengebäude nahe dem Herrenhaus formen das Anwesen zu einem Wirtschaftshof. Etwas weiter entfernt am See befinden sich eine Wassermühle, Schuppen sowie die einstige Schnapsfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute beherbergt das Herrenhaus eine Internatsschule für gehörlose Kinder. Sie wurde 1924 gegründet, als die entsprechende Einrichtung von [[Vändra (Stadt)|Vändra]] nach Porkuni umzog. 1953 bis 1955 wurde für die Schule ein zusätzliches Gebäude nach Plänen des Architekten Raul Levroit-Kivi errichtet. Ein Gedenkstein erinnert heute an den Gründer der estnischen Taubstummen-Pädagogik, Ernst Sokolovski, sowie an die Lehrer des Internats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlacht von Porkuni ==&lt;br /&gt;
[[Datei:II maailmasõjas hukkunute matmispaik (Porkuni lahing).jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlangte der Ort traurige Berühmtheit durch die Schlacht von Porkuni (&amp;#039;&amp;#039;Porkuni lahing&amp;#039;&amp;#039;). Nach dem sich abzeichnenden Zusammenbruch der Front bei [[Narva (Stadt)|Narva]] zogen sich die deutschen Truppen sowie die auf deutscher Seite kämpfenden estnischen Soldaten am 18. September 1944 nach Westen zurück. Bereits am 17. September hatte die [[Rote Armee]] in einem Vorstoß den Fluss [[Emajõgi]] überquert und stieß schnell nach Norden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1944 kam es zwischen dem See von Porkuni und dem Dorf Sau(e)välja zu schweren Gefechten zwischen estnischen Einheiten in deutschen Uniformen und Esten, die auf sowjetischer Seite für die Rote Armee kämpften.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.virumaa.ee/discuss/msgReader$6723&amp;lt;/ref&amp;gt; Über 500 auf deutscher Seite kämpfende Esten kamen in der nur zweistündigen Schlacht ums Leben, 700 gerieten in Gefangenschaft. Die sowjetische Seite vermeldete etwa 1000 Verluste.&amp;lt;ref&amp;gt;Indrek Rohtmets: &amp;#039;&amp;#039;Kultuurilooline Eestimaa.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2004 (ISBN 9985-3-0882-4), S. 173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ivar Sakk: &amp;#039;&amp;#039;Eesti mõisad. Reisijuht.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2002 (ISBN 9985-78-574-6), S. 158&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.eestigiid.ee/?CatID=94&amp;amp;ItemID=1608 Ausführliche Beschreibung] (estnisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www3.acadlib.lv/lielbildes/sejums_NR8/BM08022Am.htm |text=Schlossturm von Porkuni |wayback=20070818140118}} (Zeichnung aus der Sammlung [[Johann Christoph Brotze]]s)&lt;br /&gt;
* [http://www.porkunikool.ee/ Gehörlosenschule Porkuni]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4518450-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Estland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Tapa, Gemeinde)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ISO 3166 Bot</name></author>
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