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	<title>Popiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Popiel&amp;diff=623268&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Str1977: /* Hypothesen */</title>
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		<updated>2026-03-22T20:33:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hypothesen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Popelus Secundus.PNG|mini|Popiel II., Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Icones książąt i królów polskich&amp;#039;&amp;#039; (1605) von Pfarrer Jan Głuchowski]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Popiel II (118501903).jpg|mini|Popiel II., wie er von den Mäusen gefressen wird]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PL Kruszwica Mysia Wieza.JPG|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;Mäuseturm&amp;#039;&amp;#039; von Kruszwica, 1350 errichtet, fälschlicherweise mit Popiel assoziiert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Popiel II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;Pompilius II.&amp;#039;&amp;#039;), rekonstruiert als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pąpyl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein legendärer [[Liste der polnischen Herrscher|polnischer Herrscher]] aus dem [[9. Jahrhundert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie zu „Popiel“ ==&lt;br /&gt;
Die Namensvariante &amp;#039;&amp;#039;Popel&amp;#039;&amp;#039; wurde vom „Rocznik małopolski“ (Kleinpolnisches Jahrbuch) aufgezeichnet, von dem das älteste Manuskript aus dem 15. Jahrhundert stammt. Von diesem Namen leitet sich auch die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Popiel&amp;#039;&amp;#039; her, wie [[Gerard Labuda]] behauptete: „Die Namensform mit dem Buchstaben e ist mit Sicherheit später zu den Texten hinzugefügt worden, um die [[Volksetymologie]] zum polnischen Wort [[Asche|popiół]] zu ermöglichen, wie bei [[Jan Długosz]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Cronica et gesta ducum sive principum Polonorum&amp;#039;&amp;#039; des [[Gallus Anonymus]] führt zwei Namensformen auf der dritten Registrierkarte und in der Kapitelüberschrift. Auf der Registrierkarte erscheint doppelt &amp;#039;&amp;#039;Popel&amp;#039;&amp;#039;, während in der Kapitelüberschrift dreimal von &amp;#039;&amp;#039;Pumpil&amp;#039;&amp;#039; die Rede ist. Nach Meinung der polnischen Historikerin Zofia Kozłowska-Budkowa (1893–1986) sei dies die Handschrift von [[Wincenty Kadłubek]], der um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert die Chronik konsequent benutzte.&lt;br /&gt;
Nach Kadłubek geht die &amp;#039;&amp;#039;Chronicon Polonorum&amp;#039;&amp;#039;, in der es heißt &amp;#039;&amp;#039;filio secum retento, cui nomen Pompilius&amp;#039;&amp;#039;. Auch die hundert Jahre später entstandene &amp;#039;&amp;#039;Chronica principum Poloniae&amp;#039;&amp;#039; (Chronik der polnischen Fürsten),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronica principum Poloniae&amp;#039;&amp;#039; [w:] [https://books.google.pl/books?id=QRU_AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=pl#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Scriptores rerum Silesiacarum], Wrocław (Breslau) 1835, S. 38, (lat.), Fußnoten: (deutsch)&amp;lt;/ref&amp;gt; welche direkt den Autograf Gallus Anonymus verwendete, ebenso &amp;#039;&amp;#039;filio suo retento, cui nomen erat Popil vel Pompilius&amp;#039;&amp;#039;. Genauso klingt es bei Jan Długosz ergänzt &amp;#039;&amp;#039;in latino idiomate vocatus Cinereus, in Almannico: Osszerich&amp;#039;&amp;#039;. Długosz verwendet jedoch beide Namensformen: &amp;#039;&amp;#039;Pompilius...sive Popyel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund hielt der polnische Etymologe Andrzej Bańkowski (1931–2014) die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Pumpil&amp;#039;&amp;#039; für die ursprüngliche Form, während Gerard Labuda die Form &amp;#039;&amp;#039;Pompil&amp;#039;&amp;#039; mit der „[[Prothese (Sprachwissenschaft)|Prothese]]“ des [[Nasalvokal]]s für die ursprüngliche hielt und &amp;#039;&amp;#039;Pumpil&amp;#039;&amp;#039; für eine Abwandlung. Er stimmte aber im Kern zu, dass der Name einen Nasallaut enthielt, wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;#039;&amp;#039;uzasφpy&amp;#039;&amp;#039; = „w zastępy“, &amp;#039;&amp;#039;pφte&amp;#039;&amp;#039; = „piąte“, in anderen Schriften wird ø (sog. „o rogatego“) z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;#039;&amp;#039;prawdø&amp;#039;&amp;#039; zu „prawdę“, &amp;#039;&amp;#039;nademnø&amp;#039;&amp;#039; zu „nade mną“, meistens aber mit Hilfe der „Prothese“ zu einem ähnlich klingenden Laut, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Wenczeslaus&amp;#039;&amp;#039; (1393) zu Więcesław bzw. &amp;#039;&amp;#039;Zambrowo&amp;#039;&amp;#039; (1425) zu [[Zambrów]], vom [[Eigenname]] &amp;#039;&amp;#039;ząbr&amp;#039;&amp;#039; gegenwärtig und hyperkorrekt durch [[Mazurzenie]] zu [[Wisent|żubr]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kazimierz Rymut]]: &amp;#039;&amp;#039;Nazwy miast Polski&amp;#039;&amp;#039;, Wrocław 1980, s.274&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte den Wortlaut &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pąpyl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerard Labuda: &amp;#039;&amp;#039;O najstarszych imionach dynastii piastowskiej&amp;#039;&amp;#039; [w:] Biedni i bogaci. Studia z dziejów społeczeństwa i kultury ofiarowane Bronisławowi Geremkowi w sześćdziesiątą rocznicę urodzin, Warszawa 1992, S. 261–274&amp;lt;/ref&amp;gt; Andrzej Bańkowski geht da weiter und leitet diesen Personennamen etymologisch von &amp;#039;&amp;#039;Pąpyl&amp;#039;&amp;#039; her (weitere Varianten Pąpil, Pąpiel&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksandra Cieślikowa, Janina Szymowa, Kazimierz Rymut: &amp;#039;&amp;#039;Słownik etymologiczno-motywacyjny staropolskich nazw osobowych&amp;#039;&amp;#039;. Część 1: odapelatywne nazwy osobowe, Kraków 2000, S. 230&amp;lt;/ref&amp;gt;), das im Polnischen heute zu „bąbel“ (Blase) geworden ist. Das könnte seiner Meinung nach eine [[Allegorie]] für „Regierungen ohne Anerkennung“ sein. &amp;#039;&amp;#039;Pąpyl&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „bąbel na skórze“ (Blase auf der Haut) taucht im 15. Jahrhundert in der [[Glosse (Erläuterung)|Glosse]] &amp;#039;&amp;#039;Żywot św. Jadwigi&amp;#039;&amp;#039; auf, sekundär &amp;#039;&amp;#039;pąpel, pępel&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1578 bzw. 1596 in der [[Plural]]form &amp;#039;&amp;#039;pępele&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Popiel bei den frühen Chronisten Polens ==&lt;br /&gt;
=== Gallus Anonymus ===&lt;br /&gt;
{{Zitat | Text=...Es war nämlich in [[Gniezno]], […] der Herzog Popiel, der zwei Söhne hatte... | Autor=[[Gallus Anonymus]], [[Polnische Chronik (Gallus Anonymus)|Polnische Chronik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gallus Anonymus]], &amp;#039;&amp;#039;Kronika polska&amp;#039;&amp;#039;, Zakład Narodowy Ossolińskich, Wrocław 2003, ISBN 978-3-939991-64-9, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Zitat erwähnt die Chronik erstmals einen Popiel; einen &amp;#039;&amp;#039;dux in civitate gneznensi&amp;#039;&amp;#039; nennt sie ihn.&lt;br /&gt;
Während der Kopfschur seiner Söhne (altslawisches Initiationsritual) sollen zwei geheimnisvolle Gäste in Gniezno angekommen sein, die zum Festmahl jedoch nicht eingeladen waren und das Prinzip der Gastfreundschaft brachen. Sie waren also zu Besuch beim armen Rademacher [[Piast]], der ebenfalls die Kopfschur seines Sohnes [[Siemowit]] ausrichtete. Laut Gallus muss während dieser Kopfschur auch Popiel anwesend gewesen sein, denn &amp;#039;&amp;#039;der Herzog dachte selbst überhaupt nicht an die Beeinträchtigung, seine Bauern soweit kommen zu lassen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gallus Anonymus: &amp;#039;&amp;#039;Kronika polska&amp;#039;&amp;#039;. Wrocław: Ossolineum/DeAgostini, 2003, s. 13, seria: Skarby Biblioteki Narodowej. ISBN 83-7316-258-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Siemowit erwachsen war, hatte er Popiel vom Thron zu stürzen versucht, um Herzog zu werden. Gallus ergänzt ihre historische Beziehung und stellt Popiel als [[Tyrannei|Tyrann]] dar, der die Verteidigung der [[Polanen]] gegen die einfallenden [[Wikinger]] vernachlässigt und seine Verwandten auf Drängen seiner Ehefrau ermordet haben, die er der Verschwörung gegen ihn bezichtigt hatte. Daraufhin wurde er von Piast abgesetzt und verschanzte sich auf dem Turm von [[Kruszwica]] am [[Gopło|Goplo-See]]. Dort wurde er wie seine Frau von Mäusen gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Legende rankt sich um die Mainzer Bischöfe [[Hatto I.]] bzw. [[Hatto II.]], die im 10. Jahrhundert ebenfalls wegen ihrer Hartherzigkeit im [[Binger Mäuseturm]] von Mäusen gefressen worden sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wincenty Kadłubek ===&lt;br /&gt;
[[Wincenty Kadłubek]]s [[Polnische Chronik (Kadłubek)|Polnische Chronik]] erweitert die bedeutende Legende um Popiel (Pompiliusz II. genannt) und macht ihn zum Sohn [[Popiel I.]] und zum Enkel [[Leszko III.]] Laut Kadłubek war er ein Mann mit sehr weiblichem Charakter, träge, feige und hinterlistig. Auf Drängen seiner Frau soll er während eines großen Festmahls den Wein seiner Gäste vergiftet haben und damit seine zwölf Onkel väterlicherseits (Söhne Leszko III.) auf dem Gewissen haben. Mit den Leichen kamen dann die Mäuse, die Popiel, seine Frau und seine zwei Söhne lange verfolgten. Schließlich ergriffen die Mäuse sie in einem hohen Turm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großpolnische Chronik ===&lt;br /&gt;
Der [[Großpolnische Chronik|Großpolnischen Chronik]] nach erhielt Popiel wegen seiner langen Haare den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Chościsko&amp;#039;&amp;#039;, das so viel wie ‚Besen‘ heißt (laut Gallus Anonymus trug diesen Spitznamen der Fürst Piast). Die Großpolnische Chronik benennt auch den [[Mäuseturm von Kruszwica]] als Sterbeort Popiels. Das wiederholen auch die &amp;#039;&amp;#039;Polnisch-Schlesische Chronik&amp;#039;&amp;#039; sowie die &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Polnischen Fürsten&amp;#039;&amp;#039;. Der heute existierende Mäuseturm von Kruszwica wurde aber erst 1350 von [[Kasimir III. (Polen)|Kazimierz Wielki]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Chronisten ===&lt;br /&gt;
Den Slawischen Chroniken des Königreich Polen (Jahrbüchern) nach war &amp;#039;&amp;#039;Chościsko&amp;#039;&amp;#039; ein verächtlicher Beiname Popiels, der ‚auszehrender, heruntergekommener Besen‘ bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Handlungsstränge für die &amp;#039;&amp;#039;Sage von Popiel und den Mäusen&amp;#039;&amp;#039; wurden vom Chronisten [[Jan Długosz]] hinzugefügt.&lt;br /&gt;
Ihm zufolge war Popiels [[dämon]]ische Ehefrau Gerda eine deutsche Fürstentochter&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=l8kDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA361&amp;amp;dq=Popiel+Polen&amp;amp;lr=&amp;amp;as_drrb_is=b&amp;amp;as_minm_is=0&amp;amp;as_miny_is=&amp;amp;as_maxm_is=0&amp;amp;as_maxy_is=1700&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;cd=1&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=Popiel%20Polen&amp;amp;f=false Pittacus Franciscanus, 1652: Frau des legendären Popiel]&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Söhne hießen Lech und Popiel. Der Chronist verglich den Herrscher auch mit dem Römischen Kaiser deutscher Nation [[Arnulf von Kärnten]], der 896–899 in Regensburg residierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chronist [[Marcin Bielski]] ordnet Popiel weit früher in die Zeit [[Ludwig der Fromme|Ludwig des Frommen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hypothesen ==&lt;br /&gt;
Dem polnischen Historiker [[Jacek Banaszkiewicz]] (* 1947) zufolge, sind die Angaben Gallus Anonymus zur Sage über seinen Tod durch die Mäuse – entgegen einer populären Theorie – nicht wörtlich zu nehmen. Sie sind den deutschen „Mäuselegenden“, insbesondere von der im [[Binger Mäuseturm]] entlehnt. Damit ist es ein [[Indogermanen|indoeuropäisches]] Element eines rein symbolischen Erbes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der polnische Historiker [[Henryk Łowmiański]] (1898–1984) stellte dagegen die Hypothese auf, der legendäre Popiel sei im 9. Jahrhundert der Herrscher des westslawischen [[Goplanen]]-Stammes gewesen, der letzte der Vor-[[Piasten]]-Dynastie, der sogenannten [[Popieliden]], und sein Sturz durch [[Siemowit]] sei die Befreiung der Polanen von den alles dominierenden Goplanen gewesen. Die Insel, auf der Popiel sterben musste, identifizierte er bei [[Ostrów Lednicki]]. Mit „die Mäuse“, so der Historiker, sei in der Überlieferung das damals revoltierende Volk gemeint, möglicherweise das aus dem kleinen, großpolnischen Dorf &amp;#039;&amp;#039;Myszki&amp;#039;&amp;#039; (Mäuse), das heute zur [[Kiszkowo|Gmina Kiszkowo]] im [[Powiat Gnieźnieński]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der historische Popiel ==&lt;br /&gt;
Diejenigen, die von der [[Geschichtlichkeit|Historizität]] der drei lebenden Vorgänger Mieszko I. – [[Siemowit]], [[Lestek]] und [[Siemomysław]] – ausgehen, nehmen in der Regel auch die Historizität Popiels an. Neue archäologische Funde werfen jedoch Probleme auf. Sie belegen, dass Popiel nicht auf einer Burg in Gniezno residiert haben kann, weil die Burg in Gniezno erst um das Jahr 940 errichtet wurde, so dass die Herrschaft Popiels wahrscheinlich in die zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts fällt. Die Archäologie schreibt Popiel deshalb momentan auch die Burg in [[Giecz]] als Stammsitz zu. Es könnte also sein, dass Popiel in einer uns mit dem Namen unbekannten Stammesburg über die Region Gniezno herrschte, obwohl er ideologisch verbunden war mit dem kulturellen Zentrum auf dem [[Lech-Hügel (Gniezno)]], weswegen Gallus Anonymus nicht so vertraut war mit den Einzelheiten der Überlieferungen und Popiel als in Gniezno residierender Herzog von Polen beschreibt. Wie die Archäologie zeigt, existierten zur Zeit Popiels und Siemowits noch keine großen wirtschaftlich-militärischen Vorkenntnisse der Fürstenherrscher, die den Bau von Staatsburgen durch die Bevölkerung unter der Aufsicht militärischer Truppen ermöglicht hätten. Die Herrschaft Popiels und Siemowits hatte instabilen Charakter (Führungsorganisation nach P. Urbańczyk) und wurde damit zum großen Teil kontrolliert. Popiel bewältigte wahrscheinlich nicht seine Pflichten zur Umverteilung eines Produktionsüberschusses zwischen den Mitgliedern seiner Gütergemeinschaft, und im Ergebnis dessen wurde er durch erfolgreiche Lobbypolitik von Siemowit ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Popiel in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Popiel ist eine der Schlüsselfiguren in [[Stara baśń]], einem Historischen Roman von [[Józef Ignacy Kraszewski]]. Da ist er ein grausamer Herrscher, tätig aber vor allem unter dem großen Einfluss seiner deutschen Frau Brunhilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Roman &amp;#039;&amp;#039;Dagome iudex&amp;#039;&amp;#039; von [[Zbigniew Nienacki]] wird Popiel im ersten Band &amp;#039;&amp;#039;Ja, Dago&amp;#039;&amp;#039; als Golub Popiołowłosy vorgestellt. Da wurde er von seiner Frau Helgunde im Turm auf einer Insel inhaftiert. Der Romanheld Dago gibt ihn frei und erlaubt ihm auszuwandern, doch auf die Frage der Diener über das Schicksal Popiels antwortet er: &amp;#039;&amp;#039;Die Leute sagen... dass Popiel von den Mäusen gefressen wurde.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gestalt Popiels, durch die kulturelle Brille der &amp;#039;&amp;#039;Filozofia genezyjska&amp;#039;&amp;#039; betrachtet, ist die Rhapsodie I &amp;#039;&amp;#039;Król-Duch&amp;#039;&amp;#039; von [[Juliusz Słowacki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jacek Banaszkiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Podanie o Piaście i Popielu&amp;#039;&amp;#039;, Warszawa, 1986&lt;br /&gt;
* Andrzej Biernacki: &amp;#039;&amp;#039;Z dziejów podania o Popielu&amp;#039;&amp;#039; [Aus der Geschichte der Popiel-Sage], in: Literatur ludowa. Kujawy [Volksliteratur. Kujawien]. Bd. 1, Warszawa 1963 (Polskie Towarzystwo Ludoznawcze. VII. 2-3), S. 57–67; ders., Popiel, in: Słownik folkloru polskiego [Wörterbuch der polnischen Volksliteratur], hrsg. von [[Julian Krzyżanowski]], Warszawa 1965, S. 324ff.&lt;br /&gt;
* Henryk Łowmiański, &amp;#039;&amp;#039;Dynastia Piastów we wczesnym średniowieczu&amp;#039;&amp;#039;, in: Początki Państwa Polskiego, Bd. 1, Poznań, 1962&lt;br /&gt;
* Henryk Łowmiański: &amp;#039;&amp;#039;Początki Polski&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5, Warszawa, 1973&lt;br /&gt;
* Józef Maksymilian Ossoliński: &amp;#039;&amp;#039;Vincent Kadłubeck&amp;#039;&amp;#039;. E. Historisch-kritischer Beytrag zur Slavischen Literatur, aus dem Polnischen ins Deutsche übertragen von Samuel Bogumił Linde, Warszawa, 1822, S. 233ff., auch [https://books.google.de/books?id=bl9KAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA233&amp;amp;lpg=PA233&amp;amp;dq=Sage+von+Popiel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=y_ABoAyHiJ&amp;amp;sig=fL5UEthwk7ZVbrkn6EoK04hWooY&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RpaIVNa6LsfjO8DxgJgK&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=Sage%20von%20Popiel&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Richard Röpell: &amp;#039;&amp;#039;Die historische Sage der Polen&amp;#039;&amp;#039;, in: „Geschichte Polens“, Bd. 1, Hamburg 1840, S. 51ff., auch [https://books.google.de/books?id=p7BBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;lpg=PA74&amp;amp;dq=Sage+von+Popiel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=pST1C3idqw&amp;amp;sig=XtHpa4lorcnhKTKLdTc-PkYvYEE&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RpaIVNa6LsfjO8DxgJgK&amp;amp;ved=0CDwQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Sage%20von%20Popiel&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* Jerzy Strzelczyk: &amp;#039;&amp;#039;Mity, podania i wierzenia dawnych Słowian&amp;#039;&amp;#039;, Poznań: Rebis, 2007. ISBN 978-83-7301-973-7.&lt;br /&gt;
* Jerzy Strzelczyk: &amp;#039;&amp;#039;Od Prasłowian do Polaków&amp;#039;&amp;#039;, Kraków: Krajowa Agencja Wydawnicza, 1987. ISBN 83-03-02015-3.&lt;br /&gt;
* Stanisław Trawkowski: &amp;#039;&amp;#039;Jak powstawała Polska&amp;#039;&amp;#039;, Warszawa, 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= –|NACHFOLGER=[[Piast]]|AMT=[[Liste der polnischen Herrscher|Fürst der Polanen]]|ZEIT=ca. 810 – ca. 840}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118986880|VIAF=64807712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Popiel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Herzog von Polen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 840&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Str1977</name></author>
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