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	<title>Pomaken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;IWL04: Schützte „Pomaken“: Edit-War – bitte die zugehörige Diskussionsseite aufsuchen ([Bearbeiten=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 11. Dezember 2025, 07:32 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 11. Dezember 2025, 07:32 Uhr (UTC)))</title>
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		<updated>2025-11-11T07:32:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schützte „&lt;a href=&quot;/index.php/Pomaken&quot; title=&quot;Pomaken&quot;&gt;Pomaken&lt;/a&gt;“: &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WAR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WAR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Edit-War&lt;/a&gt; – bitte die zugehörige &lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Pomaken&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Pomaken (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussionsseite&lt;/a&gt; aufsuchen ([Bearbeiten=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 11. Dezember 2025, 07:32 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 11. Dezember 2025, 07:32 Uhr (UTC)))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pomaken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{bgS|Помаци|Pomazi}}, {{elS|Πομάκοι|Pomákoi}}, {{trS|Pomaklar}}, in [[Bulgarien]] amtlich &amp;#039;&amp;#039;mohammedanische Bulgaren&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bulgaro-Mohammedaner&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|bg|българи мохамедани}}) sind eine vorwiegend muslimische [[Ethnie]] umstrittener Herkunft, deren Angehörige verstreut hauptsächlich in Bulgarien, [[Serbien]], [[Nordmazedonien]], [[Griechenland]] und in der [[Türkei]] leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Edouard Selian: {{Webarchiv |url=http://www.americanchronicle.com/authors/view/3964 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Pomaks: an Islamized People of Europe&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20090705172303}} 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Pomaken sprechen südost-[[Bulgarische Sprache|bulgarische]] [[Dialekt]]e aus der [[Rhodopen]]-Untergruppe, die kaum von den Mundarten der christlichen Bewohner abweichen. Inwieweit die pomakischen Dialekte als eigenständige Sprache zu bewerten sind, ist umstritten. Die in Serbien ansässigen Pomaken sprechen einen [[Serbische Sprache|serbischen]] Dialekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ömer Turan: &amp;#039;&amp;#039;Pomaks, their Past and Present&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Muslim Minority Affairs]]&amp;#039;&amp;#039; 19/1,  1999, S. 69–85, hier S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pomaken im engeren Sinne bezeichnet die [[Bulgarische Sprache|bulgarischsprachige]] [[Islam|muslimische]] Minderheit im Südwesten [[Bulgarien]]s (zwischen [[Smoljan]] in den [[Rhodopen]] und [[Raslog]] im [[Pirin]]gebirge) und in der [[Griechenland|griechischen]] Region [[Westthrakien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie]] der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;pomak&amp;#039;&amp;#039; ist unklar. Eine vor allem in Bulgarien populäre volksetymologische Deutung führt sie auf das Wort &amp;#039;&amp;#039;pɔmagatschi&amp;#039;&amp;#039; (помагачи) zurück, was „Helfer“ bedeutet und sich auf die Zeit der osmanischen Herrschaft bezieht. Die heutige Bezeichnung ist erst seit dem 19. Jahrhundert in Gebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Büchsenschütz: [http://epub.ub.uni-muenchen.de/554/1/buechsenschuetz-minderheiten.pdf &amp;#039;&amp;#039;Minderheitenpolitik in Bulgarien&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB) Magisterarbeit. Freie Universität Berlin, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnogenese ==&lt;br /&gt;
Die [[Ethnogenese]] der Pomaken ist umstritten. Als weitgehend gesichert gilt eine [[Indoeuropäer|indoeuropäische]] [[Ethnie]] als Ursprung der Pomaken, nach griechischen Forschern [[Thraker|thrakisch]], nach bulgarischen Wissenschaftlern [[Slawen|slawisch]]. Ersteres ist nicht belegbar, da seit dem 9. Jahrhundert keine thrakischen Quellen erhalten sind (Einführung des Christentums und des [[Kyrillisches Alphabet|Kyrillischen Alphabets]]). Weitere Forschungen aus der [[Türkei]] gehen von einer Abstammung von den [[Kumanen]] und [[Kyptschaken|Kiptschaken]] aus und sehen die Pomaken als slawisierte Turkvölker, während andere Wissenschaftler sie als während der Herrschaft des Osmanischen Reichs [[Islamisierung|islamisierte]] Slawen betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich der Topos einer organisierten Zwangsislamisierung der Rhodopenbevölkerung bis in die heutige Zeit hält, gelten als Gründe für die [[Konversion (Religion)|Konversion]] vorrangig soziale und ökonomische Faktoren. Zwangsislamisierungen waren, mit Ausnahme der [[Knabenlese]], während der [[Osmanisches Reich|Osmanenherrschaft]] eher Ausnahmefälle. Ob ein Teil der in den Rhodopen ansässigen Bevölkerung sich zu den „Häresien“ des [[Bogomilen|Bogomilismus]] oder dem [[Paulikianer|Paulikianismus]] bekannte, ist nicht bewiesen.&lt;br /&gt;
== Lebensläufe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Großwesir]] des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] machten der aus [[Plowdiw]] stammende Pomake [[Müezzinzade Filibeli Hafız Ahmed Pascha]] (1625/26 und 1631/32) und der aus [[Sofia]] stammende muslimische Bulgare [[Kalafat Mehmed Pascha]] (1778/79) Karrieren im Staat des osmanischen Sultans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Bis vor wenigen Jahrzehnten lebten fast alle Pomaken in ländlichen Bergdörfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Demtriou: &amp;#039;&amp;#039;Prioritizing ‘ethnicities’: The uncertainty of Pomak-ness in the urban Greek Rhodoppe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ethnic and Racial Studies]]&amp;#039;&amp;#039;, 2004, 27 (1), S. 95–119, hier S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Pomaken in Griechenland verhältnismäßig viel von ihrer eigenen Identität und Kultur bewahren konnten, liegt wohl auch an der Isolation der schwer zugänglichen Berggebiete, in denen sie lebten. Die Dörfer der Pomaken lagen in einem Gebiet, das zu Zeiten des [[Kalter Krieg|Kalten Kriegs]] auf Grund der Nähe zu Bulgarien militärisches Sperrgebiet war und bis 1995 nur mit Ausnahmegenehmigungen bereist oder verlassen werden durfte. Seit der Aufhebung der Beschränkungen ist eine starke Abwanderung vor allem der jüngeren Generation in die Städte und damit einhergehend eine immer weiter abnehmende Kulturpflege festzustellen. inzwischen ist so ein Hang zur [[Urbanisierung]] zu verzeichnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;courb_664&amp;quot;&amp;gt;Youssef Courbage: &amp;#039;&amp;#039;Les transitions démographiques des Musulmans en Europe orientale&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Population&amp;#039;&amp;#039;46 (3),  1991, S. 651–677, hier S. 664.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Volksmusik]] hat einen hohen Stellenwert bei den Pomaken. Die Lieder wurden von Generation zu Generation weitergegeben, zumeist mündlich. Angeblich beherrschen viele ältere pomakische Frauen bis zu 500 Liedtexte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass bisher keine pomakische [[Geschriebene Sprache|Schriftsprache]] geschaffen wurde, begünstigt den Verlust pomakischer Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pomaken sind heute großteils Muslime [[sunnitisch]]er Konfession. Archaische Sitten wie [[Blutrache]], [[Zwangsehe]] und Heirat zwischen Verwandten sind bei den Pomaken eher verpönt. Gewöhnlich werden pomakische Jungen im Alter von bis zu drei Jahren [[Zirkumzision|beschnitten]]. Der Islam ist fest im Leben der Pomaken verankert, dem hat die jahrzehntelange Missbilligung seitens der bulgarischen Regierung nur wenig anhaben können. In vielen Dörfern befinden sich Moscheen und Koranschulen ([[Medrese]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in einzelnen Staaten ==&lt;br /&gt;
Pomaken leben insbesondere in [[Bulgarien]], [[Griechenland]], [[Serbien]], der [[Türkei]] und [[Nordmazedonien]].&lt;br /&gt;
=== Bulgarien ===&lt;br /&gt;
==== Demografie ====&lt;br /&gt;
In Bulgarien fiel laut [[Volkszählung]]en die Zahl der Pomaken zwischen 1878 und 1934 von 500.000 auf 134.000; 1990 gaben lediglich 80.000 Personen ihre Ethnizität als „Pomakisch“ an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;courb_659&amp;quot;&amp;gt;Youssef Courbage: &amp;#039;&amp;#039;Les transitions démographiques des Musulmans en Europe orientale&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Population&amp;#039;&amp;#039;, 1991, 46 (3), S. 651–677, hier S. 659.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der Nationalitätenpolitik des bulgarischen Staats geht man jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl höher liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;courb_659&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geburtenrate der pomakischen Bevölkerung ist höher als der bulgarische Durchschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel N. Nelson: &amp;#039;&amp;#039;Europe’s Unstable East&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Foreign Policy]]&amp;#039;&amp;#039;, 1991, 82 (1), S. 137–158, hier S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere seit dem Zweiten Weltkrieg ist aber auch eine nicht näher quantifizierbare Migration von Pomaken in die [[Türkei]] zu beobachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;courb_664&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben des bulgarischen Innenministeriums zufolge gab es 1989 rund 260.000 bulgarischsprachige Muslime. Bei der Volkszählung 1992 gaben 176.800 Personen sowohl Bulgarisch als ihre Muttersprache als auch den Islam als Religion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Behandlung durch den Staat ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Baptizing the village of Banite.jpg|mini|Taufe im Dorf Banite (1912)]]&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des bulgarischen Nationalstaats 1878 wurden alle in Bulgarien verbliebenen Muslime, darunter auch Pomaken, [[Tataren]] und [[Roma]] als „Türken“ bezeichnet und genossen als solche offiziellen Minderheitenstatus, der das Recht auf freie Religionsausübung garantierte. Ab 1905 setzte sich der Begriff Pomaken durch. Mit den [[Balkankriege]]n eroberte Bulgarien den größten Teil des pomakischen Siedlungsgebiets inklusive Westthrakien, die Zahl der Pomaken auf bulgarischem Territorium erhöhte sich von einigen zehntausend auf knapp 110.000 Personen. Neben der gezielten Ansiedlung von orthodoxen Bulgaren in den eroberten Gebieten wurden im Rahmen der so genannten „Taufe“ in den Jahren 1912 und 1913 die Pomaken [[Zwangschristianisierung|zwangschristianisiert]], was nach dem Zweiten Balkankrieg und dem [[Friede von Bukarest (1913)|Frieden von Bukarest]] rückgängig gemacht wurde. Bei einer zweiten Bulgarisierungswelle zwischen 1938 und 1944 wurden die Pomaken gezwungen, bulgarische Namen anzunehmen, was ebenfalls wieder rückgängig gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich nach 1944 allmählich stabilisierende kommunistische Regierung des Landes gab den Pomaken zunächst ihre alten Namen und das Recht auf freie Religionsausübung zurück. Ihr Siedlungsgebiet blieb jedoch verhältnismäßig arm und rückständig. Die Auswanderungswelle türkischsprachiger Bulgaren in den Jahren 1949–50 erfasste auch die Pomaken, von denen viele nach Griechenland flohen, von wo eine Einreise in die Türkei problemlos möglich war. Diese Umsiedelung wurde von pomakischen Freischärlern unterstützt und fand auch Sympathie bei politischen Stellen in Griechenland und der Türkei vor dem Hintergrund des sich etablierenden [[Ost-West-Konflikt]]s. Der bulgarische Staat reagierte mit einem Ausreiseverbot für bulgarischsprachige Muslime und Zwangsumsiedlungen pomakischer Familien ins Innere Bulgariens, von denen aber viele, da sie sich als Türken registrieren ließen, in die Türkei übersiedeln konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte der 1950er Jahre begann in Bulgarien eine Politik der „einheitlichen sozialistischen bulgarischen Nation“, der Begriff „Pomaken“ wich dem der „muslimischen Bulgaren“. Die muslimische Religion und ihre traditionellen Ausprägungen wie die Verschleierung der Frauen oder die Beschneidung wurden bekämpft; mit allen Mitteln wurde versucht, die Pomaken in eine „moderne sozialistische Nation“ zu überführen. Wie später die bulgarischen Türken, waren die Pomaken in den frühen 1970er Jahren erneut Zwangsumbenennungen seitens des bulgarischen Staats ausgesetzt, bei denen die Namen islamischer Herkunft bulgarisiert wurden. Gleichzeitig wurden pomakische [[Folklore]]traditionen als authentisch bulgarisch definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Carol Silverman: &amp;#039;&amp;#039;The Politics of Folklore in Bulgaria&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Anthropological Quarterly]]&amp;#039;&amp;#039;, 1983, 56 (2), S. 55–61, hier S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend wurden sie in Statistiken schlicht als Bulgaren geführt, also nicht mehr gesondert statistisch erfasst. Neben Bulgaro-Türken versuchten bei der Fluchtwelle im Jahre 1989 auch Pomaken in die Türkei auszureisen, wurden von den dortigen Behörden als „Muslime nichttürkischer Abstammung“ jedoch an der Einreise gehindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus und dem Ende der Assimilierungspolitik forderten neben türkischsprachigen auch pomakische Einwohner ihre alten Namen zurück. Bei der Volkszählung 1992 gaben im Gebiet der Rhodopen rund 35.000 Personen Türkisch als Muttersprache an, was durch eine nachfolgende Untersuchung jedoch nicht bestätigt werden konnte – man fand keine türkischen Muttersprachler in dem Gebiet. Die Personen wurden als Bulgaren muslimischen Glaubens registriert. Neben einer Mehrheit von Pomaken, die sich als muslimische Bulgaren einordnen, identifiziert sich also ein beträchtlicher Teil von ihnen als Türken, ohne Türkisch zu sprechen; einige betrachten sich auch als Nachkommen arabischer Missionare aus der Zeit Mohammeds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Partei [[Dwischenie sa Prawa i Swobodi|DPS]] („Bewegung für Rechte und Freiheiten“), die von der türkischen Minderheit dominiert wird, engagieren sich auch Pomaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 wurde die Partei &amp;#039;&amp;#039;Progres i blagodenstwie&amp;#039;&amp;#039; (bulgarisch Прогрес и благодентствие, „Fortschritt und Wohlstand“) mit Adrian Palow als Vorsitzender gegründet. Sie gilt als Vertreterin der bulgarischen Muslime und Pomaken und will das Monopol der DPS durchbrechen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://mediapool.bg/show/?storyid=150725 mediapool.bg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordmazedonien ===&lt;br /&gt;
Laut dem jugoslawischen Zensus von 1981 lebten damals etwa 40.000 Pomaken in der damaligen [[Sozialistische Republik Mazedonien|SR Mazedonien]].&amp;lt;ref&amp;gt;James Pettifer: &amp;#039;&amp;#039;The New Macedonian Question&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;International Affairs&amp;#039;&amp;#039;, (1992) 68 (3), S. 475–485, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechenland ===&lt;br /&gt;
In Griechenland lebten laut der Volkszählung 1928 vorwiegend im Norden des Landes etwa 17.000 Pomaken.&amp;lt;ref&amp;gt;Bickham Sweet-Escott: &amp;#039;&amp;#039;Greece: A Political and Economic Survey&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[International Affairs]]&amp;#039;&amp;#039;, 1956, 32 (4), S. 542.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der griechische Staat erkennt als einzige Minderheit, entsprechend den Vereinbarungen des [[Vertrag von Lausanne|Vertrags von Lausanne]] (1923) &amp;#039;&amp;#039;Muslime&amp;#039;&amp;#039; an, die im Gebiet [[Westthrakien]]s vom vereinbarten [[Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei|Bevölkerungsaustausch]] ausgenommen waren und denen gewisse Rechte garantiert sind. Die Muslime Westthrakiens setzen sich aus Türken, Pomaken und muslimischen [[Roma]] zusammen, wobei die Pomaken vor allem in den Regionalbezirken [[Rodopi (Regionalbezirk)|Rodopi]] und [[Xanthi (Regionalbezirk)|Xanthi]] leben und sich auf schätzungsweise 39.000 Personen belaufen. Nach griechischem Recht genießen sie Religionsfreiheit und haben das Recht auf eigensprachliche Schulbildung, die aber ausschließlich auf Türkisch, der offiziellen Sprache der muslimischen Minderheit, erteilt wird. Dies hat zu einer freiwilligen Annäherung der griechischen Pomaken an die türkische Kultur geführt.&lt;br /&gt;
Die Annäherung der Pomaken in Griechenland an die türkische Kultur wird von den griechischen Behörden missbilligt. Viele Pomaken in Griechenland fühlen sich inzwischen als Türken, was von den griechischen Regierungen nicht gern gesehen wird und die Pomaken oft zum politischen Spielball macht.&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurde versucht, die pomakischen Dialekte als eigene Literatursprache zu erfassen, was in drei Grammatiken seinen Niederschlag fand. Das für die Wiedergabe der Sprache verwendete [[Griechisches Alphabet|griechische Alphabet]] ist für die Wiedergabe das Lautstands der [[Bulgarische Sprache#Dialekte|Ostrupzischen Mundarten der bulgarischen Sprache]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinke&amp;quot;&amp;gt;{{Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens |Titel=Pomakisch |Autor=Klaus Steinke |Seiten=391–393 |KBytes=142}}&amp;lt;!--wayback=20131030143559--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; ungeeignet und wird auch von den des Griechischen mächtigen Pomaken nicht gut angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren erscheint in [[Xanthi]] regelmäßig eine Zeitung in bulgarischer Sprache in griechischer Schrift. Diese Zeitung ist eher ein Politikum seitens der griechischen Regierung und wird von den Pomaken in Griechenland nicht gut angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.greekhelsinki.gr/english/reports/pomaks.html |text=Bericht über die Pomaken |wayback=20160304030624 |archiv-bot=2022-12-28 21:41:58 InternetArchiveBot}} vom [[Internationale Helsinki-Föderation für Menschenrechte|Griechischen Helsinki Komitee]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkei ===&lt;br /&gt;
Eine große Gruppe und ganze Dörfer mit Bulgarisch sprechenden Muslimen leben in [[Ostthrakien]], wo diese am zahlreichsten in den Regionen von [[Lüleburgaz (Stadt)|Lüleburgaz]] und [[Edirne]] vertreten sind. Vorwiegend handelt es sich um Umsiedler oder Vertriebene aus der Zeit der verlorenen Balkanbesitztümer des Osmanischen Reiches. Sie sind vom türkischen Staat nicht als Minderheit anerkannt und unterliegen einer starken [[Turkisierung]] durch den türkischen Staat.&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Apostolov: [https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00905999608408481 &amp;#039;&amp;#039;The Pomaks: A Religious Minority in The Balkans &amp;#039;&amp;#039;.] Institute on East Central Europe, Columbia University, 1996&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während der [[Balkankriege]] emigrierten eine Reihe von Pomaken aus Rhodopien in die heutige Türkei, wo 1935 etwa 10.000 Pomaken lebten, denen zu diesem Zeitpunkt die türkische Staatsbürgerschaft versagt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;A. A. Pallis: &amp;#039;&amp;#039;The Population of Turkey in 1935&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Geographical Journal]]&amp;#039;&amp;#039;, 1938, 91 (5), S. 439–445, S. 442–444.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben leben die Pomaken hauptsächlich in der Region von [[Istanbul]], [[Bursa]] und [[Izmir]]. In den 1950er Jahren wurde eine kleine Gruppe von Pomaken vom türkischen Staat wegen ihrer religiösen Ansichten nach [[Aleppo]], [[Syrien]] vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Büchsenschütz: &amp;#039;&amp;#039;Minderheitenpolitik in Bulgarien. Die Politik der Bulgarischen Kommunistischen Partei (BkP) gegenüber den Juden, Roma, Pomaken und Türken 1944–1989&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004 ([http://epub.ub.uni-muenchen.de/554/1/buechsenschuetz-minderheiten.pdf uni-muenchen.de] PDF; 1,7 MB).&lt;br /&gt;
* Dilara Avcı: [http://repository.bilkent.edu.tr/handle/11693/52077 &amp;#039;&amp;#039;The Pomaks: conversion to islam in the Western Rhodope mountains in the 15th century.&amp;#039;&amp;#039;] (Masterarbeit) Bilkent-Universität, Ankara 2019&lt;br /&gt;
* Ali Eminov: &amp;#039;&amp;#039;Turkish and other Muslim Minorities of Bulgaria.&amp;#039;&amp;#039; Hurst &amp;amp; Company, London.&lt;br /&gt;
* Evangelos Karagiannis: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ethnizität der Pomaken Bulgariens&amp;#039;&amp;#039;. Lit, Münster 1997.&lt;br /&gt;
* Evangelos Karagiannis: [http://zeitschrift-fuer-balkanologie.de/index.php/zfb/article/viewFile/4/4 &amp;#039;&amp;#039;Fremdzuschreibung und Minderheit: Bemerkungen zu den Pomaken Bulgariens.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Balkanologie,&amp;#039;&amp;#039; 39, 2003, S. 37–51.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pomaks&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia of Islam]]. New Edition&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, S. 320–324.&lt;br /&gt;
* Mary Neuberger: &amp;#039;&amp;#039;The Orient within - Muslim minorities and the negotiation of nationhood in modern Bulgaria&amp;#039;&amp;#039;. Cornell University Press, 2004.&lt;br /&gt;
* Klaus Steinke, Christian Voss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pomaks in Greece and Bulgaria. A model case for borderland minorities in the Balkans&amp;#039;&amp;#039;. Südosteuropa-Studien 73. München 2007, ISBN 978-3-87690-963-9.&lt;br /&gt;
* {{Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens |Titel=Pomakisch |Autor=Klaus Steinke |Seiten=391–393 |KBytes=142}}&lt;br /&gt;
* Alexander Velinov: &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Identität im Zeitalter des Nationalismus. Die Pomakenfrage in Bulgarien.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2001 (Diss.) {{DNB|964992671}}&lt;br /&gt;
* Γιάννης Μαγκριώτης: &amp;#039;&amp;#039;Πομάκοι η Ροδοπαίοι – οι Έλληνες Μουσουλμάνοι&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Risos, Athen 1990 (Jannis Magriotis: &amp;#039;&amp;#039;Pomaks and Rhodopians – the Muslim Greeks&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Πόλυς Α. Μυλωνάς: &amp;#039;&amp;#039;Οι Πομάκοι της Θράκης&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Nea Syora, Athen 1990 (Polys A. Milonas: &amp;#039;&amp;#039;The Pomaks of Thrace&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Παύλος Χιδίρογλου: &amp;#039;&amp;#039;Οι Έλληνες Πομάκοι και η Σχέση τους με την Τουρκία&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Herodotos Athen (Pavlos Hidiroglou: &amp;#039;&amp;#039;The Greek Pomaks and their Relation with Turkey&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Φότης Καζάζης: &amp;#039;&amp;#039;Πομάκοι – φωτογραφικές αφήγησεις&amp;#039;&amp;#039;. Press Photo, Athen 1995, ISBN 960-85120-6-9 (Fotis Kazazis: &amp;#039;&amp;#039;Pomaks – Photographic Narrations&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pomaks|Pomaken}}&lt;br /&gt;
* [https://sariblog.eu/ethnische-minderheit-und-zwischenstaatliches-streitobjekt-die-pomaken-in-nordgriechenland/ Emmanuel Sarides (Freie Universität Berlin): Ethnische Minderheit und zwischenstaatliches Streitobjekt. Die Pomaken in Nordgriechenland]&lt;br /&gt;
* [http://www.pomak.eu/ Pomak.eu International] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://src-h.slav.hokudai.ac.jp/coe21/publish/no25_ses/41BookReviews.pdf Victor Friedman (Book review = Buchbesprechung): &amp;#039;&amp;#039;The Pomaks in Greece and Bulgaria: A Model Case for Borderland Minorities in the Balkans (Südosteuropa-Studien 73). Ed. by Klaus Steinke and Christian Voss. Munich: Verlag Otto Sagner · Südoosteuropa Gesellschaft. 278 pp.&amp;#039;&amp;#039; (PDF)]&lt;br /&gt;
* [http://pomaknews.com/ Pomaknews Agency] (türkisch)&lt;br /&gt;
* Ina Merdjanova: [https://www.owep.de/artikel/622-muslime-in-bulgarien &amp;#039;&amp;#039;Muslime in Bulgarien.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ost-West: Europäische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4201149-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawischsprachige Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islam in Griechenland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;IWL04</name></author>
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