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	<title>Popularen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Popularen&amp;diff=85953&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius: /* Entstehung */</title>
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		<updated>2025-05-19T18:13:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Popularen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;popularis&amp;#039;&amp;#039; „volksfreundlich, populär“) wurden, in Abgrenzung zu den [[Optimaten]], in der späten [[Römische Republik|Römischen Republik]] jene Politiker bezeichnet, die sich auf die [[Concilium plebis|Volksversammlung]] stützten und damit teils auf den Willen des Volkes beriefen. Die führenden Popularen gehörten in der Regel‚ genau wie die Optimaten, der [[Nobilität]] an. Sie waren keine [[Politische Partei|Partei]] im heutigen Sinne, vielmehr verband sie eine bestimmte Methode, Politik zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Popularen&amp;#039;&amp;#039; taucht in den Quellen zuerst in Bezug auf die Zeit der [[Gracchische Reform|Gracchischen Reformen]] ab 133 v. Chr. auf; ab wann sie gebräuchlich war, ist aber unklar. Sie findet sich unter anderem bei [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]]&amp;lt;ref&amp;gt;z. B. Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Orationes in [[Gaius Verres|Verrem]]&amp;#039;&amp;#039;, 2,3,48; 2,1,151.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Publius Cornelius Tacitus|Tacitus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Dialogus de Oratoribus&amp;#039;&amp;#039;, 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bedeutet dort sowohl populär als auch volksfreundlich und demagogisch. Cicero, der selbst zu den Optimaten zählte, zeichnet die Vorgehensweise der Popularen dabei durchweg negativ. Seine Ablehnung resultierte daraus, dass von ihnen dem Volk augenscheinlich mehr Einfluss zugestanden wurde, als ihm nach der alten Ordnung, dem &amp;#039;&amp;#039;[[mos maiorum]]&amp;#039;&amp;#039;, zukam, demzufolge die eigentliche Lenkung des Staates bei der im Senat versammelten Elite lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;De re publica&amp;#039;&amp;#039;, 1,43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cicero war ein typischer Vertreter des römischen Systems, der von politischen Ambitionen geprägt war und sich einer Gruppe, nämlich den Optimaten, verbunden fühlte, da er als &amp;#039;&amp;#039;[[homo novus]]&amp;#039;&amp;#039; mit Hilfe mächtiger optimatischer Senatoren den Aufstieg bis zum [[Konsulat (Römisches Reich)|Konsulat]] geschafft hatte und nun die Werte seiner Förderer, den Einfluss des Senats und den Fortbestand der alten &amp;#039;&amp;#039;res publica&amp;#039;&amp;#039; hochzuhalten suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Doblhofer: &amp;#039;&amp;#039;Die Popularen der Jahre 111–99 vor Christus.&amp;#039;&amp;#039; 1990, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah daher jene Senatoren, die sich der popularen Methode bedienten und sich an das Volk wandten, um gegen die Senatsmehrheit Politik zu betreiben, als rücksichtslose Ehrgeizlinge, die den Konsens der Führungsschicht ihrem eigenen Vorteil opferten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Bei den Popularen handelte es sich um eine nur lose Gruppierung von Politikern der späten Republik, die mit bestimmten Praktiken gegen die herrschende [[Römischer Senat|Senatsmehrheit]] operierten und sich dabei auf die Volksversammlung stützten. Dabei waren sie nicht etwa Vertreter des Volkes, sondern meist selbst Senatoren und Angehörige der Aristokratie, die sich für die Erreichung ihrer zumeist ganz eigennützigen Ziele auf das Volk stützten&amp;amp;nbsp;– was jedoch nicht ausschließt, dass das Volk davon profitierte und so die Popularen doch zu seinen Anwälten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin: &amp;#039;&amp;#039;Die Popularen in der Geschichte der späten Republik.&amp;#039;&amp;#039; 1965, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oftmals stützten sie sich auf die Amtsgewalt der [[Volkstribun]]e. Eine andere, aber im Grunde ähnliche Definition sieht als &amp;#039;&amp;#039;populares&amp;#039;&amp;#039; schlicht jene Senatoren, deren Handlungen von der aktuellen Senatsmehrheit abgelehnt wurden, weshalb sie nach anderen Wegen zur Durchsetzung ihrer Ziele suchten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lukas Thommen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Volkstribunat in der späten römischen Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historia. Einzelschriften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 59). Steiner, Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05187-2, S. 11 (zugleich Dissertation, Universität Basel, 1987); Meier: &amp;#039;&amp;#039;Populares.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1965, Sp. 210 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit ca. 1965 wird oftmals von der &amp;#039;&amp;#039;popularen Methode&amp;#039;&amp;#039; gesprochen, zum einen um der Vorstellung einer [[Politische Partei|Partei]] vorzubeugen, zum anderen um auch im Grunde nicht populare Politiker erfassen zu können, die allerdings typische populare Mittel und Gesetze einbrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Populares.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1965, Sp. 549, und [[Ursula Hackl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der popularen Methode von den Gracchen bis Sulla im Spiegel der Gesetzgebung des jüngeren Livius Drusus, Volkstribun 91 v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnasium (Zeitschrift)|Gymnasium]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 94, 1987, S. 109–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Popularen standen in der Epoche der [[Römische Bürgerkriege|Römischen Bürgerkriege]] im Gegensatz zu den Optimaten, der &amp;#039;&amp;#039;Partei der Besten&amp;#039;&amp;#039;, der anderen Gruppe der Senatsaristokratie. Bemerkenswerterweise waren populare Politiker&amp;amp;nbsp;– wie die Gracchen, Marius oder Caesar&amp;amp;nbsp;– oft gerade besonders mächtig oder wohlhabend; sie gerieten genau aus diesem Grund in Konflikt mit den übrigen Senatoren und suchten darum Rückendeckung beim Volk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die populare Politik war im Ganzen nicht nur obstruktiv oder gar destruktiv. Die Popularen nahmen sich durchaus einiger Probleme an, die die Republik zu dieser Zeit besonders stark erschütterten.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Populares.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1965, Sp. 551; sowie Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Politische Strategien der Optimaten in der späten römischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; 1988, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch für ihre Standesgenossen und die Majoritätsfraktion im Senat daran war letztlich genau das: Sie kündigten die bis dahin allgemein anerkannte scheinbare &amp;#039;&amp;#039;[[Eintracht|concordia]]&amp;#039;&amp;#039; der Senatoren auf und gingen neue, andere Wege, die mehr als skeptisch betrachtet wurden. Der Althistoriker [[Lukas Thommen]] sieht Parallelen zum [[Populismus]] des 21. Jahrhunderts, allerdings hätten die Popularen nicht wie dieser gegen [[Soziale Randgruppe|soziale Randgruppen]] gehetzt und an niedere Instinkte appelliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Lukas Thommen: &amp;#039;&amp;#039;Populus, plebs und populares in der römischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Richard Faber (Soziologe)|Richard Faber]] und Frank Unger: Populismus in Geschichte und Gegenwart. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2008, S. 31–41, hier S. 32 f. ([http://www.m.medien-gesellschaft.de/THOMMEN_031_Populismus_in_der_Antike_aus_FABER.pdf online], Zugriff am 23. März 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Vertreter ==&lt;br /&gt;
Viele der prominentesten popularen Politiker entstammten sehr reichen und besonders angesehenen Familien; alle gehörten zur Oberschicht. Zu den bekanntesten Popularen zählen die beiden Brüder [[Tiberius Sempronius Gracchus]] und [[Gaius Sempronius Gracchus]], [[Gaius Marius|Marius]] und schließlich [[Gaius Iulius Caesar]], daneben [[Lucius Appuleius Saturninus|Appuleius Saturninus]] und [[Lucius Cornelius Cinna|Cinna]]. Dabei verfolgten sie jedoch durchaus unterschiedliche Ziele. Während es den Gracchen nach Ansicht vieler (aber nicht aller) Forscher nicht nur um ihre Privatinteressen, sondern auch um eine echte Reform zum Wohl der Republik ging, lagen Caesar wohl nur die eigene Ehre und der eigene Machtzuwachs am Herzen. Maßnahmen zur Unterstützung der Unterschichten waren ihm nach dieser Sicht, die unter anderem bereits von [[Eduard Meyer]] (gegen [[Theodor Mommsen]]) vertreten wurde, immer nur ein Mittel zum Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer bekannter Vertreter der Popularen war [[Marcus Livius Drusus der Jüngere|Livius Drusus minor]], der jedoch eine umstrittene Position in der Geschichte der Gruppe hat. Von den Optimaten wurde er ursprünglich zu den ihren gezählt, er nutzte jedoch, als er unter seinen Kollegen im Senat nicht genug Unterstützung fand, bei seinen Vorhaben die populare Methode, was ihn recht schnell in Gegensatz zu den Optimaten brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Politische Strategien der Optimaten in der späten römischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; 1988, S. 256–267.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Caesarianer [[Marcus Antonius]] und Octavian lassen sich den Popularen zurechnen – letzterer setzte schließlich seinen absoluten Machtanspruch gegenüber dem Senat gewaltsam und endgültig durch, schaltete in einem Bürgerkrieg alle Rivalen aus und errichtete als [[Augustus]] die römische Monarchie ([[Prinzipat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.thelatinlibrary.com/cicero/ver.shtml M. Tullius Cicero, In Verrem]&lt;br /&gt;
* [http://www.thelatinlibrary.com/cicero/sestio.shtml M. Tullius Cicero, Pro Sestio]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leonhard Burckhardt|Leonhard Alexander Burckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Politische Strategien der Optimaten in der späten römischen Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia. Einzelschriften]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 57). Steiner Verlag Wiesbaden, Stuttgart 1988, ISBN 3-515-05098-1.&lt;br /&gt;
* [[Georg Doblhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Popularen der Jahre 111–99 vor Christus. Eine Studie zur Geschichte der späten römischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u. a. 1990, ISBN 3-205-05339-7 (Zugleich: Graz, Universität, Diplomarbeit, 1989).&lt;br /&gt;
* [[Jochen Martin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Popularen in der Geschichte der späten Republik.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg (Breisgau) 1965, (Freiburg (Breisgau), phil. Dissertation vom 26. Februar 1965).&lt;br /&gt;
* {{RE|Suppl. X|549|615|Populares|[[Christian Meier]]||}}&lt;br /&gt;
* Margaret A. Robb: &amp;#039;&amp;#039;Beyond populares and optimates. Political Language in the Late Republic&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historia. Einzelschriften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 213). Steiner, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09643-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Popular}}&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/eb/article-9057235/Optimates-and-Populares &amp;#039;&amp;#039;Optimates and Populares&amp;#039;&amp;#039;]. Eintrag in der Encyclopædia Britannica, 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Altertum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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