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	<title>Polyarchie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:22:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-02T22:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgr.]] {{lang|grc|πολυαρχία|3=polyarchía}} ‚Vielherrschaft‘, von {{lang|grc|πολύς|3=polýs}} ‚viel‘ und {{lang|grc|ἄρχειν|3=árchein}} ‚herrschen‘) hatte in der Antike als [[Herrschaftsform]] kleinerer Machtzentren noch keinen festen Platz in den Staatsformen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wei778&amp;quot;&amp;gt;[[Ulrich Weiß (Politikwissenschaftler)|Ulrich Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Nohlen]], Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 (N–Z). 3. Auflage. Beck, München 2005, ISBN 3-406-54117-8, S. 778–779.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 17. Jahrhundert wurde von [[Johann Heinrich Alsted|Alsted]] der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039; für eine Ordnung eingeführt, bei der das Volk die höchste Macht hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt212&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred G. Schmidt |Titel=Demokratietheorien |Auflage=4. |Verlag=VS |Ort=Wiesbaden |Datum=2008 |ISBN=978-3-531-16054-2 |Seiten=212–216 |Kapitel=12.3 Die gesellschaftszentrierte Theorievariante: Robert A. Dahl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Robert Alan Dahl]] hat ab 1953 diese traditionelle Begriffsbedeutung insofern abgewandelt, als er mit der &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039; eine unvollkommene Annäherung an einen [[Demokratie|demokratischen]] [[Idealtyp]] beschreibt, welche für die [[Verfassungswirklichkeit]] in den modernen [[Repräsentative Demokratie|Repräsentativdemokratien]] kennzeichnend sei. &amp;#039;&amp;#039;Polyarchien&amp;#039;&amp;#039; seinen „Repräsentativdemokratien des 20. Jahrhunderts mit allgemeinem Männer- und Frauenwahlrecht“ (M. G. Schmidt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Begriff hat sich nicht breiter durchgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wei778&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition „Polyarchie“ ==&lt;br /&gt;
Nach Dahl ist Demokratie das Ideal, das bisher von keinem Staat erreicht wurde. Die &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039; nähert sich diesem Ideal an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist das reale Ergebnis, das sich aus den Bemühungen um [[Liberalisierung]] und [[Demokratisierung]] politischer [[Institution]]en ergeben hat. Dabei handelt es sich um einen Typ [[Politische Ordnung|Politischer Ordnungen]] oder [[Regime]], der sich von klassischen [[Demokratie]]n mit geringeren Bevölkerungszahlen sowie in wichtigen Punkten von den nicht demokratischen Systemen unterscheidet. Aus einem System bestimmter politischer Rechte und einem Set politischer Institutionen ergibt sich dabei politische Kontrolle der hohen Regierungsmitglieder, indem diese ihre Ämter über Wahlen gewinnen, im Wettbewerb mit anderen Kandidaten, Parteien und politischen Gruppierungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt;  Es gibt verschiedene Qualitätsstufen der &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039;, auf einer [[Skala (Bewertung)|Skala]] von völliger Abwesenheit bis zu voller &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dem &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie&amp;#039;&amp;#039;-Konzept zugrundeliegende Ideal der Demokratie hat nach Dahl fünf Bestandteile:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt212&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# zielgenau, wirksame Teilhabe,&lt;br /&gt;
# gleiches Wahlrecht und Stimmengewicht,&lt;br /&gt;
# aufgeklärten Wissensstand,&lt;br /&gt;
# abschließende Kontrolle der Politik durch das Volk und&lt;br /&gt;
# Einbeziehung aller erwachsenen Staatsbürger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt212&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Demokratie-Konzept der Polyarchie ==&lt;br /&gt;
Laut Dahl zeichnen sich idealtypische Demokratien durch fünf Systemmerkmale aus: Wirksame Beteiligung, gleiches Wahlrecht, authentische, aufklärerische Willensbildung, Einbeziehung aller Erwachsenen sowie Erlangung letztendlicher Kontrolle über die Agenda der Politik seitens der Gesamtheit der Stimmberechtigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Susanne Pickel]], [[Gert Pickel]] |Titel=Politische Kultur- und Demokratieforschung  – Grundbegriffe, Theorien, Methoden  – eine Einführung |TitelErg=Lehrbuch |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2006 |Umfang=313 |ISBN=978-3-8100-3355-0 |Seiten=162–167 |Kapitel=4.2.1 Das Polyarchie-Konzept Robert Dahls}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber entpuppten sich die meisten real existierenden Demokratien lediglich als Polyarchie. Kernvariablen solcher polyarchischen Demokratien sind nach Dahl zum einen die Möglichkeit aller Bürger zur [[politische Partizipation|politischen Partizipation]] und zum anderen der freie [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] um politische Macht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Alan Dahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorstufen zur Demokratie-Theorie.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1976, ISBN 3-16-536791-4, S. 59–84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Grundprinzipien würden garantiert durch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Freiheit, Organisationen zu gründen und ihnen beizutreten,&lt;br /&gt;
# Meinungsfreiheit,&lt;br /&gt;
# aktives Wahlrecht,&lt;br /&gt;
# passives Wahlrecht,&lt;br /&gt;
# Recht politischer Führer, um Unterstützung zu werben,&lt;br /&gt;
# [[Informationsfreiheit]],&lt;br /&gt;
# freie und faire Wahlen sowie, dass&lt;br /&gt;
# Institutionen für die Politikgestaltung der Regierung der Wahl unterliegen und es andere Möglichkeiten gibt, Präferenzen auszudrücken&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese acht Prinzipien sind in fast allen Versuchen der [[Demokratiemessung]] enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pickel162ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Demokratiebegriff in der [[Transition (Politikwissenschaft)|Transitionsforschung]] – jenem Zweig der [[Vergleichende Regierungslehre|Vergleichenden Regierungslehre]], der sich mit der [[Transformation (Politikwissenschaft)|Systemtransformation]] von [[Autokratie]]n hin zu Demokratien beschäftigt – orientiert sich weitgehend am prozedural-institutionellen Demokratiebegriff aus Sicht des Dahl′schen Polyarchie-Konzepts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Demokratietheorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Polyarchie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Robert Alan Dahl]], [[Charles E. Lindblom]] |Titel=Politics, economics, and welfare – planning and politico-economic systems resolved into basic social processes |Auflage=1. |Verlag=Harper |Ort=New York |Datum=1953 |Umfang=557  |OCLC=632259036 |Sprache=en |Kommentar=Einführung des Begriffs „Polyarchie“ |Seiten=272&amp;amp;nbsp;ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Robert Alan Dahl |Titel=On democracy |Auflage=1. |Verlag=Yale University Press |Ort=New Haven |Datum=2000 |Umfang=217 |ISBN=978-0-30007627-1 |Seiten=90 |Sprache=en |Kommentar=Einführung des Begriffs „Polyarchische Demokratie“}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred G. Schmidt (Politikwissenschaftler)|Manfred G. Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Demokratietheorien. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. VS Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 3-531-17310-3, S. 212–216 (Kap. 12.3 &amp;#039;&amp;#039;Die gesellschaftszentrierte Theorievariante: Robert A. Dahl&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Weiß (Politikwissenschaftler)|Ulrich Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Polyarchie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Nohlen]], [[Rainer-Olaf Schultze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 (N–Z). 3. Auflage. Beck, München 2005, ISBN 3-406-54117-8, S. 778–779.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7556750-7|VIAF=4927159478351627990006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratietheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsform]]&lt;/div&gt;</summary>
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