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	<title>Poppostein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T08:50:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Poppostein&amp;diff=764355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-13T10:01:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Poppostein 2008.jpg|mini|{{center|1=Poppostein (2008)}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Poppostein Sieverstedt 2021CF 02.jpg|miniatur|Der Poppostein 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schuchhardt Großsteingrab Poppostein.jpg|mini|{{center|1=Ansicht um 1936}}]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poppostein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taufstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, [[Dänische Sprache|dänisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Popposten(en)&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Dolmen|Hünengrab]] aus der [[Jungsteinzeit]] nahe am [[Ochsenweg]] bei Helligbek, Gemeinde [[Sieverstedt]], in der [[Schleswigsche Geest|schleswigschen Geest]] östlich der [[Bundesstraße 76|B76]] von [[Flensburg]] nach [[Schleswig]]. Die [[Megalith]]anlage der [[Trichterbecherkultur]] (TBK) entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die etwa 2,4&amp;amp;nbsp;m lange Anlage war früher von einem Erdhügel überdeckt. Heute liegen die Steine frei. Der Innenraum misst 2,2 × 1,0&amp;amp;nbsp;m und wird aus zwei Trägersteinen an den Schmalseiten und einen Trägerstein am nördlichen Ende begrenzt. Nach Süden ist der [[Dolmen]] offen. Auf dem Deckstein aus [[Granit]], welcher den Namen Poppostein trägt, finden sich 17 eingeriebene, kleine [[Schalenstein|Eintiefungen]] ({{daS|&amp;#039;&amp;#039;skålformede fordybninger&amp;#039;&amp;#039;}}). Die Vorgeschichtsforscher nehmen an, dass sie in der Vorzeit in Verbindung mit kultischen Handlungen in den Stein getrieben wurden. Eine andere These ist, dass dem herausgeschlagenen Steinstaub besonderen Heilkraft zugeschrieben wurde, da die Schalensteine vorwiegend aus einer Granitsorte bestehen, die eine bestimmte chemische Zusammensetzung aufweisen. Die chemischen Elemente, die in den Schalensteinen in natürlichen, unterschiedlichen Verbindungen vorkommen, sind nach Aussage von [[Jakob Röschmann]] in der Heilkunde von großer Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;#039;sieverstedt&amp;#039;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sieverstedt.de/die-gemeinde/ortsteil-stenderup/der-poppostein.html |wayback=20130809102747 |text=Gemeinde Sieverstedt: Der Poppostein}} Stand: 29. Mai 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Oft werden die Sagen um den [[Poppo (Schleswig)|Bischof Poppo]] als Namensgeber für den Stein angeführt. Doch wird der Wahrheitsgehalt der Sagen von Wissenschaftlern angezweifelt. So führt der Germanenforscher [[Freerk Haye Hamkens]] (1902–1985) den Namen Poppostein auf Poppensteen zurück, abgeleitet vom [[niederdeutsch]]en Wort Poppe, das Puppe gleich Kind bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;#039;sieverstedt&amp;#039;/&amp;gt; Gegen diese Theorie spricht, dass die Volkssprache der Gegend bis ins 19. Jh. Dänisch, nicht Niederdeutsch gewesen ist. Die Orts- und Flurnamen der Region sind deshalb fast ausschließlich dänischen Ursprungs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steine versinnbildlichen seit alters Dauer und Festigkeit, daher dienten sie in vorchristlicher Zeit zugleich als Rechts- und Brautsteine, an denen Recht gesprochen wurde und Ehen geschlossen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]], Bd. 15, 2000, S.&amp;amp;nbsp;19&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei sollen die Schalen in dem Deckstein von einem Brauch bei der Eheschließung herrühren, bei dem mit einem Eheschwert (Aeswird) Funken für ein Feuer geschlagen wurden. Feuer und Wasser stellen die Grundelemente des Haushaltes dar und sollen für Kindersegen sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]], hrsg. von Eduard Hoffmann-Krayer, Hanns Bächtold-Stäubli, S.&amp;amp;nbsp;148&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Grabhügel ist wahrscheinlich zwischen 3000 und 2700 vor Christus errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich wurde der Platz in vorchristlichen Zeit als [[Thing]]platz des [[Syssel|Istedsyssels]], zu dem neun [[Harde]]n gehörten, genutzt. Nach dem Brauch, den Thing an vorgeschichtlichen Grabhügeln und Steinsetzungen zu halten, wird auch die [[Idstedt]]er Gemeinde am Poppostein zusammengetreten sein. Dafür spricht auch, dass es früher in Helligbek ein Wirtshaus gab. Es waren oft an oder in der Nähe von Thingstätten Wirtshäuser angesiedelt, weil hier viele Menschen regelmäßig zusammenkamen. Aus diesem Grund eignete sich der Ort später auch gut zur [[Christianisierung]] der Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;#039;sieverstedt&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagen ===&lt;br /&gt;
An der [[Megalith|Megalith-Anlage]] soll der [[Bistum Schleswig|Schleswiger Bischof]] Poppo einer Sage nach im 10. Jahrhundert Heiden getauft haben. Im Jahr 960 soll er den [[Dänemark|dänischen]] König [[Harald Blauzahn|Harald Blauzahn Gormsson]] († 985, einer der Bauherren des [[Danewerk]]es) im nahen Jütenbach getauft haben, nachdem er ihn von der Macht des Christentums überzeugt hatte, indem er mit bloßen Händen glühendes Eisen trug. Seitdem soll der Bach Helligbek (dänisch für &amp;#039;&amp;#039;heiliger Bach&amp;#039;&amp;#039;) heißen. Zu den Heiden gepredigt haben soll Bischof Poppo von einer nahegelegenen Kuppe, die heute im Vorgarten des Hofes Poppholz liegt. Sie wird deshalb auch Kanzel genannt. In einer weiteren Sage wird das Feuerwunder durch das Abbrennen eines mit Wachs getränkten Hemdes am Leib von Missionar Poppo beschrieben und der Stein soll vom erzürnten Teufel auf Poppo geschleudert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Müllenhoff]] |Titel=Bischo Poppo am Hilligebek |Sammelwerk=Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg |Band=Zweites Buch |Nummer=CXXVII (Nr. 127, bei Neuausgaben Nr. 143) |Verlag=Schwers’sche Buchhandlung |Ort=Kiel |Datum=1845 |Seiten=106 f. |Online=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10457249?page=160 }} &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche von Sieverstedt.&amp;#039;&amp;#039; Nachlese DXXXVI (Nr. 536, bei Neuausgaben Zweites Buch, Nr. 144), S. 541 f. ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10457249?page=596 digitale-sammlungen.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Quellen berichten, dass sich der dänische König erst 974/975 nach einer Niederlage einer Zwangstaufe durch den Hamburger Erzbischof [[Adaldag]], der einer Königstaufe angemessen war, unterziehen musste und dass das Feuerwunder von Poppo als Grund für die freiwillige Taufe als Geschichtsschönung gelten könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Niels Lund: &amp;#039;&amp;#039;Haithabu und die grossen dänischen Ringburgen von Heidger Brandt.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2005, S.&amp;amp;nbsp;151&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach sollte durch diese Geschichtsschönung von den Dänen eine Niederlage und die Zwangschristianisierung durch die [[Deutschland|Deutschen]] vertuscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 kaufte der dänische König [[Friedrich VII. (Dänemark)|Friedrich VII.]] den Grabhügel. Der Platz ist seitdem von sechs Grenzsteinen umgeben, in die das dänische Wappen und die Jahreszahl gemeißelt sind. Heute ist das Grab in Landesbesitz und steht unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref name=&amp;#039;sieverstedt&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nordische Megalitharchitektur]]&lt;br /&gt;
* [[Dolmen in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karsten Kjer Michaelsen: &amp;#039;&amp;#039;Politikens bog om Danmarks oldtid&amp;#039;&amp;#039;. Kopenhagen 2002, ISBN 87-567-6458-8, S. 139, 140&lt;br /&gt;
* [[Ernst Sprockhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 1: Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1966, S. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Großsteingrab Poppostein}}&lt;br /&gt;
* [http://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=18005 Bilder]&lt;br /&gt;
* [http://grosssteingraeber.de/seiten/deutschland/schleswig-holstein/poppostein.php Der Poppostein] auf Grosssteingraeber.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/36/33.7/N |EW=9/28/41/E |type=landmark |region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sieverstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großsteingrab im Kreis Schleswig-Flensburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dolmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordgruppe der Trichterbecherkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Kreis Schleswig-Flensburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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