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	<title>Pontokaspis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pontokaspis.JPG|miniatur|Lage der Pontokaspis]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pontokaspis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine Region auf dem [[Eurasien|eurasischen Kontinent]] mit Zentrum im Westteil der [[Eurasische Steppe|Eurasischen Steppe]]. Die Region ist benannt nach &amp;#039;&amp;#039;Pontos&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Pontus&amp;#039;&amp;#039;, dem antiken Namen des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] ([[Pontos Euxeinos]]) und dem [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]], ihr [[Steppe]]nanteil wurde früher auch als [[Wildes Feld]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
* 100–500: Die [[Hunnen]] aus Süd[[sibirien]] dringen in Osteuropa ein und drängen die [[Alanen]] nach Westen. Die [[Goten]], [[Franken (Volk)|Franken]], [[Vandalen]] und andere kommen unter dem Druck des eindringenden Steppenvolkes in das Römische Reich, was den Zusammenbruch des [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reiches]] verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 550–1000: Die nächsten Eindringlinge aus der Steppe, die [[Awaren]], gelangen 562 in den [[Donau]]raum und errichteten ihre Herrschaft über das Donaubecken, von Zentral[[rumänien]] bis Ost[[österreich]], die von dem Ende des 6. bis zum Anfang des 9. Jahrhunderts dauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im 4. Jahrhundert drangen einige [[Protobulgaren]] nach Mitteleuropa. Unter dem Druck der [[Khasaren]] trennten sie sich in zwei Gruppen. Eine wanderte nach Norden, die andere gründete das [[Geschichte_Bulgariens#Erstes_Bulgarisches_Reich|Erste Bulgarische Reich]] (680–1018) in Rumänien und Bulgarien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Magyaren]] und [[Khasaren]] drangen um 830 bis Bayern vor, wo sie 956 aufgehalten wurden, um sich im 10. Jahrhundert dauerhaft in Ungarn niederzulassen und 1001 das Königreich Ungarn zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1235–1300: Die [[Mongolen]] erreichten Europa um 1235. Sie überfielen Böhmen, Bulgarien, Kroatien, Österreich,  Polen, Serbien, Ungarn und das byzantinische [[Thrakien_(byzantinisches_Thema)|Thrakien]]. Sie wurden schließlich besiegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biogeographische Region ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontic Caspian climate.png|mini|Vegetationszonen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Vegetation ===&lt;br /&gt;
In der [[Phytogeographie]] und [[Vegetationskunde]] wird gewöhnlich keine pontokaspische Region anerkannt. Die pontisch oder [[Südsibirisch-Pontisch-Pannonische Florenregion|pontisch-pannonisch]] genannte [[Florenreich|Florenprovinz]] nördlich des Schwarzen Meeres&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.encyclopediaofukraine.com/display.asp?linkpath=pages\F\L\Flora.htm Flora] in: Internet [[Encyclopedia of Ukraine]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und die trockenere irano-turanische Region Zentralasiens sind durch den Gebirgsgürtel des [[Kaukasus]] voneinander getrennt, sie weisen zwar zahlreiche gemeinsame Arten auf, aber nur wenige, die exklusiv diesen gemeinsam wären. Es gibt in der Flora nur sehr wenige kaspische [[Endemiten]],&amp;lt;ref&amp;gt;Liliya A. Dimeyeva: &amp;#039;&amp;#039;Phytogeography of the northeastern coast of the Caspian Sea: native flora and recent colonizations.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Arid Land&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Nr. 4, 2013, S. 439–451, {{doi|10.1007/s40333-013-0175-x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass eine kaspische Region hier nicht unterschieden wird. Die Süd- und Westküste des Kaspischen Meeres bildet die [[Hyrkanische Wälder|hyrkanische Region]], die floristisch enge Beziehungen zur [[Kolchis|kolchisch]] genannten Flora des Kaukasus und [[Transkaukasien]]s sowie der östlichen türkischen Schwarzmeerküste besitzt. Hier gibt es zur Steppenregion im Norden nur sehr wenige gemeinsame Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
==== Terrestrische Fauna ====&lt;br /&gt;
Bei der landlebenden ([[terrestrisch]]en) Fauna ist die Abgrenzung und Identität einer pontokaspischen Region weniger eindeutig. Als pontokaspisch werden hier vor allem [[Art (Biologie)|Arten]] mit Herkunft aus oder Verbreitungszentrum im westlichen Teil des eurasischen Steppengürtels bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Limnologie ====&lt;br /&gt;
In der [[Limnologie]] ist die pontokaspische [[Biogeographie|biogeographische]] Region eine der [[Faunistik|faunistischen]] Regionen, in die der europäische Kontinent nach der Zusammensetzung der [[Limnofauna]] gegliedert wird. Die Region umfasst auch Bereiche des angrenzenden West- und [[Zentralasien]]. Dazu gehören das Schwarze Meer mit dem [[Asowsches Meer|Asowschen Meer]], das Kaspische Meer, der [[Aralsee]] und die einmündenden Flüsse und Ströme, insbesondere die [[Donau]], der [[Don (Asowsches Meer)|Don]], [[Dnepr]], [[Dnister]] und die [[Wolga]]. Nicht dazu gehören zum Beispiel der Südbalkan südlich der Donauniederung, die anatolische Südküste des Schwarzen Meeres, der [[Kaukasus]] und die nordrussischen und baltischen Ostsee-Zuflüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pontokaspis ist hervorgegangen aus der [[Paratethys]], einem ehemaligen Randmeer des Südozeans [[Tethys (Ozean)|Tethys]]. Dieses wurde im [[Sarmatium]] vor ungefähr 12 Millionen Jahren vom Weltmeer getrennt, an seiner Stelle bildet sich ein ausgedehnter, [[alkalisch]]er Binnensee, der Sarmatische See. Die Region weist eine komplizierte Geschichte&amp;lt;ref&amp;gt;H. J. Dumont: &amp;#039;&amp;#039;The Caspian Lake: History, biota, structure and function.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Limnology and Oceanography]]&amp;#039;&amp;#039; 43, Nr. 1, 1998, S. 44–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vladimir Mamaev: &amp;#039;&amp;#039;The Caspian Sea - enclosed and with many endemic species. Europe&amp;#039;s biodiversity - biogeographical regions and seas.&amp;#039;&amp;#039; European Environment Agency, 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Vergrößerungen (Transgressionen) und Verkleinerungen (Regressionen) der Wasserflächen auf, bei denen die heutigen getrennten Gewässer wiederholt in Kontakt zueinander gerieten, wodurch Austausch der dort lebenden Tierarten möglich blieb. Sie waren häufig von einem markanten Wechsel des Salzgehalts (der [[Salinität]]) begleitet. Dementsprechend sind charakteristisch vor allem Arten, die mit wechselnder Salinität gut zurechtkommen ([[euryhalin]]e Arten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders reich ist die pontokaspische Fauna an [[Krebstiere]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Melania E. A. Cristescu, Paul D. N. Hebert, Teodora M. Onciu: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeography of Ponto-Caspian crustaceans: a benthic - planktonic comparison.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Ecology&amp;#039;&amp;#039; 12, 2003, S. 985–996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Melania E. A. Cristescu, Paul D. N. Hebert: &amp;#039;&amp;#039;The “Crustacean Seas” — an evolutionary perspective on the Ponto–Caspian peracarids.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian Journal of Fisheries and Aquatic Sciences&amp;#039;&amp;#039; 62, 2004, S. 505–517, {{doi|10.1139/F04-210}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier werden 450 pontokaspische Arten gezählt, von denen allein 209 [[Endemit]]en des Kaspisees sind. Die Fischfauna der Region&amp;lt;ref&amp;gt;Yorick Reyjol, Bernard Hugueny, Didier Pont, Pier Giorgio Bianco, Ulrika Beier, Nuño Caiola, Frederic Casals, Ian Cowx, Alcibiades Economou, Teresa Ferreira, Gertrud Haidvogl, Richard Noble, Adolfo de Sostoa, Thibault Vigneron, Tomas Virbickas: &amp;#039;&amp;#039;Patterns in species richness and endemism of European freshwater fish.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Global Ecology and Biogeography&amp;#039;&amp;#039; 16, 2007, S. 65–75.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nicht nur die artenreichste Europas, sondern weist auch die meisten Endemiten auf. Dazu gehören viele [[Karpfenfische]] und die [[Grundeln]] der Unterfamilie Benthophilinae.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew E. Neilson, Carol A. Stepien (2009): &amp;#039;&amp;#039;Escape from the Ponto-Caspian: Evolution and biogeography of an endemic goby species flock (Benthophilinae: Gobiidae: Teleostei).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution&amp;#039;&amp;#039; 52, 2008, S. 84–102, {{doi|10.1016/j.ympev.2008.12.023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgehende Neozoen ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Arten der Pontokaspis sind heute durch den Menschen in andere Regionen verschleppt worden, vor allem durch die Verbindung vorher getrennter Einzugsgebiete durch den Bau von [[Kanal (Wasserbau)|Schifffahrtskanälen]] und die Verschleppung im [[Ballastwasser]] von Schiffen. Durch Ballastwasser wurden etliche Arten sogar über die Ozeane hinweg transportiert, wodurch sich einige pontokaspische Arten etwa in den amerikanischen [[Große Seen|Großen Seen]] zu  gefürchteten, invasiven [[Neobiota|Neozoen]] entwickelt haben. Auch in europäischen Gewässern gehören die individuenreichsten Neozoen mit dem gravierendsten ökologischen Einfluss zu den pontokaspischen Arten, unter zahlreichen anderen etwa die [[Zebramuschel]], der [[Großer Höckerflohkrebs|Große Höckerflohkrebs]], der [[Süßwasser-Röhrenkrebs]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Nehring: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.stefannehring.de/downloads/144_Nehring-2003_BBA-Symposium_aqua-neobiota-biodiv.pdf Gebietsfremde Arten in den deutschen Gewässern - ein Risiko für die Biodiversität]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 718&amp;amp;nbsp;kB) Schriftenreihe des [[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz]] „Angewandte Wissenschaft“, Heft 498.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einwanderer sind lokal so zahlreich, dass sie den Großteil der Individuen und einen relevanten Anteil der Arten in vielen großen Flüssen ausmachen, so dass langfristig möglicherweise deren gesamte einheimische Fauna bedroht sein könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Gallardo, D. C. Aldridge: &amp;#039;&amp;#039;Is Great Britain heading for a Ponto–Caspian invasional meltdown?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Applied Ecology&amp;#039;&amp;#039; 2014, {{doi|10.1111/1365-2664.12348}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pontic steppe|Pontokapsis}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eupedia.com/history/5000_Jahre_Migration_von_der_Steppe_nach_Europa.shtml#google_vignette Wanderungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eurasische Steppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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