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	<title>Polonisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T19:09:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polonisierung&amp;diff=973984&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-01-12T08:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Skute anpisy.JPG|mini|Grabstein mit ausgeschlagenen deutschen Inschriften auf dem [[Hüttenfriedhof]], Gleiwitz ([[Gliwice]]). Erkennbar ist auch die Änderung des Namens Karl in das polnische Karol.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moksłas skaytima raszto lękiszko del mazu waykialu (in Lithuanian language), Vilnius, 1766.jpg|mini|Polnische Sprachfibel (in litauischer Sprache), gewidmet [[Litauer|ethnischen litauischen]] Kindern, veröffentlicht in [[Vilnius]], [[Großfürstentum Litauen]], 1766]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polonisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{plS|polonizacja}}) wird die [[Akkulturation]] von Minderheiten in [[Polen]] an die Mehrheitsbevölkerung bzw. die Verdrängung von deren Sprachen (z. B. [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Litauische Sprache|Litauisch]], [[Ukrainische Sprache|Ukrainisch]], [[Belarussische Sprache|Belarussisch]], [[Kaschubische Sprache|Kaschubisch]]) durch die [[polnische Sprache]] bezeichnet. Ein älterer hierfür synonym verwendeter Begriff war &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verpolung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:GermanHamletsSince15th.jpg|Deutsche Besiedlung Kleinpolens und Rotreußens im 15. Jahrhundert]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-ldB-W9NOHLkC-325&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Polen und Deutsche im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039; Gunter Narr Verlag, 1997, ISBN 978-3-823-35138-2, S.&amp;amp;nbsp;325 ({{Google Buch |BuchID=ldB-W9NOHLkC |Seite=325}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/Kraft1.pdf Volkstumskampf in der Geschichte des Warthelandes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pom.bbaw.de/exist/servlet/JDG/scripts/browse.xql?year=1938&amp;amp;ref=JRE1446 Posen, der Warthegau und das Deutschtum in Polen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/Content/51209/010368-1938-34.pdf Deutsche Wissenschaftliche Zeitschrift für Polen von Alfred Lattermann (Hrsg.)] (PDF; 24,39&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polonisierung in Polen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Szkoly i jezyk 2 RPP.png|mini|Anteil der Sprachgruppen in der [[Zweite Polnische Republik|Zweiten Polnischen Republik]] nach Muttersprache und nach Vertretung im Bildungssystem, im Schuljahr 1937–1938]]&lt;br /&gt;
Historisch bedeutsam war die Polonisierung u.&amp;amp;nbsp;a. während der Zeit der [[Polnisch-Litauische Union|polnisch-litauischen Realunion]] (1569 bis 1795). Im Osten des damaligen Staates [[Polen-Litauen]] assimilierten sich große Teile der Bevölkerung, insbesondere die Oberschicht, in die [[polnische Kultur]]. Dies betraf vor allem Gebiete in den heutigen Staaten [[Litauen]], [[Ukraine]] und [[Belarus]], in die sich der polnische Sprachraum immer weiter ausdehnte. Bis heute gibt es dort größere polnischsprachige Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Polnische Republik]] (1918–1939) strebte einerseits einen ethnisch homogenen polnischen Staat an und setzte das Polnische als alleinige [[Amtssprache]] durch, stand dabei aber vor dem Problem, dass ein Drittel der Bevölkerung nicht polnischsprachig war. Von der [[Deutsche Minderheit in Polen|deutschen Minderheit]] wanderten in dieser Zeit bereits mehrere Hunderttausend Menschen nach Deutschland aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der sogenannten [[Westverschiebung Polens]] gingen die [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Vertreibung des Großteils der Deutschen]] aus den vormaligen [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|deutschen Ostgebieten]] (in Polen „[[wiedergewonnene Gebiete]]“ genannt) und [[Zweite Polnische Republik|Vorkriegspolen]] sowie die Zwangsumsiedlung großer nicht [[Assimilation (Soziologie)|assimilierungsbereiter]] Bevölkerungsteile innerhalb Polens ([[Aktion Weichsel]]) mit einer rigorosen Zwangspolonisierung der verbleibenden Angehörigen der Minderheiten einher. Der Gebrauch aller nichtpolnischen Sprachen wurde von den [[Kommunismus|Kommunisten]] ebenso verboten wie das Benutzen nicht polnischer Orts- und Personennamen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Professor aus Polen seit Jahrzehnten jährlich in Beselich |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2020 |Verlag= Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2019 |ISBN=3-927006-57-2 |Seiten=223–228 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Betroffenen erhielten zumeist von staatlicher Seite einen neuen polnischen Vornamen und einen angepassten Familiennamen. Ebenso wurden alle nichtpolnischen Kultureinrichtungen (Zeitungen, Kirchen, Theater, Schulen und sonstige Einrichtungen) geschlossen. Die Zwangspolonisierung, die bisweilen als vergeltende Reaktion auf die vorherige [[Germanisierung]] und [[Russifizierung]] von vor dem Jahr 1918 und nach dem Jahr 1939 verstanden wurde, richtete sich gegen die [[Deutsche Minderheit in Polen|Deutschen]], [[Schlesier]], [[Kaschuben]], [[Ukrainer]], [[Belarussen]] und [[Geschichte der Juden in Polen|Juden]]. Mit ihr wurde zum ersten Mal in der [[Geschichte Polens]] ein ethnisch weitgehend homogener polnischer Staat erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dritte Polnische Republik|Systemwechsel von 1989]] nahm man in Polen von der Idee der Polonisierung Abstand, sodass mittlerweile regionale Dialekte und die Sprachen der [[Ethnische Minderheit|ethnischen Minderheiten]] in Polen gefördert werden. Zugleich können polnische Staatsbürger, die einst einen nichtpolnischen Vor- oder Familiennamen trugen, diesen rückwirkend in ihren persönlichen Dokumenten abändern lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polonisierung von Namen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Polonisierung bezeichnet auch die Anpassung von Lehnwörtern oder Ortsnamen an die polnische Aussprache und Schreibweise bzw. deren Übersetzung ins Polnische, sowie die Wiedereinführung historischer polnischer Ortsnamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Polonisierung“ des deutschen Kaiserreiches ==&lt;br /&gt;
In einer anderen Bedeutung bezeichnete der Ausdruck im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] (1871–1918) als politischer Kampfbegriff eine befürchtete „Überfremdung“ durch polnische Einwanderer (siehe auch [[Ruhrpolen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kulturkampf]]&lt;br /&gt;
* [[Panslawismus]]&lt;br /&gt;
* [[Germanisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Russifizierung]]&lt;br /&gt;
* [[Tschechisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Magdalena Helmich: &amp;#039;&amp;#039;[https://homepage.univie.ac.at/philipp.ther/breslau/html/Entdeutschung%20und%20Polonisierung.%20Die%20Umwandlung%20Breslaus%20in%20eine%20polnische%20Stadt.html „Entdeutschung“ und Polonisierung. Die Umwandlung Breslaus in eine polnische Stadt].&amp;#039;&amp;#039; In: Philipp Ther, Tomasz Królik, Lutz Henke: &amp;#039;&amp;#039;Das polnische Breslau als europäische Metropole. Erinnerung und Geschichtspolitik aus dem Blickwinkel der Oral History = Polski Wrocław jako metropolia europejska. Pamięć i polityka historyczna z punktu widzenia oral history&amp;#039;&amp;#039;. Oficyna Wydawnicza Atut – Wrocławskie Wydawnictwo Oświatowe, Wrocław 2005. 251 S., S. 63–84. ISBN 83-7432-051-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans Joachim Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Umvolkung]]. Studien zur Frage der Assimilation und [[Amalgamation]] in Ostmitteleuropa und Übersee.&amp;#039;&amp;#039; Rohrer, [[Brünn]] 1945 (= Prager Studien und Dokumente zur Geistes- und Gesinnungsgeschichte Ostmitteleuropas 2), darin stehen die S. 159–267 unter der Überschrift: Polen zwischen dem Wiener Kongreß und dem Weltkrieg.&lt;br /&gt;
* Jan Herman Brinks: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.janhermanbrinks.nl/files/Zwischen%20Antislawismus%20und%20Polonisierung.pdf Zwischen Antislawismus und Polonisierung. Der lange Weg der deutschen Minderheit in Polen] (PDF; 130&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 44, August, 8/1999, S. 975–83.&lt;br /&gt;
* Mateusz J. Hartwich: &amp;#039;&amp;#039;Das schlesische Riesengebirge: die Polonisierung einer Landschaft nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte; 23 Wien [u.&amp;amp;nbsp;a.]: Böhlau 2012, ISBN 978-3-412-20753-3.&lt;br /&gt;
* Georg Jaeckel: &amp;#039;&amp;#039;Die Polonisierungsbestrebungen in Oberschlesien seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg und der Posener Katholizismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, 1995, S. 473–513.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Polonisierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkulturation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachpolitik|Polonisierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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