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	<title>Poissarden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:03:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Poissarden&amp;diff=233026&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AHZ: Änderungen von ~2026-15482-74 (Diskussion) auf die letzte Version von Frank Sonnenkind zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-11T15:53:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-15482-74&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-15482-74&quot;&gt;~2026-15482-74&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-15482-74&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-15482-74 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Frank_Sonnenkind&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Frank Sonnenkind (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Frank Sonnenkind&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Women&amp;#039;s March on Versailles01.jpg|miniatur|Zug der Frauen nach Versailles während der Französischen Revolution im Oktober 1789]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poissarden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder „Fischweiber“, eigentlich ein Demonstrationszug mehrerer Tausend bewaffneter Zivilisten und Soldaten, holten am 5./6.&amp;amp;nbsp;Oktober 1789 [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XVI.]] vom [[Schloss Versailles|Versailler Hof]] ins revolutionäre [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] 1789 erließ die [[Konstituante|Nationalversammlung]] noch im selben Jahr ihre [[Augustdekrete]], die die Abschaffung der Vorrechte des [[Adel]]s in [[Frankreich]] zum Inhalt hatten; jedoch weigerte sich Ludwig XVI., immer noch nominelles Oberhaupt des Staates, diese zu unterzeichnen und ihnen damit Rechtskraft zu verleihen. Versorgungsmängel und militärische Maßnahmen gegen Massenkundgebungen in Paris heizten die dem König gegenüber feindselige Stimmung weiter an. Die Nachricht, dass das Königspaar und seine Leibgarde anlässlich eines Banketts die Revolution verunglimpft hätten, führte zu offener Empörung. Am 5. Oktober 1789 kam es in Paris zur Versammlung der sogenannten Poissarden, auch Fischweiber genannt, gemeint waren damit die Marktfrauen des Pariser Fischmarkts. Es versammelten sich mehrere tausend Frauen vor dem Rathaus der Hauptstadt, wo sie Brot forderten. Der Pariser Bürgermeister [[Jean-Sylvain Bailly|Bailly]] weigerte sich jedoch, sie anzuhören. Schließlich beschlossen sie, einen Zug zum königlichen Schloss von Versailles zu wagen, um direkt bei Ludwig XVI. Gehör für ihre Forderungen zu finden. Dabei riefen sie immer wieder: „Versailles  schlemmt, Paris hungert!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zug setzte sich aus ungefähr 6.000 Marktfrauen und weiteren Sympathisanten zusammen, die mit Gewehren, Piken, Säbeln und Äxten bewaffnet waren. Unterstützung erhielten sie im Laufe des Tages von etwa 1.500 mit Geschützen bewaffneten [[Garde nationale|Nationalgardisten]], angeführt von ihrem Kommandanten [[Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette|General de La Fayette]]. Gegen Mitternacht erreichte der Zug der Marktfrauen Versailles, wo er zunächst in den Sitzungssaal der Nationalversammlung eindrang. Gegen Morgengrauen des 6. Oktober gelang es einigen der Demonstranten, durch einen unbewachten Eingang ins Schloss vorzudringen. Weil es zu einer Schlägerei kam, bei der zwei königliche Leibwächter ihr Leben verloren, eskalierte die Situation. Die Menge reagierte wütend und drang in den Palast ein. Sie stiegen die Treppen zu den königlichen Gemächern hinauf. Bevor sie [[Marie-Antoinette von Österreich-Lothringen|Königin Marie Antoinette]] erreichen konnten, wurde diese gewarnt und floh in den Flügel ihres Gemahls. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, griff nun General de La Fayette  ein und ließ den Zugang zu den Gemächern von seinen Truppen versperren. Ohne weiteres Blutvergießen konnten die Soldaten die aufgebrachte Menge wieder aus dem Palast befördern. Vor dem Schloss forderten die Demonstranten jedoch das Erscheinen des Königs. Ludwig XVI. gab schließlich nach und zeigte sich mit Frau und Kind dem Volk. Als der König die Lieferung von Lebensmitteln versprach, beruhigte sich die Lage wieder. Er zeigte sich außerdem endlich bereit, die [[Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte|Dekrete der Nationalversammlung]] zu unterschreiben, und die Vorrechte des Adels wurden abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=Französische Revolution: Zug der Frauen nach Versailles |Datum=2023-11-14 |Online=https://www.ardalpha.de/lernen/schulfernsehen/franzoesische-revolution-marktfrauen-100.html |Abruf=2023-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings verlangte die Menge nun, dass der König nach Paris kommen solle. Dies tat sie solange, bis Ludwig XVI. schließlich nachgab und seinen Umzug in die Hauptstadt verkündete. Noch am frühen Nachmittag des 6. Oktobers bewegte sich der Zug der Marktfrauen wieder nach Paris. Dabei wurde er von Nationalgardisten begleitet, die Wagen mit Brot und Mehl eskortierten. De La Fayette eskortierte die Kutsche des Königs sowie dessen Hofgefolge sicher nach Paris. Hunderte Mitglieder der Nationalversammlung in Versailles begleiteten  den Zug ebenfalls. Die mit Flinten und Piken bewaffneten Marktfrauen waren sicher, dass die Lebensmittelkrise durch die Rückkehr des Königs nach Paris nun ihr Ende fand. Bei seiner Ankunft in Paris wurde der König im Rathaus begrüßt; er trug  an seinem Hut die blau-weiß-rote Kokarde der Revolution. Anschließend wurden Ludwig XVI. und seine Familie zum [[Palais des Tuileries|Tuilerien-Palast]] gebracht, in dem seit mehr als einhundert Jahren kein König mehr gelebt hatte. Nach dem Marsch der Marktfrauen und dem Umzug des Königs nach Paris schien die Französische Revolution ein gutes Ende zu nehmen. So hatte der König in den wesentlichen Punkten nachgegeben und die Vorherrschaft des Adels schien gebrochen zu sein. Die Nationalversammlung übernahm nun die schwere Aufgabe, im Rahmen der Verfassung für eine neue Gesellschaftsordnung zu sorgen. Für Ludwig XVI. bedeutete der Umzug in den Tuilerien-Palast jedoch, dem Einfluss der Pariser Bevölkerung sowie den politischen Gegnern der Monarchie ausgeliefert zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://franzoesische-revolution.net/zug-der-marktfrauen-nach-versailles/ |titel=Der Zug der Marktfrauen nach Versailles |abruf=2023-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ereignis erregte in ganz Europa großes Aufsehen, und die &amp;#039;&amp;#039;Poissarden&amp;#039;&amp;#039; erhielten einen festen Platz in der [[Ikonographie]] der Revolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Sturz der [[Jakobiner]] 1794 wendeten sich die bürgerlichen Kräfte von denjenigen revolutionären Erscheinungen ab, die sie mit Radikalismus und zügellosem Handeln gleichsetzten; dazu zählten auch die &amp;#039;&amp;#039;Poissarden&amp;#039;&amp;#039;. Als 1798 in der [[Schweiz]] die [[Helvetische Republik]] nach französischem Vorbild entstand, warnte der führende Basler Revolutionär [[Peter Ochs]] davor, wichtige Veränderungen in einem Staat „Taglöhnern, Fischweibern, Trödlern zu überlassen“. Schon [[Erster_Koalitionskrieg#Feldzug_von_1792|1792 im Ersten Koalitionskrieg]] wurde gedichtet: „... von ganz verderbten Säften / Und von verbranntem Hirn / Fischweiber schwatzen jetzt zu Staatsgeschäften / Mit unverschämter Stirn ...“ (Anonym: &amp;#039;&amp;#039;Parodie über die Parodie eines Deutschen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:A&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://books.google.de/books?id=B_dXAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA49-IA128|titel=Parodie über die Parodie eines Deutschen|abruf=2025-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung von Liedern und anderen Piecen welche für die eydsgnössischen Hülfstruppen und aus Anlaß ihres Zuzugs nach Basel erschienen sind.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1792). Ende der 1790er-Jahre waren die &amp;#039;&amp;#039;Poissarden&amp;#039;&amp;#039; zu einem Schreckbild für Freund und Feind der (gelenkten) Revolution geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Illustration ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Poisarden.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Pariser Poisarden sonst Fisch-Weiber&amp;#039;&amp;#039; (Anonym, nach 1789)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Poissarden&amp;#039;&amp;#039; des nebenstehenden Bildes sind mit ihrem Gemisch an Waffen (Hellebarden, Säbel, Bratspieße) als improvisierter Gewalthaufen gekennzeichnet. Zu beachten sind die Messer zum Ausweiden der Fische, vor allem aber die [[Pikenier|Piken]] als eigentliche Waffen der revolutionären Masse. An der Spitze des proletarischen Trupps steht allerdings eine wohlhabende Bürgerin, die bereits die [[Klassizismus|klassizistische]] Mode des späteren [[Französisches Konsulat|Konsulats]] und des [[Erstes Kaiserreich|Empire]] trägt. Das Bild spielt auf geschickte Weise mit den an der Revolution beteiligten Gruppen. Das Bürgertum wird als führende neue Kraft bezeichnet, während es den Poissarden die Rolle des gesinnungslosen Pöbels zuweist, der sich für jeden Aufruhr gewinnen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Ergänzung über dem Bild lautet: „Gib Himmel gib, dass jede Bürgerin frey / Und jeder Bürger ohne Hosen sey.“ Die Worte „ohne Hosen“ sind doppeldeutig: Einerseits handelt es sich um die missverstandene Übersetzung des französischen &amp;#039;&amp;#039;[[Sansculotten|Sans-Culottes]]&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung der Revolutionäre, die nicht die adligen &amp;#039;&amp;#039;Culottes&amp;#039;&amp;#039; (Kurzhosen) samt Seidenstrümpfen, sondern die einfachen, langbeinigen &amp;#039;&amp;#039;Pantalons&amp;#039;&amp;#039; trugen; anderseits ist es der Spott darüber, dass in Frankreich die gewohnten Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern in Frage gestellt wurden, wie es sich in diesem Ereignis, aber bald auch im Auftreten der revolutionären Frauenclubs oder in der &amp;#039;&amp;#039;[[Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Olympe de Gouges]] zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tricoteuses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Chris E. Paschold, [[Albert Gier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Französische Revolution – Ein Lesebuch mit zeitgenössischen Berichten und Dokumenten.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1989, S.&amp;amp;nbsp;101–116, ISBN 3-15-008535-7.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|The Women&amp;#039;s March on Versailles|Poissarden}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Revolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauengeschichte (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demonstration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1789]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AHZ</name></author>
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