<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Polizei-Bataillon_304</id>
	<title>Polizei-Bataillon 304 - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Polizei-Bataillon_304"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polizei-Bataillon_304&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T15:01:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polizei-Bataillon_304&amp;diff=2257429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Link &quot;Berück&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polizei-Bataillon_304&amp;diff=2257429&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-05T05:31:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link &amp;quot;Berück&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polizei-Bataillon 304&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine militärische Einheit der [[Ordnungspolizei]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Das Bataillon war aktiv am [[Holocaust]] beteiligt. Es ist verantwortlich für die Ermordung von etwa 17.000 Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Klemp]]: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht ermittelt“. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0663-1, S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach Genehmigung der [[Wehrmacht]] konnten mit Schnellbrief des Reichsministers des Inneren vom 11. Oktober 1939 zur Sicherstellung des Bedarfes an Polizeikräften in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten 26.000 ungediente Wehrpflichtige der [[weißer Jahrgang|weißen Jahrgängen]] 1909–1912 und 1918–1920 als Polizeirekruten angeworben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pol.O.-Kdo. g 4 (P 1a) Nr. 29/39, Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Oberpräsidium der Provinz Sachsen, C 20 I b, Nr. 4164 (Aktenkonvolut „Personalvermehrung und -verminderung“, Blatt 1–9)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Dienst in der Schutzpolizei wurde als aktiver Wehrdienst anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnung über die Einstellung von ungedienten Wehrpflichtigen in die Schutzpolizei des Reichs v. 31.10.1939, RGBl. I S. 2137&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ungedienten Wehrpflichtigen wurden 1940/41 in Polizeikasernen jeweils einige Monate in Ausbildungsbataillonen trainiert. Aus den Jahrgängen 1909–1912 bildete man dann die Polizei-Bataillone Nr. 301 bis 325, sie wurden als „Wachtmeisterbataillone“ bezeichnet, da den Männern aufgrund ihres Alters Vordienstzeiten erlassen wurden. Die Führungspositionen und Mannschaftsführer stellten erfahrene Berufspolizisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Polizei-Bataillon 304 wurde am 16. September 1940 aus dem Polizei-Ausbildungs-Bataillon „[[Chemnitz]]“ gebildet und zunächst als II. Bataillon des [[Polizei-Regiment Warschau|Polizei-Regimentes Warschau]] nach [[Warschau]] verlegt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht ermittelt“&amp;#039;&amp;#039;, op.cit. Seite 247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober und November 1940 nahm das Bataillon [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportationen]] von [[Juden]] in das [[Warschauer Ghetto]] vor. Ab November 1940 bis Juli 1941 war dann die Einheit neben den Polizei-Bataillonen 301 aus [[Bochum]] und 308 aus [[Duisburg]] für die Bewachung des Warschauer Ghettos verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Krakau]] fand im Januar 1941 für Teile des Polizei-Bataillons 304 ein „Lehrgang“ statt, bei dem den Bataillonsangehörigen das Töten durch Genickschuss beigebracht wurde. Bei dieser Aktion starben 75 Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht ermittelt“&amp;#039;&amp;#039;, op.cit., S. 247/250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] wurde das Bataillon in die Ukraine verlegt, in der es eine Blutspur hinterließ: Vom 21. August 1941 bis 5. September 1941 fand in [[Starokostjantyniw]] in der Westukraine ein Massaker an Juden statt, dem 500 zum Opfer fielen. Es folgten am 5. September 1941 in [[Winnyzja]] weitere Hinrichtungen, bei denen 2.200 Juden getötet wurden. Sodann tauchten die Truppen des Bataillons am 13. September 1941 in [[Ladyschyn]] auf, wo sie 486 Zivilisten ermordeten. Drei Tage später, am 16. September 1941, wüteten die deutschen Polizeitruppen in [[Hajsyn|Gaisin]], wo sie etwa 4.000 Juden hinrichteten. Im Raum [[Uman]] tötete das Bataillon vom 17. bis 20. September 1941 450 Juden. Am 30. September 1941 werden weitere 4.000 Juden in [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] Opfer der Polizeieinheit. Am 5. Oktober 1941 tötete das Bataillon weitere 350 Menschen. 6.000 Juden wurden in Sukhoyarka bei [[Bila Zerkwa|Belaja Zerkow]] am 8. Oktober 1941 ermordet. In [[Snamjanka|Snamenka]] wurden am 14. Oktober 1941 20 Gefangene hingerichtet. Ende 1941 fielen in [[Kiew]] 100 sowjetische [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg|Kriegsgefangene]] und [[Kommunismus|Kommunisten]] dem Polizeibataillon zum Opfer.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Klemp: &amp;#039;&amp;#039;„Nicht ermittelt“&amp;#039;&amp;#039;, op.cit., S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C.F. Rüter, D.W. de Mildt: &amp;#039;&amp;#039;DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Die ostdeutschen Verfahren wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und NS-Verbrechen. Die deutschen Strafverfahren wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen&amp;#039;&amp;#039;. Institut für Strafrecht der Universität von Amsterdam {{Webarchiv|url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/ddr/ddrdienststfr.htm |wayback=20110424045923 |text=Verfahren 1002, 1012, 1017, 1020, 1029 gegen Angehörige des Polizei-Bataillons 304    }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1942 bis in den Sommer 1942 wurde das Bataillon an der Front eingesetzt. Es war dabei auch der „[[Leibstandarte SS Adolf Hitler]]“ unterstellt. Danach folgten Einsätze westlich von Kiew und in den [[Prypjatsümpfe|Pripjetsümpfen]] bei Skorodnoje im Raum [[Jelsk]] der heutigen [[Homelskaja Woblasz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wird das Polizei-Bataillon 304 zunächst dem Polizei-Regiment z. b. V. beim [[Befehlshaber des Rückwärtigen Heeresgebietes]] der [[Heeresgruppe Süd]] unterstellt und schließlich umbenannt in I. Bataillon des [[SS-Polizei-Regiment 11|Polizei-Regimentes 11]]. Das II. Bataillon des Polizei-Regimentes 11 wurde aus dem Polizei-Bataillon 315 und das III. aus dem Polizeibataillon 320 gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommandeure ==&lt;br /&gt;
* 16. September 1940 bis unbekannt: [[Kurt Deckert ()|Kurt Deckert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilungen wegen Kriegsverbrechen ==&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verurteilten [[Militärgericht|Sowjetische Militärtribunale]] (SMT) in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] 90 Angehörige des Polizei-Bataillons 304 zum Tode. Fast alle von ihnen wurden hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Weigelt: &amp;#039;&amp;#039;Urteile sowjetischer Militärtribunale gegen Angehörige des Polizeibataillons 304 Chemnitz. Ein unbekanntes Kapitel justizieller NS-Aufarbeitung&amp;#039;&amp;#039;. In: Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947). Eine historisch-biographische Studie&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-36968-5, S. 103–158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Polizei-Bataillone des Zweiten Weltkriegs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einheit der Ordnungspolizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Polens 1939–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
	</entry>
</feed>