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	<title>Politik der ersten Person - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:12:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Politik_der_ersten_Person&amp;diff=773843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: /* Siehe auch */ kein Bezug zum Lemma</title>
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		<updated>2025-05-27T13:36:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; kein Bezug zum Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Politik der ersten Person&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein politisches Konzept, das eine so genannte [[Stellvertreterpolitik]] ablehnt, die Trennlinie zwischen „privat“ und „öffentlich“ zurückweist und die [[Politisierung]] der [[Privatsphäre]] beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Private ist politisch ==&lt;br /&gt;
Der Slogan „Das Private ist politisch“ wurde erstmals von [[Carol Hanisch]] in der 1970 von [[Shulamith Firestone]] und [[Anne Koedt]] herausgegebenen Publikation &amp;#039;&amp;#039;Notes from the Second Year: Women&amp;#039;s Liberation&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Er wurde zu einem Grundsatz der frühen Frauenforschung.&amp;lt;ref&amp;gt;A. M. Fellner: &amp;#039;&amp;#039;USA: Geschlechterforschung von Women’s to Queer Studie&amp;#039;&amp;#039;s. In: B. Kortendiek, B. Riegraf, K. Sabisch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Geschlecht und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039;  Springer VS, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-12495-3, S. 1447.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als noch in der ersten [[Frauenbewegung]] ging es nicht nur um Fragen, wie die des [[Wahlrecht]]s oder um die Einbindung und Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen. Mit „Das Private ist politisch“ oder auch „Das Persönliche ist politisch“ wurde ein neues Politikfeld geöffnet, in welchem unmittelbar gekämpft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ilse Lenz: &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Frauenbewegung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. VS Verlag, 2010, S. 47f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Frauen ab Ende der 1960er Jahre in [[Consciousness-Raising-Gruppe]]n&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsch: Bewusstseinsbildung. Eine Methode, bei der ausgehend vom Subjekt die eigene Biografie als Kette von Situationen erinnert und reflektiert wird. Daraus entsteht &amp;#039;Betroffenheit&amp;#039;, die intersubjektiv wird, wenn sie sich mit der anderer Frauen deckt. Vergl. Voichita Nachescu: &amp;#039;&amp;#039;Becoming the Feminist Subject.&amp;#039;&amp;#039; Consciousness-raising Groups in Second Wave Feminism, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; über ihre persönlichen Beziehungen zu Männern, über Sexualität, Schwangerschaft, Kindererziehung und Gewalt sprachen, begannen sie, diese Bereiche zu politisieren. So heißt es in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Sexual Politics&amp;#039;&amp;#039; von [[Kate Millett]] aus dem Jahr 1969:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„Das Wort ‚Politik‘ wird deshalb verwendet, weil es bei dem Versuch, die wahre Natur der Geschlechtsrangordnung sowohl aus historischer Perspektive wie aus dem Gesichtswinkel der Gegenwart zu untersuchen, das einzig zutreffende ist. Unsere historische Situation fordert, dass wir eine Psychologie und Philosophie der Machtverhältnisse entwickeln, die auf die heutige Zeit zugeschnitten sind und die über die simplen Begriffskategorien der traditionellen Struktur hinausgehen. Man muß die Definition einer Theorie der Politik versuchen, die die Machtverhältnisse auf weniger konventioneller Basis betrachtet, als wir es gewohnt sind. Es schien mir deshalb angebracht, die persönlichen Beziehungen und Wechselwirkungen dieser Verhältnisse zu definieren, wie diese sich zwischen Gliedern klar umrissener und ausgeprägter Gruppen ergeben, seien diese Gruppen Rassen, Kasten, Klassen oder die Geschlechter. Denn gerade weil in verschiedenen politischen Strukturen gewisse Gruppen keine Vertreter haben, ist ihre Position so stabil, ihre Unterdrückung so wirkungsvoll.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert aus: &amp;#039;&amp;#039;Sexus und Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; München 1974, ISBN 3-423-00973-X, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren diese Frauengruppen zunächst auf Hochschulen in den USA, Großbritannien und der BRD beschränkt, so gewannen sie durch Kampagnen gegen das Abtreibungsverbot in den 1970er Jahren eine große Öffentlichkeit. Weitere Kampagnen folgten wie Bewegungen gegen Gewalt gegen Frauen, Vergewaltigung, Gewalt in Medien, in der Werbung und Pornografie. Diese Bewegungen gingen in der Regel von autonomen Frauengruppen aus, die sich zum Teil auch in Institutionen verankern konnten. So setzte die Frauenbewegung in Westdeutschland beispielsweise in den [[Studierendenvertretung]]en autonome Frauenreferate durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Kristina Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Der lange Atem der Provokation: die Frauenbewegung in der Bundesrepublik und in Frankreich 1968–1976.&amp;#039;&amp;#039; Campus, 2002, ISBN 3-593-37110-3. ({{Webarchiv |url=http://www.hist.unibe.ch/unibe/philhist/hist/content/e267/e6141/e8165/datei/datei/schulz_provokation_ger.pdf |text=überarbeitete PDF-Version von 2012 |wayback=20130224105412}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Konzept setzte das Westberliner Frauenzentrum 1973 bei seiner Gründung spontan und beispielhaft um und behielt es die folgenden Jahre bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Selbstdarstellung [https://feministberlin.de/basis/frauenzentrum/selbstdarstellung/ Gründung und Struktur], auf feministberlin.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Feminismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Ansatz in sozialen Bewegungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Politik der ersten Person&amp;#039;&amp;#039; entstand parallel zur Etablierung der [[Neue Soziale Bewegungen|neuen sozialen Bewegungen]] und hatte einen großen Einfluss auf die Bürgerinitiativbewegung, die Alternativbewegung und zunächst auch auf die Partei [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]], sowie auf [[Basisdemokratie|basisdemokratische]] Konzepte. Auch die Bewegung der [[Autonome]]n übernahm weitgehend das Konzept der &amp;#039;&amp;#039;Politik der ersten Person&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Haunss: &amp;#039;&amp;#039;Antiimperialismus und Autonomie – Linksradikalismus seit der Studentenbewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: Roland Roth, Dieter Rucht (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, 2008, ISBN 978-3-593-38372-9, S. 459 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf erkenntnistheoretischer Ebene ist die &amp;#039;&amp;#039;Politik der ersten Person&amp;#039;&amp;#039; mit der [[Standpunkt-Theorie]] verbunden. Hieraus folgte auch, dass ein [[Paternalismus]] strikt abgelehnt wurde und eine Unterstützung stets nur „[[Hilfe zur Selbsthilfe]]“ sein konnte. Der Ansatz war hier, dass politische Aktionen von den [[Betroffenheit|Betroffenen]] auszugehen haben oder zumindest in enger Abstimmung mit ihnen und nicht über ihre Köpfe hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sebastian Haunss: &amp;#039;&amp;#039;Themen, Strategien, Aktionen: Die Politik der ersten Person.&amp;#039;&amp;#039; In: Sebastian Haunss: &amp;#039;&amp;#039;Identität in Bewegung. Prozesse Kollektiver Identität bei den Autonomen und in der Schwulenbewegung.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bürgergesellschaft und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). VS Verlag, 2004, ISBN 3-8100-4150-5, S. 115f.&lt;br /&gt;
* [[Hilge Landweer]]: &amp;#039;&amp;#039;Politik der Subjektivität – Praxis ohne Theorie?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ruth Großmaß]], Christiane Schmerl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Beiträge zur Frauenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Germinal, Bochum 1981, ISBN 3-88663-104-4, S.&amp;amp;nbsp;13–34.&lt;br /&gt;
* [[Ilse Lenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied: Eine Quellensammlung.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17436-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feminismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonome Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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