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	<title>Pleurapunktion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pleurapunktion&amp;diff=89814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ⵓ: Vorlage {{rp}} ersetzt Vorlage {{rp}} ersetzt/ →</title>
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		<updated>2025-11-21T18:42:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} ersetzt Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} ersetzt/ &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;→&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pleurapunktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thorakozentese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine spezielle [[Punktion]] in der [[Medizin]]. Dabei wird meist nach einer örtlichen Betäubung eine sterile Nadel in die [[Pleurahöhle]], den Spaltraum zwischen [[Rippenfell]] und [[Lungenfell]], eingestochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode kann nur durchgeführt werden, wenn sich im Pleuraraum genügend Flüssigkeit befindet. Sie wird aus diagnostischen Gründen (Gewinnung von Untersuchungsmaterial, etwa bei unklarer Ursache einer [[Pleuraerguss]]es sowie bei Patienten mit [[Lungenentzündung]] und Pleuraerguss zum Ausschluss eines [[Pleuraempyem]]s&amp;lt;ref&amp;gt;S. Ewig, G. Höffken, W. V. Ker u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;S3 Leitlinie Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulanter Pneumonie und Prävention – Update 2016.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pneumologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 70, 2016, S. 151–200.&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder aus therapeutischen Gründen (Entlastung eines größeren Pleuraergusses, insbesondere bei respiratorischer, die [[Atmung]] (akute [[Dyspnoe|Atemnot]]), oder kardialer, mit dem [[Herz]]en zusammenhängender, [[Dekompensation]]) durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist bei einem vorliegenden Pleuraerguss eine [[Herzinsuffizienz]] wahrscheinlich, so steht deren leitliniengerechte Behandlung im Vordergrund und eine Pleurapunktion ist nicht angezeigt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Diagram showing how a pleural effusion is drained CRUK 456.svg|mini|[[Thoraxdrainage|Pleuradrainage]] nach Pleurapunktion]]&lt;br /&gt;
Die Methode sollte unter [[Sonografie|Ultraschall]]kontrolle angewendet werden, um die genaue Lokalisation des [[Pleuraerguss|Ergusses]] vor der Punktion zu markieren oder unter dieser thorakalen Sonografie die Punktionsnadel sicher zu positionieren, vor allem um einen in 0,6 bis 6 % der Fälle auftretenden (postpunktionellen) [[Pneumothorax]] zu vermeiden. Eine aktuelle [[Röntgen-Thoraxaufnahme]] sollte vor der Punktion vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot; details=&amp;quot;S. 377–385, hier: S. 381 f.&amp;quot;&amp;gt;Berthold Jany, Tobias Welte: &amp;#039;&amp;#039;Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Patient sitzt mit dem Rücken zum Arzt. Vor der Punktion sollte eine [[Lokalanästhesie|örtliche Betäubung]] in die [[Haut]] und an das [[Rippenfell]] gespritzt werden. Punktiert wird in [[Asepsis#Aseptische Maßnahmen|aseptischer Technik]] jeweils knapp über den Oberrand einer Rippe, um eine Verletzung der am Unterrand entlang ziehenden Nerven sowie Lymph- und Blutgefäße zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probenmenge einer diagnostischen Pleurapunktat beträgt etwa 50 ml, wobei die Verwendung eines [[Dreiwegehahn]]s empfohlen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 381&amp;quot;/&amp;gt; Eine beidseitige Punktion wird nur im Notfall durchgeführt. Meist wird bei einer Punktion nicht mehr als 1000–1200 ml (bei erwachsenen Menschen maximal 1500 ml&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 384&amp;quot;/&amp;gt;) abpunktiert, da sonst ein reaktives Lungenödem als Reaktion auf die geänderten Druck- und Volumenverhältnisse entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pleurapunktion, welche bereits im Mittelalter zur Entlastung eines [[Hämatothorax]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Die Thorakozentese in Wolframs von Eschenbach &amp;#039;Parzival&amp;#039; (X, 506, 5–19).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1984, S. 79–99.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt war ([[Wolfram von Eschenbach]] beschreibt im &amp;#039;&amp;#039;[[Parzival]]&amp;#039;&amp;#039; eine Thorakozentese, die auch als [[Perikardpunktion]] gedeutet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;W. Edmund Farrar: &amp;#039;&amp;#039;Parzival’s Pericardial Punction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of Internal Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 92, 1980, S. 640.&amp;lt;/ref&amp;gt;), ist, in der Hand eines erfahrenen Arztes, eine einfache und schnelle Methode, um beispielsweise bei ausgedehnten Ergüssen und Atemnot (Luftnot) dem Betroffenen eine Erleichterung zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa zwei Stunden kann eine [[Röntgen]]kontrolle zum Ausschluss einer [[Pneumothorax|Lungenverletzung]] angefertigt werden, ist jedoch bei fehlender Symptomatik nicht erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Schnell, M. Beer, S. Eggeling u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 143, 2018, S. 12–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Beobachtung des punktierten Patienten sollte in jedem Fall aber für ein bis vier Stunden erfolgen, da sich die meisten Pleuraverletzungen nach einer Punktion in diesem Zeitraum bemerkbar machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 381&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Punktionen sollte eine ausreichende [[Blutgerinnung]] beim Patienten gesichert sein. Der [[Quick-Wert]] sollte über 50 % liegen und die [[Thrombozyt]]enzahl mehr als 50000/µL betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Komplikationen der Methode ==&lt;br /&gt;
* Infektion (bei steriler Nadel und guter Hautdesinfektion geringe Gefahr)&lt;br /&gt;
* Verletzung der Lunge mit möglichem [[Pneumothorax]]&lt;br /&gt;
** bei großem Erguss selten&lt;br /&gt;
** bei gekammertem Erguss oder bei Punktion im Liegen häufiger (bei bis zu 6 % der Pleurapunktionen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 381&amp;quot;/&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Verletzung der [[Leber]] oder [[Milz]]&lt;br /&gt;
* Nachblutung (falls möglich erfolgt vor der Punktion eine Überprüfung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Der [[International Normalized Ratio|INR-Wert]] sollte kleiner als 1,5 sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 381&amp;quot;/&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* reaktives Lungenödem&lt;br /&gt;
* Verklebungen und Kammerungen eines Ergusses, nahezu regelhaft bei wiederholten Punktionen, wodurch erneute Entleerungen erschwert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 384&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchung des Punktats ==&lt;br /&gt;
Die gewonnene Pleuraflüssigkeit wird zunächst mit bloßem Augen (makroskopisch) untersucht. Hat sie ein milchiges Aussehen, so spricht das für Vorhandensein von Lymphe bei einem [[Chylothorax]] (Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Brustkorb). Ist Eiter zu sehen besteht ein [[Pleuraempyem]] (Ein Zentrifugieren der Flüssigkeit ermöglicht eine genauere Unterscheidung von Chylothorax und Pleuraempyem: die chylöse Flüssigkeit bleibt milchig, während beim Empyem ein klarer Überstand entsteht). Bei einem blutigen Erguss besteht, falls keine Blutung durch die Punktion ursächlich ist, der Verdacht auf eine bösartige Tumorerkrankung.&lt;br /&gt;
Bei einer diagnostischen Pleurapunktion werden in der gewonnenen Flüssigkeit meist die Konzentrationen von Lactatdehydrogenase (LDH) und Proteinen bestimmt, um im Vergleich mit den entsprechenden Messergebnissen im Blutserum zwischen [[Transsudat]] und [[Exsudat (Medizin)|Exsudat]] unterscheiden zu können und um somit eine eingrenzende Zuordnung zu verschiedenen Ursachen zu ermöglichen (Hierzu dienen die [[Pleuraerguss#Diagnostik|Light-Kriterien]]). Zudem wird die Probe mikroskopisch mittels [[Gram-Färbung]] untersucht, eine [[Blutkultur]] zum Nachweis von Krankheitserregern angelegt, bei Bedarf ergänzt durch eine [[Polymerase-Kettenreaktion]] (unter Verwendung des Gens 16S-rRNA), und es erfolgt die Erstellung eines [[Differentialblutbild]]es&amp;lt;ref&amp;gt;Erhöhung der neutrophilen Granulozyten häufig bei akutem Prozess wie Erguss bei Lungenentzündung, bei Empyem oder in Folge einer Lungenembolie. Vorherrschen der Lymphozyten eher bei Tuberkulose, länger bestehenden Pleuraergüssen, Herzinsuffizienz oder maligner Ursache.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie eine [[Zytodiagnostik|zytologische Beurteilung]]. Gegebenenfalls werden auch der pH-Wert (bei nichteitriger Pleuraflüssigkeit und Verdacht auf Infektion&amp;lt;ref&amp;gt;Ein niedriger pH-Wert ([[Azidose]]) der Pleuraflüssigkeit kann auf eine komplizierte Infektion der Pleura, Tuberkulose, rheumatoide Arthritis und maligne Ergüsse hinweisen. Bei einem pH-Wert unter 7,2 sollte baldmöglichst eine [[Pleuradrainage]] angelegt werden. Siehe dazu: Berthold Jany, Tobias Welte: &amp;#039;&amp;#039;Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 382 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;), die normalerweise dem Blut entsprechende Konzentration von Glukose (erniedrigt etwa bei rheumatoider Arthritis, bei Empyem, Tuberkulose oder maligner Ursache), der bei einem Chylothorax erhöhten Blutfette [[Triglyceride]] und (das auch bei einem Exsudat erhöhte) Cholesterin sowie [[Amylase]] (bei erhöhter Konzentration Indikator einer akuten [[Bauchspeicheldrüsenentzündung]]) gemessen. Bei Verdacht auf einer tuberkulöse Pleuritis erfolgt die Untersuchung auf säurefeste Stäbchen, eine spezielle Blutkultur und die Durchführungen einer Polymerase-Kettenreaktion. Der bei Blutarmut erniedrigte [[Hämatokrit]]-Wert sollte bei Verdacht auf einen [[Hämatothorax]] ermittelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jany2019&amp;quot;  details=&amp;quot;S. 378–384&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{cite book|author=Martin Leuwer, Oliver Zuzan, Hans-Joachim Trappe, [[Gernot Marx]]|title=Checkliste Interdisziplinäre Intensivmedizin|url=https://books.google.de/books?id=bTzXTReiQIAC&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;hl=de|date=August 2009|publisher=Georg Thieme Verlag|isbn=978-3-13-116913-6|pages=67–68}}&lt;br /&gt;
* Berthold Jany, Tobias Welte: &amp;#039;&amp;#039;Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019, S. 377–385.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Pneumologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labormedizinisches Untersuchungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Pneumologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Invasives Therapieverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiermedizinische Diagnostik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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