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	<title>Poale Zion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Poale_Zion&amp;diff=778217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-10-28T13:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Poalei Zion.png|mini|Logo der Poʿalei Zion vom Anfang 20. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poʿale Zion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poʿalei Tzion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|פּוֹעֳלֵי צִיּוֹן&amp;amp;lrm;|Poʿalej Zijjōn|de=Arbeiter Zions}}) war eine wichtige [[Zionismus|zionistisch]]-[[sozialistisch]]e Bewegung in [[Europa]], [[Palästina (Region)|Palästina]] und [[Nordamerika|Nord-]] und [[Südamerika]] seit 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich 1901 der [[Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund|Allgemeine Jüdische Arbeiterbund (Bund)]] gegen den Zionismus ausgesprochen hatte, gründeten sich zuerst in [[Dnipro|Jekaterinoslaw]], dann in [[Warschau]], [[Vilnius]], [[Witebsk]], [[Odessa]] und anderen Städten in Russland zionistische Zirkel von Arbeitern und Intellektuellen. Es folgten Organisationen in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] (1903); [[Palästina (Region)|Palästina]], [[Österreich-Ungarn]] 1903, [[Kanada]], [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien]], [[Argentinien]] (1904–1907) und [[Bulgarien]] (1910). In Deutschland wurde die Organisation erst 1918 gegründet. Organ der deutschen Poʿalei Zion war seit 1921 die &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Arbeiterstimme&amp;#039;&amp;#039;, die 1924 von der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Neuer Weg&amp;#039;&amp;#039; abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1905 wurden auf einem Kongress die Ziele der Bewegung formuliert. Wichtigster Initiator war [[Ber Borochov]]. 1906 wurde in [[Poltawa]] die [[Jüdische Sozialdemokratische Arbeiterpartei]] für Russland gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== International ===&lt;br /&gt;
Der erste Weltkongress der Poʿalei Zion fand im August 1907 in [[Den Haag]] statt, weitere folgten in [[Krakau]] (1909), [[Wien]] (1911 und 1920) und [[Stockholm]] (1919). Die Poʿalei Zion gründeten auch Organisationen wie [[HaSchomer]] und war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] an der Rekrutierung von Mitgliedern für die [[Jüdische Legion]] maßgeblich beteiligt. Auf dem fünften Weltkongress in Wien 1920 spalteten sich die Poʿalei Zion, weil Uneinigkeiten bezüglich Zionismus, Aktivitäten in [[Palästina (Region)|Palästina]] und des Beitritts zur [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palästina ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Linksparteien Israel bis 1948.JPG|mini|Entwicklung der linken Parteien in Palästina bis 1948]]&lt;br /&gt;
In [[Palästina (Region)|Palästina]] wurden von der Poʿalei Zion erste [[Kibbuz]]im gegründet und aus den Arbeitsämtern, Küchen und Gesundheitsleistungen für ihre Mitglieder gingen später die staatlichen Einrichtungen [[Israel]]s hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg spalteten sich die Poʿalei Zion in Palästina 1919 in einen linken Flügel, der der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] zuneigte, und einen rechten Flügel, der sich der [[Zionistische Weltorganisation|Zionistischen Weltorganisation]] anschloss. Die Mitglieder des rechten Flügels sprachen bevorzugt Hebräisch, während dem linken Flügel viele Neuankömmlinge aus Osteuropa angehörten, die eher Jiddisch sprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rechte Flügel wurde von [[David Ben-Gurion]] geführt und bildete die Partei [[Achdut haAwoda (1919)|Achdut haʿAvoda]] („Einigung der Arbeit“). Diese ging 1930 in der [[Mapai]] auf, die wiederum Vorläuferin der bis heute existierenden israelischen Arbeitspartei [[Awoda|Avoda]] war. Der linke Flügel bildete hingegen zunächst die Sozialistische Arbeiterpartei (Mops), aus der 1923 die [[Kommunistische Partei Palästinas]] hervorging. Ein anderer Teil bestand daneben als [[Poale Zion-Linke|Poʿalei Zion-Linke]] fort, bis diese 1946 mit der Achdut haʿAvoda-Bewegung (1944 von Mapai abgespalten) fusionierte und schließlich 1948 in der linkssozialistischen [[Mapam]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Die Wiener Poʿalei Zion gründeten sich 1904. Gegen Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war die Gruppe am sogenannten [[Jännerstreik]]s 1918 und der darauffolgenden Rätebewegung beteiligt. Bei Wahlen zu den Arbeiterräten war die Partei insbesondere im [[Leopoldstadt|Bezirk Leopoldstadt]] relativ erfolgreich und konnte einige Bezirksarbeiterräte entsenden. Anfang der 1920er verfügten die Wiener Poʿalei Zion mit einem Jüdischen Arbeiterheim, einer Jüdischen Volksbühne, einer Arbeiterküche und einigen weiteren kulturellen und sozialen Institutionen über eine beachtliche Infrastruktur. Im Zuge der Spaltung der Poʿalei Zion auf dem fünften Kongress des Weltverbands 1920 trennte sich auch die Wiener Ortsgruppe zum ersten Mal in einen rechten und linken Flügel. Letzterer spaltete sich 1922 an der Frage, unter welchen Bedingungen man zur [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] beitreten würde, erneut. Er verlor sich kurz danach in der Bedeutungslosigkeit, während der „rechte“ Flügel an der Seite der Sozialdemokratie bis zum [[Austrofaschismus]] aktiv blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mario Memoli |Titel=„… unser Los ist mit dem des internationalen Proletariats aufs engste verknüpft!“. Die Poale Zion in der österreichischen Rätebewegung. |Hrsg=Anna Leder, Mario Memoli, Andreas Pavlić |Sammelwerk=Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie |Band= |Nummer= |Auflage=1. Auflage |Verlag=Mandelbaum |Ort=Wien |Datum=2019 |ISBN=9783854766803 |Seiten=145-165}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglieder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ben-Zvi, Yaacov Zrubavel, Ben-Gurion, Brenner, Aharon Reuveni.jpg|mini|Redaktionsversammlung der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;HaʾAchdut&amp;#039;&amp;#039;, 1910. Von rechts nach links: [[Jizchak Ben Zwi|Jizchaq Ben Zvi]], [[David Ben-Gurion]], [[Josef Chaim Brenner]] (vordere Reihe), [[Aharon Reuveni|Aharon Reʾuveni]], Jaʿaqow Zerubavel im Hintergrund stehend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steve Jourdin, préface de&amp;amp;nbsp;[[Élie Barnavi]] |Titel=Israël&amp;amp;nbsp;: autopsie d&amp;#039;une gauche (1905–1995) |Hrsg=Jean-Luc Veyssy |Sammelwerk=Collection «&amp;amp;nbsp;Documents&amp;amp;nbsp;» |Verlag=Éditions le bord de l’eau |Ort=Lormont (Gironde) |Datum=2021 |ISBN=978-2-35687-802-1 |Kommentar=das Foto ist das Titelbild des Buches; Angaben zum Bild gemäß dem Fotonachweis}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Persönlichkeiten und Mitglieder der ינאית  Zion waren neben Borochov und Ben Gurion unter anderem [[Jizchak Ben Zwi|Jizchaq Ben Zvi]], seine Frau [[Rachel Janait Ben-Zvi|Rachel Jannaʾit]], [[Yitzhak Tabenkin|Jizchaq Tebenkin]], [[Salman Schasar]], [[Lew Sacharowitsch Mechlis]], [[Schlomo Kaplansky]], [[Felix Fechenbach]] oder [[Fritz Sternberg]]. In der [[Sowjetrussland|Sowjetunion]] wurden die Poʿalei  Zion durch die [[Bolschewiki]] 1920 verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leon Chasanowitsch: [http://library.fes.de/cgi-bin/somo_mktiff.pl?year=1914&amp;amp;pdfs=1914_0962x1914_0963x1914_0964x1914_0965x1914_0966x1914_0967x1914_0968x1914_0969x1914_0970x1914_0971x1914_0972x1914_0973&amp;amp;verz=1914/1914_15 &amp;#039;&amp;#039;Ziele und Mittel des sozialistischen Zionismus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Monatshefte&amp;#039;&amp;#039; 15, 1914, S. 962–973.&lt;br /&gt;
* Momme Schwarz: [http://www.yadvashem.org/yv/de/education/newsletter/07/article_momme.asp &amp;#039;&amp;#039;Eine jüdische Randerscheinung – Der Poale-Zionismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS), [[Yad Vashem]],&amp;#039;&amp;#039; Jerusalem, Newsletter Pädagogik, Sammeltitel &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben vor dem Holocaust in Deutschland und Österreich.&amp;#039;&amp;#039; September 2012&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Buchveröffentlichung des Verf. &amp;#039;&amp;#039;Widersprüchliche Strategien jüdischer Emanzipation. Die Arbeiterorganisation „Poale Zion“ im Spannungsfeld von Zionismus und Sozialismus 1907–1934&amp;#039;&amp;#039; (Arbeitstitel; zuerst Magisterarbeit, Matrikelnummer 1834611) ist angekündigt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ralf Hoffrogge]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Schwerpunkt „Judentum und Revolution. Der Weltverband ‚Poale Zion‘ zwischen Zionismus und Kommunismus“.&amp;#039;&amp;#039; Zs. &amp;#039;&amp;#039;Arbeit–Bewegung–Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, H. 2, 2017, S. 7–14. [http://www.arbeiterbewegung-jahrbuch.de/wp-content/uploads/2017/06/ABG2017-2_Hoffrogge_Editorial.pdf Editorial des Schwerpunkthefts]&lt;br /&gt;
** [[Mario Keßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Komintern]] und die Poale Zion 1919 bis 1922. Eine gescheiterte Synthese von Kommunismus und Zionismus&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], II/2017, S. 15–30&lt;br /&gt;
** Jan Rybak: &amp;#039;&amp;#039;Sozialistischer Zionismus in der europäischen Revolution 1917 bis 1923: Widersprüche emanzipatorischer Identitäten&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeit–Bewegung–Geschichte, II/2017, S. 31–48&lt;br /&gt;
** Christian Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen [[Sowjetrussland]] und [[Eretz Israel]]. Die Radikalisierung des österreichischen Arbeiterzionismus 1918 bis 1920&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeit–Bewegung–Geschichte, II/2017, S. 49–64&lt;br /&gt;
** Orel Beilinson: &amp;#039;&amp;#039;Judentum, [[Islam]] und Russische Revolution: Betrachtungen aus der Sicht vergleichender Geschichtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeit–Bewegung–Geschichte, Heft II/2017, S. 65–85&lt;br /&gt;
* [[Evelyn Adunka]]: &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Poale Zion&amp;quot; und ihre Nachfolgeorganisationen in [[Wien]] bis 1938,&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Rote Tränen. Die Zerstörung der [[Arbeiterklasse|Arbeiterkultur]] durch [[Faschismus]] und [[Nationalsozialismus]].&amp;#039;&amp;#039; Reihe: Zwischenwelt, 14. Hg. [[Theodor Kramer Gesellschaft]], Wien 2017 ISBN 9783854358329 S. 101–134&lt;br /&gt;
* Mario Memoli: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;...unser Los ist mit dem des internationalen Proletariats aufs engste verknüpft!&amp;quot;. Die Poale Zion in der österreichischen Rätebewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: Anna Leder, Mario Memoli, Andreas Pavlic (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Mandelbaum, Wien 2019, ISBN 9783854766803, S. 145–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Poalei Zion|Poʿalei Zion}}&lt;br /&gt;
* Via [[Compact Memory]]: Die österreichischen Poʿalei-Zion-Zeitungen&lt;br /&gt;
** [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2827798 &amp;#039;&amp;#039;Freie Tribüne&amp;#039;&amp;#039; (1919–1921)], Fortsetzung&lt;br /&gt;
** [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2822530 &amp;#039;&amp;#039;Unsere Tribüne&amp;#039;&amp;#039; (1924–1926)], Fortsetzung&lt;br /&gt;
** [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2641551 &amp;#039;&amp;#039;Der jüdische Arbeiter&amp;#039;&amp;#039; (1927–1934)]&lt;br /&gt;
* {{Rwien|po-alei-zion|Poʿalei Zion}}&lt;br /&gt;
* Eintrag über [http://www.zionism-israel.com/dic/Poalei_Tziyon.htm Poalei Tziyon (Poʿalei Zion)] im &amp;#039;&amp;#039;Zionism and Israel - Encyclopedic Dictionary&amp;#039;&amp;#039; (engl.)&lt;br /&gt;
== Notizen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4046424-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zionistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeiterbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israelische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Organisation (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1901]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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