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	<title>Poikilozytose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:29:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Poikilozytose&amp;diff=1436326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-03-20T07:04:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poikilozytose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ποικίλος|poikílos|de=bunt, verschiedenartig}} und {{grcS|κύτος|kýtos|de=Zelle}}; Syn. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poikilozythämie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird das Vorkommen verschieden geformter, von der normalen bikonkaven Rundform abweichender [[Erythrozyt]]en bei einer mikroskopischen Untersuchung des [[Blutausstrich]]es bezeichnet. Die auffälligen Erythrozyten müssen mindestens 3 % ausmachen. Das Vorkommen der Poikilozytose ist unspezifisch, diese kann bei allen schweren [[Anämie]]n auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Am häufigsten kommt es zu einer Poikilozytose durch eine gestörte [[Erythropoese]]. Des Weiteren können maligne Erkrankungen zur Suppression der Erythropoese führen. Darüber hinaus können Störungen und Defekte der Erythrozytenmembran zur Poikilozytose führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezifische mit einer Poikilozytose einhergehende Erkrankungen sind die [[Eisenmangelanämie]] und die [[Perniziöse Anämie]]. Die [[Hereditäre Poikilozytose]] ([[synonym]]: &amp;#039;&amp;#039;Pyropoikilozytose&amp;#039;&amp;#039;) geht zum Teil mit schweren [[Hämolyse|hämolytischen]] Anämien und einer dadurch bedingten regelmäßigen Transfusionspflicht einher. Es treten ausgeprägte Fragmentierungen der Erythrozyten auf, auch mikrozytäre Formen (zu Mikrozyt siehe weiter unten im Text) der Erythrozyten sind möglich. Diese Poikilozyten sind hitzeempfindlich und [[Osmose|osmotisch]] instabil. Bei den schweren Formen der hereditären Poikilozytose kann ein Mangel des [[Spektrin]]s auftreten, so dass Elliptozyten und Sphärozyten vorkommen können. Bei Patienten mit dieser Erkrankung liegt oft eine [[Homozygot]]ie für einen Defekt des 2-Alpha-Spektrins vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Gadner: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrische Hämatologie und Onkologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer 2006, ISBN 3-540-03702-0,  S. 133–134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei einer Schädigung des Knochenmarks durch Medikamente (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Azidamfenicol]], [[Cyclophosphamid]]), Chemikalien, [[ionisierende Strahlung]], aber auch durch Infektionskrankheiten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[AIDS]]) und durch bösartige Erkrankungen wie [[Leukämie]]n und andere Krebsformen kann es zu einer Poikilozytose kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen der Erythrozyten ==&lt;br /&gt;
Die Form der roten Blutkörperchen kann einen diagnostischen Hinweis auf die Ursache geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Abweichungen sind möglich:&lt;br /&gt;
* [[Hypochromasie|Anulozyt]]: hämoglobinarme Erythrozyten mit schmalen Randsaum. Vorkommen: [[Eisenmangel]] und [[Thalassämie]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Burr cell&amp;#039;&amp;#039;: Ein mikrozytärer Erythrozyt mit einer oder mehreren spitzen Ausziehungen. Vorkommen: Verschiedene Anämieformen, besonders [[Urämie]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dakryozyt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tränenzelle&amp;#039;&amp;#039;: Diese tropfenförmigen Erythrozyten besitzen eine Ausziehung an einem Zellpol. Vorkommen: Besonders bei der [[Osteomyelofibrose]], seltener bei Eisenmangel, [[Myelodysplasie]]n und anderen myeloproliferativen Syndromen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drepanozyt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sichelzelle&amp;#039;&amp;#039;: Die Erythrozyten können sichel-, halbmond- oder schwalbenschwanzförmig sein. Diese Form signalisiert einen HbS-Gehalt über 50 % (siehe [[Sichelzellenanämie]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elliptozyt&amp;#039;&amp;#039;: Die Erythrozyten weisen eine elliptische Form auf. Vorkommen: Sehr selten angeboren bei der hereditären Poikilozytose (siehe oben), dann liegen über 50 % aller Erythrozyten in Ellipsenform vor, sowie bei der [[Hyperlipidämie]].&lt;br /&gt;
* [[Fragmentozyt]] oder Schistozyt: Konvexseitig zeigt sich eine glatt begrenzte, halbrunde, intakte Membran. Auf der konkaven Seite zeigt sich dagegen eine unregelmäßige Begrenzung, die dadurch entsteht, dass dem Erythrozyt auf dieser Seite ein Teil seines Volumens abgerissen worden ist. Vorkommen: Mechanische Schädigung der Erythrozyten intravasal z.&amp;amp;nbsp;B. bei künstlichen Herzklappen. Thermische Schädigungen bei schweren Verbrennungen.&lt;br /&gt;
* [[Howell-Jolly-Körperchen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schießscheibenzelle|Targetzelle]]&amp;#039;&amp;#039;: Innerhalb der zentralen Aufhellungszone des Erythrozyten kommt es zu einer kreisförmigen Hämoglobinverdichtung, so dass die Erythrozyten ein schießscheibenförmiges Aussehen aufweisen. Vorkommen: Thalassämie, Sichelzellenanämie, posthepatischer [[Ikterus]], [[Asplenie]]&lt;br /&gt;
* [[Sphärozyt]]: Kugelform des normal großen Erythrozyten.&lt;br /&gt;
* [[Stomatozyt]]: schlitz- bzw. mundförmige zentrale Aufhellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anisozytose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um starke Größenschwankungen der Erythrozyten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Thews]], [[Peter Vaupel]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetative Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-10747-8, S.&amp;amp;nbsp;39 ({{Google Buch |BuchID=Y-IdBgAAQBAJ |Seite=39}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es fallen Erythrozyten auf, die Mikro- und/oder Makrozyten sind und deren Anteil mehr als 3 % aller Erythrozyten ausmacht. Die Anisozytose ist die häufigste Erythrozytenanomalie.&lt;br /&gt;
* [[Makrozyt]]: Erythrozyt mit einem Durchmesser größer als 10 [[Meter#Gebräuchliche dezimale Vielfache|Mikrometer]].&lt;br /&gt;
* [[Mikrozyt]]: Abnorm kleiner Erythrozyt mit einem Durchmesser kleiner als 6 Mikrometer (das heißt: der Mikrozyt ist kleiner als der Kern eines [[Lymphozyt]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Detlev Drenckhahn: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie, makroskopische Anatomie, Embryologie und Histologie des Menschen mit Studentconsult-zugang&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Herz-Kreislauf-System, lymphatisches System, endokrine Drüsen, Nervensystem, Sinnesorgane, Haut&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier 2007, ISBN 3-437-42351-7&lt;br /&gt;
* Hanns-Wolf Baenkler: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2001, ISBN 3-13-128751-9.&lt;br /&gt;
* Kai Joachim Bühling: &amp;#039;&amp;#039;Intensivkurs: Allgemeine und spezielle Pathologie&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier, 2004, ISBN 3-437-42411-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://bildatlas.onkodin.de/bildatlas/content/e3774/e3776/e3778/e3783/e4688/index_ger.html Anisozytose, Poikilozytose, Polychromasie.] bildatlas.onkodin.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blutbild]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Hämatologie und Onkologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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