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	<title>Polyscher Hof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T03:58:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polyscher_Hof&amp;diff=1881737&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sekrus: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-02-26T14:44:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Guntersblum- Ölmühlstraße- Polyscher Hof- ehemaliges Kino 25.3.2010.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Das ehemalige Kino auf dem Polyschen Hof in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polysche Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im [[Rheinhessen|rheinhessischen]] [[Guntersblum]] war ein [[Gutshof]] mit einer bedeutenden Geschichte. Heute befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen Polyschen Hofs [[Wohngebäude|Wohnanlagen]]. Das Anwesen gilt heute als [[Kulturdenkmal]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: [https://denkmallisten.gdke-rlp.de/Mainz-Bingen.pdf Nachrichtliches Verzeichnis der  Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz für den Landkreis Mainz-Bingen] als PDF-Datei, S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Polyschen Hofs geht bis in das Jahr 1733 zurück. Hier wird in einem [[Auktion|Versteigerungsprotokoll]] von einem [[Müller (Berufsbezeichnung)|Ölmüller]] namens &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Stock&amp;#039;&amp;#039; berichtet, der aufgrund seiner finanziellen Schwierigkeiten sein Anwesen versteigern musste. Nachdem aber niemand ein Gebot für den Hof abgegeben hatte, dauerte es bis September 1739, bis [[Friedrich Wilhelm Carl von Poly]] den Polyschen Hof im &amp;#039;&amp;#039;Nordhöfer Viertel&amp;#039;&amp;#039; durch einen Tausch mit seinem [[Haus]] in der ehemaligen Guntersblumer &amp;#039;&amp;#039;Alsheimergasse&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;Bleichstraße 16&amp;#039;&amp;#039;) erwarb. Dadurch erhielt der Polysche Hof einen [[Adel|freiadligen]] Status. Nachdem Friedrich Wilhelm Carl von Poly einige Jahrzehnte später an [[Pocken]] starb, ließen sein Sohn [[Friedrich Ludwig von Poly]], seine Tochter Carolina Henrietta Eleonora und seine Ehefrau Charlotta Sophia von Poly das Anwesen abreißen und neu aufbauen. Gründe dafür waren der schlechte Zustand und der Wille der Witwe Friedrich Wilhelm Carl von Polys, nicht in einem Haus wohnen zu wollen, in dem ihr Mann starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Charlotta Sophia von Poly im November 1782 gestorben war, ging der Besitz des Anwesens an ihren Sohn Friedrich Ludwig von Poly, der nun mittlerweile [[Hauptmannschaft|Hauptmann]] war. Als Friedrich Ludwig von Poly die &amp;#039;&amp;#039;freyadeliche Behausung und [[Acker|Feltgüther]]&amp;#039;&amp;#039; im Juni 1785 vom Guntersblumer [[Gericht]] schätzen ließ, wurde der Polysche Hof mit dem Wert von 26.660 [[Gulden]] veranschlagt. Kurz darauf [[Pachtvertrag (Deutschland)|verpachtete]] er für 12 Jahre einige Felder. Als im April und Mai 1793 im &amp;#039;&amp;#039;königlich preusischen Hauptquartier dahier&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Pohlischen Hoff die Herrn Officier von der Garde und die Ordonnanz [[Husaren]]&amp;#039;&amp;#039; im Polyschen Hof wohnten, richteten sie im [[Stall]] hinter dem Wohngebäude solch einen Schaden an, dass die &amp;#039;&amp;#039;verrissenen&amp;#039;&amp;#039; Pferdekrippen aufwändig repariert werden mussten. Nachdem die [[Französische Revolution]] Ende des 18. Jahrhunderts begann, wurde spätestens im Juni 1794 der Gutshof an das [[Leiningen (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht von Leiningen]] verkauft. Als kurz darauf noch weitere Schäden entdeckt wurden, entschuldigte sich die [[Gemeinde]] bei dem Besitzer des Polyschen Hofs, dem [[Graf]]en [[Wilhelm Carl (Leiningen)|Wilhelm Carl von Leiningen-Guntersblum]], dass es ihr nicht gelang, beim Durchzug der kaiserlichen Husaren die herrschaftlichen &amp;#039;&amp;#039;Gebäulichkeiten&amp;#039;&amp;#039; zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Tatsache übernahm sie schließlich auch die Kosten für die restlichen Instandsetzungsarbeiten des Polyschen Hofs. Als durch den [[Frieden von Campo Formio]] im Jahr 1797 Teile [[Geschichte Deutschlands#Das „lange 19. Jahrhundert“ (1789–1914)|Deutschlands]] annektiert wurden, wurde Wilhelm Carl von Leiningen-Guntersblum (1737–1809) mitgeteilt, &amp;#039;&amp;#039;daß alle Güter der Abwesenden, in welchem Zustand die auch immer waren, dem [[Sequester (Recht)|Sequester]] unterstellt werden sollten&amp;#039;&amp;#039;. Da Wilhelm Carl von Leiningen-Guntersblum abwesend war, schickte er im Januar 1798 seine Frau [[Eleonora (Leiningen)|Eleonora von Leiningen]] (1770–1832) zu dem Sequester, die gerade noch rechtzeitig die Versiegelung der Güter verhindern konnte. 1800 besaß sie schließlich das &amp;#039;&amp;#039;Pohlisch Gut&amp;#039;&amp;#039;. 1817 bestand es aus einem [[Geschoss (Architektur)|zweigeschossigen]] Wohngebäude, einer [[Ölmühle]], einem Stall, einer [[Scheune]], einem [[Vieh]]stall und einem [[Hausschwein|Schweinestall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Eleonora von Leiningen am 23. Dezember 1832 starb, fiel ihr Besitz an ihre Tochter [[Maria Anna Karoline Amalie (Leiningen)|Maria Anna Karoline Amalie von Leiningen]] (1792–1831). Sie lebte jedoch mit ihrem Ehemann, dem [[Freiherr]]n [[Maximilian von Berlichingen]] († 1847), in [[Mannheim]] und verkaufte so das Anwesen kurze Zeit später an den Ölmüller Peter Grasmann. 1842 ließ er das Wohngebäude auf dem Polyschen Hof umbauen, so dass es nun ein Stockwerk zusätzlich hatte. Nachdem in der Folgezeit die Ölmüllerei auf dem Polyschen Hof immer mehr abnahm, wurde das Grundstück in der nächsten Zeit größtenteils zum Wohnraum umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Polysche Hof lag am Beginn seiner Entstehung im so genannten &amp;#039;&amp;#039;Nordhöfer Viertel&amp;#039;&amp;#039;, einem Ortsteil Guntersblums etwas außerhalb des [[Historischer Stadtkern|Ortskerns]]. Trotzdem sind heute zahlreiche bedeutende Bauwerke Guntersblums in naher Entfernung, wie zum Beispiel die Guntersblumer evangelische Kirche und der [[Marktplatz (Städtebau)|Marktplatz]]. Auch der [[Julianenbrunnen]] und der [[Guntersblumer Kellerweg]] sind heute nur wenige hundert Meter in westlicher Richtung entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
Die heutige Anlage des Polyschen Hofs besteht aus einem Wohngebäude, einem Nebenhaus, einigen Stallungen und weiteren kleinen Räumlichkeiten und einem [[Hof (Architektur)|Hof]]. In direkter Nachbarschaft zum Polyschen Hof befinden sich heute ebenfalls ausschließlich Wohngebäude. Zudem liegt der Polysche Hof an einer [[Hauptstraße (allgemein)|Nebenstraße]], die später sogar nach der letzten wirtschaftlichen Nutzung des Polyschen Hofs &amp;#039;&amp;#039;Ölmühlstraße&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Zu erreichen ist der Polysche Hof heute über die &amp;#039;&amp;#039;Julianenstraße&amp;#039;&amp;#039;, die die &amp;#039;&amp;#039;Ölmühlstraße&amp;#039;&amp;#039; mit der &amp;#039;&amp;#039;Hauptstraße&amp;#039;&amp;#039; verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Nutzung des Anwesens zum Betrieb einer Ölmühle beendet war, wurde das Grundstück immer mehr zum Wohnraum umgebaut. In den 1920er Jahren wurde ein Teil des Anwesens zu einem [[Kino]] umgebaut, das allerdings in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] wieder geschlossen wurde. Dabei besaß noch 2003 eine Nachfahrin Grasmanns das Grundstück mit der heutigen Adresse &amp;#039;&amp;#039;Ölmühlstraße Nr. 9/11&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
2003 wurde das Lichtspielhaus Ölmühlstrasse 9 verkauft, saniert und zur Wohnung umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karin  Holl: &amp;#039;&amp;#039;Guntersblum, vom leiningischen Dorf zur Residenz.&amp;#039;&amp;#039; Schölles, Heßheim 2008, {{DNB|991350545}}, S. 78–83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.marktplatz-guntersblum.de/16633 Informationen zum Polyschen Hof und weiteren Sehenswürdigkeiten in Guntersblum] auf marktplatz-guntersblum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.798108|EW=8.342378|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Guntersblum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Mainz-Bingen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sekrus</name></author>
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