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	<title>Polsequenz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T12:33:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polsequenz&amp;diff=998105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-02T11:14:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Internationale Polsequenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (IPS) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordpolarsequenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Reihe exakt vermessener Sterne nahe dem [[Himmelsnordpol]]. Diese nach [[Sternhelligkeit|Helligkeit]] fein abgestufte Skala von [[Standardstern]]en dient seit&amp;amp;nbsp;1922 zur [[Eichung]] [[fotometrisch]]er Instrumente und zur [[Kalibrierung]] gemessener Sternhelligkeiten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Polsequenz 3x,Newcomb-Engelm.1921.png|mini|250px|Polsequenz nach Newcomb, Sternkarten 5°&amp;amp;nbsp;(I), 2°&amp;amp;nbsp;(II, groß) und ½°&amp;amp;nbsp;(III) um den Nordpol von&amp;amp;nbsp;1900, der [[Polarstern]] hat die Nummer&amp;amp;nbsp;1s]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage dieses [[Eichfeld (Astronomie)|Eichfeldes]] am [[Himmelspol]] hat den Vorteil eines fast konstanten [[Höhenwinkel]]s. Dadurch variiert der Einfluss der atmosphärischen [[Extinktion (Astronomie)|Extinktion]] nur wenig und ist einfach zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polsequenz umfasst 96 konstant leuchtende Sterne, die den Helligkeitsbereich von +2&amp;amp;nbsp;[[Scheinbare Helligkeit|mag]] bis +17&amp;amp;nbsp;mag abdecken und sich in einem Abstand von bis zu&amp;amp;nbsp;2° um den [[Polarstern]] (Polaris) befinden. Die Helligkeiten wurden fotografisch und fotovisuell bestimmt. Die Sequenz der Eichsterne wurde 1922 eingeführt, als sich herausstellte, dass der bis dahin mit +2,08&amp;amp;nbsp;mag als fotometrischer [[Standardstern|Bezugsstern]] dienende Polaris geringe Helligkeitsschwankungen aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prüfkarten für Amateurastronomen ==&lt;br /&gt;
Für die Amateurastronomie hat [[Simon Newcomb]] 1921 drei runde, sich überdeckende [[Sternkarte]]n mit unterschiedlichen [[Grenzhelligkeit]]en entworfen, die sich gut zur Prüfung von [[Fernrohr]]en eignen; rötliche Sterne sind mit &amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039; markiert:&lt;br /&gt;
* Übersichtskarte&amp;amp;nbsp;I: 5°&amp;amp;nbsp;Radius, reicht bis 9&amp;amp;nbsp;mag (Stern 5r&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;8,63&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; und 9&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;8,83&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Karte&amp;amp;nbsp;II: 2°&amp;amp;nbsp;Radius, reicht bis 12,5&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; (Stern&amp;amp;nbsp;20)&lt;br /&gt;
* Karte&amp;amp;nbsp;III: ½°&amp;amp;nbsp;Radius, reicht bis 13,7&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; (Stern&amp;amp;nbsp;26).&lt;br /&gt;
In den Karten&amp;amp;nbsp;I und&amp;amp;nbsp;II trägt der [[Polarstern]] ([[UMi|α&amp;amp;nbsp;UMi]]) mit 2,08&amp;amp;nbsp;mag die Nummer&amp;amp;nbsp;1s, gefolgt von den Sternen&amp;amp;nbsp;1 (δ&amp;amp;nbsp;UMi, 4,37&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;) und&amp;amp;nbsp;2 (5,28&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erweiterungen der Polsequenz ==&lt;br /&gt;
In den 1960er&amp;amp;nbsp;Jahren umfasste die Polsequenz neben Polaris 61&amp;amp;nbsp;Sterne von +4,4 bis +16,9&amp;amp;nbsp;mag mit geeichten fotovisuellen Helligkeiten. Sie wurde nach der Neudefinition des Magnituden-Systems auf 96&amp;amp;nbsp;Sterne erweitert, hat aber heute an Wichtigkeit eingebüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn inzwischen stehen einige hundert über den ganzen Himmel verteilte Standardsterne verschiedener Farbbereiche zur Verfügung, deren Daten durch [[Fotoelektrisch|elektrische Fotosensoren]] genau bestimmt werden können. Insgesamt kennt man relativ genaue Helligkeiten von über 500.000&amp;amp;nbsp;Sternen bis zur 19.&amp;amp;nbsp;Größe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Kalibrierungsmethoden ==&lt;br /&gt;
Der [[Astrometriesatellit]] der [[Gaia (Weltraumteleskop)|Gaia]]-Mission verwendet zur Kalibrierung der Magnituden den [[Initial Gaia Source List#Gaia Spectrophotometric Standard Star Catalog (SPSS)|Gaia Spectrophotometric Standard Star Catalog]] aus ca. 200&amp;amp;nbsp;Sternen verschiedener [[Spektralklasse]]n. Diese sind deutlich [[Lichtstärke (Photometrie)|lichtschwächer]] als die bisherigen Sterne der Polsequenz, da die bei Gaia verwendete Sensorik auf schwächere Helligkeiten im Bereich +6 bis +19 mag optimiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliches ==&lt;br /&gt;
Die ersten Schritte, Vergleichssterne für die Fotometrie zu schaffen, gehen auf [[John Herschel]] (1792–1871) und seine erste Entwicklung eines [[Fotometer]]s zurück. Doch erst mit der Erfindung des [[Prismenfotometer]]s durch [[Carl August von Steinheil]] (1801–1870) wurde die Helligkeitsmessung exakter. [[Philipp Ludwig von Seidel|Ludwig v. Seidel]] publizierte 1860 ein Verzeichnis von 208&amp;amp;nbsp;Standardsternen, die er ab 1852 mit dem Steinheil’schen Fotometer gemessen hatte. Es wurde für einige Jahrzehnte zur Grundlage der wissenschaftlichen Fotometrie, besonders seit [[Norman Pogson]] 1850 die [[logarithmisch]]e Magnituden-Skala definiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Entwicklungen wie das [[Pickering]]&amp;#039;sche und das [[Karl Friedrich Zöllner|Zöllnersche]] [[Astrophotometer|Fotometer]] ermöglichten die genaue Messung von Helligkeits&amp;#039;&amp;#039;differenzen&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurden meistens auf den Polarstern bezogen, der mit 2,00&amp;amp;nbsp;mag festgesetzt wurde. Die bald auf mindestens 0,1&amp;amp;nbsp;mag gestiegene Genauigkeit machte ein entsprechend präzises Verzeichnis von Vergleichssternen notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche [[Observatorium|Observatorien]] bzw. Institute begannen an solchen [[Helligkeitskatalog]]en zu arbeiten, in Europa vor allem in Göttingen, Hamburg, Leipzig, Leyden, Wien und Lemberg. Die bedeutendsten dieser Kataloge waren die [[Göttinger Aktinometrie]], die [[Harvard Photovisual Photometry]] und die [[Yerkes Actinometry]], aus denen um&amp;amp;nbsp;1900 die &amp;#039;&amp;#039;Nordpolsequenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(NPS) bzw. die [[Harvard-Polsequenz]] entstand. Sie wurden um&amp;amp;nbsp;1920 gemeinsam mit anderen Helligkeitskatalogen in die Internationale Polsequenz übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[UBV-System]]&lt;br /&gt;
* [[Selected Areas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=A. Hnatek |Titel=Ausgleichung der internationalen Polsequenz bis zur 9. Größe und Helligkeiten einiger Zusatzsterne |Sammelwerk=Astronomische Nachrichten |Band=204 |Datum=1917 |Seiten=5 |bibcode=1917AN....204....5H}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Brandt (Astronom)|Rudolf Brandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Fernrohr des Sternfreundes&amp;#039;&amp;#039; (p. 34–36 &amp;quot;Wie prüft man die Leistungsfähigkeit eines Fernrohrs&amp;quot;). Kosmos-Verlag, Stuttgart 1958&lt;br /&gt;
* S. v. Hoerner, K. Schaifers: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Handbuch über das Weltall&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage (370 p. +Kartenteil), Bibliogr.Institut, Mannheim 1960&lt;br /&gt;
* H. Zimmermann, A. Weigert: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Astronomie&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akadem.Verlag, Heidelberg-Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sternwarte-singen.de/basis-wissen/polsequenz---kleiner-wagen/index.php Sternwarte Singen, Polsequenz Kleiner Wagen]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomische Datensammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Photometrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:North polar sequence]]&lt;br /&gt;
[[ru:Северный полярный ряд]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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