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	<title>Polnisch-Orthodoxe Kirche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T07:34:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polnisch-Orthodoxe_Kirche&amp;diff=198044&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: absolute Zeitangabe (Jahreszahl) anstelle einer relativen Zeitangabe (&quot;heute&quot;); Angabe der Mitgliederzahl aktualisiert; Quellennachweis; Grammatik; Satzumstellung, damit Zusammengehöriges zusammen steht; Doppelung behoben; kleine sprachliche Überarbeitung</title>
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		<updated>2025-12-30T17:20:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;absolute Zeitangabe (Jahreszahl) anstelle einer relativen Zeitangabe (&amp;quot;heute&amp;quot;); Angabe der Mitgliederzahl aktualisiert; Quellennachweis; Grammatik; Satzumstellung, damit Zusammengehöriges zusammen steht; Doppelung behoben; kleine sprachliche Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Herb Warszawskiej Metropolii Prawosławnej.png|mini|Wappen der Polnisch-Orthodoxen Kirche]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polnisch-Orthodoxe Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (offiziell &amp;#039;&amp;#039;Polski Autokefaliczny Kościół Prawosławny&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich &amp;#039;&amp;#039;Polnische [[Autokephalie (Kirche)|Autokephale]] Orthodoxe Kirche&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Autokephalie (Kirche)|autokephale]] [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxe Kirche]]. Ende 2020 zählte sie 503.996 Gläubige,&amp;lt;ref&amp;gt;Dominik Rozkrut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mały Rocznik Statystyczny Polski&amp;#039;&amp;#039;. Główny Urząd Statystyczny, Warschau 2021, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; zumeist [[Polen (Volk)|Polen]], [[Ukrainer]] und [[Weißrussen]], vor allem im Raum [[Białystok]]. Die Polnisch-Orthodoxe Kirche ist damit die zweitgrößte Kirche Polens. Ihr Oberhaupt ist der &amp;#039;&amp;#039;Metropolit von Warschau und ganz Polen&amp;#039;&amp;#039;, derzeit [[Sawa (Metropolit)|Sawa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bis zu den drei [[Teilungen Polens|Polnischen Teilungen]] im 18. Jahrhundert war Polen religiös geteilt. Der Süden und Westen des Landes war katholisch geprägt, während im Norden und Osten das orthodoxe Element stärker war. Nach den polnischen Teilungen kamen die katholischen Gebiete im Wesentlichen an [[Königreich Preußen|Preußen]] und [[Habsburgermonarchie|Österreich]], während der orthodoxe Landesteil an [[Russisches Kaiserreich|Russland]] fiel. Damit kamen die polnischen Orthodoxen in die [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktion]] des [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Moskauer Patriarchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] waren vier Millionen Orthodoxe im wieder unabhängigen polnischen Staat eine Minderheit. Da die polnische Regierung ihnen nahelegte, sich von Moskau zu trennen, wurde 1922 eine [[Sobor (Orthodoxie)|Synode]] in [[Warschau]] einberufen, die die [[Autokephalie (Kirche)|Autokephalie]] erklärte. Obwohl der [[Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel|Ökumenische Patriarch]] [[Konstantin VI. (Patriarch)|Konstantin&amp;amp;nbsp;VI.]] diese 1924 bestätigte, betrachtete das Moskauer Patriarchat dies als Einmischung in seine Angelegenheiten und weigerte sich, die Selbständigkeit der polnischen Kirche anzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerkirchliche und interkonfessionelle Konflikte prägten das Leben der Polnisch-Orthodoxen Kirche während der [[Zwischenkriegszeit]]. Innerhalb der Kirche gab es einen deutlichen Gegensatz zwischen den Bischöfen, die fast alle Russen waren, und den Gläubigen, die zu zwei Dritteln Ukrainer waren. Die Bischöfe weigerten sich, ukrainische Bischöfe zu ernennen, und untersagten die Verwendung von [[Ukrainische Sprache|Ukrainisch]] in der Liturgie. Nach außen gab es Konflikte mit der vom Staat unterstützten katholischen Kirche, der vorgeworfen wurde, dass sie orthodoxe Priester zur Predigt in [[Polnische Sprache|Polnisch]] zwingen wolle, Kirchen gewaltsam schließe und zerstöre und orthodoxe Christen zur [[Konversion (Religion)|Konversion]] dränge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] der [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|Osten Polens durch die Sowjetunion besetzt]] wurde, kamen die meisten bisherigen Angehörigen der Polnisch-Orthodoxen Kirche wieder zum Moskauer Patriarchat, während der kleine Teil der Kirche im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|von Deutschen besetzten Polen]] selbständig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsverschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflussten auch die Gemeindestruktur der polnisch-orthodoxen Kirche: Im Rahmen der sog. [[Operation Weichsel]] wurde ein Teil der vormals im heutigen Ostpolen ansässigen – häufig orthodoxen – Ukrainer in die im Westen und Norden an Polen angegliederten Regionen (südliches [[Ostpreußen]], [[Hinterpommern]], [[Schlesien]]) zwangsumgesiedelt, wo sich neue Gemeinden bildeten. Ein weiterer Teil der Ukrainer wurde in die [[Ukrainische SSR]], der auch ein Teil des [[Kresy|vormaligen Ostpolen]] angegliedert wurde, zwangsumgesiedelt, wo die orthodoxen Gemeinden fortan zum Moskauer Patriarchat gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kommunismus|kommunistischen]] [[Volksrepublik Polen]] wurde 1948 der Metropolit von Warschau [[Dionizy]] wegen seiner antikommunistischen Einstellung abgesetzt. Im gleichen Jahr erklärte das Moskauer Patriarchat auf Bitte der Warschauer Synode die vom Ökumenischen Patriarchen 1924 erteilte Autokephalie für null und nichtig und veröffentlichte ein eigenes Autokephalie-Statut für die polnische Kirche. Trotzdem blieb das Amt des Metropoliten bis 1951 vakant, als das Moskauer Patriarchat den Erzbischof von [[Lwiw|Lemberg]] in der [[Ukraine|Ukrainischen Sowjetrepublik]] auf diese Position berief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Polnisch-orthodoxe Kirche stark finanziell aus Moskau unterstützt. Im Konflikt zwischen den [[Russisch-Orthodoxe Kirche|orthodoxen Kirchen Russlands]] und [[Orthodoxe Kirche der Ukraine|der Ukraine]] stellte sie sich auf die Seite des [[Moskauer Patriarchat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wyborcza.pl/duzyformat/7,127290,28288833,w-objeciach-cyryla-dlaczego-polska-cerkiew-tak-dlugo-milczala.html &amp;#039;&amp;#039;W objęciach Cyryla. Dlaczego polska Cerkiew tak długo milczała w sprawie wojny w Ukrainie&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;wzborcza.pl&amp;#039;&amp;#039;, 4. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenorganisation ==&lt;br /&gt;
Die Polnisch-Orthodoxe Kirche ist in sieben Eparchien unterteilt, eine weitere Eparchie ist für die Militärseelsorge. Neben den acht Bischöfen unter dem Vorsitz des „Metropoliten für Warschau und ganz Polen“ versehen etwa 400 Priester ihren Dienst in 220 Gemeinden. Außerdem gehören zu ihr mehrere Auslandseparchien und -pfarreien in [[Portugal]], [[Spanien]], [[Brasilien]] und [[Italien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kirche gehören fünf Männerklöster ([[Kloster Mariä Verkündigung (Supraśl)|Kloster Mariä Verkündigung]] in [[Supraśl]]) und drei Frauenklöster mit ungefähr hundert Mönchen und Nonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausbildung des Priesternachwuchses finanziert sie je einen Lehrstuhl an der [[Universität Białystok]] und an der [[Christliche Theologische Akademie Warschau|Christlichen Theologischen Akademie in Warschau]]. Darüber hinaus unterhält sie ein eigenes Priesterseminar in Warschau, eine Schule für [[Ikone]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;malerei in [[Bielsk Podlaski]] und eine Kirchenmusikerschule in [[Hajnówka]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Warschauer [[Maria-Magdalena-Kathedrale (Warschau)|Maria-Magdalena-Kathedrale]] ist die [[Metropolitankirche]] Polens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökumenische Verbindungen ==&lt;br /&gt;
Die Polnisch-Orthodoxe Kirche ist ein aktiver Teil der [[Ökumenische Bewegung|ökumenischen Bewegung]]. Sie ist unter anderem Mitglied im [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rat der Kirchen]], in der [[Konferenz Europäischer Kirchen]] und im polnischen Kirchenrat. In verschiedenen theologischen Kommissionen wird der Kontakt mit anderen [[Konfession]]en gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren pflegt die Polnisch-Orthodoxe Kirche eine erklärte Partnerschaft mit der [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland]] (früher der [[Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen|Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen]]). Im Rahmen dieser Partnerschaft kommt es jährlich zu thematischen Treffen auf kirchenleitender Ebene. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Partnerschaftsprojekten und eine intensive Zusammenarbeit auf diakonischem Gebiet. Gemeindepartnerschaften sind bisher noch nicht entstanden, werden aber gesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Matthias E. Cichon |Hrsg=Marco Besl, Simone Oelke |Titel=Unabhängigkeit von den Einflüssen Moskaus. Der Weg der orthodoxen Kirche in Polen zur Autokephalie |Sammelwerk=Politische Macht und orthodoxer Glaube. Beziehungen zwischen Politik und Religion in Osteuropa |Verlag=Friedrich Pustet |Ort=Regensburg |Datum=2023 |ISBN=978-3-7917-3396-8 |Seiten=69–87}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Björn Röhrer-Ertl |Hrsg=[[Thomas Bremer]], [[Hacik Rafi Gazer]], [[Christian Lange (Politiker, 1972)|Christian Lange]] |Titel=Die Polnische Orthodoxe Kirche |Sammelwerk=Die orthodoxen Kirchen der byzantinischen Tradition |Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft |Ort=Darmstadt |Datum=2013 |ISBN=978-3-534-23816-3 |Seiten=85–88}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Metropoliten der Polnisch-Orthodoxen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Polish Orthodox Church|Polnisch-Orthodoxe Kirche|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.orthodox.pl/ Offizielle Homepage] (polnisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.pro-oriente.at/?site=ok20041123200738&amp;amp;poSession=9ef81eb4f78d32a9113852ee77e68182 Historischer Überblick]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20120222220821/http://de.bogoslov.ru/text/1249319.html Die polnische Orthodoxie und die Herausforderungen der Gegenwart]. Ein Interview mit Erzbischof [[Jakub von Białystok und Danzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orthodoxe Kirchen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Polnischorthodoxe Kirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxe Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxie in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitgliedskirche des Ökumenischen Rates der Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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