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	<title>Polarfuchs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T03:00:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Polarfuchs&amp;diff=46605&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ziv: (GR) File renamed: File:Lisek2.jpg → File:Lis polarny, Svalbard 2010.jpg Criterion 2 · Lisek just means Fox in Polski. This alone is pretty meaningless.</title>
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		<updated>2025-12-29T23:32:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;(&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:GR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:GR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;GR&lt;/a&gt;) &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Lisek2.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Lisek2.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Lisek2.jpg&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Lis_polarny,_Svalbard_2010.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Lis polarny, Svalbard 2010.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Lis polarny, Svalbard 2010.jpg&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 2&lt;/a&gt; · Lisek just means Fox in Polski. This alone is pretty meaningless.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Tier. Für das Forschungsboot siehe [[Polarfuchs (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Polarfuchs&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Vulpes lagopus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Vulpes&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Füchse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Vulpini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hunde&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Canidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Raubtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Carnivora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Alopex lagopus qtl1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Polarfuchs im Winterfell&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polarfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneefuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eisfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vulpes lagopus&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] &amp;#039;&amp;#039;Alopex lagopus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Echte Füchse|Fuchsart]], die in der nördlichen Polarregion beheimatet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Name bedeutet „hasenfüßiger [[Echte Füchse|Fuchs]]“, da seine Pfoten wie die des [[Polarhase]]n mit dichtem Pelz besetzt sind. Seine Gestalt weist ihn als typischen Fuchs aus, doch wirken seine Kopf- und Schnauzenform gedrungener als etwa beim [[Rotfuchs]]. Die durchschnittliche Länge misst, unter Einbeziehung des etwa 35 Zentimeter langen Schwanzes, zwischen 65 und 90 Zentimetern. Die Schulterhöhe beträgt etwa 30 Zentimeter, das Gewicht rund 5 Kilogramm. Die Fähen (Weibchen) sind nur wenig kleiner als die männlichen Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Polarfuchs ist der einzige Wildhund, der die Farbe seines Pelzes den Jahreszeiten entsprechend [[Fellwechsel|wechselt]]. Im Sommer sind Kopf, Rücken, Schwanz und Beine braun, die Flanken und der Bauch hellbeige behaart. Diese besonders im Juli und August ausgeprägte, im Vergleich zum Winterfell auch kürzere Fellbedeckung bietet in der [[Tundra]] eine perfekte [[Tarnung (Biologie)|Tarnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich das Sommerfell aller Polarfüchse ähnelt, treten in der Winterfellphase zwei sehr unterschiedliche Farbversionen auf – eine weiße und eine blaue Variante. Entsprechend unterscheidet man zwischen „Weißfuchs“ und „Blaufuchs“. Der Weißfuchs trägt im Winter ein rein weißes Fell. Die Farben des winterlichen Blaufuchsfells variieren dagegen von hellgrau bis dunkelblau und sogar schwarz; Unterschiede zeigen sich von Wurf zu Wurf und auch geografisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kanadischen Territorium [[Nunavut]] und in den [[Nordwest-Territorien]] überwiegt die weiße Variante deutlich, während die blaue Variante im Inland nur etwa ein Prozent und im Küstenbereich sowie auf den arktischen Inseln bis zu fünf Prozent der Populationen beträgt. Dagegen ist die blaue Variante auf den [[Aleuten]] und den [[Pribilof Islands]] Alaskas vorherrschend. Im Süden Grönlands sind die Proportionen etwa gleichgewichtig. Generell dürfte die blaue Variante [[Dominanz (Genetik)|dominant]] sein, doch setzen sich die Weißfüchse wohl infolge ihrer besseren Tarnung in Schneelandschaften bei der natürlichen Auslese durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alopex lagopus 05 MWNH 289.JPG|mini|Schädel]]&lt;br /&gt;
Die verhältnismäßig kurze Schnauze, die sehr kleinen Ohren und die recht kurzen Beine sind ein Beispiel für die [[Allensche Regel]] und stellen neben dem wärmenden Fell mit dichter Unterwolle wesentliche Eigenschaften dar, um den extremen arktischen Verhältnissen ganzjährig zu trotzen. Der weiße Winterpelz lässt die Haare allerdings länger erscheinen, als sie wirklich sind. Mit etwa 70 Prozent Unterwolle hat er jedoch ungewöhnlich gut wärmedämmende Eigenschaften. Experimentell wurde ermittelt, dass der Polarfuchs Temperaturen von bis zu −80&amp;amp;nbsp;°C überleben kann. Sein Fell hat die besten Isolationseigenschaften aller Säugetiere. Selbst bei sehr niedrigen Temperaturen erhöht sich die Stoffwechselrate nicht. Auch die behaarten namengebenden Fußsohlen (Linnes: Lagopus, die Hasenfüßigen) tragen dazu bei. Bis zum Herbst kann sich durch Fetteinlagerung das Gewicht bis um 50&amp;amp;nbsp;Prozent erhöhen, zum einen zur Isolation, zum anderen als Energiereserve. Weitere Möglichkeiten des Energiesparens entwickelte die Evolution: eine absenkbare Ruhestoffwechselrate sowie eine Senkung der Körperkerntemperatur; damit ist auch der Bedarf an Nahrungsaufnahme verringert. Überraschend hat sich herausgestellt, dass der Energieaufwand beim Rennen im Winter geringer ist als im Sommer. Die Zahnformel ist 3/3-1/1-4/4-2/3=42&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilde Hunde&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber=Udo Gansloßer, Claudio Silleo-Zubiri | Titel=Wilde Hunde | Band= | Verlag= Filander Verlag |  Jahr=2006| Kapitel= Der Polarfuchs | Seiten=121ff|Autor= Anders Angerbörn, Pall Hersteinsson|ISBN=3-930831-63-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vulpes lagopus in Iceland.jpg|Polarfuchs, weiße [[Morphe]] im Winterfell, [[Island]]&lt;br /&gt;
Lis polarny, Svalbard 2010.jpg|Im Übergangsfell&lt;br /&gt;
Alopex lagopus stretching.jpg|Im Sommerfell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Distribution arctic fox.jpg|mini|Verbreitungsgebiet des Polarfuchses]]&lt;br /&gt;
Der Polarfuchs hält sich [[Polargebiet|zirkumpolar]] nördlich der [[Waldgrenze]] auf und ist in [[Nordeuropa]] ([[Skandinavien]], [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]], [[Island]]), [[Russland|Nordrussland]] ([[Sibirien]]), [[Kanada|Nordkanada]], [[Alaska]] ([[Vereinigte Staaten]]) und [[Grönland]] verbreitet. Sein [[Habitat]] ist vor allem die Tundra, doch leben Polarfüchse sogar auf dem Packeis des [[Arktischer Ozean|Arktischen Ozeans]]; auf Nahrungssuche dringen Polarfüchse gelegentlich auch nach Süden in [[boreale Zone]]n vor. Generell sind Polarfüchse sehr beweglich und können auf der Suche nach einem neuen Revier große Strecken über Land und das Meereseis überwinden und auch [[Ausbreitung (Biologie)|entferntere Inseln besiedeln]]. Es liegen Berichte vor, wonach einzelne Polarfüchse Entfernungen von über 3500&amp;amp;nbsp;km hinter sich gebracht haben. So erreichten Polarfüchse bereits vor der [[Geschichte Islands#Landnahmezeit (874 bis 930)|menschlichen Besiedlung Islands]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Páll Hersteinsson, Veronica Nyström u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Elstu þekktu leifar melrakka á Íslandi |Sammelwerk=Náttúrufræðingurinn |Band=76 |Datum=2007 |Seiten=13–21 |Sprache=is |Kommentar=mit englischsprachiger Zusammenfassung |Online=[https://timarit.is/page/4257157?iabr=on#page/n11/mode/2up digitalisiert]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während kühlerer Klimaperioden wie der [[Kleine Eiszeit|Kleinen Eiszeit]] die Insel über das gefrorene Packeis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID22977155&amp;quot;&amp;gt;A. Mellows, R. Barnett u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;The impact of past climate change on genetic variation and population connectivity in the Icelandic arctic fox.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings. Biological sciences / The Royal Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 279, Nummer 1747, November 2012, S.&amp;amp;nbsp;4568–4573, {{ISSN|1471-2954}}. {{DOI|10.1098/rspb.2012.1796}}. PMID 22977155. {{PMC|3479732}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Der Polarfuchs ist wie die meisten Füchse ein [[Beutegreifer]] und Allesfresser, die Größe der Population ist trotzdem hauptsächlich vom schwankenden Angebot an Nagern abhängig, insbesondere von den zu den Wühlmäusen gehörenden [[Lemmini|Lemmingen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilde Hunde&amp;quot;/&amp;gt; Zu den [[Beutetier|Hauptbeutetieren]] des Polarfuchses zählen je nach Region der [[Berglemming]] (&amp;#039;&amp;#039;Lemmus lemmus&amp;#039;&amp;#039;), der [[Halsbandlemming]] (&amp;#039;&amp;#039;Dicrostonyx torquatus&amp;#039;&amp;#039;), der [[Sibirischer Lemming|Sibirische Lemming]] (&amp;#039;&amp;#039;Lemmus sibiricus&amp;#039;&amp;#039;), die [[Sumpfmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Microtus oeconomus&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Graurötelmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Myodes rufocanus&amp;#039;&amp;#039;). Nagernester und deren tunnelartige Zugänge vermag der Polarfuchs mit Hilfe seines sehr guten [[Olfaktorische Wahrnehmung|Geruchssinnes]] selbst durch dicke Schneeschichten aufzuspüren, durch blitzschnelles Aufgraben sichert er sich so selbst im tiefsten Winter seine Nahrung. Im Sommer jagt er die Lemminge in der offenen Tundra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Arktis]] brütende [[Vögel]] und deren [[Ei]]er und [[Küken]] stellen dann einen wichtigen Nahrungsbestandteil des Polarfuchses dar. An Küsten lebende Polarfüchse suchen die Strände nach angeschwemmten [[Kadaver]]n, [[Fische|Fischresten]] und [[Schalenweichtiere]]n ab. Als Begleiter von [[Eisbär]]en und [[Polarwolf|Polarwölfen]] machen sie sich über deren [[Beutetier|Beutereste]] her. In Zeiten der Überfülle werden Vorräte für Hungerperioden versteckt. Als Überlebenskünstler ist der Polarfuchs auch [[Aas]]fresser und verschmäht in der Not als Nahrung kaum eine tierische oder pflanzliche Substanz. Er frisst dann [[Insekten]] und [[Beere]]n, auch [[Erdhörnchen]], [[Polarhase]]n, [[Moorschneehuhn|Schneehühner]], sogar der [[Kot]] anderer Tiere wird vertilgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alopex lagopus cub in grass.jpg|mini|Junges, blaue Morphe]]&lt;br /&gt;
Für die Geburt und Aufzucht ihrer Jungen legen die Polarfüchse im späten Winter einen Bau an. Sie suchen dazu von [[Permafrost]] nicht direkt beeinflusste Lehm- oder Sandhügel an Flussufern, Seen oder in erhöhten Gebieten, wo sie ein komplexes Tunnelsystem mit bis zu acht Eingängen graben können. Wegen der Schwierigkeit, geeignete Plätze zu finden, werden solche Baue über viele Generationen, zum Teil über 500 Jahre hinweg genutzt. Erwiesenermaßen zwingt der Mangel an geeignetem Gelände sogar andere Tierarten wie Polarwölfe, von Polarfüchsen verlassene uralte Baue zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polarfüchse sind [[Monogamie|monogam]] und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen. Gemeinsam beteiligen sie sich an der Aufzucht der Jungen und verteidigen ihr Revier. Manchmal helfen auch Jährlinge bei der Aufzucht. Auf [[Medny (Insel)|Medny]] gibt es dauerhafte Gruppen von bis zu sechs Erwachsenen. Auch auf anderen Inseln sind manchmal komplizierte Sozialsysteme gefunden worden. Die Größe der Streifgebiete richtet sich nach dem Nahrungsangebot und liegt zwischen 15 und 36&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilde Hunde&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungen werden im März oder April gezeugt. War der vorausgegangene Winter besonders hart, dann kommt es zu Verzögerungen oder völligem Ausfall des Befruchtungsvorgangs. Die Fähe wirft einmal im Jahr drei bis neun, zuweilen auch mehr Junge. Da die Tragezeit etwa 50&amp;amp;nbsp;Tage beträgt, werden sie normalerweise zwischen Mitte Mai und Mitte Juni geboren. Die Größe des Wurfs ist stark von Nahrungsangebot und klimatischen Verhältnissen abhängig. An den Küsten lebende Mütter haben durchschnittlich kleinere Würfe als im Landesinneren lebende. Die Neugeborenen sind winzig und noch ganz unbeholfen. Sie werden blind, taub und zahnlos geboren und tragen weiche dunkelbraune Pelzhaare, die rasch wachsen und zunehmend aufhellen. Nach drei bis vier Wochen wagen sich die Jungfüchse aus der Geburtshöhle, nach etwa sechs Wochen werden sie entwöhnt. In diesem Alter sind sie sehr verspielt. Etwa Mitte August werden sie zunächst vom Vater und wenig später auch von der Mutter verstoßen. Den Winter verbringen sie verstreut und auf sich allein gestellt. Geschlechtsreif sind die Jungen rund zehn Monate nach der Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Feinde und Krankheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Polarbär &amp;amp; Polarfuchs 2004-11-17.jpg|mini|Begegnung zwischen Polarfuchs und Eisbär]]&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat der Polarfuchs eine [[Lebenserwartung]] von etwa vier Jahren. Natürliche Feinde sind, außer dem Menschen, vor allem der [[Polarwolf]] und gelegentlich der [[Eisbär]], zu dem er Abstand hält. Bei Bedrohung ergreift der Polarfuchs meist die Flucht, doch weiß er sich auch heftig zu wehren. Vermutlich wegen der zunehmenden [[Globale Erwärmung|Erderwärmung]] dringen in das bisherige [[Verbreitungsgebiet]] des Polarfuchses größere [[Rotfuchs|Rotfüchse]] ein und erbeuten (gelegentlich) Polarfüchse.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhm.ac.uk/visit/wpy/gallery/2015/images/mammals/4965/a-tale-of-two-foxes.html Don Gutoski: &amp;#039;&amp;#039;A tale of two foxes&amp;#039;&amp;#039;] (Foto), nhm.ac.uk, 2015, abgerufen am 14. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Mensch trägt zur Verdrängung des Polarfuchses durch den Rotfuchs bei: Verkehrswege wie z. B. Straßen vereinfachen Rotfüchsen das Vordringen in Gefilde, die zuvor dem Polarfuchs vorbehalten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lars Rød-Eriksen, Johanna Skrutvold, Ivar Herfindal, Henrik Jensen, Nina E. Eide |Titel=Highways associated with expansion of boreal scavengers into the alpine tundra of Fennoscandia |Sammelwerk=[[Journal of Applied Ecology]] |Band=57 |Nummer=9 |Datum=2020 |Seiten=1861–1870 |DOI=10.1111/1365-2664.13668}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tollwut]] ist die häufigste tödliche Krankheit. Letal wirken sich auch [[Enzephalitis]] und [[Staupe]] aus, vor allem in Jahren hoher Vorkommensdichte. Die meisten Polarfüchse sind von [[Parasitismus#Ekto- und Endoparasiten|Ekto- und Endoparasiten]] befallen: Der Polarfuchs ist ein [[Wirt (Biologie)|Endwirt]] des [[Fuchsbandwurm]]s, nicht selten wird er von [[Fuchsräude|Räudemilben]] befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=Phylogenetische Systematik der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Vulpes&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID10396181&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;zrzavy2007-313&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
    |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Vulpes&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
           |1={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1=&amp;amp;nbsp;[[Kapfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. chama&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                  |2=&amp;amp;nbsp;[[Bengalfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. bengalensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                  |3=&amp;amp;nbsp;[[Blassfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. pallida&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
              }}&lt;br /&gt;
           |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                         |1=&amp;amp;nbsp;[[Afghanfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. cana&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                         |2=&amp;amp;nbsp;[[Fennek]] (&amp;#039;&amp;#039;V. zerda&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  |2={{Klade&lt;br /&gt;
                         |1={{Klade&lt;br /&gt;
                                |1=&amp;amp;nbsp;[[Kitfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. macrotis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polarfuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;V. lagopus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                |3=&amp;amp;nbsp;[[Swiftfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. velox&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                            }}&lt;br /&gt;
                         |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                |1={{Klade&lt;br /&gt;
                                       |1=&amp;amp;nbsp;[[Steppenfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. corsac&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                       |2=&amp;amp;nbsp;[[Tibetfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. ferrilata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                   }}&lt;br /&gt;
                                |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                       |1=&amp;amp;nbsp;[[Rotfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. vulpes&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                       |2=&amp;amp;nbsp;[[Rüppellfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. rueppelli&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                   }}&lt;br /&gt;
                            }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
              }}&lt;br /&gt;
       }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|wissenschaftliche Erstbeschreibung]] des Polarfuchses stammt von [[Carl von Linné]] aus dem Jahr 1758, wobei er den Fuchs in die 10. Auflage seines [[Systema Naturæ]] aufnahm. Der Polarfuchs wurde lange Zeit in eine eigene Gattung &amp;#039;&amp;#039;Alopex&amp;#039;&amp;#039; gestellt. DNA-Analysen ergaben jedoch, dass er [[Phylogenetischer Baum|phylogenetisch]] innerhalb der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Vulpes]]&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet werden muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson &amp;amp; Reeder 2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund morphologischer und molekularbiologischer Daten wurde er von Binninda-Emonds et al. 1999 als [[Schwesterart]] des [[Kitfuchs]]es (&amp;#039;&amp;#039;V. macrotis&amp;#039;&amp;#039;) eingeordnet und gemeinsam mit diesem einem [[Taxon]] aus einerseits [[Steppenfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. corsac&amp;#039;&amp;#039;) und [[Tibetfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. ferrilata&amp;#039;&amp;#039;), andererseits [[Rotfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. vulpes&amp;#039;&amp;#039;) und [[Rüppellfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. rueppelli&amp;#039;&amp;#039;) als [[Schwestergruppe]]n gegenübergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID10396181&amp;quot; /&amp;gt; Nicht berücksichtigt wurde in dieser Untersuchung der nordamerikanische [[Swiftfuchs]] (&amp;#039;&amp;#039;V. velox&amp;#039;&amp;#039;), der ehemals als Unterart des Kitfuchses betrachtet wurde und heute als Schwesterart des Polarfuchses gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zrzavy2007-313&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu acht [[Unterart]]en werden diskutiert:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. lagopus&amp;#039;&amp;#039; im größten Teil des Verbreitungsgebietes&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. beringensis&amp;#039;&amp;#039; Beringinsel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. foragorapusis&amp;#039;&amp;#039; Grönland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. fuliginosus&amp;#039;&amp;#039; Island&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. pribilofensis&amp;#039;&amp;#039; Pribilof-Inseln&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilde Hunde&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson &amp;amp; Reeder 2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;V. l. semennovi&amp;#039;&amp;#039; Medny-Insel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polarfuchsfelle als Handelsobjekt ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Polarfuchsfell}}&lt;br /&gt;
Im 19. und im ersten Drittel des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts herrschte intensiver Handel mit den wertvollen Polarfuchs-Winterfellen; sie bildeten das Haupttauschobjekt zwischen [[Eskimos]] und [[Europäer]]n. Inzwischen gelten Polarfuchsbestände in Nordamerika, Sibirien und Grönland wieder als einigermaßen normal und stabil, anders als in Skandinavien und Island, wo der Polarfuchs selten geworden ist. Nach wie vor gilt der Polarfuchs in den Nordwest-Territorien und im Territorium Nunavut als Pelzlieferant; die Jagdzeit dauert von Anfang November bis Anfang April.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand ==&lt;br /&gt;
Der Gesamtbestand des Polarfuchses wird von der [[IUCN]] mit „mehrere hunderttausend Tiere“ angegeben. Der Polarfuchs gilt als nicht gefährdet („least concern“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings wird in einem Bericht der IUCN von Dezember 2009 für die [[UN-Klimakonferenz in Kopenhagen]] davon ausgegangen, dass der Polarfuchs eine der durch die [[globale Erwärmung]] mit am stärksten bedrohten Tierarten sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fr-online-&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.fr.de/wissen/polarfuchs-koalabaer-bedroht-11517351.html | titel=Klimawandel: Polarfuchs und Koalabär bedroht | autor= | werk=fr-online.de | datum=14. Dezember 2009 |zugriff=18.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Riepe: &amp;#039;&amp;#039;Füchse – Unsere heimlichen Nachbarn&amp;#039;&amp;#039;; Wagner Verlag (2006). ISBN 3-938623-68-3.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Rosing]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Reich des Eisbären&amp;#039;&amp;#039;; Tecklenborg Verlag, Steinfurt 2006 (Kapitel über Polarfüchse S. 85 ff.), ISBN 3-934427-99-5.&lt;br /&gt;
* Northwest Territories, Department of Resources, Wildlife and Economic Development: &amp;#039;&amp;#039;Arctic and Red Foxes of the Northwest Territories&amp;#039;&amp;#039;; 1. Aufl., Yellowknife 1991, ISBN 0-7708-7186-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vulpes lagopus|Polarfuchs}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4134504-6}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2006|ID=899|ScientificName=Vulpes lagopus|YearAssessed=2004|Assessor=Angerbjörn &amp;#039;&amp;#039;et al&amp;#039;&amp;#039;|Download=11. Mai 2006}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wwf.ch/de/tierarten/polarfuchs-angepasster-arktisbewohner &amp;#039;&amp;#039;Polarfuchs – Angepasster Arktisbewohner&amp;#039;&amp;#039;] Webseite des [[WWF]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID10396181&amp;quot;&amp;gt;O. R. Bininda-Emonds, J. L. Gittleman, A. Purvis: &amp;#039;&amp;#039;Building large trees by combining phylogenetic information: a complete phylogeny of the extant Carnivora (Mammalia).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biological reviews of the Cambridge Philosophical Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 74, Nummer 2, Mai 1999, S.&amp;amp;nbsp;143–175, {{ISSN|1464-7931}}. PMID 10396181. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN|Year=2006|ID=899|ScientificName=Vulpes lagopus|YearAssessed=2004|Assessor=Angerbjörn &amp;#039;&amp;#039;et al&amp;#039;&amp;#039;|Download=11. Mai 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson &amp;amp; Reeder 2005&amp;quot;&amp;gt;Don E. Wilson &amp;amp; DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.vertebrates.si.edu/msw/mswcfapp/msw/taxon_browser.cfm?msw_id= | wayback=20160304041025 | text=11509 Vulpes lagopus}}&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference&amp;#039;&amp;#039; (3rd ed).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zrzavy2007-313&amp;quot;&amp;gt;Jan Zrzavý, Věra Řičánková: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of Recent Canidae (Mammalia, Carnivora): Relative Reliability and Utility of Morphological and Molecular Datasets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zoologica Scripta&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Nr. 4, Juli 2004, S. 311–333, {{doi|10.1111/j.0300-3256.2004.00152.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134504-6|LCCN=sh85006946}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang IV)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ziv</name></author>
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