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	<title>Politischer Quietismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:07:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Politischer_Quietismus&amp;diff=2036966&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: Nachweis erneuert</title>
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		<updated>2026-04-11T20:51:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nachweis erneuert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Verwendung des Begriffs Quietismus im Islam. Zur Verwendung im Christentum siehe [[Quietismus]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Politischer Quietismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;quietistischer Islam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;quietus&amp;#039;&amp;#039;, „ruhig“, „schweigsam“)  beschreibt jene Strömung des [[islam]]ischen Klerus, insbesondere der [[Schia]], die eine aktive Beteiligung der Geistlichkeit in der Politik ablehnt, dies im Gegensatz zur Bewegung des [[Politischer Islam|politischen Islam]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundeszentrale für politische Bildung, Peter Philipp: [https://www.bpb.de/themen/islamismus/dossier-islamismus/36367/islam-an-der-macht/ Islam an der Macht. Gottesstaat Iran]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Quietismus erwartet einen [[Islamischer Staat (Theorie)|islamischer Staat]] erst mit dem Wiederauftauchen des [[Muhammad al-Mahdī|zwölften Imam]]. Er sieht die Rolle der Geistlichkeit in einer die politische Führung beratenden Funktion statt in der Übernahme von Führungspositionen und stellt sich gegen einen [[Laizismus]] im Sinne einer [[Trennung von Religion und Staat]]. Vielmehr solle sich die politische Führung bei ihrem Handeln islamkonform verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
Führende Vertreter dieser Strömung sind der letzte allgemein anerkannte [[Mardschaʿ-e Taghlid]], der 1961 verstorbene Großajatollah [[Hossein Borudscherdi]], sowie der heutige Großajatollah des Irak, [[Ali as-Sistani|Ali Sistani]]. 1949, nach dem [[Attentate auf Mohammad Reza Pahlavi#Attentat vom 4. Februar 1949 (15. Bahman 1327)|Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi]],&amp;lt;ref&amp;gt;Shahrough Akhavi: &amp;#039;&amp;#039;Religion and Politics in Contemporary Iran&amp;#039;&amp;#039;. State University of New York Press, Albany 1980, ISBN 0-87-395408-4, S.&amp;amp;nbsp;66.&amp;lt;/ref&amp;gt; und nachdem Borudscherdi als absolute Instanz (oder auch: „Quelle der Nachahmung“) von allen schiitischen Großajatollahs anerkannt worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Halm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schia.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1988, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt; berief er mehr als 2.000 Religionsgelehrte zu einem Kongress nach [[Ghom]] in [[Iran]], um dort die quietistische Tradition der schiitischen Geistlichkeit anzumahnen und zu erneuern.&amp;lt;ref&amp;gt;Houchang Chehabi: &amp;#039;&amp;#039;Klerus und Staat in der Islamischen Republik Iran.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Borudscherdi verlangte von seinem Schüler [[Ruhollah Chomeini]] politische Zurückhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marginalität ==&lt;br /&gt;
Nach Boroudscherdis Tod verlor die quietistische Position zugunsten des von dem Ajatollah Chomeini propagierten [[Politisches System des Iran|islamischen Staats]], in dem der Geistlichkeit die aktive politische Führungsrolle zugesprochen wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Ajatollah Chomeini: &amp;#039;&amp;#039;Der islamische Staat.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Persischen übersetzt und herausgegeben von Nader Hassan und Ilse Itscherenska, Klaus Schwarz Verlag, Berlin, S. 28ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; an Einfluss. Die Gegenposition zum quietistischen Islam wird von dem Orientalisten [[Bernard Lewis]] als aktivistischer Islam (&amp;#039;&amp;#039;activist Islam&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Lewis: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nybooks.com/articles/archives/1988/jan/21/islamic-revolution/?pagination=false Islamic Revolution]&amp;#039;&amp;#039;. The New York Review of Books, Band 34, Nummer 21/22, 21. Januar 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außerhalb des Irans ==&lt;br /&gt;
Die Trennung der geistlichen von weltlicher Herrschaft ist in der türkischen Verfassung von 1924 des [[Mustafa Kemal Atatürk]] am weitesten verwirklicht, in [[Saudi-Arabien]] hingegen wird der [[Koran]] als Verfassung betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
Hossein Borudscherdi wird anlässlich des Sturzes von [[Mohammad Mossadegh]] im Jahr 1953 folgendes Zitat zugeschrieben: {{Zitat|Wir, die Geistlichkeit, sollen einen islamischen Staat gründen? [...] Wir wären hundertmal größere Verbrecher als die, die jetzt an der Macht sind.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Bahman Nirumand, Keywan Daddjou: &amp;#039;&amp;#039;Mit Gott für die Macht. Eine politische Biographie des Ayatollah Chomeini&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kalifat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islam und Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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