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	<title>Polemik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:19:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polemik&amp;diff=48759&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:EC:2743:8061:311A:CB69:3B64:A89B: Quelle? Bis dato nur eine Option und keine Definition</title>
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		<updated>2025-01-28T19:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle? Bis dato nur eine Option und keine Definition&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polemik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] {{lang|grc|πολεμικός}} &amp;#039;&amp;#039;polemikós&amp;#039;&amp;#039; ‚feindselig‘ bzw. {{lang|grc|πόλεμος}} &amp;#039;&amp;#039;pólemos&amp;#039;&amp;#039; ‚Krieg, Streit‘)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Gemoll]] |Titel=Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch |Verlag=G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky |Ort=München/Wien |Datum=1965}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet einen meist scharfen [[Meinungsstreit]] im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen. Ziel kann es sein, die eigene Meinung auch dann durchzusetzen, wenn sie sachlich nicht oder nur teilweise mit der Realität übereinstimmt. Der Begriff hat historisch einen Wandel erfahren; die ursprüngliche Bedeutung von Polemik war Streitkunst, ein literarischer oder wissenschaftlicher Streit, eine gelehrte [[Fehde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzeichen ==&lt;br /&gt;
Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der &amp;#039;&amp;#039;Polemiker&amp;#039;&amp;#039; sucht nicht zwingend den [[Konsens]], sondern versucht im [[Rhetorik|rhetorischen]] Wettstreit seinen [[Argument]]en zum Durchbruch zu verhelfen (vgl. auch [[Eristik]]). Als Gegensatz dazu wird auch die [[Apologetik]] genannt, obgleich natürlich auch eine solche (die Literatur betreffende) &amp;#039;&amp;#039;Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede&amp;#039;&amp;#039; durchaus polemisch sein kann. Das heute nur noch selten benutzte Wort [[Irenik]] ist als weiterer Kontrastbegriff zu Polemik anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichen der Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, teilweise auch persönliche Angriffe. Häufig wird mit den Mitteln der [[Übertreibung]], der [[Ironie]] und des [[Sarkasmus]] gearbeitet oder vom [[Strohmann-Argument]] Gebrauch gemacht. Gelegentliches Ziel ist das &amp;#039;&amp;#039;Demaskieren&amp;#039;&amp;#039; eines [[Opponent]]en im [[Glaube]]ns- und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder weniger – subtile Beschuldigung des Opponenten, keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente. In der klassischen Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von der &amp;#039;&amp;#039;[[Argumentum ad hominem|argumentatio ad hominem]]&amp;#039;&amp;#039; (das auf die Person gerichtete Argumentieren). Dies bedeutet das &amp;#039;&amp;#039;Bloßstellen,&amp;#039;&amp;#039; das &amp;#039;&amp;#039;Überführen&amp;#039;&amp;#039; eines Gegners, wobei man zum Beispiel seine Glaubwürdigkeit, seine [[Reputation]] und ggf. auch seine [[Integrität (Ethik)|Integrität]] insgesamt anzweifelt, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar zu seinen öffentlich bekundeten Einstellungen und Absichten aufzeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.william-shakespeare.de/fo_caesar.htm |titel=William Shakespeare &amp;gt; Forschung &amp;amp; Wissen &amp;gt; Julius Caesar |abruf=2024-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Polemiken typischerweise durch starke Emotionen, etwa Hass, motiviert sind, müssen diese, um dem Angriff zum Erfolg zu verhelfen, in einer Weise stilisiert werden, die den literarischen Techniken des [[Drama]]s vergleichbar ist, und in eine kühl überlegte Strategie eingebettet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Dorschel |Titel=Passions of the Intellect: A Study of Polemics |Sammelwerk=Philosophy |Band=90 |Nummer=4 |Datum=2015-10 |ISSN=0031-8191 |DOI=10.1017/S0031819115000224 |Seiten=679–684 |Online=https://www.cambridge.org/core/journals/philosophy/article/abs/passions-of-the-intellect-a-study-of-polemics/116611D4A207F7386C06675C3544B019 |Abruf=2024-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polemik als theologische Disziplin ==&lt;br /&gt;
In der deutschsprachigen [[Systematische Theologie|systematischen Theologie]] wurde insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert innerhalb unterschiedlicher Systematisierungen der theologischen Aufgabenbereiche des Öfteren neben der christlichen [[Apologetik]] auch von einem Tätigkeitsfeld bzw. einer Disziplin „Polemik“ gesprochen, sowohl in Lehrbüchern und sonstigen Publikationen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://archive.org/search?query=polemischen%20Literatur%20creator%3Awerner |titel=polemischen Literatur creator:werner |abruf=2024-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch in Lehrstuhlbezeichnungen, so etwa seit 1783 an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. Üblicherweise ist damit die Darstellung theologischer Lehrdifferenzen, teils auch einschließlich Einwendungen, gegen Alternativen gemeint und die Wortverwendung etwa der heutigen Rede von „[[Kontroverstheologie]]“ synonym, überschneidet sich aber auch mit Themenfeldern und Aufgabenbereichen, die sonst auch der Apologetik zufielen bzw. heute – dann aber üblicherweise eher integrativ als konfrontativ – der [[Fundamentaltheologie]] zufallen. Bewusst abweichend ist die Wissenschaftsbestimmung, die [[Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher]] in seinem Vorschlag zur Struktur der theologischen Wissenschaft gibt: Die Apologetik richte sich nach „außen“, die Polemik nach „innen“, um die eigene Lehrgestalt zu reinigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schleiermacher spricht von der „weit gewöhnlicher so genannte[n] nach außen gekehrte[n] besondere[n] Polemik der Protestanten zum Beispiel gegen die Katholiken“ und der „allgemeine[n] der Christen gegen die Juden oder auch die Deisten und Atheisten“, die „mit unserer Disciplin nichts gemein hat, andererseits auch schwerlich von einer wohl bearbeiteten praktischen Theologie als heilsam dürfte anerkannt werden“. Kurze Darstellung des theologischen Studiums, 2. A. 1830, § 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rabulistik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kevin Liggieri, Christoph Manfred Müller (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Denker und Polemik.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2012, ISBN 978-3-8260-5047-3.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Emrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Polemik. Streitschriften, Pressefehden und kritische Essays. Methoden und Maßstäbe der Literaturkritik.&amp;#039;&amp;#039; Athenäum, Frankfurt am Main 1968.&lt;br /&gt;
* [[Donald Kagan]], Charles D. Hamilton, Peter Krentz (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Polis and Polemos: Essays on Politics, War, &amp;amp; History in Ancient Greece. In Honor of Donald Kagan.&amp;#039;&amp;#039; Regina Books, 1997, ISBN 0-941690-75-X.&lt;br /&gt;
* Hermann Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Polemik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 6: Must – Pop.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2003.&lt;br /&gt;
* Stefan Straub: &amp;#039;&amp;#039;Der Polemiker Karl Kraus. Drei Fallstudien.&amp;#039;&amp;#039; Tectum, 2004, ISBN 3-8288-8678-7.&lt;br /&gt;
* [[Jean-Francois Lyotard]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Widerstreit.&amp;#039;&amp;#039; 2., korr. Auflage. Verlag Wilhelm Fink, 1989, ISBN 3-7705-2599-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|polemisch}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4174997-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4174997-2|LCCN=sh85104172}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systematische Theologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:EC:2743:8061:311A:CB69:3B64:A89B</name></author>
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