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	<title>Podsol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:48:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Podsol&amp;diff=78875&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: Satz kürzer</title>
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		<updated>2025-02-18T20:42:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Satz kürzer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Podzols.JPG|mini|Podsol]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Podsol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus {{ruS|подзол|podzol|de=Ascheboden}}, von {{lang|ru|под|pod}} ‚unter‘ und {{lang|ru|зола|zola}} ‚Asche‘), auch [[Bleicherde]] oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grauerde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein saurer, an [[Nährstoff (Pflanze)|Nährstoffen]] armer oder verarmter [[Bodentyp]] in einem feucht[[Kaltes Klima|kalten]] oder feucht-[[Gemäßigtes Klima|gemäßigten Klima]]. Er stellt eine unfruchtbare Endstufe der [[Pedogenese|Bodenentwicklung]] dar. Von seiner gräulich-weißen Färbung rührt der Name Bleicherde her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellung in der Bodensystematik ==&lt;br /&gt;
Die Podsole bilden eine Klasse in der Abteilung der [[Terrestrische Böden|Terrestrischen Böden]] in der deutschen [[Bodensystematik]]. Derzeit enthält die Klasse nur den [[Bodentyp]] Podsol. In der internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base|WRB]] gehören die meisten Podsole zu den Podzols. In der US-amerikanischen [[Soil Taxonomy]] gehören sie zumeist zu den [[Spodosol]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisenhumuspodsol.jpg|mini|Eisenhumuspodsol im Feldberggebiet (Südschwarzwald)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenprofil Heide.jpg|mini|Bodenprofil Heidepodsol mit [[Ortstein]] in der [[Lüneburger Heide]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung von Podsolen bezeichnet man als [[Podsolierung]]. Sie bilden sich aus [[quarz]]reichen Ausgangsgesteinen wie [[Sandstein]], [[Granit]] oder aus lockeren, ebenfalls quarzreichen [[Sand]]en, wie [[Düne]]nsand. Der geringe Gehalt an verwitterbaren Mineralen führt einerseits zu einem Mangel an [[Tonmineral]]en und andererseits zu geringem [[Puffer (Chemie)|Puffervermögen]] gegenüber der Bodenversauerung. Aufgrund des niedrigen [[pH-Wert]]es kommt es zu einer abwärts gerichteten Verlagerung (Auswaschung) von [[Eisenhydroxid|Eisen-]] und [[Aluminiumhydroxid]] sowie [[Huminstoff]]en mit dem [[Sickerwasser]] aus dem Ober- in den Unterboden. Dort werden, bei etwas höheren pH-Werten, die Eisen-, Aluminium- oder Humusverbindungen wieder ausgefällt und fixiert. Es entsteht ein ausgeblichener, stark verarmter Oberbodenhorizont (Ae-Horizont) und ein mit Eisenverbindungen oder Humus stark angereicherter Unterbodenhorizont (Bs, Bh oder Bsh-Horizont).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung dauert bis zu tausend&amp;amp;nbsp;Jahre. Der grobporige (wasserdurchlässige) und nährstoffarme Podsol (wenig Humus im Mineralboden) weist aufgrund des niedrigen pH-Wertes ein geringes Bodenleben auf. Dies führt in natürlichem Zustand unter Wald zu einer schwer abbaubaren, mächtigen [[Rohhumus]]auflage, die aufgrund ihrer geringen Mineralisierung in geringen Mengen pflanzenverfügbare Nährstoffe liefert. Wenn die oberen B-Horizonte zu [[Ortstein]] verhärtet sind, behindert dies das Wurzelwachstum und kann darüber hinaus Wasserstau verursachen. Durch Kalkung und intensive Humuswirtschaft mit Grün- und Stalldüngung kann die Fruchtbarkeit des leicht zu bearbeitenden Podsols deutlich verbessert werden. Die [[Plaggendüngung]] war ein im Mittelalter betriebenes arbeits- und flächenaufwändiges Verfahren (es mussten Flächen der Größenordnung 10:1 für die Gewinnung der Plaggen genutzt werden um entsprechende Flächen [[Plaggenesch]] zu erzeugen und erhalten) um Podsol urbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
In der Agrarwirtschaft gehören die Podsole zu den ertragsarmen Böden. Sie sind sandig, nährstoffarm und sauer und haben Eigenschaften, die einem optimalen Wachstum der meisten [[Nutzpflanzen]] entgegenstehen. In Gegenden mit hohem Anteil von Podsolböden war in der Vergangenheit die Bevölkerung häufig vom Hunger bedroht. Zur Bodenverbesserung wurde in Nordwestdeutschland auf solchen Böden das [[Plaggen]] angewendet, so dass die Podsole allmählich in [[Plaggenesch]]böden umgewandelt wurden. Mit gleichmäßig hohen Düngegaben und eventuell mit Beregnung ist es möglich, auf Podsolen ertragreich zu wirtschaften. Da Podsol jedoch zur [[Auswaschung]] neigt, besteht die Gefahr, dass [[Dünger]] und [[Pflanzenschutzmittel]] ins [[Grundwasser]] gelangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebiete mit überwiegendem Podsolanteil, wie [[Glaziale Serie|Sanderflächen]] oder Gebiete mit [[Periglazial|periglaziärer]] oder [[holozän]]er [[Düne#Dünen in Europa|Flugsand]][[sedimentation]] ([[Binnendüne]]n) sind meistens mit Wald [[Bestockung (Forstwirtschaft)|bestockt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Podsol wurde am 5.&amp;amp;nbsp;Dezember 2006 durch ein Kuratorium, bestehend aus Mitgliedern der [[Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft|Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft]] (DBG) und des [[Bundesverband Boden|Bundesverbands Boden]] (BVB), zum &amp;#039;&amp;#039;[[Boden des Jahres]] 2007&amp;#039;&amp;#039; ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Podsol ist der typische Boden der [[Borealer Nadelwald|borealen Nadelwälder]] mit feucht-ozeanischem Klima. Er ist auf der Nordhemisphäre einer der verbreitetsten Bodentypen. Das geringe Nährstoffangebot und die niedrigen [[pH-Wert]]e bieten für Nadelbaumarten wie [[Wald-Kiefer|Kiefer]], [[Gemeine Fichte|Fichte]] und die verschiedenen [[Lärchen]]arten ausreichend günstige Lebensbedingungen. Außerhalb der borealen Nadelwälder sind Podsole in der gemäßigten Mischwaldzone auf quarzreichen Gesteinen weit verbreitet. Typische Podsolgebiete Mitteleuropas sind die [[Sander]] und trockenen [[Urstromtal|Urstromtäler]] [[Niedersachsen]]s sowie die großflächigen [[Granit]]- und [[Gneis]]vorkommen in den Mittelgebirgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typische Horizontfolgen ==&lt;br /&gt;
Anhand der [[Bodenhorizont]]folgen kann man den Normpodsol (Eisenhumuspodsol) von den Abweichungssubtypen Eisenpodsol und Humuspodsol unterscheiden.&lt;br /&gt;
* Humusauflage (Rohhumus)&lt;br /&gt;
* Ae – gebleichter Auswaschungshorizont&lt;br /&gt;
* Bhs – [[Sesquioxid]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;anreicherungshorizont (Humus (Bh) eingewaschen)&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Normpodsol (Eisenhumuspodsol) ===&lt;br /&gt;
* Ahe – Auswaschungshorizont mit leichtem Humusgehalt&lt;br /&gt;
* Ae – gebleichter Auswaschungshorizont&lt;br /&gt;
* Bsh – Humusanreicherungshorizont mit erkennbarer Sesquioxidanreicherung&lt;br /&gt;
* Bhs – [[Sesquioxid]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;anreicherungshorizont mit erkennbarer Humusanreicherung&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein, nährstoffarm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenpodsol ===&lt;br /&gt;
* Ahe – Auswaschungshorizont mit leichtem Humusgehalt&lt;br /&gt;
* Ae – gebleichter Auswaschungshorizont&lt;br /&gt;
* Bs – Sesquioxidanreicherungshorizont&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Humuspodsol ===&lt;br /&gt;
* Ahe – Auswaschungshorizont mit leichtem Humusgehalt&lt;br /&gt;
* Ae – gebleichter Auswaschungshorizont&lt;br /&gt;
* Bh – Humusanreicherungshorizont&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Scheffer/Schachtschabel Lehrbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von [[Fritz Scheffer]] und [[Paul Schachtschabel]]. 17. Auflage. Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=E. Leitgeb, R. Reiter, M. Englisch, P. Lüscher, P. Schad, K. H. Feger |Titel=Waldböden. Ein Bildatlas der wichtigsten Bodentypen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz |Verlag=Wiley-VCH Verlag GmbH |Ort=Weinheim |Datum=2013 |ISBN=978-3-527-32713-3 |Umfang=387 Seiten, circa 270 farbige Abb.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://bodenkunde.uni-hohenheim.de/67011.html |wayback=20140524023249| text=Podsol}} Bodenkunde Hohenheim&lt;br /&gt;
* [http://www.ahabc.de/bodentypen/klasse-typen-oder-bodensystematische-einheiten/bodentyp-podsol/ Bodentyp:Podsol]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bodentypen (WRB)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Boden des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4174954-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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