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	<title>Politische Mitte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T15:43:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Politische_Mitte&amp;diff=1188446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orangenhirn: gross geschrieben</title>
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		<updated>2026-01-31T09:21:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gross geschrieben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;politische Mitte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zentrismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Standpunkt im [[Politisches Spektrum|politischen Spektrum]] zwischen „[[Politische Linke|links]]“ und „[[Politische Rechte (Politik)|rechts]]“. Wo genau diese „Mitte“ beginnt bzw. aufhört und durch welche Positionen sie charakterisiert wird, ist jedoch umstritten; entsprechend diffus ist auch die Verwendung des Ausdrucks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im politischen Gesamtspektrum verstehen sich die [[Demokratie|demokratischen]] [[Politische Partei|Parteien]] als Teil der Mitte zwischen [[Linksextremismus|extrem linken]] und [[Rechtsextremismus|extrem rechten]] [[Ideologie]]n. Innerhalb des demokratischen Spektrums wiederum ist es naheliegend, einen zwischen den großen Hauptströmungen (in Europa [[Konservatismus]] und [[Sozialdemokratie]], vertreten durch die [[Volkspartei (Deutschland)|Volksparteien]] [[Europäische Volkspartei|EVP]] bzw. [[Sozialdemokratische Partei Europas|SPE]]) angesiedelten Standpunkt als politische Mitte zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten die neu und wieder gegründeten Parteien breitere Schichten der Bevölkerung anzusprechen und sich zur politischen Mitte hin zu orientieren. Es kam zur Herausbildung der sogenannten [[Volkspartei (Parteityp)|Volksparteien]]. Die nach klassischer Definition eigentlich gemäßigt rechte Volkspartei CDU/CSU als interkonfessionelle Sammlungsbewegung beansprucht seit jeher die Position der politischen Mitte. Auf dem [[Godesberger Programm|Godesberger Parteitag]] der SPD von 1959 kam der Wandel der Partei von einer [[Sozialismus|sozialistischen]] [[Arbeiterpartei]] hin zu einer Volkspartei zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Links-rechts-Skala in jüngerer Zeit zusehends unzulänglich geworden und aus der Mode gekommen ist und insbesondere das Attribut &amp;#039;&amp;#039;rechts&amp;#039;&amp;#039; vielen als [[Stigmatisierung|Stigma]] gilt, neigen demokratische Parteien insbesondere in Deutschland dazu, die politische Mitte für sich selbst zu beanspruchen und andere als links bzw. rechts davon einzuordnen. Dies gilt vor allem für die großen Volksparteien und wird dort zusätzlich verstärkt durch den Anspruch, einen möglichst großen Teil der Bevölkerung anzusprechen, wobei der politischen Mitte hier auch die Konnotation der „Mitte der Gesellschaft“ anhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 verwendete Bundeskanzler Willy Brandt erstmals den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Neue Mitte&amp;#039;&amp;#039; auf dem Dortmunder Wahlparteitag der SPD. Diese Ausrichtung erfolgte vor dem Hintergrund eines stetig sinkenden Arbeiteranteils an der Bevölkerung von 55 Prozent (1959) auf 27 (1972). Gegen die Traditionalisten in der SPD, die die SPD als Arbeiterpartei profilieren wollten, strebte Brandt die Öffnung der SPD zu einer Partei der „neuen Mitte“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Walther: [https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-neue-mitte-2 Die neue Mitte (Zum 90. Geburtstag Willy Brandts)] [[Der Freitag]], 19. Dezember 2003, abgerufen am 11. März 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Einerseits sollte mit dem Wort die sozialliberale Regierungspolitik beschrieben werden, andererseits stellte der Begriff ein Konzept für die Integration der Studentenbewegung dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Stötzel, Thorsten Eitz, Astrid Jährling-Marienfeld, Lea Plate: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichtliches Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache: Schlüsselwörter und Orientierungsvokabeln.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Georg Stötzel, Thorsten Eitz, Astrid Jährling-Marienfeld, Lea Plate, Georg Olms Verlag, 2003, ISBN 3-487-11759-2, ISBN 978-3-487-11759-1, S. 262 ({{Google Buch |BuchID=hqBt5_dmPJwC|Seite=262|Hervorhebung=Brandt 1972 „Neue Mitte“|Linktext=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner ersten Regierungserklärung 1982 sowie in fast allen weiteren Regierungserklärungen bezeichnete [[Helmut Kohl]] das Regierungsbündnis von CDU, CSU und FDP als „Koalition der Mitte“. Ziel dieser Formulierung sei es gewesen, eine griffige politische Standortbestimmung der Koalition zu schaffen sowie im Hinblick auf die Wählerschaft die Vertretung der Mittelschicht als besonderes Anliegen der Regierung zu reklamieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Stüwe: &amp;#039;&amp;#039;Die Rede des Kanzlers. Regierungserklärungen von Adenauer bis Schröder.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14506-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an [[Tony Blair]]s [[New Labour]] oder [[Bill Clinton]]s New Democrats etablierte die SPD im Bundestagswahlkampf 1998 erneut das Schlagwort Neue Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;SPD-Wahlprogramm von 1998. Innovation und Soziale Gerechtigkeit&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 1999 veröffentlichten sogenannten [[Schröder-Blair-Papier]] wurden von Tony Blair und [[Gerhard Schröder]] unter dem Schlagwort „Neue Mitte“ vor dem Hintergrund des [[Thatcherismus]] und der Ära Kohl und unter Bezugnahme auf die Strukturationstheorie von [[Anthony Giddens]] neue sozialdemokratische Positionen und Leitbilder eines [[Dritter Weg|dritten Weges]] zwischen dem neoliberalen Kapitalismus und der klassischen Sozialdemokratie formuliert. Als ein zentrales Element der neuen Sozialdemokratie sieht Giddens einen aktivierenden [[Sozialstaat]]. Dieser bedeute für den einzelnen Bürger eine zunehmende Individualisierung und damit eine Zunahme von Verpflichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 initiierte [[Franz Müntefering]] (SPD) erneut eine Diskussion um die Position der SPD im bundesdeutschen Parteiengefüge: „Mitte ist da, wo die linke Volkspartei SPD ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Müntefering: &amp;#039;&amp;#039;Warum für die CDU in der Mitte kein Platz mehr ist.&amp;#039;&amp;#039; In: Frankfurter Rundschau vom 5. Februar 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www1.bpb.de/publikationen/87RSVY,0,Die_Linke_nach_dem_Sog_der_Mitte.html |wayback=20051011142620 |text=Tobias Dürr: &amp;#039;&amp;#039;Die Linke nach dem Sog der Mitte - Zu den Programmdebatten von SPD, Grünen und PDS in der Ära Schröder&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-04-17 16:33:59 InternetArchiveBot }}, bpb.de, abgerufen am 18. Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- WIRD NOCH ERWEITERT --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Bremer Entwurf“ für ein neues Grundsatzprogramm im Januar 2007 wurde die SPD als „Partei der solidarischen Mitte“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.programmdebatte.spd.de/servlet/PB/show/1700699/070107_bremer_entwurf_.pdf |wayback=20070129112823 |text=„Bremer Entwurf“ für ein neues Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands}} (PDF; 494&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert; im 2007 verabschiedeten [[Hamburger Programm (SPD)|Hamburger Programm]] bezeichnet sich die SPD als „linke Volkspartei“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://parteitag.spd.de/servlet/PB/show/1731523/071028_%20Hamburger%20Programm.pdf |wayback=20081226224421 |text=Hamburger Programm. Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige SPD-Vorsitzende [[Sigmar Gabriel]] will die Mitte nicht als einen sich nach Einkommens- oder Berufsgruppen oder politischen Einstellungen orientierenden „festen Ort“ verstanden wissen, sondern als „Deutungsort der Gesellschaft“. Die SPD müsse mit den „richtigen Fragen“ und den „richtigen Antworten“ die Mitte behaupten, um die Deutungshoheit zu erobern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spd-bad-krozingen.de/index.php?nr=32464&amp;amp;menu=0 Sigmar Gabriel neuer Bundesvorsitzender - Gemeinsam für den Aufbruch] SPD-Ortsverein [[Bad Krozingen]]-[[Hartheim am Rhein|Hartheim]] am 16. November 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik am Begriff ==&lt;br /&gt;
Die [[Bundeszentrale für politische Bildung|Bundeszentrale für Politische Bildung]] schreibt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Eine politische Mitte zu definieren, erscheint aus ähnlichen Gründen problematisch, zumal sie sich im Rahmen des gesellschaftlichen und politischen Wandels inhaltlich kaum festmachen lässt. Wo befindet sich zum Beispiel die politische Mitte bei den Themen Homo-Ehe oder Atomkraft? Zudem sollte man Mitte nicht mit Mehrheit verwechseln. Wenn extremistische Einstellungen mehrheitsfähig wären, müssten sie weit in die Gesellschaft reichen, könnten aber auch eine Mehrheit haben, ohne von der Mitte getragen zu werden. Mehrheiten für oder gegen eine politische Frage haben somit wenig Aussagekraft bezüglich einer politischen oder soziologischen Mitte.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Viola Neu, Sabine Pokorny |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/212350/ist-die-mitte-rechts-extremistisch/ |titel=Ist &amp;quot;die Mitte&amp;quot; (rechts)extremistisch? |sprache=de |abruf=2023-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder ==&lt;br /&gt;
In den Parlamenten von Ländern mit einem stärker polarisierten Parteienspektrum – in dem also auch die Volksparteien sich deutlich als links oder rechts definieren – gibt es häufig auch Parteien mit einem „zentristischen“ Programm, die sich ausdrücklich über ihre Mittelposition definieren. Dazu zählen etwa das französische [[Mouvement démocrate]] (MoDem), die italienische [[Italia Viva]] (IV), die spanische [[Unión Progreso y Democracia]] (UPyD) und in der Schweiz „[[Die Mitte]]“ (entstanden aus dem Zusammenschluss von [[Bürgerlich-Demokratische Partei|BDP]] und [[Christlichdemokratische Volkspartei|CVP]]), die [[Grünliberale Partei|GLP]] und die [[Evangelische Volkspartei|EVP]] oder in Dänemark die [[Moderaterne]]. Auch in den [[Nordische Länder|nordischen Ländern]] gibt es zahlreiche Zentrumsparteien (etwa die finnische [[Finnische Zentrumspartei|Suomen Keskusta]], die schwedische [[Centerpartiet]] und die norwegische [[Senterpartiet]]), die meist auf Agrarparteien zurückgehen. Ferner sind viele Minderheitenparteien zentristisch, da sie sowohl linke als auch rechte Angehörige einer ethnischen Minderheit integrieren wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf internationaler Ebene gehören diese Zentrumsparteien meist der [[Liberale Internationale|Liberalen Internationalen]] und der liberalen [[Europäische politische Partei|Europapartei]] [[Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (Partei)|ALDE]] an, ohne allerdings eindeutig [[Liberalismus|liberale]] Positionen zu vertreten. Dennoch können auch liberale Parteien sich als zentristisch bezeichnen. Außerdem existiert eine [[Europäische Demokratische Partei]] (EDP), die vor allem vom französischen MoDem dominiert wird und sich selbst ausdrücklich als zentristisch versteht. ALDE und EDP arbeiten im [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] in der [[Fraktion im Europäischen Parlament|Fraktion]] [[Renew Europe]] (bis 2019 [[Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa|ALDE-Fraktion]]) zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bürgerliche Partei]]&lt;br /&gt;
* [[Extremismus der Mitte]]&lt;br /&gt;
* [[Nordische Agrarpartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Lenk]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bpb.de/publikationen/8M8DBT,0,Vom_Mythos_der_politischen_Mitte.html Vom Mythos der politischen Mitte.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[APuZ]] 38/2009, S. 15–20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orangenhirn</name></author>
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