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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Polygoneffekt</id>
	<title>Polygoneffekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:16:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polygoneffekt&amp;diff=766869&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-12-05T14:12:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polygoneffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; tritt auf, wenn ein Zugmittel ([[Kette]] und [[Zahnriemen]] sind [[Zugmitteltrieb]]e) durch ein Antriebsrad [[formschlüssig]] (d.&amp;amp;nbsp;h. durch Ineinandergreifen) eine [[Arbeitsmaschine]] antreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kann das Zugmittel auf dem Antriebsrad nicht kreisrund auf- und ablaufen, sodass es zu Abwinkelungen des Zugmittels kommt. Dadurch entsteht aus dem kreisrunden Antriebsrad wirkmäßig ein [[Polygon]] (Vieleck) mit unterschiedlich vielen [[Sehne (Mathematik)|Sehnen]] entsprechend dem Durchmesser des Antriebsrades.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition und Auftreten ==&lt;br /&gt;
Dreht sich das Antriebsrad mit konstanter [[Winkelgeschwindigkeit]], so kommt es durch die Polygonauflage des Zugmittels zu unterschiedlichen Wirkradien. Die Geschwindigkeit des Zugmittels schwankt dann [[Periode (Physik)|periodisch]] um eine mittlere Geschwindigkeit. Des Weiteren resultieren daraus unangenehme [[Schwingung#Anregung einer Schwingung|Erregungen]] in Längs- und Querrichtung des Zugmittels, die zu [[Schwingung]]en führen können, welche im Extrem zur [[Resonanzkatastrophe]] und damit meist zum [[Bruchmechanik|Materialbruch]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Schwingungsphänomens durch den Polygoneffekt und der Übertragungsungenauigkeit gibt es in allen Bereichen des Maschinenbaues, in denen die Zugmittel Kette oder Zahnriemen verwendet werden, vereinfachte Berechnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell im [[Motorenbau]] wird für die [[Nockenwelle]]n[[Ventilsteuerung|steuerung]] (mit Kette oder Zahnriemen) ein exaktes Übertragungsverhalten der [[Steuerkette]] verlangt, das aufwändig vorherberechnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Positioniersystem|Positionieraufgaben]] mit zahnriemengetriebenen Fahrzeugen kann die Nichtberücksichtigung des Polygoneffekts zu Ungenauigkeiten führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rundstahlkettentrieb im Kettenzug ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kette Rad Wiki.jpg|mini|hochkant=1.2|Zusammenwirken von Rundstahlkette und Kettenrad – Ersatzpolygon im Schnitt]]&lt;br /&gt;
Der Polygoneffekt bei Stahlgelenkketten, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Kettengetriebe]], unterscheidet sich von jenem bei Rundstahlketten, da letztere aus einer Abfolge von jeweils um&amp;amp;nbsp;90° zueinander verdrehten Kettengliedern bestehen. Diese liegen unterschiedlich in der [[Kettennuss]] auf und bewirken dadurch veränderte geometrische Zusammenhänge: man unterscheidet stehende und liegende Kettenglieder. Die Kraft wird dabei von der hängenden Kette nur über die liegenden Glieder auf das [[Kettenrad]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Rundstahlketten haben die Antriebsräder geringe Zähne(Ecken)zahlen und somit die Polygone nur wenige Seiten. Dies bringt den Vorteil, dass die [[Antriebsmoment]]e für das Kettenrad klein gehalten werden können und das Kettenrad mit Antrieb nicht viel Bauraum benötigt. Aber: je kleiner die Anzahl der Polygonseiten, desto größer die Auswirkungen des Polygoneffekts.&amp;lt;!-- Aber auch: Je kleiner das Kettenrad, desto direkter der Antrieb, desto weniger gerechtfertigt ist die Annahme konstanter Drehzahl. Irgendwo zwischen „konstanter Drehzahl“ und „konstantem Drehmoment“ verschwindet die Anregung der Grundfrequenz. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinematische Verhältnisse ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kette Peff Wiki.jpg|mini|hochkant=1.2|Kinematische Größen beim Polygoneffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreht sich ein Rundstahlkettenrad (vgl. Abbildung) mit konstanter Winkelgeschwindigkeit, dann entstehen folgende [[Kinematik|kinematische]] Verhältnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erkennt, dass sich die Kinematik nach&amp;amp;nbsp;90° wiederholt, also periodisch ist, weil das Kettenrad vier Taschen hat. Die zweimaligen [[Beschleunigung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;sprünge während einer Periode erregen die an der Kette hängenden Lasten zu Schwingungen in Kettenlängsrichtung, da die Rundstahlkette (elastisch) mit der hängenden Last vereinfacht einen Einmassen[[Oszillator|schwinger]] bildet. Diese [[erzwungene Schwingung]] führt zu unerwünschten Betriebszuständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwingung durch Polygoneffekt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kette Schwingung Wiki.jpg|mini|hochkant=1.6|Polygoneffekterregte Schwingungen an einem [[Kettenzug]]]]&lt;br /&gt;
Wird eine Last von 1600&amp;amp;nbsp;kg mit einem 2,3&amp;amp;nbsp;kW starken [[Kettenzug]] mit einer mittleren Hubgeschwindigkeit von 8&amp;amp;nbsp;m/min angehoben und anschließend abgesenkt, entstehen an der Last die im Bild rechts gezeigten Beschleunigungen und entsprechende dynamische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird erkennbar, dass zur Hublast von 15696&amp;amp;nbsp;N (=&amp;amp;nbsp;1600&amp;amp;nbsp;kg&amp;amp;nbsp;•&amp;amp;nbsp;9,81&amp;amp;nbsp;m/s²) noch eine Zusatzkraft von 5280&amp;amp;nbsp;N (=&amp;amp;nbsp;1600&amp;amp;nbsp;kg&amp;amp;nbsp;•&amp;amp;nbsp;3,3&amp;amp;nbsp;m/s²) die Kette beim Senken zusätzlich belastet. Dies tritt hier bei einer Kettenlänge von 10,3&amp;amp;nbsp;m auf. Es werden jeweils nach dem Anfahren Resonanzen mit bis zur IV.&amp;amp;nbsp;Ordnung durchlaufen, die Frequenzen liegen dabei unter 10&amp;amp;nbsp;Hz. Diese niederfrequenten [[Schwingung]]en sind mit freiem Auge zu beobachten und verursachen mitunter eine [[Amplitude]] von mehr als 40&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Simulation der dynamischen Gesamtsituation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kette Messung Wiki.jpg|mini|hochkant=1.6|Abgleich von Simulation und Messung an einem [[Kettenzug]]]]&lt;br /&gt;
Wenn man die physikalischen Zusammenhänge mathematisch genau beschreibt und noch die Eigenschaften der Kette und des Kettenzuges sehr genau kennt – dies lässt sich experimentell ermitteln – kann man mittels numerischer Lösungsverfahren alle diese beschreibenden Gleichungen lösen, und das Verhalten der Last und des Kettenzuges [[Simulation|vorherberechnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu bedarf es unzähliger Rechenschritte des Simulations- oder Lösungsprogrammes mit entsprechend hohem Rechenzeitbedarf, von bis zu einigen Stunden. Das Ergebnis sollte dann aber, bei genügend genauer Modellbildung mit der gemessenen Wirklichkeit gut übereinstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild zeigt gute Übereinstimmung von Messung und Berechnung (Simulation) für einen polygoneffekterregten Hubvorgang. Weiters ist darin der Messaufbau mit [[Kettenzug]], [[Kette]], [[Kraftmessdose]] und Last abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Landschuetzer: [http://castor.tugraz.at/F/?func=find-b&amp;amp;find_code=WRD&amp;amp;adjacent=N&amp;amp;request=landschuetzer+Analyse &amp;#039;&amp;#039;Analyse von Schwingungen an einsträngigen Elektrokettenzügen&amp;#039;&amp;#039;]. Diss. TU Graz, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Theo Korse, Martin Sopouch: [http://www.smartchain.nl/Pages/Information.html &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Steuerkette ohne Polygoneffekt&amp;#039;&amp;#039;] (theoretisch), erschienen in MTZ worldwide 5/2004, S. 382.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fördertechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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